Es ist aber sicher ein „gutes“ Gefühl, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Das sollte helfen, es aus den Köpfen zu bekommen. Die Spieler bekommen ja auch psychologische Hilfe.
Es ist am Ende - Gott sei Dank - „nur“ ein Schreckmoment gewesen. Er lebt und ist außer Lebensgefahr. Denke auch nicht, dass die Spieler jetzt Angst haben, dass es ihnen auch passieren kann.
Kenne es selbst, als mein Vater gestorben ist. Das beste für mich damals war, mich direkt nach der Beerdigung in den Alltag zu begeben. Da hat man weniger Zeit darüber nachzudenken und ist eben abgelenkt. Das hat mir gut geholfen, statt zu Hause auf der Couch zu sitzen und über das Wie und Warum zu grübeln.
Was mir bei der Berichterstattung etwas zu kurz gekommen ist: Alle sprechen und schreiben über die Dänen. Man darf aber nicht vergessen, dass da auch eine andere Mannschaft auf dem Platz stand, die die Situation ebenfalls miterlebt hat. Es ging um einen Kollegen, um einen Menschen, der wenige Meter von dir weg um sein Leben kämpfte. Ich war vor dem TV in Schockstarre gewesen, die Spieler haben es live miterlebt.
Denke also schon, dass die Finnen ebenso daran zu knapperen hatten, auch wenn er kein Teamkollege von ihnen ist.
Fußball ist natürlich für uns Unterhaltung, aber genau diese hilft es über Schicksalsschläge hinweg zu kommen. So ist es eigentlich auch in allen anderen Sportarten. Beider Geschichte von gestern fällt das auch „einfacher“, da sie ein gutes Ende hatte.