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Qualifikationsspiel abgebrochen
Schiedsrichter Herbert Fandel ist beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Dänemark und Schweden von einem Fan attackiert worden und hat die Begegnung daraufhin abgebrochen. Der deutsche Fußball-Referee hatte in der Partie in Kopenhagen den Dänen Christian Poulsen in der 89. Minute beim Stand von 3:3 des Feldes verwiesen und einen Elfmeter für die Gäste verhängt. Daraufhin wurde er von einem Zuschauer angegriffen. Die Dänen hatten in einer brisanten Partie einen 0:3-Rückstand aufgeholt.
Wie der dänische Fußballverband mitteilte, soll die Partie mit 3:0 für Schweden gewertet werden. Damit steht der Titelträger von 1992 vor dem EM-Aus und muss mit einer empfindlichen Strafe durch die Europäische Fußball-Union rechnen.
Nach einer kurzen Unterbrechung waren die schwedischen Spieler wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Auf der Anzeigetafel des Stadions Parken wurde dann aber der Abbruch verkündet. Schweden übernahm mit 15 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe F und hat beste Chancen, sich für das Turnier in Österreich und der Schweiz zu qualifizieren.
http://www.n-tv.de/809852.htmlhttp://www.n-tv.de/809852.html
Skandal bei Qualifikationsspiel
Fandel: "Ich war schockiert"
Einen Tag nach dem Abbruch des EM-Qualifikationsspiels Dänemark gegen Schweden hat der deutsche Schiedsrichter Heribert Fandel zu den Ereignissen in Kopenhagen Stellung genommen. In der Zeitung "Die Welt" schilderte er die Szene beim Stand von 3:3 in der 89. Minute: "Ein Zuschauer sprang über die Barriere. Er rannte auf mich zu und attackierte mich, die dänischen Spieler schützten mich zum Glück vor ihm. Ich war überrascht und schockiert, dass ein Geisteskranker in einem solch großen Spiel bis zu mir vordringen konnte."
Auslöser für die Tumulte war eine Rote Karte Fandels gegen den Dänen Christian Poulsen wegen einer Tätlichkeit, die zudem mit einem Strafstoß gegen Dänemark geahndet werden sollte. "Poulsen schlug in meinem Rücken seinen Gegenspieler Markus Rosenberg mit der Faust nieder. Dies wurde mir von meinem Assistenten Volker Wezel angezeigt und ich habe Poulsen des Feldes verwiesen. Ich kann nicht begreifen, dass ein Spieler so vorgeht. Zumal das Spiel wirklich hochklassig und ein echtes Fußballfest war. Wir müssen mit dem Finger auf solch brutale Spieler wie Poulsen zeigen und klar machen, dass ihr Verhalten nicht erwünscht ist", sagte Fandel dem Blatt.
Kein Karriereende
Fandel überstand den Angriff unverletzt. Er habe nach der Attacke einen Moment lang unter Schock gestanden und sich sammeln müssen, räumte der 43-Jährige ein. "Dann war mir aber klar, dass ich das Spiel abbrechen werde. Wir müssen ein Zeichen gegen die Gewalt von Spielern und Zuschauern gleichermaßen setzen. Die dänische Delegation hat sich danach sehr fair verhalten, auch Trainer Morten Olsen hat sich bei mir entschuldigt."
An ein Ende seiner Karriere als Referee denkt Fandel trotz des Zwischenfalls nicht. "Nach solchen Gewaltausbrüchen von Spielern oder kranken Menschen überlegt man schon, ob das alles noch Sinn macht. Aber ich bin durch und durch Sportler und will das auch noch einige Jahre bleiben", sagte der Konzertpianist aus Kyllburg.
Das Resultat wird nach Angaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nicht bestätigt, bevor die Disziplinarkommission die Berichte der Schiedsrichter und Delegierten ausgewertet hat. "Nach einem tätlichen Angriff gegen den Schiedsrichter muss das Spiel abgebrochen werden. Ich habe meinen Bericht noch am Samstagabend zur UEFA geschickt", sagte Fandel.
"Faustschlag" gegen Spanien
Unterdessen fühlt sich Spaniens Fußball-Nationalmannschaft als eigentliche Leidtragende des Spielabbruchs in Kopenhagen. "Für uns wäre es das Beste, wenn das abgebrochene EM-Qualifikationsspiel Dänemark gegen Schweden in der 89. Minute wieder aufgenommen würde und der dänische Torwart den fälligen Elfmeter hielte", sagte der spanische Nationaltrainer Luis Aragonés.
Ein Remis im Duell der Gruppenrivalen wäre für die Spanier ein Wunschergebnis gewesen. Nun geht man in Spanien davon aus, dass die Partie am Grünen Tisch mit 3:0 für Schweden gewertet wird. "Der Faustschlag, der gegen den Unparteiischen gerichtet war, trifft Spanien", titelte das Madrider Sportblatt "Marca". "Die Selección kann Schweden nun kaum noch einholen und muss auf Gedeih und Verderb mit Nordirland um den zweiten Platz kämpfen."
http://www.n-tv.de/809911.htmlhttp://www.n-tv.de/809911.html
Schiedsrichter Herbert Fandel ist beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Dänemark und Schweden von einem Fan attackiert worden und hat die Begegnung daraufhin abgebrochen. Der deutsche Fußball-Referee hatte in der Partie in Kopenhagen den Dänen Christian Poulsen in der 89. Minute beim Stand von 3:3 des Feldes verwiesen und einen Elfmeter für die Gäste verhängt. Daraufhin wurde er von einem Zuschauer angegriffen. Die Dänen hatten in einer brisanten Partie einen 0:3-Rückstand aufgeholt.
Wie der dänische Fußballverband mitteilte, soll die Partie mit 3:0 für Schweden gewertet werden. Damit steht der Titelträger von 1992 vor dem EM-Aus und muss mit einer empfindlichen Strafe durch die Europäische Fußball-Union rechnen.
Nach einer kurzen Unterbrechung waren die schwedischen Spieler wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Auf der Anzeigetafel des Stadions Parken wurde dann aber der Abbruch verkündet. Schweden übernahm mit 15 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe F und hat beste Chancen, sich für das Turnier in Österreich und der Schweiz zu qualifizieren.
http://www.n-tv.de/809852.htmlhttp://www.n-tv.de/809852.html
Skandal bei Qualifikationsspiel
Fandel: "Ich war schockiert"
Einen Tag nach dem Abbruch des EM-Qualifikationsspiels Dänemark gegen Schweden hat der deutsche Schiedsrichter Heribert Fandel zu den Ereignissen in Kopenhagen Stellung genommen. In der Zeitung "Die Welt" schilderte er die Szene beim Stand von 3:3 in der 89. Minute: "Ein Zuschauer sprang über die Barriere. Er rannte auf mich zu und attackierte mich, die dänischen Spieler schützten mich zum Glück vor ihm. Ich war überrascht und schockiert, dass ein Geisteskranker in einem solch großen Spiel bis zu mir vordringen konnte."
Auslöser für die Tumulte war eine Rote Karte Fandels gegen den Dänen Christian Poulsen wegen einer Tätlichkeit, die zudem mit einem Strafstoß gegen Dänemark geahndet werden sollte. "Poulsen schlug in meinem Rücken seinen Gegenspieler Markus Rosenberg mit der Faust nieder. Dies wurde mir von meinem Assistenten Volker Wezel angezeigt und ich habe Poulsen des Feldes verwiesen. Ich kann nicht begreifen, dass ein Spieler so vorgeht. Zumal das Spiel wirklich hochklassig und ein echtes Fußballfest war. Wir müssen mit dem Finger auf solch brutale Spieler wie Poulsen zeigen und klar machen, dass ihr Verhalten nicht erwünscht ist", sagte Fandel dem Blatt.
Kein Karriereende
Fandel überstand den Angriff unverletzt. Er habe nach der Attacke einen Moment lang unter Schock gestanden und sich sammeln müssen, räumte der 43-Jährige ein. "Dann war mir aber klar, dass ich das Spiel abbrechen werde. Wir müssen ein Zeichen gegen die Gewalt von Spielern und Zuschauern gleichermaßen setzen. Die dänische Delegation hat sich danach sehr fair verhalten, auch Trainer Morten Olsen hat sich bei mir entschuldigt."
An ein Ende seiner Karriere als Referee denkt Fandel trotz des Zwischenfalls nicht. "Nach solchen Gewaltausbrüchen von Spielern oder kranken Menschen überlegt man schon, ob das alles noch Sinn macht. Aber ich bin durch und durch Sportler und will das auch noch einige Jahre bleiben", sagte der Konzertpianist aus Kyllburg.
Das Resultat wird nach Angaben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nicht bestätigt, bevor die Disziplinarkommission die Berichte der Schiedsrichter und Delegierten ausgewertet hat. "Nach einem tätlichen Angriff gegen den Schiedsrichter muss das Spiel abgebrochen werden. Ich habe meinen Bericht noch am Samstagabend zur UEFA geschickt", sagte Fandel.
"Faustschlag" gegen Spanien
Unterdessen fühlt sich Spaniens Fußball-Nationalmannschaft als eigentliche Leidtragende des Spielabbruchs in Kopenhagen. "Für uns wäre es das Beste, wenn das abgebrochene EM-Qualifikationsspiel Dänemark gegen Schweden in der 89. Minute wieder aufgenommen würde und der dänische Torwart den fälligen Elfmeter hielte", sagte der spanische Nationaltrainer Luis Aragonés.
Ein Remis im Duell der Gruppenrivalen wäre für die Spanier ein Wunschergebnis gewesen. Nun geht man in Spanien davon aus, dass die Partie am Grünen Tisch mit 3:0 für Schweden gewertet wird. "Der Faustschlag, der gegen den Unparteiischen gerichtet war, trifft Spanien", titelte das Madrider Sportblatt "Marca". "Die Selección kann Schweden nun kaum noch einholen und muss auf Gedeih und Verderb mit Nordirland um den zweiten Platz kämpfen."
http://www.n-tv.de/809911.htmlhttp://www.n-tv.de/809911.html