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Hälfte aller Lebensmittel landet auf dem Müll

Jonny

Well-Known Member
Der Dokumentarfilm "Taste the Waste" zeigt schonungslos, wie unsere Wegwerfgesellschaft mit Essen umgeht. Die zentrale Frage: Warum werfen wir die Hälfte aller Lebensmittel auf den Müll?



http://www.sueddeutsche.de/kultur/taste-the-waste-im-kino-die-spitze-des-nahrungsberges-1.1140926http://www.sueddeutsche.de/kultur/taste-the-waste-im-kino-die-spitze-des-nahrungsberges-1.1140926



Das heißt:

- Jedes Produkt, welches wir kaufen, könnte halb so teuer sein (okay, etwas weniger, da es nicht so in Massen produziert würde und die Herstellung des einzelnen Produkts dann minimal teurer würde)

- Für jedes Lebensmittel, welches du nachher aus dem Supermarkt holst, wird ein identisches einfach auf den Müll geworfen
 
Ich habe eine Talkrunde mit dem Autor gesehen - höchst interessant.



Ein zugeschaltete Zuschauerin hatte die These: man geht mit den Lebensmittel vom Discounter sorgloser um, weil sie ja so schön billig sind, es fällt leichter sie wegzuwerfen als teure Produkte aus dem Naturkostladen.

Interessante Argumentation wie ich finde.



Mein Problem: als Alleinstehender hast du oft viel zu große Packungen (z.B. Milch), die du alleine nie aufbrauchen kannst. Nun könnte ich natürlich auch die kleinen Packungen kaufen, die aber teilweise genausoviel kosten - also doppelt so teuer sind. Da fällt es schon schwer, das immer alles aufzubrauchen.
 
Ich hab's nicht gesehen, aber im Vorfeld schon was drüber gehört. Zum Beispiel, dass man mit den weggeworfenen Lebensmitteln das Hungerproblem auf dieser Welt auf einen Schlag lösen könnte... Ist schon ein riesen Skandal!



Es liegt halt auch daran, dass wir uns an die große Vielfalt an Lebensmitteln gewöhnt haben. Wenn der Bäcker mehr als 30 Sorten Brot im Angebot haben muss um mit der Konkurrenz mitzuhalten, dann ist klar, dass immer was übrigbleibt. Aber müssen wir wirklich SO eine Auswahl haben? Am besten, man pflanzt seine Sachen wieder selbst im Garten an und kauft nur noch, was man selbst nicht produzieren kann. Oh Mist, ich hab ja noch einen Job und kann nicht nebenbei einen auf Landwirt machen. Aber generell muss sich schon jeder an die eigene Nase fassen, ob der eigene Konsum nicht einen solchen Umgang mit Lebensmitteln begünstigt... Ich schmeiß zwar selbst kaum Lebensmittel weg, aber wenn ich mit meinen Einkäufen Umstände hervorrufe, dass die Supermärkte nachher viel wegwerfen müssten, dann... Keine Ahnung! Das ist wahrscheinlich alles so verzwickt, dass man - egal wie man es macht - es imme falsch macht. Aber für sich selbst kann man schon umdenken lernen, finde ich... Und wenn es nur kleine Schritte sind: Gemüse beim Bauern in der Nähe kaufen statt beim Discounter, Fleischwaren beim Metzger um die Ecke statt beim Discounter, sein Brot lieber beim Bäcker als bei Discounter.... usw. Ich glaube, dass die Massenproduktion, die z.B. für Discounter produziert gar nicht anders kann, als den Überschuss wegzuwerfen. Ich unterstütze das aber schon seit einiger Zeit immer weniger und mach o.g. Dinge und habe ein gutes gefühl dabei, das richtige zu machen. Heißt aber nicht, dass ich nicht noch viel mehr machen könnte, was mir erst einfallen würde, wenn mich jemand mit der Nase darauf stößt. Nobody's perfect!
 
es ist aber auch eine Frage der Qualität. Insbesondere beim Fleisch schau ich auch was ich kaufe. Kein Bock Titten zu kriegen weil in den Hühnern so viele Hormone sind.
 
Aber für sich selbst kann man schon umdenken lernen, finde ich... Und wenn es nur kleine Schritte sind: Gemüse beim Bauern in der Nähe kaufen statt beim Discounter, Fleischwaren beim Metzger um die Ecke statt beim Discounter, sein Brot lieber beim Bäcker als bei Discounter.... usw.
Das wäre der richtige Weg!

Es hat zwar nicht jeder über die Woche Zeit, um täglich oder jeden zweiten Tag sich seine frische Wurst beim Metzger zu holen, aber ein guter Metzger verschweißt seiner Kundschaft auch die Wurst portionsweiße vakuum. Beim Brot ist es normalerweiße kein problem, die meisten Bäcker haben schon ab 6.00 Uhr geöffnet und schließen meist erst um 18.00 Uhr. Egal welche Schicht man hat, das schafft man täglich. Es geht nichts über täglich frisch, dann lohnt sich auch die große auswahl, die man hat.

Nebenbei: Viele Lebensmittel werden auch durch unsachgemäße Lagerung im Kühlschrank schlecht. Ich würde behaupten, das mindestens 50 % der Kühlschränke zu warm sind. Wurst z. B. benötigt eine Lagertemperatur von 2-4 Grad. Ebenso sollte man dringlichst vermeiden, Käse, Aufschnitt und Salami in einer Dose zu legen. Alles trennen, da Käse und Wurst verschiedene Reifebakterien haben, die sich nicht untereinander vertragen.
 
es ist aber auch eine Frage der Qualität. Insbesondere beim Fleisch schau ich auch was ich kaufe. Kein Bock Titten zu kriegen weil in den Hühnern so viele Hormone sind.


Natürlich! Aber gerade bei dem Thema hätte ich mehr Bedenken bei Fleisch aus Massentierhaltung (wo wir wieder beim Discounter sind) als wenn ich es beim Metzger hole, der es das Vieh vom örtlichen Bauern hat. Ausschließen kann man zwar nie alles, aber tendenziell denke ich, dass man da sicherer fährt.



Ich hab auch meinen Fleischkonsum allgemein reduziert (ganz verzichten will ich aber auch nicht drauf), weil man - ökologisch betrachtet - das gar nicht mehr guten Gewissens essen kann. Man braucht Unmengen an Kohlenhydraten um ein wenig Eiweiß zu "prozieren" um es mal salopp zu sagen. Bei einer ständig wachsenden Weltbevölkerung, bei der man nicht alle satt bekommt, muss man sich schon solche Gedanken machen. Wenn ich aber dann höre, dass es für alle reichen müsste, aber die Hälfte weggeschmissen wird, dann hört's für mich auf...
 
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