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Hat sich Bayer den Klassenerhalt erkauft?

Klingenstädter

Well-Known Member
Von transfermarkt.de (Quelle hier: dpa, Quellenverweis: spiegel - von mir nicht verifiziert, habs nur grad gelesen!)



DPA

Ehemaliger Bielefelder Profi Brinkmann (l., 2003 gegen den Kaiserslauterner Tchato): Dubioser Platzverweis

Die Fahnder untersuchen, ob Brinkmann (zuletzt Dynamo Dresden) Geld dafür erhalten hat, dass er im Bundesligaspiel gegen die damals vom Abstieg bedrohte Mannschaft von Bayer Leverkusen am 4. Mai 2003 vorzeitig des Feldes verwiesen wurde.



Die Kripo Bielefeld vermutet einen Zusammenhang mit einer dubiosen Geldentnahme aus der Kasse von Bayer Leverkusen im Juni 2003. Damals hatten der ehemalige Bayer-Manager Calmund und ein Mitarbeiter drei Schecks über insgesamt 580.000 Euro ausgestellt und das Geld an den Spielervermittler Volker Graul gezahlt.



Graul hatte dem Club dafür zehn Monate später eine Rechnung für die "Vermittlung einer Kaufoption" an zwei Spielern zugesandt. Belege zu dieser angeblichen Kaufoption finden sich in den Büchern von Bayer allerdings nicht. In den Akten der Bielefelder Kripo findet sich ein Vermerk eines Ermittlungsbeamten über ein Gespräch, das er mit einem Zeugen geführt hat, der Brinkmann sehr gut kennt.



Demnach hatte dieser Zeuge Brinkmann nach dem Spiel in Leverkusen im Mai 2003 auf dessen "schlechte Leistung" und den Platzverweis angesprochen. Das sei schon in Ordnung, soll Brinkmann sinngemäß geantwortet haben, schließlich sei er gut dafür bezahlt worden. Gegenüber dem SPIEGEL weist Brinkmann den Verdacht, von Graul oder von Dritten Geld für eine Manipulation bei dem Spiel in Leverkusen erhalten zu haben, entschieden zurück.



Auch Calmund dementiert diesen Vorgang: "Das ist definitiv absolut ausgeschlossen." Graul ließ über seinen Anwalt erklären, er weise "jeden Vorwurf einer Spiel-/Spielermanipulation als abwegig zurück". Im Zusammenhang mit der 580 000-Euro-Zahlung ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen Calmund wegen des Verdachts der Untreue und gegen Graul wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue.
 
Das wäre ein Hammer! Nichts ist unmöglich, aber ich kann es mir kaum vorstellen. Immerhin hat Brinkmann in diesem Spiel einen Elfer verwandelt - und damit eine Super-Gelegenheit zur Manipulation ausgelassen...
 
....in diesem Spiel einen Elfer verwandelt - und damit eine Super-Gelegenheit zur Manipulation ausgelassen...


Vielleicht wäre das zu offensichtlich gewesen?
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Ich glaub aber nicht, dass was dran ist.
 
Ich ehrlich gesagt auch nicht.

Aber ein Zwangsabstieg (die härteste Konsequenz) von Bayer wäre zu schön um wahr zu sein.
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Naja, mal schauen, welche Skandalgerüchte als nächstes auftauchen. Solange es keine von uns sind...
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es wird ja immer besser ...



... wenn das wirklich rauskommen sollte, will ich mal die Konsequenzen sehen!



Zwangsabstieg wird´s wohl nie geben - die Vorstellung wäre aber traumhaft, denn Köln und Duisburg stehen jetzt bzw. seit einiger Zeit schon als sichere Absteiger fest ...
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Die Verdienste des Dicken

Reiner Calmund pflegte Probleme mit dem Scheckbuch zu lösen - das wird er sich nun vorm Staatsanwalt verkneifen müssen



Es gehört zu den notorischen Ritualen des Fußballs, einen verdienten Mitarbeiter in leitender Position im Falle von Differenzen mit salbungsvollen Worten zu verabschieden. Waren die Zerwürfnisse auch offenkundig, so ist die Trennung dennoch "einvernehmlich" und eine stattliche Abfindung unausweichlich. Damals, vor nicht einmal zwei Jahren, drängte sich dieser Eindruck ein wenig auf, als Reiner Calmund den Bundesligisten Bayer Leverkusen in der Funktion des Managers Hals über Kopf und angeblich auf eigenen Wunsch verließ - jener Mann, der zum Inventar der Fußball-Bundesliga gehörte. Manche verwiesen darauf, dass Calmund dieses Leverkusen erst richtig groß gemacht habe, doch so gut wie keiner verwies auf den Preis für den temporären Aufschwung.



Heute, nicht einmal zwei komplette Spielzeiten nach der Demission des Dicken, steht der gewichtige Mann im Zwielicht da. Man fragt sich, welche Verdienste es denn nun gewesen sind, die Bayer 04 Leverkusen ihm zu danken hat. Es geht, wie immer, nicht um die Ehre, sondern ums Geld. Gegen Ende der Woche wird die Kölner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Calmund aufnehmen, wie die Bielefelder Polizei bekannt gab. Im Laufe der Woche werden nun einige Zeugen vernommen.



Calmund soll von einem Klub-Konto 580.000 Euro entnommen haben, der Spielervermittler Volker Graul steht im Verdacht, Beihilfe zur Veruntreuung geleistet zu haben. Graul habe das Geld als Gegenleistung für zwei Transfers erhalten, die niemals getätigt wurden, wie ein Polizeisprecher sagte. Calmund erklärte inzwischen, dass es sich um zwei Optionsgeschäfte gehandelt habe: Da der Verteidiger Lucio nicht für die angepeilte Ablösesumme von zwanzig Millionen Euro zu AS Roma gewechselt war, habe man keinen der beiden Transfers realisiert. Es ging hierbei um Andrija Delebasic von Partizan Belgrad und Darijo Srna von Hajduk Split. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verbleib der Summe. Graul wähnt sich auf der sicheren Seite, gibt an, das Geld erhalten und versteuert zu haben. Doch nun ist der Verdacht aufgekommen, dass die 580.000 Euro möglicherweise nicht nur an Graul geflossen seien, sondern dieser als Mittelsmann fungiert habe. Drei Wochen nach der Barabhebung hatten die Leverkusener durch Bundesliga-Siege gegen 1860 München (3:0) und den 1. FC Nürnberg (1:0) in der Saison 2002/03 einen möglichen Abstieg abgewendet. Der Bielefelder Chefermittler Karl-Heinz Wallmeier nannte der Zeitung Welt als Grund für die Ermittlungen "die zweckwidrige Verwendung von Geldern". Den Verdacht der angeblichen Manipulation wollte Wallmeier der Zeitung weder bestätigen, noch wollte er ihn dementieren.



In Calmunds ehemaligem Klub gestand man jetzt ein, dass dieser Vorfall der Grund für die damals sehr rührende Trennungszeremonie gewesen war, und inzwischen haben sich Calmund und sein Nachfolger Wolfgang Holzhäuser in einen Stellungskrieg begeben. Der ehemalige Manager, der seinen USA-Urlaub abbrach, will am Donnerstag in einer Pressekonferenz Stellung beziehen. "Eines weiß ich ganz sicher, ich habe mich nicht persönlich bereichert", ließ er mitteilen. Doch die Summe, die gegenwärtig verhandelt wird, ist wohl nicht einmal der eigentliche Skandal.



In der Ära Calmund hat sich in Leverkusen ein Subventions-Netzwerk etablieren können, mit dessen Auswüchsen der Nachfolger Holzhäuser kämpft. Indizien verweisen auf 100 Millionen Euro, die die Bayer-AG innerhalb von nur vier Jahren in die Fußballabteilung gepumpt hat - zuzüglich der 25 Millionen Euro jährlich, die an Werbegeld fällig geworden sind. Dies alles geschah auf legalem Wege. So überließ der Bayer-Konzern der Fußball-Abteilung die Namensrechte für die BayArena kostenlos, um sie später für dreißig Millionen zurückzukaufen. Und in jener Zeit etablierte sich auch der Gemeinplatz, dass Reiner Calmund Probleme am liebsten mit dem Scheckbuch löse.



Angesichts der neuerlichen Episode dürfte nun niemand mehr die Frage aufwerfen, worin die Verdienste Reiner Calmunds tatsächlich bestanden. Sie lagen vor allem in seinem lautlosen Rückzug. STEFAN OSTERHAUS
 
Calmund droht mit Enthüllung







Unter Manager Calmund errang Bayer Leverkusen 1993 den DFB-Pokal







Köln - In der Bargeld-Affäre droht der ehemalige Manager Reiner Calmund alle Fakten - und vor allem Namen - auf den Tisch zu bringen.



Der langjährige Macher bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen erklärte am Freitag in Köln im Beisein seines Anwaltes Stefan Seitz vor rund 50 Medienvertreter, dass er die Namen aller Beteiligten im Zusammenhang mit der Bargeldzahlung von 580.000 Euro an Spielerberater Volker Graul im Sommer 2003 für fünf Optionsvereinbarungen nennen werde, wenn es die ermittelnden Behörden verlangen.



"Werde es nicht wie Helmut Kohl machen"



"Ich werde es nicht wie seinerzeit Helmut Kohl machen. Wir werden die Namen der Staatsanwalt bekannt geben", sagte Calmund.



Die Gespräche mit der Staatsanwaltschaft Köln sollen demnächst beginnen. "Es findet ein reger Austausch statt. Was dann passiert, können wir jetzt nicht sagen", erklärte der Kölner Arbeitsrechtler Seitz.



Die Staatsanwaltschaft Bielefeld, die zunächst ermittelte, hatte ihre Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft Köln weitergeleitet.



Graul erhielt weitere 350.000 Euro



Darüber hinaus nahm Calmund zu Meldungen Stellung, dass noch weitere 350.000 Euro an Volker Graul geflossen seien. Dabei hat es sich laut Calmund und Seitz um einen so genannten Steuerausgleich gehandelt, den der schwergewichtige Ex-Manager schließlich aus eigener Tasche bezahlt habe.



Im Zentrum der gut 120-minütigen Pressekonferenz legte Calmund zunächst haarklein dar, wie das Geschäft mit dem ehemaligen Bielefelder Bundesliga-Stürmer Volker Graul abgelaufen sei - und welche Praktiken im Fußball üblich seien.



Demnach vermittelte Graul dem Bayer-Manager Optionen, die einen Kauf von neuen Spielern ermöglichen.



580.000 Euro für Optionen



Das bedeutet, Bayer kann unter anderem mit einem bestimmten Spielern Verhandlungen führen, ob es dann tatsächlich zu einem Transfer kommt, hängt von der Einwilligung des Interessenten (Bayer Leverkusen), des Spielers und - für den Fall, der Spieler ist noch in einem längerfristigen Vertragsverhältnis - vom abgebenden Verein ab.



Für die fünf Optionsvereinbarung bezahlte Calmund 580.000 Euro bar an Graul, auch wenn es in keinem der Fälle im Sommer zu einem Abschluss gekommen war. Als Bonus hat Graul drei weitere Optionen besorgt, für die er laut Calmund nur im Falle eines Transfer-Abschlusses "noch 100.000 Euro" dazu bekommen hätte.



Bei der Transaktion sei alles ordnungsgemäß verlaufen, obwohl es keine vertragliche Vereinbarung dafür gab.



"Handschlagvereinbarungen sind üblich"



"Handschlagvereinbarungen sind in unserem Geschäft üblich", sagte Calmund, betonte aber, dass die damalige Geschäftsführung des Klubs darüber informiert war.



Auch ein Protokoll habe es gegeben. "Das ist nicht mehr da", sagte Calmund, fügte aber an, dass man alle Beteiligten noch dazu befragen könne: `Die Präsidenten, Manager und Spieler leben noch."



Einen Steuerausgleich für den Graul-Deal in Höhe von 350.000 Euro legte Calmund auch dar: "Über die Höhe des Ausgleichs haben Steueranwälte beider Seiten verhandelt. Und auch Herr Holzhäuser hat mit am Tisch gesessen."



Calmund musste offenbar selbst zahlen



Die Transaktion mit Graul wollten die Bayer-Verantwortlichen laut Calmund "nicht in den Büchern haben". Letztendlich habe er diesen Ausgleich aus eigener Tasche bezahlen müssen.



"Der ist mit meiner Abfindung und meinem letzten Jahresgehalt verrechnet worden", sagte Calmund. Die Transaktion lief über den Schweizer Vermögensverwalter Greinemann.



Der bezahlte Graul 350.000 Euro, dieses Geld erhielt Greinemann von Bayer zurück, was dann mit der Abfindung und dem letzten vollen Jahresgehaltes Calmunds verrechnet wurde.





"Die Mäuse hätten im Kühlschrank Klimmzüge gemacht"



Calmund: "Wenn ich den Vertrag mit RTL nicht gehabt hätte, hätte ich kein Licht und Wasser gehabt, und die Mäuse hätten im Kühlschrank Klimmzüge gemacht."



Graul bestätigte unterdessen den Erhalt des Geldes, stellte aber gleichzeitig neue Forderungen an den Verein.



"Ich betone ausdrücklich, dass es sich bei dem Betrag von 350.000 Euro nur um einen Teilbetrag meiner Forderung gegen Bayer 04 handelt, da der mit Bayer 04 insgesamt ausgehandelte Betrag zum Ausgleich des Steuernachteils 579.000 Euro beträgt. Eine entsprechende Klage wird von meinen Anwälten vorbereitet", heißt es in einer Presseerklärung Grauls.



"Der Verein war mein Leben"



Calmund hörte am 8. Juni 2004 bei Bayer auf, weil er "platt war und nicht mehr volle Rückendeckung von Bayer Leverkusen hatte".



Auf diese Feststellung legte er wert. Und er wehrte sich mit zitternder Stimme auch gegen den Vorwurf der Untreue: "Ich war 27 Jahre da, zwei Ehen im Arsch - der Verein war mein Leben."



Gegen die Vorwürfe behält sich Calmund im übrigen "rechtliche Schritte" vor.





Sport1.de
 
Das wäre ein Traum, wenn sich das als wahr herausstellen würde und Leverkusen Zwangsabsteigen müßte.
 
Wurden Bayer-Spiele manipuliert?

Nun kam offiziell auf den Tisch, was schon länger als Gerücht rund ums Bayer-Kreuz kursierte: Im Zuge der Bargeld-Affäre um Bayer Leverkusen und seinen früheren Manager Reiner Calmund ging es in Vernehmungen der Staatsanwaltschaft mit Bayer-04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser auch um mögliche Spielmanipulationen.Die Ermittler untersuchen, wofür die 580000 Euro Bargeld verwendet wurden, die Calmund im Jahr 2003 an den Spielervermittler Volker Graul zahlte. "Wir ermitteln in alle denkbaren Richtungen", sagt Günther Feld, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, "es wäre juristisch unsinnig, eine Möglichkeit wie Manipulationen auszuschließen."
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Auf die Frage, ob er Spielmanipulationen in Bezug auf Bayer 04 ausschließen könne, sagte Holzhäuser am Mittwoch dem kicker: "Das sind Sachen, die die Staatsanwaltschaft jetzt zu ermitteln hat." Man solle jedoch mit Gerüchten vorsichtig sein, "sonst ist der Schaden schnell groß". Aus Calmunds Umfeld wird darauf verwiesen, die Gerüchte seien von Bayer entfacht worden. Holzhäuser betont, er habe bis zur Vernehmung nie über Manipulationen gesprochen, jedoch keinen Einfluss darauf, welche Auskünfte die Bayer AG gegenüber der Staatsanwaltschaft zur Trennung von Calmund gemacht habe. Bayer spricht offiziell von "einem unklaren Geldfluss".
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Der DFB wurde bereits zu Beginn der Affäre informiert, sagt Holzhäuser: "Als sich die Sache verfestigt hat, haben unsere Anwälte die Schriftsätze, die der Staatsanwaltschaft übergeben wurden, beim DFB deponiert. Der DFB war rechtzeitig über das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue unterrichtet." Nach kicker-Informationen geht es bei den Spekulationen um Manipulationen unter anderem um die Spielzeiten 2003 und 2001, als Bayer am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, beziehungsweise die Qualifikation zur Champions League. Dies soll auch bei Gesprächen der Bayer AG mit Calmund vor der Trennung thematisiert worden sein. Die Staatsanwaltschaft betont, dass es sich nur um Gerüchte handelt. Erst wenn sich etwas erhärten würde, so Feld, "dann würden wir den Kontakt mit der DFL und dem DFB suchen, um deren Sachverstand einzubeziehen. So weit ist es aber nicht."
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Holzhäuser geht davon aus, dass die Gerüchte auf "Schutzbehauptungen bezüglich der 580 000 Euro basieren". Er hoffe, dass Calmund den Ermittlern "beweiskräftige Belege" über den Geldfluss vorlege, "damit die Gerüchte aufhören". Calmund soll nächste Woche von der Staatsanwaltschaft vernommen werden. Sein Anwalt Stefan Seitz hält die Gerüchte für "absolut haltlos. Die Behauptungen stellen den letzten Versuch dar, Herrn Calmund in Misskredit zu bringen, nachdem abzusehen ist, dass wir die Untreuevorwürfe entkräften können". Calmund sagt, das Geld sei zur Beschaffung von Optionen geflossen. Manipulationsvorwürfe seien rufschädigend: "Wenn da was wäre, würde der DFB mich wohl nicht als WM-Botschafter einladen."
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Jean-Julien Beer (kicker, 23.03.06)
 
Das wäre ein Hammer! Nichts ist unmöglich, aber ich kann es mir kaum vorstellen. Immerhin hat Brinkmann in diesem Spiel einen Elfer verwandelt - und damit eine Super-Gelegenheit zur Manipulation ausgelassen...
Dramaturgie! sonst nichts !
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Ermittlungen



Verdacht gegen Bayer Leverkusen



Im Abstiegskampf von 2003 könnten drei Bundesligaspiele manipuliert gewesen sein. Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft Hinweise „mit Substanz“.

Von Hans Leyendecker und Johannes Nitschmann







Die Staatsanwaltschaft Köln hat offenbar Anhaltspunkte dafür, dass im Mai 2003 drei Bundesligaspiele mit Beteiligung von Bayer 04 Leverkusen manipuliert worden sein könnten.



Es handelt sich um die Heimspiele der Bayer-Mannschaft gegen Arminia Bielefeld (3:1), 1860 München (3:0) und das Auswärtsspiel der Leverkusener beim 1. FC Nürnberg (1:0). Den Leverkusenern drohte damals der Abstieg in die zweite Bundesliga.



Der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Günther Feld, erklärte auf SZ-Anfrage, dass derzeit weiterhin nur wegen Verdachts der Untreue gegen den ehemaligen Bayer-Geschäftsführer Reiner Calmund und den Spielerberater Volker Graul ermittelt werde. Dabei geht es um den Verbleib von 580.000 Euro aus der Bayer-Klubkasse, die Calmund an Graul für so genannte Kaufoptionen auf ausländische Jung-Nationalspieler bezahlt haben will.



Calmund soll zu diesem Vorwurf in der kommenden Woche von der Staatsanwaltschaft vernommen werden. Die Ermittlungen laufen aber inzwischen, so Feld, „in alle denkbaren Richtungen“. Feld bestätigte, dass es in den Ermittlungsakten Hinweise „mit Substanz“ auf mögliche Spielmanipulationen gebe: „Wir haben bei unseren Ermittlungen keine Scheuklappen auf. Es wäre unsinnig, eine Möglichkeit wie Manipulationen auszuschließen“, sagte der Strafverfolger.







Calmund bestreitet vehement



Jüngst hatte es Spekulationen gegeben, dass der damalige Bielefelder Profi Ansgar Brinkmann in eine Manipulation des Spiels seiner Elf am 4. Mai 2003 in Leverkusen verstrickt sein könnte. Leverkusen stand damals auf Rang 16, einem Abstiegsplatz. Brinkmann verwandelte zunächst für seine Mannschaft einen Foulelfmeter und handelte sich dann leichtfertig einen Platzverweis ein.



Sowohl die Bielefelder Kriminalpolizei als auch die Kölner Staatsanwaltschaft schließen – derzeit zumindest – aus, dass Brinkmann in eine angebliche Manipulation verwickelt sein könnte. Calmunds Kölner Anwalt Stefan Seitz bezeichnet die Vorwürfe, angeblich seien Spiele manipuliert worden, als „absolut haltlos“. Calmund solle offenkundig in Misskredit gebracht werden, „nachdem abzusehen ist, dass die Untreuevorwürfe nicht aufrechterhalten werden können“. Auch Calmund bestreitet vehement, Spiele gekauft zu haben.



Sollten sich Indizien bestätigen, dass in der Saison 2002/2003 Bayer 04 im Abstiegskampf Spiele gekauft hat, würde dies dem deutschen Profifußball eine Krise vor der Fußball-Weltmeisterschaft bescheren. Dem Verein würden schwerste Sanktionen drohen. Die Hinweise, dass möglicherweise Spiele gekauft wurden, sind nicht durch Dokumente belegt. Die Hinweise stammen seltsamerweise, ausweislich der Akten der Staatsanwaltschaft, entweder von Verantwortlichen des Vereins oder von Journalisten, die dann über den Verdacht berichteten.



Am 16.Februar 2006 führten der Bielefelder Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Wallmeier und ein anderer Beamter wegen Vorermittlungen im angeblichen Bayer-Fall ein „informelles Gespräch“ mit dem Chefsyndikus des Bayer-Konzerns, Roland Hartwig, dem Fußball-Geschäftsführer, Wolfgang Holzhäuser, und einem Strafverteidiger. Dabei ging es um den Verbleib von 580000 Euro, die Calmund und ein Bayer-Buchhalter mit drei Barschecks im Juni 2003 bei der Sparkasse Leverkusen eingelöst hatten.



Nach dem Gespräch mit den Bayer-Leuten fertigte Wallmeier einen Vermerk über den angeblichen Weg der 580000 Euro. Danach habe ein damaliger Bundesliga-Manager, den Calmund lange kannte, angeblich nach dem Sieg von Leverkusen in Nürnberg 350000 Euro erhalten und an einen Nürnberger Spieler weitergereicht. Weitere 80000 Euro habe ein Spielerberater erhalten. Der Verbleib von 150000 Euro sei nicht zu klären.



Aus den Akten geht hervor, dass die angebliche Manipulation des Spiels in Nürnberg Thema bei Bayer 04 war. Calmund wurde damals vor den Gesellschafter-Ausschuss geladen. Der Fußball-Manager soll die Bayer-Leute mit dem kleinen Einmaleins der etwas schmutzigen Fußball-Welt vertraut gemacht haben. Auf die Frage, wer von einer solchen Manipulation wissen könne, soll Calmund, wie er gegenüber Vertrauten sagte, erklärt haben: „Wenn ich so was mache, mache ich es alleine“.



Er habe aber nicht manipuliert. In der Strafanzeige, die Wallmeier am 6.März 2006 fertigte, taucht das Nürnberger Spiel nicht auf. Der Vermerk über das Gespräch mit den Bayer-Leuten aus dem Februar wurde allerdings als Anlage den Unterlagen beigeheftet, die der Kölner Staatsanwaltschaft geschickt wurden.







Gerede oder Skandal?



Am 10. März 2006 wurde Holzhäuser dann von der Staatsanwaltschaft Köln als Zeuge gehört. Am Ende der Vernehmung machte ein Ermittler einen „Vorhalt“ und wollte von dem Bayer-Manager erfahren, was dieser über mögliche Manipulationen von Bundesligaspielen wisse. Holzhäuser antwortete, es entspreche „dem Naturell von Calmund“, dass dieser immer wieder mal „Andeutungen“ über Spielmanipulationen in größerer Runde gemacht habe. Ohrenzeugen seien etwa der Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, Kurt Beck, und der Sportbeauftragte der Bayer AG, Meinolf Sprink, gewesen.



Bei den Calmund-Äußerungen handele es sich nach seiner Einschätzung „lediglich um Schutzbehauptungen, die anderes Fehlverhalten verdecken“ sollten, erklärte Holzhäuser. Dieses Fehlverhalten sehe er im „geschäftlichen Bereich. Ich denke aber nicht, dass sich Calmund persönlich bereichert“ hat. Er könne „nicht glauben, dass für 580000 Euro drei Bundesligaspiele gekauft wurden“. Das „sei schon von der Größenordnung sehr unwahrscheinlich“.



Gerede oder Skandal? Calmund, der sich selbst als „Drecksau“ oder „Schlitzohr" bezeichnet, liebte es, in Andeutungen zu sprechen und wichtig zu tun. In einem der fraglichen Spiele, bei denen es einen noch vagen Manipulationsverdacht gibt, sprach Calmund auf der Tribüne mit Verantwortlichen des Vereins über den Torwart der gegnerischen Mannschaft, der einen leichten Ball hatte passieren lassen: „Meint ihr, der hält immer so schlecht?“ Daraus wurde bei Bayer ein Vorgang.



(SZ vom 25.03.2006)
 
wenn sich das bestätigen sollte wäre das echt heftig, aber zu einem Zwangsabstieg in dieser Saison wird es nicht kommen.

Sowas gibt es sicher als Strafe nicht und auch Bielefeld, die damals dann runter mußten, hätten ja nix davon.

ZUm Abstieg käme es wohl nur wenn sie einen Punktabzug von 9 Punkten bekommen würden und der würde noch diese Saison gelten.



Bielefeld, die dann abstiegen würden sicher ne Schadenerstazklage stellen.



Aber vielleicht war das Geld ja wirklich für Spieleroptionen, das gegenteil läßt sich nur rausfinden, wenn einer der Beteiligten auspacken würde.
 
Staatsanwalt spricht von Hinweisen "mit Substanz"

Verdacht gegen Leverkusen?



"Es ist mehr als dummes Geschwätz" - mit diesen Worten hat Oberstaatsanwalt Günther Feld verschiedene Medienberichte bestätigt, wonach die Staatsanwaltschaft Köln dem Verdacht nachgeht, in der Bundesliga-Saison 2002/2003 seien drei Fußball-Spiele manipuliert worden, an denen Bayer 04 Leverkusen beteiligt war.









Reiner Calmund unter Verdacht





Feld äußerte sich gegenüber dem WDR-Fernsehen und gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa): "Wir haben Hinweise mit Substanz, wir müssen dem nachgehen", zitiert die dpa den Juristen. Der Verdacht ist im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Bayer- Manager Reiner Calmund wegen möglicher Untreue aufgekommen.



Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge soll Calmund in einem Gespräch im April 2004 gegenüber dem Chefsyndikus der Bayer AG, Roland Hartwig, dem Leiter der Revision, Rainer Meyer, und weiteren Zeugen erklärt haben, beim Bundesligaspiel Bayer 04 Leverkusen gegen 1860 München am 33. Spieltag der Saision 2002/2003 sei "etwas gelaufen".





Schriftsatz des Bayer-Anwalts





Der Spiegel beruft sich auf einen Schriftsatz des Bayer-Anwalts Walther Graf, nach dem Calmund erklärt habe, vom Spielerberater Volker Graul vor dem Spiel angesprochen worden zu sein. Graul habe danach angeboten, für Bayer "etwas machen zu können". Leverkusen befand sich damals im Abstiegskampf - die Mannschaft brauchte aus den letzten beiden Spielen zwei Siege.



Dem Magazin zufolge wird seitens des Bayer-Konzerns aber auch nicht ausgeschlossen, dass die Äußerungen Calmunds lediglich "Schutzbehauptungen" gewesen seien, um ein "unehrenhaftes Ausscheiden" aus der Clubführung zu vermeiden.



Anfang der Woche wird Calmund als Beschuldigter von der Staatsanwaltschaft vernommen. Gegen ihn und Volker Graul wird derzeit wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Dabei geht es um den Verbleib von 580.000 Euro aus der Bayer-Klubkasse.







ARD Sport.de
 
Hoffe es gibt in Bayer noch genug unruhe so das wir es da ein wenig leichter haben.Auswärtssieg Auswärtssieg
 
Köln (dpa) - Die Kölner Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, wonach in der Bundesliga-Saison 2002/2003 drei Fußball-Spiele manipuliert worden sein könnten, an denen der damals abstiegsbedrohte Verein Bayer 04 Leverkusen beteiligt war.





Die Ermittlungen gegen Rainer Calmund halten an.

© dpa

"Wir haben Hinweise mit Substanz, wir müssen dem nachgehen", erklärte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld der dpa und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Der Verdacht ist im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Bayer-Manager Reiner Calmund aufgekommen. Bei den drei Partien soll es sich um die Heimspiele der Bayer-Mannschaft gegen Arminia Bielefeld (3:1) und 1860 München (3:0) sowie das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg (1:0) handeln.



"Dem Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) liegen keine Erkenntnisse vor. Wir werden die Ermittlungen abwarten", sagte DFB-Sprecher Harald Stenger. Auch Calmund wies über seinen Anwalt Stefan Seitz die Verdächtigungen zurück.



"Die neuesten Vorwürfe hinsichtlich angeblicher Spielmanipulationen oder Kreditkarten- Unregelmäßigkeiten sind absolut haltlos", hieß es in der Erklärung. Diese Behauptungen stellten den "letzten Versuch dar, Herrn Calmund in Misskredit zu bringen, nachdem abzusehen ist, dass die Untreuevorwürfe nicht aufrechterhalten werden können".
 
Wenn da nichts dran wäre wurden die nicht einfach so was rauslassen! Das hätte andere konsequenzen.
 
wenn sich das bestätigen sollte wäre das echt heftig, aber zu einem Zwangsabstieg in dieser Saison wird es nicht kommen.
Sowas gibt es sicher als Strafe nicht und auch Bielefeld, die damals dann runter mußten, hätten ja nix davon.

ZUm Abstieg käme es wohl nur wenn sie einen Punktabzug von 9 Punkten bekommen würden und der würde noch diese Saison gelten. (...)


Warum eigentlich? Warum kann es keinen Zwangsabstieg geben? Gab es damals doch auch, als Offenbach und noch jemand runter musste, nachdem Bestechung im Spiel war, oder?
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Jedenfalls ist das ganze ´ne interessante Angelegenheit - Zwangsabstieg wäre bei Bestätigung der Gerüchte die logische Konsequenz, das EINZIG RICHTIGE!!!
 
Zwangsabstieg wäre bei Bestätigung der Gerüchte die logische Konsequenz, das EINZIG RICHTIGE!!!
ganz genau! nicht nur weil wir dann quasi gerettet wären,sondern weil das ja wohl nicht sein kann?

genauso wie der ganze dfb für einen nichtabstieg von dortmund und leverkusen kämpft und freiburg, die massiv durch schiris benachteiligt wurden letzte saison, null beachtung schenken.

gleiche strafe für alle... wenn ich nur mal dran denk wie sergio 96 den einwurf unfair nicht wieder zu uns geworfen hat.....arggrgrhrg
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Manipulation, gezielte Spielmanipulation, nach der andere bewusst benachteiligt werden und man selbst daraus Vorteile ziehen kann (hier in Gegenstand des Klassenerhalts), ist doch auch wirklich etwas schlichtweg Anderes, etwas Gravierendes als das, wonach wir mit drei Punkten Abzug bestraft wurden, um diesen Faktor mal als Vergleich heranzuziehen.



Trotzdem muss man immer noch vorsichtig sein, denn wirklich bestätigt ist noch rein gar nichts, auch wenn die Staatsanwaltschaft sich ja schon stark einschaltet und äusserst energisch der Sache hinterher geht.
 
ich geh mal davon aus, dass des eh ne zeit dauert, bis da alles aufgelöst wird. da wird diese saison wohl nix mehr kommen, daher denk ich nicht, dass bayer so schnell zwangsabsteigen müsste, sollten die vorwürfe wahr sein. also wir werden davon nicht profitieren.
 
wußte nicht, dass es schonmal Zwangsabstiege gab.

Ist eigentlich auch richtig, wenn sich die Vorwürfe bestätigen solten. Nur wirklich gutmachen kann man sowas halt nie. Damals mußte eine andere Mannschaft runter. Im Jahr darauf haben sie gegen Mannschaften gewonnen und denen damit geschadet, wo sie normalerweise gar nicht 1. Liga gespielt hätten...
 
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