Klingenstädter
Well-Known Member
Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
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Bevormundung von Patienten</span>
KOMMENTAR VON COSIMA SCHMITT
Die einen preisen es als Wundermittel, die anderen warnen vor verfrühter Begeisterung: Seit einigen Monaten können sich Mädchen auf Kassenkosten gegen humane Papillomviren impfen lassen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Inmitten der erregten Debatte verteilt das Bremer Gesundheitsamt nun Flyer, die Teenager gezielt zu einer Impfung bewegen sollen - und wählt so einen bedenklichen Weg.
Mehr...(taz)
Medizin
<span>"Sex ist blöd, davon kriegt man Krebs"</span>
Eine Spritze, und schon ist das Virus erledigt, das Gebärmutterhals-Krebs verursachen kann. Klingt wunderbar, oder?
VON EIKEN BRUHN
Bremen taz
Der Text beginnt ganz harmlos. "Liebe Schülerinnen, liebe Eltern", heißt es in dem Flyer, den das Bremer Gesundheitsamt im Mai an Schulen verteilen ließ. "Seit März empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin die Impfung aller Mädchen von 12 bis 17 Jahren gegen so genannte Humane Papillomviren (HPV)."
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Bevormundung von Patienten</span>
KOMMENTAR VON COSIMA SCHMITT
Die einen preisen es als Wundermittel, die anderen warnen vor verfrühter Begeisterung: Seit einigen Monaten können sich Mädchen auf Kassenkosten gegen humane Papillomviren impfen lassen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Inmitten der erregten Debatte verteilt das Bremer Gesundheitsamt nun Flyer, die Teenager gezielt zu einer Impfung bewegen sollen - und wählt so einen bedenklichen Weg.
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Medizin
<span>"Sex ist blöd, davon kriegt man Krebs"</span>
Eine Spritze, und schon ist das Virus erledigt, das Gebärmutterhals-Krebs verursachen kann. Klingt wunderbar, oder?
VON EIKEN BRUHN
Bremen taz
Der Text beginnt ganz harmlos. "Liebe Schülerinnen, liebe Eltern", heißt es in dem Flyer, den das Bremer Gesundheitsamt im Mai an Schulen verteilen ließ. "Seit März empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin die Impfung aller Mädchen von 12 bis 17 Jahren gegen so genannte Humane Papillomviren (HPV)."
[...]Dabei lohnt es sich bei dem Hersteller Merck & Co., der derzeit noch das Monopol auf den Impfstoff besitzt, genauer hinzusehen. Die Firma musste im Jahr 2004 das Schmerzmittel Vioxx vom Markt nehmen, weil fatale Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bemerkt worden waren. Wegen schwerer Erkrankungen und Todesfällen musste der Pharmakonzern Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Es kam zu Gewinneinbrüchen, die nun, nicht zuletz dank des HPV-Impfstoffs Gardasil, aufgefangen werden konnten. Kein Wunder, dass die Firma dafür wirbt, ganze Jahrgänge "durchzuimpfen". In den USA, Italien und Großbritannien ist dies bereits geplant.[...]
Mehr...(taz)