auge clausthaler
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HelgaausdortmundFRAGT - die rebuy-Werbung ist so unglaublich schlecht, also NOCH VIEL schlechter als "Fast-schon-wieder-gut", nämlich einfach richtig grausam schlecht, aber vielleicht bin ich gar nicht Manuel Neuer...?
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Darf es manchmal sogar. Gibt tatsächlich Lebensmittel, die kauft man lieber oder genauso gut beim Discounter. Finde die Werbung nicht mal verlogen.
Gibt tatsächlich Lebensmittel, die kauft man lieber oder genauso gut beim Discounter. Finde die Werbung nicht mal verlogen.
Seh ich bei Waren des täglichen Bedarfs wie Zucker und Mehl, aber bei Fleisch, Brot, Eiern, Gemüse, Obst, Käse oder Milch überhaupt nicht. Das ist nicht gut, das ist nur billig. Aber in Deutschland hat man bei Essen eh ein komisches Preis-Leistungsfähigkeit-Verständnis.
Welche Lebensmittel sollen das denn sein?
Was nicht heißt, dass die Inhalte identisch sind. Gerade diese Geschichte vom gleichen Hersteller, aber unterschiedlichen Verpackungen, ist für mich ja auch ein Marketing-Gag. Davon abgesehen produzieren die Markenhersteller von Fertigessen m.E. ja auch nicht wirklich hochwertige Ware.Hab mal in einer Verpackungsdruckerei gearbeitet. Da wurden auch die Aldi oder Lidl Pizzen bzw. die Verpackungen für Dr.Oetker und Wagner produziert.
Machen ja viele Markenhersteller so.
Da diskutiere ich auch immer wieder mit meinem Vater darüber. Guter Geschmack ist ungleich "gute Ware". Diese Backautomaten sind eine Katastrophe, bedeuten über kurz oder lang den Tod jeder Bäckerei, weil dem Preisdruck nicht standhalten kann und es auch nichts wirklich nutzt, wenn der Bäcker dann selbst auf Rohlinge umsteigt. Für mich ist es ein Beispiel, dass "der Markt" eben doch nicht funktioniert.Auch Brötchen oder Croissants aus den Selbstbediener-Automaten sind dort gar nicht mal schlecht. So erlebt im Aldi.
Für mich ist es ein Beispiel, dass "der Markt" eben doch nicht funktioniert.
Das dachte ich mir. Allerdings hilft hier der Markt nicht der Gesellschaft, sondern er schadet allgemein und grundlegend. Die "unsichtbare Hand" greift ins Klo.Das sehe ich anders.
Da widersprichst Du Dir doch selber, wenn Du einerseits die Kampagne von Lidl lobst und andererseits sagst, dass der Verbraucher selbst schuld ist. M.E. muss der Staat hier eingreifen und irreführende Werbung verhindern und das Grundlagenwissen über Ernährung und Gesundheit u.a. in Schulen anbieten. Dafür würde ich auch das ein oder andere Fach aus dem Lehrplan streichen.Und wenn wir deutsche lieber Müll essen als die Bäcker, Metzger, ... zu unterstützen, dann ist es unsere eigene Schuld. Wäre die Nachfrage nach diesem Müll nicht unendlich groß, dann gäbe es das Problem nicht.
Du kannst doch noch so gut erzogen sein, dein Arbeitsumfeld, die Medien und der Großteil der Gesellschaft verlangen doch danach dass gewisse Marken oder Preisklassen konsumiert werden. Seit den Sechzigern waren doch die Menschen nicht mehr so uniform angezogen. Hemd, Krawatte, Abercrombie, Hilfiger, Ralph Lauren, Superdry, Schuhe schlimmstenfalls Chucks, fast keiner trägt mehr Turnschuhe weil das machen nur Assis.Es ist aus meiner Sicht die Erziehung, die zu dieser Geiz ist geil Mentalität geführt hat.
Wenn "Verführung" bedeutet, dass die Leute etwas tun was ihnen und/oder anderen schadet, dann ist das etwas was man kritisch sehen muss. Weil irgendwann zahlen auch andere dann dafür. Und sei es z.B. über die Gesundheitskosten. Diese kurzfristige Denkweisen a la "mehr Umsatz ist super" oder auch "wer Arbeitsplätze schafft hat per se recht" mag den BWLer erfreuen, die Menschheit bringt es nicht weiter ...Ich finde überhaupt nicht, dass ich mir da widerspreche. Die Werbung ist aus Marketing-Gesichtspunkten genial. Und ja: Werbung hat den Zweck Leute zu verführen.
Wenn Unternehmen die Verbraucher belügen, dann sollte der Staat eingreifen. Allein die Frage zu stellen, ob das aktuell legal ist offenbart doch schon die falsche Denkrichtung: "Alles ist erlaubt, was nicht verboten ist".Lidl hat nun genau das, was man ihnen vorwirft umgedreht und geht so in die Offensive. Warum sollte der Staat bitte hier eingreifen? Tut hier jemand etwas verbotenes?
Weil die Leute dumm sind oder weil die Leute dumm gehalten werden?Und ja, ich fände es auch gut, wenn mehr aufgeklärt werden würde. Vielleicht würde es helfen, damit einige Leute ihre Entscheidungen bewusster treffen. Ich bezweifle es aber...
Der Mindestlohn ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der nächste Schritt wäre den Leuten klar zu machen, dass der unendliche Preiskampf zu Qualitätsverlusten, zu Pleiten (z.B. Friseure) und zu Rückschritten führt.Einer meiner Kollegen verdient als Abteilungsleiter sicher nicht schlecht. Für ihn gibt es nichts geileres, als sich die 10 Euro die Haare schneiden zu lassen, für fünf Euro irgendwo nen Mittagstisch zu finden (in der Münchner Innenstadt) oder irgendwas umsonst zu bekommen. Hat da dann die Politik versagt?
Ich weiß nicht, ob das Erziehung ist oder ob das daran liegt, dass die Menschen nicht darüber informiert sind, was sie sich antun.Es ist aus meiner Sicht die Erziehung, die zu dieser Geiz ist geil Mentalität geführt hat.
Das ist ja die Denkweise "der Markt regelt alles zum Guten". Der Markt führt soweit, dass ich persönlich in die Verlegenheit komme, mir Brot selbst zu backen, weil es kein vernünftiges Angebot gibt.Es steht jedem frei zu kaufen was er will und wo er will. Der deutsche Verbraucher hat beispielsweise Wal Mart verjagt - Abstimmung mit den Füßen ist mir lieber als irgendein politischer Eingriff.
Akzeptabler Smalltalk ist natürlich nicht Politik, Religion und Philosophie sondern der nächste Urlaub. Neues Haus, Auto, Aktien, teures Konzert, teures Restaurant, dauernd Protzen und im Geldausgeben im Wettbewerb stehn.
Eben nicht.Wem schadet das Brot denn? Außer den Bäckern, die weniger verkaufen? Wenn die gesundheitliche Folgen hätten, wären die verboten.
Viele argumentieren doch so wie Du: Wenn es schaden würde, dann wäre es verboten. Da braucht man sich nicht zu informieren.Und sorry: sich zu informieren steht doch jedem selbst frei.
Tja, in diesem Fall müssen die Kellner und der Konsument geschützt werden. Der Konsument sogar vor sich selbst.Der Typ ist auch schlau genug zu wissen, dass die Kellner dort nicht gescheit bezahlt werden und dass man so viel Fleisch nicht für so wenig Geld produzieren kann.
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