Klingenstädter
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ABSCHIEDSBRIEF
<span>Mutter und Lebensgefährte töteten behinderte Kinder - und dann sich selbst</span>
Nach Erkenntnissen der Polizei haben die Mutter in Berlin-Marzahn und ihr Lebensgefährte beschlossen, gemeinsam mit den schwer behinderten Kindern aus dem Leben zu scheiden. Ein Abschiedsbrief dokumentiert die verzweifelte Situation der Familie. Die 53-jährige Frau und ihre Kinder wurden erwürgt - der Freund der Frau wurde tot am Küchentisch gefunden.
Berlin - Der Lebensgefährte der Frau habe sich möglicherweise vergiftet, erklärte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Er saß vornüber gebeugt tot am Küchentisch. Womit er sich umbrachte, müsse die weitere Obduktion klären. Möglicherweise habe er sich mit einer Überdosis Tabletten getötet.
Die 53 Jahre alte Frau und ihre beiden schwer behinderten erwachsenen Kinder lagen erwürgt in ihren Betten. Die Ermittler hatten in der Wohnung einen Abschiedsbrief gefunden. Das Familiendrama ist offenbar durch Verzweiflung und jahrelange Überforderung ausgelöst worden.
Der Brief lege nahe, dass die 53-jährige Mutter und ihr vermutlicher Lebensgefährte entschieden hätten, gemeinsam mit den beiden schwer behinderten Kindern aus dem Leben zu scheiden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: Anhaltspunkte für einen fremden Täter gebe es nicht. Zum weiteren Inhalt des Briefes, der neben der Mutter gefunden wurde, wollten sich die Ermittler nicht äußern.
Die Frau und ihr Freund wohnten gemeinsam mit dem 34-jährigen Sohn und der 22 Jahre alten Tochter der Frau in der Vier-Zimmer-Wohnung. Nach Angaben von Anwohnern ist die Gegend um den sechsgeschossigen Plattenbau in der Wittenberger Straße in Berlin-Marzahn eher ruhig. Die beiden behinderten Kinder waren am Morgen nicht wie erwartet bei einem Physiotherapeuten erschienen. Die Feuerwehr hatte daraufhin die Wohnung aufgebrochen und die vier Leichen entdeckt.
jjc/dpa
Quelle: spiegel.de
<span>Mutter und Lebensgefährte töteten behinderte Kinder - und dann sich selbst</span>
Nach Erkenntnissen der Polizei haben die Mutter in Berlin-Marzahn und ihr Lebensgefährte beschlossen, gemeinsam mit den schwer behinderten Kindern aus dem Leben zu scheiden. Ein Abschiedsbrief dokumentiert die verzweifelte Situation der Familie. Die 53-jährige Frau und ihre Kinder wurden erwürgt - der Freund der Frau wurde tot am Küchentisch gefunden.
Berlin - Der Lebensgefährte der Frau habe sich möglicherweise vergiftet, erklärte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Er saß vornüber gebeugt tot am Küchentisch. Womit er sich umbrachte, müsse die weitere Obduktion klären. Möglicherweise habe er sich mit einer Überdosis Tabletten getötet.
Die 53 Jahre alte Frau und ihre beiden schwer behinderten erwachsenen Kinder lagen erwürgt in ihren Betten. Die Ermittler hatten in der Wohnung einen Abschiedsbrief gefunden. Das Familiendrama ist offenbar durch Verzweiflung und jahrelange Überforderung ausgelöst worden.
Der Brief lege nahe, dass die 53-jährige Mutter und ihr vermutlicher Lebensgefährte entschieden hätten, gemeinsam mit den beiden schwer behinderten Kindern aus dem Leben zu scheiden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: Anhaltspunkte für einen fremden Täter gebe es nicht. Zum weiteren Inhalt des Briefes, der neben der Mutter gefunden wurde, wollten sich die Ermittler nicht äußern.
Die Frau und ihr Freund wohnten gemeinsam mit dem 34-jährigen Sohn und der 22 Jahre alten Tochter der Frau in der Vier-Zimmer-Wohnung. Nach Angaben von Anwohnern ist die Gegend um den sechsgeschossigen Plattenbau in der Wittenberger Straße in Berlin-Marzahn eher ruhig. Die beiden behinderten Kinder waren am Morgen nicht wie erwartet bei einem Physiotherapeuten erschienen. Die Feuerwehr hatte daraufhin die Wohnung aufgebrochen und die vier Leichen entdeckt.
jjc/dpa
Quelle: spiegel.de