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Gottlob wird WM-Kommentator
Rubenbauer tritt ab
Reinhold Beckmann wird für die ARD am 9. Juli in Berlin das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft kommentieren, und Gerd Gottlob vom NDR rückt nach dem überraschenden Verzicht von Gerd Rubenbauer (BR) als dritter Reporter ins ARD-Team. Dies bestätigte am Mittwoch Heribert Faßbender, WM-Teamchef der ARD, auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).
"Gerd Gottlob wird im Wechsel mit Reinhold Beckmann und Steffen Simon die 24 WM-Spiele kommentieren", erklärte der von Rubenbauers Verzicht überraschte Faßbender. Er selbst verzichtete in der heiklen Frage, wer das Endspiel übertragen soll, auf sein Vorschlagsrecht. ARD-Gesamtkoordinator und WDR-Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf bestätigte: "Der WDR als federführender Sender der WM 2006 hatte die Absicht, die Sportchefs der ARD über den Kommentator des Endspiels abstimmen zu lassen. Dafür hätte es mit Gerd Rubenbauer und Reinhold Beckmann zwei gute Kandidaten gegeben. Dazu ist es durch den vorzeitigen Rückzug von Rubenbauer leider nicht mehr gekommen."
Deppendorf bedauerte die Entscheidung Rubenbauers, der in der Mittwoch-Ausgabe von Bild geäußert hatte: "Ich bin von allen Kommentatoren-Aufgaben zurückgetreten -Leichtathletik, Wintersport, Fußball." Die Schlussfeier bei den Winterspielen in Turin sei nach 28 Jahren ein schönes Ende seiner Arbeit bei der ARD gewesen.
Im Gespräch mit dem sid begründete er seinen Verzicht mit dem seiner Meinung nach mangelhaften WM-Konzept der ARD: "Drei Monate vor der WM wussten wir Reporter noch nicht, was wir machen sollen, wo wir sind und welche Mannschaften wir betreuen werden. Das hatten wir noch nie, das ist mir zu viel Hickhack. Da ist keine klare personelle Struktur erkennbar. Kein Mensch hat mit mir als einem der Hauptprotagonisten auch nur ein Wort gewechselt." Zu Faßbender, der sich nicht mit ihm in Verbindung gesetzt habe, bestehe nunmehr "kein Vertrauensverhältnis" mehr, sagte er der Münchner tz.
Faßbender dagegen meinte, er sei über BR-Sportchef Werner Rabe über Gerd Rubenbauers Intentionen informiert gewesen. Ein Gespräch mit Rubenbauer habe er darum nicht für erforderlich gehalten. Faßbender würdigte Rubenbauer als "exzellenten Mann" und finde dessen Entscheidung "bedauerlich". Rubenbauer habe vor Jahren schon einmal sehr drastisch reagiert, nachdem er als Reporter durch den ARD-Experten Günter Netzer kritisiert worden sei.
In einer eigenen Umfrage hätten sich deutlich mehr Zuschauer für Reinhold Beckmann (50) als Endspiel-Kommentator ausgesprochen. Faßbender: "Er ist einer der populärsten Fernsehschaffenden." Beckmann werde viel Fußball-Sachverstand bescheinigt. Faßbender weiter: "Reinhold Beckmann hat zuletzt auch das Italien-Länderspiel sehr gut kommentiert, was nicht ganz einfach war."
Während der WM werde sich Beckmann, der auch eine nach ihm benannte Talkshow moderiert, ganz auf seine Aufgabe als ARD-Kommentator konzentrieren. Wie viele der 24 Spiele jeder der drei ARD-Reporter kommentiere, stehe noch nicht fest.
Dr. Gerhard Fuchs, Direktor des Bayerischen Fernsehens, verlieh indes seiner Hoffnung Ausdruck, dass Rubenbauer wenigstens dem BR erhalten bleibe. "Gerd Rubenbauers Engagement beim Bayerischen Rundfunk ist unumstritten. Vor allem als Anchorman im Sportmagazin Blickpunkt Sport ist er nicht wegzudenken. Ich hoffe sehr, dass uns Gerd Rubenbauer gewogen bleibt."
von Gerd Holzbach und Marco Mader, sid
Rubenbauer tritt ab
Reinhold Beckmann wird für die ARD am 9. Juli in Berlin das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft kommentieren, und Gerd Gottlob vom NDR rückt nach dem überraschenden Verzicht von Gerd Rubenbauer (BR) als dritter Reporter ins ARD-Team. Dies bestätigte am Mittwoch Heribert Faßbender, WM-Teamchef der ARD, auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).
"Gerd Gottlob wird im Wechsel mit Reinhold Beckmann und Steffen Simon die 24 WM-Spiele kommentieren", erklärte der von Rubenbauers Verzicht überraschte Faßbender. Er selbst verzichtete in der heiklen Frage, wer das Endspiel übertragen soll, auf sein Vorschlagsrecht. ARD-Gesamtkoordinator und WDR-Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf bestätigte: "Der WDR als federführender Sender der WM 2006 hatte die Absicht, die Sportchefs der ARD über den Kommentator des Endspiels abstimmen zu lassen. Dafür hätte es mit Gerd Rubenbauer und Reinhold Beckmann zwei gute Kandidaten gegeben. Dazu ist es durch den vorzeitigen Rückzug von Rubenbauer leider nicht mehr gekommen."
Deppendorf bedauerte die Entscheidung Rubenbauers, der in der Mittwoch-Ausgabe von Bild geäußert hatte: "Ich bin von allen Kommentatoren-Aufgaben zurückgetreten -Leichtathletik, Wintersport, Fußball." Die Schlussfeier bei den Winterspielen in Turin sei nach 28 Jahren ein schönes Ende seiner Arbeit bei der ARD gewesen.
Im Gespräch mit dem sid begründete er seinen Verzicht mit dem seiner Meinung nach mangelhaften WM-Konzept der ARD: "Drei Monate vor der WM wussten wir Reporter noch nicht, was wir machen sollen, wo wir sind und welche Mannschaften wir betreuen werden. Das hatten wir noch nie, das ist mir zu viel Hickhack. Da ist keine klare personelle Struktur erkennbar. Kein Mensch hat mit mir als einem der Hauptprotagonisten auch nur ein Wort gewechselt." Zu Faßbender, der sich nicht mit ihm in Verbindung gesetzt habe, bestehe nunmehr "kein Vertrauensverhältnis" mehr, sagte er der Münchner tz.
Faßbender dagegen meinte, er sei über BR-Sportchef Werner Rabe über Gerd Rubenbauers Intentionen informiert gewesen. Ein Gespräch mit Rubenbauer habe er darum nicht für erforderlich gehalten. Faßbender würdigte Rubenbauer als "exzellenten Mann" und finde dessen Entscheidung "bedauerlich". Rubenbauer habe vor Jahren schon einmal sehr drastisch reagiert, nachdem er als Reporter durch den ARD-Experten Günter Netzer kritisiert worden sei.
In einer eigenen Umfrage hätten sich deutlich mehr Zuschauer für Reinhold Beckmann (50) als Endspiel-Kommentator ausgesprochen. Faßbender: "Er ist einer der populärsten Fernsehschaffenden." Beckmann werde viel Fußball-Sachverstand bescheinigt. Faßbender weiter: "Reinhold Beckmann hat zuletzt auch das Italien-Länderspiel sehr gut kommentiert, was nicht ganz einfach war."
Während der WM werde sich Beckmann, der auch eine nach ihm benannte Talkshow moderiert, ganz auf seine Aufgabe als ARD-Kommentator konzentrieren. Wie viele der 24 Spiele jeder der drei ARD-Reporter kommentiere, stehe noch nicht fest.
Dr. Gerhard Fuchs, Direktor des Bayerischen Fernsehens, verlieh indes seiner Hoffnung Ausdruck, dass Rubenbauer wenigstens dem BR erhalten bleibe. "Gerd Rubenbauers Engagement beim Bayerischen Rundfunk ist unumstritten. Vor allem als Anchorman im Sportmagazin Blickpunkt Sport ist er nicht wegzudenken. Ich hoffe sehr, dass uns Gerd Rubenbauer gewogen bleibt."
von Gerd Holzbach und Marco Mader, sid