Tauberbischofsheim
Früherer Fecht-Trainer Emil Beck ist tot
Der ehemalige Fecht-Bundestrainer Emil Beck ist tot. Er starb am Sonntag in seinem Wohnort Tauberbischofsheim im Alter von 70 Jahren. Unter Becks Regie gewannen deutsche Sportler mehr als 100 WM- und Olympiamedaillen.
Wie der Tauberbischofsheimer Bürgermeister Wolfgang Vockel gegenüber dem SWR bestätigte, starb Beck gestern am Abend überraschend im Alter von 70 Jahren. Die Todesursache ist bisher unbekannt. Bis 1999 war Beck Bundestrainer. Unter seiner Leitung gewannen deutsche Sportler 163 Medaillen bei Welt-, Europameisterschaften und Olympischen Spielen. Höhepunkt war das Jahr 1988, als Gold, Silber und Bronze im olympischen Damenflorett von den drei Tauberbischofsheimer Fechterinnen Anja Fichtel, Sabine Bau und Zita Funkenhauser gewonnen wurde.
In seiner Amtszeit entstand auch der Olympiastützpunkt an der Tauber. Wegen interner Querelen im Olympiastützpunkt musste Beck zurücktreten. Seit 2001 lief gegen Beck ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mannheim wegen Verdachts der Untreue und des Betrugs. Zuletzt lebte er zurückgezogen, hatte aber trotz gesundheitlicher Probleme wieder Pläne zur Veranstaltung von Fecht-Schaukämpfen.
Anfänge im Heizungskeller
Der gelernte Friseurmeister begann 1952 in einem Heizungskeller in Tauberbischofsheim mit dem Fechttraining. Es wurde mit geliehenen Klingen und selbst geschneiderten Anzügen aus Sackleinen trainiert.
Seine Liebe zum Fechtsport entdeckte Beck angeblich, als er die Fechtszenen in dem Hollywood-Film "Die drei Musketiere" sah. Die Szenen beeindruckten ihn derart, dass er sich selbst von einem Fechtmeister den Umgang mit Degen, Florett und Säbel beibringen ließ. In den folgenden Jahrzehnten machte Beck aus der Kleinstadt eine in aller Welt bekannte Hochburg des Fechtsports.
"Ich reiße mir zwei Beine aus, also erwarte ich, dass sich meine Mitarbeiter ein Bein ausreißen", so umschrieb Beck einmal seine Lebensphilosophie. Das Erfolgsrezept Emil Becks war unorthodox. Er vertiefte sich intensiv in die Fachliteratur des Fechtsports und verschmolz Elemente des französischen, italienischen und ungarischen Fechtstils zu einer eigenen, der Beckschen Form. Über die Kunst stellte der 1,70 Meter große "Napoleon vom Taubertal" jedoch die Athletik. So bildete die "Tauberlektion", ein dreißigminütiger Einzelunterricht, die Grundlage des Trainings.
Früherer Fecht-Trainer Emil Beck ist tot
Der ehemalige Fecht-Bundestrainer Emil Beck ist tot. Er starb am Sonntag in seinem Wohnort Tauberbischofsheim im Alter von 70 Jahren. Unter Becks Regie gewannen deutsche Sportler mehr als 100 WM- und Olympiamedaillen.
Wie der Tauberbischofsheimer Bürgermeister Wolfgang Vockel gegenüber dem SWR bestätigte, starb Beck gestern am Abend überraschend im Alter von 70 Jahren. Die Todesursache ist bisher unbekannt. Bis 1999 war Beck Bundestrainer. Unter seiner Leitung gewannen deutsche Sportler 163 Medaillen bei Welt-, Europameisterschaften und Olympischen Spielen. Höhepunkt war das Jahr 1988, als Gold, Silber und Bronze im olympischen Damenflorett von den drei Tauberbischofsheimer Fechterinnen Anja Fichtel, Sabine Bau und Zita Funkenhauser gewonnen wurde.
In seiner Amtszeit entstand auch der Olympiastützpunkt an der Tauber. Wegen interner Querelen im Olympiastützpunkt musste Beck zurücktreten. Seit 2001 lief gegen Beck ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mannheim wegen Verdachts der Untreue und des Betrugs. Zuletzt lebte er zurückgezogen, hatte aber trotz gesundheitlicher Probleme wieder Pläne zur Veranstaltung von Fecht-Schaukämpfen.
Anfänge im Heizungskeller
Der gelernte Friseurmeister begann 1952 in einem Heizungskeller in Tauberbischofsheim mit dem Fechttraining. Es wurde mit geliehenen Klingen und selbst geschneiderten Anzügen aus Sackleinen trainiert.
Seine Liebe zum Fechtsport entdeckte Beck angeblich, als er die Fechtszenen in dem Hollywood-Film "Die drei Musketiere" sah. Die Szenen beeindruckten ihn derart, dass er sich selbst von einem Fechtmeister den Umgang mit Degen, Florett und Säbel beibringen ließ. In den folgenden Jahrzehnten machte Beck aus der Kleinstadt eine in aller Welt bekannte Hochburg des Fechtsports.
"Ich reiße mir zwei Beine aus, also erwarte ich, dass sich meine Mitarbeiter ein Bein ausreißen", so umschrieb Beck einmal seine Lebensphilosophie. Das Erfolgsrezept Emil Becks war unorthodox. Er vertiefte sich intensiv in die Fachliteratur des Fechtsports und verschmolz Elemente des französischen, italienischen und ungarischen Fechtstils zu einer eigenen, der Beckschen Form. Über die Kunst stellte der 1,70 Meter große "Napoleon vom Taubertal" jedoch die Athletik. So bildete die "Tauberlektion", ein dreißigminütiger Einzelunterricht, die Grundlage des Trainings.