playerred
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Dachte es wäre mal interessant für den ein oder anderen Auswärtsfahrer der immer anders versucht hinzukommen.
Fans als Schaffner und Barmann
Wenn Fans von Bundesligisten mit dem Sonderzug zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaft reisen, sind demolierte Züge keine Seltenheit. Ganz anders ist das, wenn die FCK-Fans mit dem Sonderzug auf Reisen gehen. Sie organisieren ihre Fahrten selbst und tragen zudem Sorge, dass nichts zerstört wird.
„Von Fans für Fans” lautet das Grundprinzip der Züge. Das heißt: Vom Kartenverkauf im Vorfeld über Getränkeausschank im Zug bis zu Kontrollgängen durch die Waggons organisieren die Fans ihre Fahrt mit dem Zug selbst. Die Fäden laufen bei der Fanbetreuung des FCK zusammen, die zwei Dutzend Leute, die sich in einer extra gegründeten Projektgruppe engagieren, arbeiten ehrenamtlich. „Das funktioniert sehr gut. Im Zug wird ganz selten mal was kaputt gemacht, größere Schäden hatten wir noch nicht. Die Identifikation der Fans mit dem Zug ist sehr groß”, sagt Christoph Schneller, Fanbeauftragter des FCK.
Seit Oktober 2009, der FCK spielte damals noch in der Zweiten Liga, fahren die Sonderzüge in Eigenregie der Fans. In Kooperation mit der DB Regio Rhein-Neckar. In Kaiserslautern geht die Fahrt los, gehalten wird in Neustadt und Ludwigshafen, dann geht es ohne Halt direkt zum Zielbahnhof. Zwischen 580 und 770 Fans fahren pro Spiel in dem Zug mit, sagt Schneller. Zu einem äußerst attraktiven Preis. Zehn Euro kostet die Fahrt im Schnitt pro Kopf und Nase. Die Fanbetreuung orientiert sich dabei an den Preisen, die beim Kauf eines Wochenendtickets der Bahn gezahlt werden müssen: Wenn eine Gruppe von fünf Leuten fahre, koste das pro Kopf acht Euro. Für zwei Euro mehr gebe es im FCK-Zug enorme Vorteile. Er fahre durch, es gebe kein Umsteigen, er sei weitaus schneller als Nahverkehrszüge.
Der Zug koste den Verein nichts, betont der Fanbeauftragte. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf reichten, um die Bahn zu bezahlen. Im Zug fungierten Fans als Schaffner, Aufsichtspersonen patrouillierten ständig durch die Waggons, der Bistrowagen werde ebenfalls in Eigenregie betreut. Neben 59 Sitzplätzen gebe es dort eine große Theke und Stehtische. Ausgeschenkt würden Bier und alkoholfreie Getränke zu zivilen Preisen. „Harte Sachen” wie Schnaps gebe es nicht. „Wir haben Raucher- und Nichtraucher-Abteile, eine separate Damen-Toilette und Abteile, in denen es lauter oder ruhiger zugeht”, erläutert Schneller. Die Wagen seien älter, aber in Ordnung, nicht vergleichbar mit den Waggons, die die Bahn in ihren Sonderzügen für Fußballfans manchmal einsetzt.
Das Lauterer Projekt ist in der Bundesliga einmalig. „Es ist mir nicht bekannt, dass es bei anderen Vereinen so etwas gibt”, sagt der Fanbeauftragte, nach dessen Worten der Zug beim Auswärtsspiel in Mainz am Samstag nicht fährt. Mainz sei zu nahe, die Fans benutzten Regelzüge oder einen Sonderzug, den die Bahn einsetzt.
In dieser Saison war der Fanzug bereits fünfmal im Einsatz. 670 FCK-Anhänger fuhren am 11. Februar damit nach München. Es war der 14. Fanzug seit Bestehen des Projekts. „Insgesamt haben wir seit 2009 über 10.000 Fans zu den Auswärtspartien des FCK gefahren”, erklärt Roland Büchel, Leiter Angebotsplanung bei DB Regio Rhein-Neckar. In der laufenden Saison seien noch drei Fahrten geplant: zu den Auswärtsspielen nach Stuttgart (25. Spieltag), Freiburg (27. Spieltag) sowie nach Hannover am 34. Spieltag. (dür)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Donnerstag, den 23. Februar 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8695327'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper
Fans als Schaffner und Barmann
Wenn Fans von Bundesligisten mit dem Sonderzug zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaft reisen, sind demolierte Züge keine Seltenheit. Ganz anders ist das, wenn die FCK-Fans mit dem Sonderzug auf Reisen gehen. Sie organisieren ihre Fahrten selbst und tragen zudem Sorge, dass nichts zerstört wird.
„Von Fans für Fans” lautet das Grundprinzip der Züge. Das heißt: Vom Kartenverkauf im Vorfeld über Getränkeausschank im Zug bis zu Kontrollgängen durch die Waggons organisieren die Fans ihre Fahrt mit dem Zug selbst. Die Fäden laufen bei der Fanbetreuung des FCK zusammen, die zwei Dutzend Leute, die sich in einer extra gegründeten Projektgruppe engagieren, arbeiten ehrenamtlich. „Das funktioniert sehr gut. Im Zug wird ganz selten mal was kaputt gemacht, größere Schäden hatten wir noch nicht. Die Identifikation der Fans mit dem Zug ist sehr groß”, sagt Christoph Schneller, Fanbeauftragter des FCK.
Seit Oktober 2009, der FCK spielte damals noch in der Zweiten Liga, fahren die Sonderzüge in Eigenregie der Fans. In Kooperation mit der DB Regio Rhein-Neckar. In Kaiserslautern geht die Fahrt los, gehalten wird in Neustadt und Ludwigshafen, dann geht es ohne Halt direkt zum Zielbahnhof. Zwischen 580 und 770 Fans fahren pro Spiel in dem Zug mit, sagt Schneller. Zu einem äußerst attraktiven Preis. Zehn Euro kostet die Fahrt im Schnitt pro Kopf und Nase. Die Fanbetreuung orientiert sich dabei an den Preisen, die beim Kauf eines Wochenendtickets der Bahn gezahlt werden müssen: Wenn eine Gruppe von fünf Leuten fahre, koste das pro Kopf acht Euro. Für zwei Euro mehr gebe es im FCK-Zug enorme Vorteile. Er fahre durch, es gebe kein Umsteigen, er sei weitaus schneller als Nahverkehrszüge.
Der Zug koste den Verein nichts, betont der Fanbeauftragte. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf reichten, um die Bahn zu bezahlen. Im Zug fungierten Fans als Schaffner, Aufsichtspersonen patrouillierten ständig durch die Waggons, der Bistrowagen werde ebenfalls in Eigenregie betreut. Neben 59 Sitzplätzen gebe es dort eine große Theke und Stehtische. Ausgeschenkt würden Bier und alkoholfreie Getränke zu zivilen Preisen. „Harte Sachen” wie Schnaps gebe es nicht. „Wir haben Raucher- und Nichtraucher-Abteile, eine separate Damen-Toilette und Abteile, in denen es lauter oder ruhiger zugeht”, erläutert Schneller. Die Wagen seien älter, aber in Ordnung, nicht vergleichbar mit den Waggons, die die Bahn in ihren Sonderzügen für Fußballfans manchmal einsetzt.
Das Lauterer Projekt ist in der Bundesliga einmalig. „Es ist mir nicht bekannt, dass es bei anderen Vereinen so etwas gibt”, sagt der Fanbeauftragte, nach dessen Worten der Zug beim Auswärtsspiel in Mainz am Samstag nicht fährt. Mainz sei zu nahe, die Fans benutzten Regelzüge oder einen Sonderzug, den die Bahn einsetzt.
In dieser Saison war der Fanzug bereits fünfmal im Einsatz. 670 FCK-Anhänger fuhren am 11. Februar damit nach München. Es war der 14. Fanzug seit Bestehen des Projekts. „Insgesamt haben wir seit 2009 über 10.000 Fans zu den Auswärtspartien des FCK gefahren”, erklärt Roland Büchel, Leiter Angebotsplanung bei DB Regio Rhein-Neckar. In der laufenden Saison seien noch drei Fahrten geplant: zu den Auswärtsspielen nach Stuttgart (25. Spieltag), Freiburg (27. Spieltag) sowie nach Hannover am 34. Spieltag. (dür)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.46
Datum: Donnerstag, den 23. Februar 2012
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '8695327'
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