Obwohl Jürgen Brähmer (41-2, 31 K.o.’s) eigentlich bereits als WBO-Pflichtherausforderer feststand, entschied man nach dem kurzrundigen Erfolg von Sergey Kovalev gegen Nathan Cleverly bei Sauerland, es künftig auf der WBA-Schiene zu versuchen, wo durch die Beförderung von Beibut Shumenov zum Superchampion der reguläre Titel vakant wurde. Als Brähmers Gegner wurde vom Weltverband der Amerikaner Marcus Oliveira (25-0-1, 20 K.o.’s) nominiert, der sich mit Siegen gegen Leute wie Antwun Echols, Ricky Torrez und Ryan Coyne an die Spitze der WBA-Rangliste geboxt hat, wobei der Einfluss seines Promoters Don King sicherlich nicht geschadet hat. Für Brähmer ist es der insgesamt vierte Kampf bei Sauerland, der sich in dieser Zeit den EM-Titel sichern und danach zwei Mal verteidigen konnte. Oliveira hat die meisten seiner Kämpfe im mittleren Westen abseits der großen TV-Sender absolviert und gilt als gefährlicher Puncher, der im Oberkörper aber relativ steif ist und für einen guten Konterboxer eigentlich leicht zu treffen sein sollte. Sollte es über die volle Distanz gehen, hat Brähmer mit Sicherheit Vorteile, ein vorzeitiger Sieg ist eher Oliveira zuzutrauen. Der Sieger dieser Begegnung wird 2014 gegen den Superchampion Shumenov antreten müssen, der am selben Abend seinen Titel in San Antonio gegen den Slowaken Tamas Kovacs verteidigt. Die ARD überträgt live aus Neubrandenburg ab 22:10.