Vielleicht findet der Doc das seinen DOC
Schiedsrichterkabine, Banner und Eckfahne unterm Hammer
Offizielles WM-Inventar wird am Montag auf der Gartenschau versteigert
Eine Eckfahne, diverse Fotografen-Leibchen und allerlei Schilder: 602 Erinnerungsstücke an die WM in Kaiserslautern und Stuttgart kommen am Montag, 7. August, ab 11 Uhr im Industriemuseum auf der Gartenschau unter den Hammer. Vorgebote können bis heute Nachmittag 17 Uhr online beim Auktionshaus Dechow abgegeben werden, das die Auktion des Original-WM-Inventars für das Fifa-WM-OK übernimmt.
Die Lauterer Auktion, deren Erlös an die Fritz-Walter-Stiftung geht, ist eine von sechs bundesweiten Versteigerungen. Die erste findet am Samstag in München statt. „Dort ist das Feedback schon sehr groß", sagt Jan Bröker, Geschäftsführer des Auktionshauses Dechow, das sich eigentlich auf Industrieversteigerungen spezialisiert hat. Maschinen und Fahrzeuge aus Insolvenzen oder eingestellten Fertigungszweigen kommen sonst unter den Hammer.
Bereits im März habe sich das Fifa-WM-Organisationskomitee mit dem ungewöhnlichen Auftrag an Dechow gewandt. „Wir können natürlich schwer einschätzen, wie viele Menschen sich für die Auktion interessieren, aber wir sind optimistisch", sagt Bröker. Schließlich habe die WM Emotionen freigesetzt. Für die Münchner Auktion haben sich laut Bröker bis gestern 600 potenzielle Bieter auf
www.dechow.de registriert, für Kaiserslautern 250.
Bei 81 Euro lag um 17 Uhr das Gebot für „Lustiano", einen Ball mit Unterschriften der Nationalspieler. Auch ein Hitzlsperger-Trikot ist zusätzlich zum WM-Inventar zu haben. Jene Möbelstücke reichen von Pressestühlen (70 Stück ab 100 Euro), über Interview-Stellwände (ab 100 Euro), Grünpflanzen (ab 15 Euro), Aktenschränke (20 Euro) bis zu Toiletten-Schildern aus den beiden WM-Stadien Stuttgart und Kaiserslautern. „Stuttgart ist etwas stärker vertreten, da in Kaiserslautern einige Stücke ins Stadion übernommen worden sind", sagt Bröker.
Arztpraxen, Werbeagenturen oder Kneipen sieht das Auktionshaus als Zielgruppe. Aber auch Privatpersonen können sich an der Versteigerung etwa der Schiedsrichterkabine oder der wegen der Supersonne nicht gebrauchten Regenponchos (5000 Stück ab 300 Euro) beteiligen. Erschwinglicher sind die kleinen Schilder wie „VIP Entrance" (ab fünf Euro). Für ein „Coffee"-Schild sind bereits 50 Euro geboten, ein grünes Fotografen-Leibchen steht bei 41 Euro.
Wer bieten will, sollte sich auf
www.dechow.de registrieren und sein Formular mit zur Auktion bringen. Aber auch wer kein Internet hat, kann zum Zug kommen - direkt am Montag vor Ort auf der Gartenschau, wo die 602 Posten bereits stehen. Ersteigern, zahlen und direkt mitnehmen lautet die Devise. Wer nicht anreisen kann, hat noch die Vorgebote online (bis heute 17 Uhr abzugeben) als Chance. Wenn bei der Präsenzversteigerung am Montag kein höheres Gebot zustande kommt, erhält der Online-Bieter den Zuschlag. „Wir schicken dann eine Rechnung, und nach der Bezahlung kann der Kunde das Stück vor Ort abholen", so Bröker.
Die 602 WM-Erinnerungsstücke sind Sonntag, 6. August, von 15 bis 18 Uhr vorab zu besichtigen. Am Montag werden von 8 bis 10.30 Uhr Bieterkarten ausgegeben. Die Versteigerung beginnt um 11 Uhr. (ütz)