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Formel 1 News

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Fia setzt Einschreibefrist für Saison 2008



Der Automobil-Weltverband Fia macht ernst: Bis Ende des Monats sollen sich die Formel-1-Teams für die Saison 2008 anmelden. Vor allem die fünf abtrünnigen Hersteller, die mehr Geld und Einflussnahme fordern, sind nun unter Druck.



Paris - Nur die Teams, die sich bis zum 31. März einschreiben, haben ein Mitspracherecht bei der Verabschiedung der technischen Regeln für die Königsklasse 2008. Rennställe haben auch die Möglichkeit, sich später anzumelden, sofern im 12er-Feld noch Plätze frei sind. Allerdings müssen dann aber die verabschiedeten Regeln akzeptieren. Mit dieser Entscheidung folgte die Fia dem Vorschlag ihres Präsidenten Max Mosley.



Die Frist setzt wie erwartet die fünf in der Vereinigung GPMA zusammengeschlossenen Autohersteller BMW, DaimlerChrysler, Honda, Renault und Toyota unter Druck. Die Hersteller und der neue Formel-1-Rechteinhaber CVC sowie Chef-Promoter Bernie Ecclestone streiten seit Monaten über Geld und Macht. Zuletzt hatten sich die Verhandlungspartner allerdings bereits weiter angenähert. Ob es noch vor Ende der Einschreibefrist zu einer Einigung kommt, ist aber offen.



Bislang haben nur Ferrari, Williams, die beiden Red-Bull-Teams, Midland und Neueinsteiger Super Aguri Ecclestone ihr Einverständnis mit dem neuen "Concorde Agreement", der "Verfassung" der Formel 1, bekundet.



Die Fia plant bei ihrem Regelentwurf für die Zeit ab 2008 unter anderem, aus Kostengründen die Motorenentwicklung zwischen 2008 und 2010 einzufrieren. Damit sind einige GPMA-Mitglieder nicht einverstanden. Sie können aber nur auf die Regeln, die nach Wunsch der Fia bis zum 30. Juni 2006 verabschiedet sein sollen, einwirken, wenn sie sich als Teilnehmer einschreiben.



pav/sid
 
Durchwachsener Auftakt

Schumi Trainingssechster



Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat auch beim zweiten Training zum Großen Preis von Australien den sechsten Rang belegt. In 1:27,658 Minuten war der Ferrari-Pilot am Freitag in Melbourne 0,836 Sekunden langsamer als der Tagesschnellste, Honda-Testfahrer Anthony Davidson (Großbritannien/1:26,822). Bereits drei Stunden zuvor war der 37-jährige Schumacher (Kerpen) im ersten Durchgang ebenfalls auf den sechsten Platz gefahren.



Die zweitbeste Runde auf dem 5,303 langen Kurs im Albert Park drehte Williams-Testpilot Alexander Wurz (Österreich/+0,010 Sekunden) vor Robert Kubica aus Polen im BMW-Sauber (+0,378 ).



Schnellster Stammpilot war als Gesamtvierter der Brite Jenson Button im Honda (+0,391). Dahinter folgte Titelverteidiger und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Renault (Spanien/+0,621). Kimi Räikkönen erzielte im McLaren-Mercedes die siebtschnellste Runde (+0,951).



Nick Heidfeld (BMW-Sauber) fuhr im zweiten Training als 15. mit einem Rückstand von 2,231 Sekunden ebenso hinterher wie seine weiteren deutschen Mitstreiter. Ralf Schumacher landete im Toyota auf dem 18. Rang (+2,557) und Nico Rosberg aus Wiesbaden wurde im Williams 22. (+3,111). Für Midland-Testfahrer Markus Winkelhock (Berglen) endete das Training gar auf dem 26. Rang (+4,438 ).
 
Samstag, 1. April 2006

Schumacher im Pech

Button auf der Pole



Die Hoffnungen von Michael Schumacher auf seinen ersten Saisonsieg haben einen herben Dämpfer erhalten. Der Formel-1-Rekordweltmeister kam am Samstag bei der Qualifikation zum Großen Preis von Australien nicht über den elften Platz hinaus. Durch einen Motorwechsel beim BMW-Sauber-Piloten Jacques Villeneuve (Kanada) wird Schumacher voraussichtlich vom zehnten Platz aus ins Rennen an diesem Sonntag (6.00 Uhr MESZ/RTL und Premiere) starten.



Die Poleposition sicherte sich unterdessen zum dritten Mal in seiner Karriere der britische Honda-Pilot Jenson Button vor den beiden Renault-Fahrern Giancarlo Fisichella und Weltmeister Fernando Alonso. Button fuhr in 1:15,229 Minuten auf dem 5,303 langen Kurs in Melbourne die schnellste Runde. Vorjahressieger und Malaysia-Gewinner Fisichella (Italien) musste sich um 0,406 Sekunden geschlagen geben. WM-Spitzenreiter Alonso (Spanien) hatte einen Rückstand von 0,549 Sekunden.



Neben Alonso wird Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) in der Startaufstellung stehen. McLaren-Mercedes-Kollege Juan Pablo Montoya (Kolumbien) wurde Qualifikations-Fünfter vor Ralf Schumacher (Kerpen) im Toyota. BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld fuhr auf den achten Rang. Neuling Nico Rosberg wird voraussichtlich als 14. starten, nachdem für den 20 Jahre alten Williams-Piloten in der zweiten Ausscheidungsphase der K.o. gekommen war. Auch er profitiert von der Zurückstellung Villeneuves wegen des Motorenwechsels.



Für Irritation sorgte bei Michael Schumacher auch noch eine Panne, als an seinem Wagen ein Bremskühler vergessen wurde und dieser sich erst bei der Ausfahrt aus der Boxengasse in der zweiten K.o.-Phase löste. Die Enttäuschung im Ferrari-Lager machte Felipe Massa perfekt. Mit dem Kran musste dessen Dienstwagen fünfeinhalb Minuten vor dem Ende von der Strecke gebracht werden. Der 24-Jährige hatte sich vor Kurve elf verbremst und war mit dem Ferrari in die Reifenstapel gerutscht.
 
Formel-1-Größen raten Schumacher zum Rücktritt



Beim Großen Preis von Australien fuhr Michael Schumacher mit 185 Stundenkilometer in eine Mauer. Die Konkurrenz spricht offen wie selten über Ferraris Chancenlosigkeit im Kampf und die WM. Einige erfahrene Piloten raten dem siebenfachen Weltmeister sogar zum Aufhören.



Melbourne - Nach dem Mauer-Malheur in Melbourne mehren sich die Stimmen von ehemaligen Weggefährten und Rennfahrer-Größen, die dem 37-Jährigen ernsthaft raten, am Saisonende Schluss zu machen. "Ich hätte mir für ihn gewünscht, dass er 2004 nach seinem siebten WM-Titel aufgehört hätte", sagte der dreimalige Weltmeister Jackie Stewart. Auch der Australier Alan Jones, Weltmeister von 1980, sieht den Niedergang eines Champions. "Die Zeit wird nicht auf Schumacher warten. Während er sich den besten Moment für den Rückzug überlegt, wird die Konkurrenz der jungen Fahrer mit jedem Rennen größer."



Schumachers kaputter Ferrari: "Lange wird er sich das nicht mehr antun"

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Getty Images

Schumachers kaputter Ferrari: "Lange wird er sich das nicht mehr antun"

Schumachers einstiger Intimfeind Damon Hill glaubt: "Lange wird er sich das nicht mehr antun. Er hasst es, zu verlieren." Der Brite Johnny Herbert, einst Schumachers Teamkollege bei Benetton und nun Sportdirektor bei Midland, verstehe zwar gut, dass dem siebenmaligen Weltmeister das Rennfahren immer noch sehr viel Spaß macht: "Aber wenn er schlau ist, hört er Ende des Jahres auf." Er glaube nicht, dass Ferrari in absehbarer Zeit noch einmal so gut sein werde wie in den vergangenen Jahren, so Herbert: "Wenn er noch eine Weile fährt, ohne an seine großen Erfolge anzuknüpfen, wird er viel von seinem Glanz verlieren."



Für Schumacher, der sich erst im Sommer entscheiden will, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Ferrari noch einmal verlängert, sei Melbourne eines der Rennen gewesen, an die er nicht gerne zurückdenken werde. Sein Selbstvertrauen sei durch den Unfall jedoch nicht erschüttert worden. "Ich suche nicht nach Ausreden, das war mein Fehler, doch jetzt geht es nach Imola", sagte Schumacher, der beim Ferrari-Heimspiel am 23. April vielleicht schon die letzte Chance auf ein Comeback im Titelrennen hat. Alonso ist Schumacher nach nur drei Rennen in der WM-Wertung schon um 17 Punkte enteilt.



In Imola könne es laut Schumacher nur besser werden. Es helfe in der jetzigen Situation auch nicht, die Dinge schönzureden. "Wir sind nicht an dem Ziel angelangt, das wir uns gesetzt haben. Das haben wir verfehlt. Dennoch ist die Lage nicht hoffnungslos", so Schumacher. Von der Leistung des Autos her sei der Ferrari "gut dabei", man habe aber ein Problem mit den Reifen, das offenbar nicht so einfach zu lösen sei. Es werde in Imola allerdings auch Verbesserungen am Auto und im Motorbereich geben, sagt Schumacher: "Und dann schaun wir mal."



Doch die Konkurrenz hat den Respekt vor dem einst Unbesiegbaren verloren. Der Rekordgewinner der Formel 1 (84 Grand-Prix-Siege) wird immer mehr gedemütigt. In Melbourne wurde Giancarlo Fisichella über Funk von seinem Renault-Team ermutigt: "Vor dir fährt Michael, er ist einfach zu überholen." Derartige Ansagen wären vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen.
 
Imola-Vorschau: Die Formel 1 ist zurück in Europa

In unserer Rennvorschau beschäftigen wir uns mit dem Grand Prix von San Marino, dem ersten Rennen 2006 auf europäischem Boden

(F1Total.com) - Auch in diesem Jahr ist der Große Preis von San Marino in Imola nach den ersten drei Überseerennen das Auftaktrennen zur Formel-1-Saison in Europa. Der Unterschied könnte kaum größer sein: Über die Wüste in Bahrain in die Tropen nach Malaysia, dann in den australischen Herbst in Melbourne - und nun gastiert die Formel 1 in der italienischen Provinz. Das Rennen wird nicht in dem mittelalterlichen Zwergstaat San Marino ausgetragen, der als Namensgeber fungiert, sondern einige Kilometer östlich, im 'Autodromo Enzo e Dino Ferrari' von Imola, sehr malerisch inmitten der Hügel der Emilia Romagna gelegen.

An die Rennstrecke der Kleinstadt zwischen Bologna und Rimini können die Teams endlich wieder mit dem vollen Equipment anreisen, auf das man bei den Überseerennen zum Teil hatte verzichten müssen. Aus diesem Grund sind alle Teammitglieder überdurchschnittlich gut gelaunt. In den Boxen stehen viele neu angeschaffte und auf Hochglanz polierte Motorhomes und andere neu erworbene Schmuckstücke, die man den vermehrt auftretenden Prominenten gerne zeigt.

Seit der Tragödie von 1994 sind zwölf Jahre vergangen

Trotz aller Vorfreude auf das Rennen kehrt aber immer wieder die schreckliche Erinnerung an das Horrorwochenende von 1994 zurück, als erst Roland Ratzenberger ums Leben kam und einen Tag später mit Ayrton Senna die Formel 1 einen weiteren Fahrer verlor. Imola war früher eine Rennstrecke mit vielen langen und schnellen Kurven, die auch Nelson Piquet bei einem schweren Qualifying-Unfall 1987 nach einem Reifenschaden im Williams-Honda beinahe zum Verhängnis wurden - allerdings hier ohne ernstere Folgen. Auch Gerhard Berger erinnert sich ungern an das Rennen von 1989 in Imola zurück, bei dem er in einem Feuerball mit seinem Ferrari an der Mauer entlang rutschte. Die Unglücke passierten allesamt in der berüchtigten 'Tamburello'-Kurve, eine Vollgaspassage, die den Piloten aufgrund der angrenzenden Betonmauer, die wegen dem dahinter liegenden Fluss notwendig ist, gehörig Respekt einflößte.

Strecke wurde vom High-Speed- zum Stop-and-Go-Kurs umgebaut

Die zwei tödlichen Unfälle von 1994 führten zu Veränderungen an der Strecke. Die Fahrer werden seitdem durch zusätzliche Schikanen eingebremst, die man für rund zweieinhalb Millionen Euro einbaute. Wie so oft gingen durch die Umbaumaßnahmen Überholmöglichkeiten verloren; die Strecke wurde von einem Hochgeschwindigkeitskurs zu einer mittelschnellen Strecke. Die Piste sorgte dennoch auch in den folgenden Jahren für spannende Rennen, aber auch den einen oder anderen Zwischenfall: 1995 hatte Michael Schumacher einen seiner heftigsten Rennunfälle, als er auf nasser Strecke in der 'Piratella'-Kurve von der Strecke rutschte und in die Mauer krachte. Dennoch ist die 4,933 Kilometer lange Strecke bei vielen Fahrern beliebt, da es weiterhin herausfordernde Kurven gibt und Senken und Steigungen für den nötigen Fahrspaß sorgen.

Imola liegt in Italien, dennoch: Grand Prix von San Marino

Die kleine Republik San Marino, zu finden südwestlich des beliebten Badeorts Rimini, ist Namensvetter des Rennens. Mit einer Größe von lediglich 60,5 Quadratkilometern ist San Marino die kleinste und älteste unabhängige Republik der Welt. Obwohl das Rennen als Großer Preis von San Marino ausgetragen wird, liegt Imola gar nicht in San Marino, sondern in Italien. Dieser Umstand ist auf einen Streit zurückzuführen, der bis in das Jahr 1980 zurückdatiert. Damals wechselte der Große Preis von Italien von Imola nach Monza. Im Jahr darauf wurde Imola wieder ein Grand Prix zugestanden, aber da unter dem Namen eines Landes nur ein Rennen pro Saison ausgetragen werden darf, übernahm San Marino kurzerhand die Patenschaft für das Rennen.

Die Stadt Imola selbst wirkt katholisch verschlafen und liegt in der landschaftlich sehr schönen Emilia Romagna. In zahlreichen Restaurants wie dem 'San Domenico' oder dem 'Pappagallo' gibt es nicht nur köstliche Pasta-Gerichte, sondern mit etwas Glück auch den einen oder anderen Prominenten zu sehen. Für Ferrari-Fans - und die sind in Imola reichlich vertreten - lohnt ein Abstecher in die 'Galleria Ferrari', die im rund 70 Kilometer entfernten Ferrari-Werk in Maranello zu finden ist.

Die italienischen Restaurants bieten Gaumenfreuden

Zur Stärkung gibt es Restaurants ohne Ende, in denen man es sich bei Rotwein und Pasta in allen Variationen richtig gut gehen lassen kann. Im 'Molino Rosso', im 'Nettuno' und speziell im 'San Domenico' in der 'Via G. Sacchi' in Imola kann man abends auch schon mal den einen oder anderen Formel-1-Piloten antreffen. Voraussetzung hierfür ist aber auf alle Fälle ein gut gefüllter Geldbeutel, denn ein Dinner hier ist nicht ganz billig.

Ein kleiner Geheimtipp ist das 'Mario's' in Riolo Terme, etwa 15 Autominuten von Imola entfernt. Hier sollte man auf alle Fälle die deutsche Speisekarte verlangen - für Amüsement und Gelächter ist mit Sicherheit gesorgt! Gestärkt und voller Energie kann man dann entweder zu einer der Partys auf dem so genannten 'Lambrusco'-Hügel bei Start und Ziel in Imola gehen oder - wenn man richtig auf Nachtleben mit all seinen Facetten steht - nach Bologna oder Richtung Adria fahren.

Hübsche Mädchen und coole Partys

Die hübschesten Mädchen Bolognas und die coolsten Partys gibt es in den großen Klubs wie dem 'Sottotetto Sound Club' und dem 'Il Corvo' in der 'Viale Zagabria'. Musikliebhaber sollten ins 'Corso Maltesa' in der 'Via del Borgo di San Pietro' oder ins 'Officina Estragon' in der Via Calzoni gehen. Heiße Nächte, auch wenn es draußen noch etwas kalt ist, kann man aber ebenso, vielleicht sogar noch besser, in Rimini erleben, wo auch außerhalb der Badesaison einiges geboten wird: Die Bars rund um die 'Piazza Tre Martiri' laden zu einem ersten Drink ein, bevor man im berühmten 'Paradiso' oder im 'Bandiera' die Nacht zum Tag machen kann. Zum Abtanzen und für heiße Flirts empfehlen sich auch Discos wie das 'Baia Imperiale', das 'Villa Mona Amour' in Rimini oder das 'Energy' in Cesenatico. Wer dann noch genügend Energie besitzt, sich das Rennen am Sonntag anzuschauen, kann es sich auf einem der Hügel rund um die Strecke bequem machen und sehen, wie die Ferraris und McLarens aus der Tosa den Hügel raufjagen und um die Rivazza donnern.

Imola ist eine Strecke der Gegensätze: Langgezogene und schnelle Kurven folgen dem Verlauf des Santerno, einem kleinen Fluss, der an der Strecke - dem Verlauf der Boxengasse folgend - vorbeifließt. Gegenüber führt eine Kombination von langsamen Kurven durch einen Weinberg. Idyllisch und schön gelegen ist der Kurs, doch davon bekommen die Fahrer im Auto wenig mit. Sie haben Sorgen mit ihren Bremsen, die extrem belastet werden, und müssen sich um eine gute Balance ihres Autos kümmern, die in den schnellen Kurven wichtig ist.

Traktion und Bremsen sind die wichtigsten Kriterien

Und für die Rebstöcke haben die Fahrer auch keinen Blick übrig, denn das Herausbeschleunigen aus den engen Kurven, die oftmals auch noch stark bergauf führen, erfordert nicht nur viel Grip, sondern auch einen gefühlvollen Fuß auf dem Gaspedal - Traktionskontrolle hin oder her. Ein sehr gutes Setup ist wichtig, denn auf keiner Strecke muss man so hart über die Randsteine fahren, um schnell zu sein, wie in Imola. Hinzu kommt, dass Imola neben Istanbul und Interlagos die einzige Strecke ist, die gegen den Uhrzeigersinn verläuft.

Wie so oft ist auch Michael Schumacher in Imola der mit Abstand erfolgreichste Pilot mit sechs Siegen, fünf zweiten Plätzen und insgesamt 92 WM-Zählern bei 13 Starts. Nur vier der aktuellen Fahrer konnten bisher in Imola siegen: Michael und Ralf Schumacher sowie David Coulthard und Fernando Alonso.

Die Rennstrecke existiert seit mehr als 50 Jahren

Aus dem Boden gestampft wurde die Rennstrecke 'Autodromo Dino Ferrari' im Jahr 1952 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Den Namenzusatz "Enzo" gab man dem Kurs erst nach dem Tod Enzo Ferraris. Nach einigen Motorradrennen gastierte die Formel 1 1963 zum ersten Mal auf der damals mit noch vielen Überholmöglichkeiten versehenen Strecke. Allerdings zählte der damalige Lauf nicht zur Weltmeisterschaft der Formel 1; erst 1980 gastierte die Formel 1 erstmals in Imola und vergab WM-Punkte.

1981 wurde zum ersten Mal ein Großer Preis von San Marino ausgetragen, nachdem der Name Großer Preis von Italien an das Rennen in Monza übergegangen war. Seitdem gewannen zwei Italiener auf heimischen Boden: Elio de Angelis 1985 in einem Lotus und Riccardo Patrese 1990 im Williams. Die aktuellen Italiener in der Formel 1 sind Jarno Trulli (Toyota), Giancarlo Fisichella (Renault) und Vitantonio Liuzzi (Scuderia Toro Rosso), der im Vorjahr sein Formel-1-Debüt in Imola gab.
 
Imola Teil 2:

2005

Fernando Alonso (Renault) und Michael Schumacher (Ferrari) lieferten im Vorjahr den Fans in Imola einen wahren Thriller. Schumacher, nur von Rang 13 gestartet, arbeitete sich sukzessive nach vorn, doch Alonso wehrte sehenswert alle Angriffe des Rekordweltmeisters ab. Den Sieg hätte auch Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) einfahren können, doch der Finne rollte - von Pole Position gestartet und in Führung liegend - mit einem Schaden an der Antriebswelle aus. Nach dem Fallen der Zielflagge war die Spannung aber noch nicht heraus: Jenson Button fuhr den ersten Podestplatz von BAR im Jahr 2005 ein, doch die technische Abnahme förderte Unregelmäßigen beim Tank der Autos von BAR zutage. Das Team wurde disqualifiziert und später für die folgenden zwei Rennen auch noch gesperrt. So erbte Alexander Wurz den letzten Podestplatz, der Österreicher sprang bei McLaren-Mercedes für den verletzten Juan-Pablo Montoya. Freude auch bei Sauber: Jacques Villeneuve wurde Vierter.

2004

Im Jahr 2004 sicherte sich Jenson Button auf BAR-Honda die erste Pole Position seiner Karriere. Der Brite führte anschließend auch bis zu seinem ersten Boxenstopp, Michael Schumacher (Ferrari) kam jedoch einige Runden später zum Service und übernahm so die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Ins Schleudern geriet der Deutsche nur einmal, nämlich gleich in der ersten Runde in der Tosa-Kurve, als er sich gegen Juan-Pablo Montoya (BMW-Williams) zur Wehr setzen musste. Letzterer kam als Dritter ins Ziel. Gedemütigt wurde McLaren-Mercedes: Kimi Räikkönen erbte als Achter nach einem Motorschaden von Giancarlo Fisichella (Sauber-Petronas) immerhin noch einen Punkt, David Coulthard wurde enttäuschender Zwölfter.



2003

Das Rennen in Imola 2003 beendete eine Ära: Es markierte den letzten Einsatz des Ferrari F2002, der ein Jahr zuvor die Formel 1 dominiert hatte. Das Abschiedsgeschenk für dieses Auto hätte nicht besser ausfallen können. Michael Schumacher fuhr mit dem Vorjahresboliden seinen ersten Sieg der Saison 2003 ein. Dabei wurde die Veranstaltung von einem tragischen Zwischenfall für Michael und Ralf Schumacher überschattet: Die Mutter der beiden Rennfahrer verstarb in der Nacht zum Rennsonntag. Dennoch traten beide zum Rennen an. Am Start übernahm Ralf Schumacher die Führung, die er beim ersten Boxenstopp jedoch an seinen Bruder abgeben musste. Dieser gab sie bis ins Ziel nicht wieder her. Ralf Schumacher wurde dagegen noch von Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes, der Zweiter wurde, und Rubens Barrichello im zweiten Ferrari überholt.

2002

Eines der langweiligsten Rennen in der Geschichte Imolas: Ferrari, erstmals mit den zwei neuen F2002-Boliden ausgerückt, fuhr von Anfang an alles in Grund und Boden. Michael Schumacher gewann überlegen vor Rubens Barrichello, der in der Schlussphase noch ein paar Sekunden aufholen konnte. Dritter wurde Vorjahressieger Ralf Schumacher, der aber einsehen musste, an diesem Tag machtlos gewesen zu sein.2001

2001 schwanden die Hoffnungen der Tifosi auf einen Ferrari-Sieg dahin, als Michael Schumacher zunächst wegen Problemen an seinem Auto langsamer wurde und dann mit Bremsproblemen ganz aufgeben musste. Den Sieg holte sich Bruder Ralf, der nach einem lupenreinen Start die Führung nicht mehr abgab und in seinem BMW-Williams seinen ersten Formel-1-Sieg feierte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten David Coulthard im McLaren-Mercedes und Rubens Barrichello im Ferrari.

2000

Im Jahr 2000 erwischte Michael Schumacher einen schlechten Start, kam aber dank einer tollen Fahrt und einer ausgeklügelten Strategie dennoch weit nach vorne, wo er sich vor Mika Häkkinen und dessen McLaren-Mercedes-Teamkollegen David Coulthard den Sieg sichern konnte. Für Jaguar-Pilot Eddie Irvine war es der 100. Grand Prix, den dieser auf dem damals noch undankbaren siebten Platz beendete.

1999

Nach 16 Jahren des langen Wartens holte Michael Schumacher endlich den ersten Heimsieg für Ferrari in Imola. Unfreiwillig zur Hilfe stand ihm dabei Mika Häkkinen, der nach einem Fahrfehler in der Mauer landete und in Führung liegend ausschied. McLaren-Mercedes-Teamkollege David Coulthard schnappte sich der Deutsche in der Box. Rubens Barrichello wurde im Stewart-Ford Dritter und widmete diesen Platz seinem Freund Ayrton Senna.

1998

Mika Häkkinen hatte Pech, er musste seinen 100. Grand Prix wegen eines Getriebeschadens vorzeitig beenden. David Coulthard holte sich die Pole Position und fuhr einen Start-Ziel-Sieg heraus. Michael Schumacher kam im Ferrari auf Platz zwei ins Ziel, Eddie Irvine im zweiten Ferrari wurde Dritter. Wegen der großen Hitze sahen nur elf der 22 Fahrer das Ziel. Für teaminterne Aufregung sorgte eine Kollision zwischen den Stewart-Ford-Teamkollegen Rubens Barrichello und Jan Magnussen, die beide in der ersten Runde ausschieden.

1997

Heinz-Harald Frentzen holte im Williams-Renault seinen ersten Formel-1-Sieg vor seinem Erzrivalen Michael Schumacher. Es war der erste deutsche Doppelsieg in der Geschichte der Formel 1. Frentzens Teamkollege Jacques Villeneuve führte 26 Runden lang, musste dann aber wegen Getriebeproblemen aufgeben. Ferrari-Pilot Eddie Irvine komplettierte das Feld als abgeschlagener Dritter.

1996

Damon Hill fuhr im überlegenen Williams-Renault eindeutig den Sieg vor Michael Schumacher heraus, der zum ersten Mal nach 1983 in Imola einen Ferrari auf die Pole Position gestellt hatte. Gerhard Berger holte den dritten Platz. David Coulthard lag lange Zeit in Führung, verlor diese aber in der Box und fiel später wegen technischen Problemen aus.

1995

Ein Jahr nach dem Tod von Ayrton Senna konnte Damon Hill das Rennen im Williams-Renault locker für sich entscheiden, Hauptkonkurrent Michael Schumacher flog in Runde zehn heftig in Führung liegend ab. Jean Alesi kam im Ferrari auf den zweiten Platz. Sein Teamkollege Gerhard Berger wurde Dritter. Nigel Mansell beendete sein kurzes Comeback in der Formel 1 in seinem McLaren-Mercedes nach einer Kollision mit Eddie Irvine vorzeitig.

1994

Eines der schwärzesten Grand-Prix-Wochenenden in der Geschichte der Formel 1: Im Training hatte Rubens Barrichello einen schweren Unfall, am Samstag verunglückte Roland Ratzenberger tödlich und am Sonntag erlag Ayrton Senna im Williams-Renault seinen schweren Kopfverletzungen, nachdem er in der Tamburello-Kurve die Kontrolle über sein Auto verloren hatte und mit voller Wucht in die Mauer gekracht war. Zu allem Unglück kam noch ein Zwischenfall in der Box dazu, als Michele Alboretos lose gewordenes Rad beim Herausfahren aus der Boxengasse einen Ferrari-Mechaniker schwer verletzte. Das bedeutungslos gewordene Rennen gewann Michael Schumacher (Benetton-Ford) vor Nicola Larini (Ferrari) und Mika Häkkinen (McLaren-Peugeot).
 
schumi ist grad am gewinnen, alsonso hängt ihm direkt im Heck, kommt aber nicht vorbei

also falls noch einer die letzten 3 Runden sehen will......
 
GP VON SAN MARINO



Schumacher gewinnt Duell gegen Alonso



Spannung bis zur letzten Runde: Michael Schumacher und Fernando Alonso lieferten sich beim Großen Preis von San Marino über weite Teile des Rennens einen erbitterten Zweikampf an der Spitze. Am Ende setzte sich die Routine des Deutschen durch, seine Landsmänner enttäuschten.



Imola - Michael Schumacher, von vielen im Titelrennen bereits abgeschrieben, darf nach seinem gelungenem Comeback wieder von seinem achten WM-Titel träumen. Der Ferrari-Pilot fuhr auf der letzten Rille, wehrte mehrere Angriffe Alonsos geschickt ab und verwies den Renault-Piloten schließlich mit einem Vorsprung von 2,0 Sekunden auf den zweiten Platz. Sein erster Sieg seit dem 19. Juni 2005 in Indianapolis.



Das Rennen auf dem 4,933-Kilometer-langen Kurs begann turbulent. Zwar verteidigte Schumacher seine Pole, doch noch in der ersten Runde überschlug sich der Niederländer Christijan Albers (Midland-Toyota) nach einer spektakulären Karambolage mit dem Japaner Yuji Ide (Super-Aguri-Honda) mehrfach.





Albers konnte das Wrack aber unverletzt und selbstständig verlassen. Nach der Safety-Car-Phase baute Schumacher seine Führung kontinuierlich aus und konnte sich zunächst auf seinen Teamkollegen Felipe Massa verlassen. Der Brasilianer betätigte sich lange erfolgreich als Puffer gegen den an Position vier liegenden Alonso.



Zum erbitterten Zweikampf zwischen Schumacher und dem Titelverteidiger an der Spitze des Feldes kam es nach den jeweils ersten Boxenstopps der beiden WM-Anwärter. Schumacher wehrte in der Folge einige Überholmanöver Alonsos ab und blieb auch nach dem zweiten Stopp mit einer halben Sekunde Vorsprung vorne.



Damit verbessere sich der 37-Jährige in der WM-Wertung mit nun 21 Punkten auf den zweiten Rang. Allerdings beträgt Schumachers Rückstand vor dem Heimspiel in zwei Wochen (7. Mai) auf dem Nürburgring auf den weiter souverän führenden Alonso immer noch 15 Zähler.



Für Michael Schumacher war es der 85. Grand-Prix-Sieg seiner beispiellosen Karriere und bereits der insgesamt siebte in Imola. Den dritten Platz belegte der Kolumbianer Juan Pablo Montoya, der so für einen Hoffnungsschimmer bei den Mercedes-Silberpfeilen sorgte.



Schumachers Teamkollege Filipe Massa (Brasilien) fuhr auf Rang vier, WM-Mitfavorit Kimi Räikkönen (Finnland) kam in seinem McLaren-Mercedes nicht über Position fünf hinaus. Enttäuschte Gesichter gab es bei den anderen deutschen Rennfahrern: Toyota-Pilot Ralf Schumacher, zuletzt in Australien überraschender Dritter, enttäuschte als Neunter. Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden) landete in seinem Williams-Cosworth auf Rang elf, der von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Mönchengladbacher Nick Heidfeld musste sich mit Platz 13 begnügen.



mig/sid
 
Schumacher übernimmt WM-Führung



Schanghai - Michael Schumacher hat den Großen Preis von China gewonnen und ist dem achten Titelgewinn in der Formel-1-WM einen Schritt näher gekommen.



Der Ferrari-Pilot feierte in Schanghai seinen siebten Sieg in diesem Jahr und löste Weltmeister Fernando Alonso erstmals in dieser Saison als Spitzenreiter der WM-Wertung ab.

Der Spanier, der bei dem 16. von 18. WM-Läufen bereits mit 25 Sekunden Vorsprung geführt hatte, belegte im Renault nach 56 Runden den zweiten Platz.

In der Gesamtwertung haben Schumacher und Alonso vor den letzten beiden Rennen in Suzuka (8. Oktober) und Sao Paulo (22. Oktober) jeweils 116 Punkte auf dem Konto.



Ferrari gewinnt Reifenpoker



Da Schumacher aber einen Sieg mehr als sein Rivale in diesem Jahr eingefahren hat, behauptet der 37-Jährige, der nach dieser Saison seine Karriere beendet, die Spitzenposition.



"Das war ein extremes Wochenende", meinte der Sieger, der nach dem Rennen vor Freude durch den Parc Ferme hüpfte. "Am Anfang konnte ich im Rennen mithalten und dann haben unsere Reifen angefangen zu funktionieren. Es war ein Lotteriespiel, die Reifen nicht zu wechseln, das war aber wirklich ideal."

Der unterlegene Alonso konstatierte: "Wir hatten einen guten Start, 15 Runden lang war alles perfekt. Doch die Entscheidung, die Vorderreifen zu wechseln, war nicht glücklich. Das hat uns das Rennen gekostet."



Matchball in Suzuka



Schumacher hat nun in einer Woche in Suzuka den ersten Matchball zum vorzeitigen Titelgewinn.

Sollte der Ferrari-Star in Japan gewinnen und Alonso gleichzeitig ausfallen oder maximal den neunten Platz belegen, wäre Schumacher zum achten Mal Formel-1-Weltmeister.

"Wenn man bedenkt, wo wir einmal standen, ist es ein Wunder, wo wir jetzt sind", sagte Schumacher und fügte an: "Ich glaube, wir müssen bis zum letzten Rennen warten, um zu erfahren, wie die WM ausgeht."



http://www.sport1.de/de/sport/artikel_430967.htmlhttp://www.sport1.de/de/sport/artikel_430967.html
 
Absolut klasse gelaufen für Schumi...freu mich jetzt riesig auf nächstes we;)
 
So eine Scheiße!!!!Dieses rote Auto ist echt verhext versaut Michael sein Karriereende:roll: Da hat er den Stall so aufgepeppelt und zum Ende sowas...



Seine Karre lief nicht er musste das Quali abbrechen.
 
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