Klingenstädter
Well-Known Member
CSU-KRISE
<span>
SPD fordert Neuwahlen in Bayern</span>
<span>
</span>
Die bayerische SPD wird mutig. Wegen der CSU-Krise müsse es Neuwahlen geben, verlangt Fraktionschef Maget - gemäß der Landesverfassung ist das leicht einzufädeln. Laut ZDF-Politbarometer würde die CSU bei einem Urnengang wohl die absolute Mehrheit einbüßen.
Irsee - "Stoiber hat nicht mehr die Kraft, die Krise zu überwinden", sagte Maget heute dem Bayerischen Rundfunk am Rande einer Klausurtagung in Kloster Irsee. Angesichts der "verworrenen Lage, wo die CSU überhaupt nicht mehr handlungsfähig ist", sei es das vernünftigste, die für 2008 anstehende Landtagswahl vorzuziehen. Dadurch bekämen die Wählerinnen und Wähler die Gelegenheit, über die politische Zukunft Stoibers und der CSU entscheiden.
Auch in Berlin wurde diese Idee begrüßt: Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Walter Kolbow, schloss sich der Forderung Magets an. Stoiber solle zurücktreten, sagte Kolbow dem BR. Dann wäre zu überlegen, ob die CSU das Mandat an die Bevölkerung zurückgebe.
Oder das Volk nimmt es sich. Denn die bayerische Verfassung ist in dem Punkt ziemlich liberal. In Artikel 18 heißt es: Der Landtag kann auf Antrag von einer Million Wahlberechtigten durch Volksentscheid abberufen werden. Bei einem 12,5-Millionen-Volk keine irrwitzige Hürde.
Nach den aktuellen Zahlen des ZDF-Politbarometers käme eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen derzeit in Bayern auf 46 Prozent der Stimmen und könnte damit die CSU ablösen, denn die ist wegen der Stoiber-Krise auf 45 Prozent abgesackt. Maget kündigte im BR an, bereits in den kommenden Tagen Gespräche mit den anderen Oppositionsparteien zu führen.
Allerdings hätten Neuwahlen für Edmund Stoiber rechtlich überhaupt keine Konsequenzen. In der Verfassung des Freistaats ist ein Misstrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten nicht vorgesehen, sprich: Er kann nicht vom Landtag abgewählt oder ein anderer neu gewählt werden.
Stoiber müsste also aus eigenem Willen zurücktreten.
yas/sef/AFP
Quelkle: spiegel
<span>
SPD fordert Neuwahlen in Bayern</span>
<span>
</span>
Die bayerische SPD wird mutig. Wegen der CSU-Krise müsse es Neuwahlen geben, verlangt Fraktionschef Maget - gemäß der Landesverfassung ist das leicht einzufädeln. Laut ZDF-Politbarometer würde die CSU bei einem Urnengang wohl die absolute Mehrheit einbüßen.
Irsee - "Stoiber hat nicht mehr die Kraft, die Krise zu überwinden", sagte Maget heute dem Bayerischen Rundfunk am Rande einer Klausurtagung in Kloster Irsee. Angesichts der "verworrenen Lage, wo die CSU überhaupt nicht mehr handlungsfähig ist", sei es das vernünftigste, die für 2008 anstehende Landtagswahl vorzuziehen. Dadurch bekämen die Wählerinnen und Wähler die Gelegenheit, über die politische Zukunft Stoibers und der CSU entscheiden.
Auch in Berlin wurde diese Idee begrüßt: Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Walter Kolbow, schloss sich der Forderung Magets an. Stoiber solle zurücktreten, sagte Kolbow dem BR. Dann wäre zu überlegen, ob die CSU das Mandat an die Bevölkerung zurückgebe.
Oder das Volk nimmt es sich. Denn die bayerische Verfassung ist in dem Punkt ziemlich liberal. In Artikel 18 heißt es: Der Landtag kann auf Antrag von einer Million Wahlberechtigten durch Volksentscheid abberufen werden. Bei einem 12,5-Millionen-Volk keine irrwitzige Hürde.
Nach den aktuellen Zahlen des ZDF-Politbarometers käme eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen derzeit in Bayern auf 46 Prozent der Stimmen und könnte damit die CSU ablösen, denn die ist wegen der Stoiber-Krise auf 45 Prozent abgesackt. Maget kündigte im BR an, bereits in den kommenden Tagen Gespräche mit den anderen Oppositionsparteien zu führen.
Allerdings hätten Neuwahlen für Edmund Stoiber rechtlich überhaupt keine Konsequenzen. In der Verfassung des Freistaats ist ein Misstrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten nicht vorgesehen, sprich: Er kann nicht vom Landtag abgewählt oder ein anderer neu gewählt werden.
Stoiber müsste also aus eigenem Willen zurücktreten.
yas/sef/AFP
Quelkle: spiegel