Ralph Kremmer* kennt das Geschäft seit Jahrzehnten. "Die Praxis von Harles und Jentzsch ist gang und gäbe", sagt er. Nahezu alle Fetthersteller in Deutschland würden dioxinbelastete Altfettbestände mit weniger belastetem Öl so lange abmischen, bis die Belastung unter dem Grenzwert liege. Ein Verfahren, das zwar verboten ist, das aber viel mehr Profit verspricht. "Die Fett-Industrie ist dermaßen unter Kostendruck, dass jeder Betrieb, der heute tätig ist, ohne diese Methode gar nicht existieren würde", sagt Kremmer. Er kenne keinen in der Branche, der nicht "runtermischt".
Im Detail gehe das zum Beispiel so: Firmen sammeln alte Fritteusenfette und andere Reste von Speisefetten aus der Gastronomie ein. Das Problem: "Was genau in den Tonnen schwimmt, weiß kein Mensch, da auch Hydrauliköle oder Motorenöle dazugekippt werden können, bevor die Firma die Fässer abholt", erzählt der Insider. Das gesammelte Altfett wird dann lediglich gefiltert und dekantiert. "Da schwimmt von alten Hühnerbeinen über verkohlte Pommesreste alles Mögliche drin herum", so Kremmer.
Manche Firmen kauften auch kontaminierte Fette von havarierten Schiffsladungen auf. "Das Altfett wird nur grob aufgearbeitet - das war es dann." So gelangen die vorher in Fritteusen oder Motoren hoch erhitzten und dioxinbelasteten Fette wieder in den Kreislauf - als begehrter und günstiger Rohstoff.
"Mischen bis der Arzt kommt" - FR vom 14.02.2011
Lecker lecker ...
Im Detail gehe das zum Beispiel so: Firmen sammeln alte Fritteusenfette und andere Reste von Speisefetten aus der Gastronomie ein. Das Problem: "Was genau in den Tonnen schwimmt, weiß kein Mensch, da auch Hydrauliköle oder Motorenöle dazugekippt werden können, bevor die Firma die Fässer abholt", erzählt der Insider. Das gesammelte Altfett wird dann lediglich gefiltert und dekantiert. "Da schwimmt von alten Hühnerbeinen über verkohlte Pommesreste alles Mögliche drin herum", so Kremmer.
Manche Firmen kauften auch kontaminierte Fette von havarierten Schiffsladungen auf. "Das Altfett wird nur grob aufgearbeitet - das war es dann." So gelangen die vorher in Fritteusen oder Motoren hoch erhitzten und dioxinbelasteten Fette wieder in den Kreislauf - als begehrter und günstiger Rohstoff.
"Mischen bis der Arzt kommt" - FR vom 14.02.2011
Lecker lecker ...