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[greenpeace] Masterplan zur Rettung des Klimas

Klingenstädter

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Masterplan zur Rettung des Klimas



<span>Ein Wirtschaftswachstum ohne Klimazerstörung ist möglich</span>



Berlin/Brüssel, 25.01.2007, Beate Steffens



Noch kann der drohende Klimakollaps mit einem sofortigen und umfassenden Umbau der weltweiten Energieversorgung aufgehalten werden. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie Energie ®evolution - Ein nachhaltiger Weg zu einer sauberen Energie-Zukunft für die Welt. Der Report des Dachverbands der Europäischen Erneuerbaren Energie Industrie (EREC) und Greenpeace ist am Donnerstag in Brüssel und Berlin vorgestellt worden. Ein Zusammenspiel von Energieeinsparungen und dem Einsatz von Erneuerbaren Energien kann den weltweiten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid halbieren.



Das Weltenergieszenario basiert auf einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Es berücksichtigt zudem die gängigen Prognosen zum weltweiten Wirtschaftswachstum. Besonders in China, Indien und Afrika rechnet der Report mit schnellen Zuwachsraten. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik und 30 weiteren Wissenschaftlern und Ingenieuren aus der ganzen Welt erarbeitet.



Der Report beruht auf detaillierten regionalen Abschätzungen, welche Möglichkeiten der Ausbau Erneuerbarer Energien bietet, wie Energie wirksam eingespart und wie Kraft-Wärme-Kopplung am besten dezentral eingesetzt und genutzt werden kann. Die dabei errechneten Kohlendioxid-Emissionen werden einem business as usual-Szenario der Internationalen Energie Agentur gegenübergestellt.



"Mit dem Weltenergieszenario zeigen wir, dass es geht. Es gibt ein Wirtschaftswachstum ohne Klimazerstörung", sagt Jörg Feddern, Energieexperte von Greenpeace. "Wir rechnen vor, wie man nach und nach auf die klimaschädliche Kohle und die Atomenergie verzichten kann. Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig, wenn die Regierungen die Subventionen für fossile und atomare Energien abbauen und das Verursacherprinzip für Verschmutzer eingeführt wird." Deshalb fordert Greenpeace die Bundesregierungen auf, die Subventionen für Kohle und Atom bis 2010 einzustellen.



Der Report kommt außerdem zu dem Schluss, dass Erneuerbare Energien in Zukunft eine wesentliche Rolle in der Weltwirtschaft spielen werden. Oliver Schäfer, Politikdirektor der Erneuerbaren Energien Industrie, sagt: "Der Weltmarkt für Erneuerbare Energien kann in einer zweistelligen Rate bis 2050 wachsen und dann so groß sein wie heute die fossilen Energien. Das Wachstum der Wind- und Solarindustrie könnte sich alle drei Jahre verdoppeln."



Gerade Deutschland kann als Weltmarktführer bei Wind- und Solartechnik besonders profitieren. "Angesichts dieser wirtschaftlichen Chance rufen wir die Entscheidungsträger weltweit auf, diese Vision Realität werden zu lassen. Es ist nur eine Frage des politischen Willens - technische und ökonomische Barrieren gibt es nicht, das zeigt der Report", erklärt Schäfer weiter.





Quelle: greenpeace



Das Szenario macht deutlich, dass unser Zeitfenster für ein konsequentes Handeln klein ist. Innerhalb der nächsten zehn Jahre müssen wir die Energieversorgung weltweit umstellen. Absehbar ist, dass bis dahin viele Kraftwerke in den OECD-Ländern aufgrund ihres Alters ersetzt werden müssen.
 
GREENPEACE-STUDIE



<span>Öko-Energie soll Klimakollaps abwenden</span>



Ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien könnte den Treibhausgas-Ausstoß bis 2050 halbieren und die Klimakatastrophe verhindern. Das zumindest besagt eine Studie von Greenpeace und der Ökoenergie-Branche. Der politische Wille sei alles, was notwendig sei.



Berlin - Die Studie, die am heutigen Donnerstag in Berlin und Brüssel vorgestellt wurde, kommt zu einem eindeutigen Fazit: Mit einem sofortigen umfassenden Umbau der weltweiten Energieversorgung kann der drohende Klimakollaps verhindert werden. Das Ergebnis dürfte allerdings auch kaum überraschen, da die Studie von Greenpeace und dem Dachverband der Europäischen Erneuerbaren Energie Industrie (EREC) in Auftrag gegeben wurde.



Die Untersuchung besagt, dass erneuerbare Energien wie Sonne, Wind oder Biomasse unter bestimmten Voraussetzungen durchaus wettbewerbsfähig seien. Voraussetzung dafür sei, dass die Regierungen die Subventionen für fossile und atomare Energien abbauten "und das Verursacherprinzip für Verschmutzer eingeführt wird", erklärte Greenpeace-Mitarbeiter Jörg Feddern.



Auf diese Weise sei es möglich, die kritische Grenze für die Erderwärmung von durchschnittlich zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2100 nicht zu überschreiten. Dafür müsse man den Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Energieverbrauch "von heute 13 Prozent auf 50 Prozent steigern", sagte EREC-Direktor Oliver Schäfer.



Der Report "Energie®evolution - Ein nachhaltiger Weg zu einer sauberen Energie-Zukunft für die Welt" sagt voraus, dass die Investitionskosten zur Entwicklung von Technologien für erneuerbare Energien in den nächsten Jahrzehnten drastisch sinken werden. Bei den meisten Technologien könnten sie bis 2020 auf 30 bis 60 Prozent der derzeitigen Höhe reduziert werden. Ab 2040 sei ein weiteres Absinken auf 20 bis 25 Prozent zu erwarten. An der Studie haben neben den beiden Verbänden das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrttechnik sowie 30 andere Wissenschaftler und Ingenieure aus anderen Ländern mitgearbeitet.



Laut Schäfer kann der Weltmarkt für erneuerbare Energien bis 2050 wachsen "und dann so groß sein wie heute die fossilen Energien". Das Wachstum der Wind- und Solarindustrie könne sich alle drei Jahre verdoppeln. Davon könne gerade Deutschland als Weltmarktführer bei Wind- und Solartechnik besonders profitieren.



Dass diese Vision Realität werde, sei "nur eine Frage des politischen Willens - technische und ökonomische Barrieren gibt es nicht", betonte Schäfer. Das gilt freilich auch für viele andere Vorhaben, die dann an der politischen Realität scheitern - wie etwa Tempolimits auf Autobahnen oder eine Öko-Steuer auf Flugtickets. In die gleiche Kategorie dürfte nun auch die Forderung von Greenpeace an die Regierungen fallen, die Subventionen für Kohle und Atom bis 2010 einzustellen.



mbe/AFP/dpa





Quelle: spiegel
 
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