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Auch europäische Piraten vor Somalias Küste

Jonny

Well-Known Member
Piraten

Tatort Hochsee

VON JÖRG SCHINDLER



Die Reeder waren gewarnt worden. Bereits Anfang 2008 hatte das International Maritime Bureau (IMB) Alarm geschlagen und den weltweiten Vormarsch der Piraterie mit Zahlen untermauert: 263 Überfälle hat das Institut aus Malaysia allein im vergangenen Jahr gezählt, Tendenz steigend. Und längst war es nicht mehr nur die berüchtigte Straße von Malakka, der die Warnrufe galten. "Besondere Sorge", so das IMB, bereite zunehmend die Küste vor Nigeria und Somalia.



http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1323439&http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1323439&
 
Somalia

Piraten lassen Seeleute frei

VON RALPH SCHULZE





Befreit und begleitet (dpa)





Sie verschwanden genauso schnell, wie sie gekommen waren - und wurden um mehr als eine Million Dollar reicher. Jene somalischen Piraten, die vor einer Woche einen spanischen Fischkutter entführt hatten, ließen gegen ein hohes Lösegeld ihre Opfer frei, sprangen in ihre Schnellboote und setzten sich zur Küste Somalias ab. Dort verlor sich ihre Spur.



Das Hochsee-Fangschiff "Playa de Bakio" mit 13 spanischen und 13 afrikanischen Seeleuten an Bord nahm Kurs auf die weiter südlich liegenden Seychellen-Inseln. Dort soll das bei dem Angriff beschädigte 75-Meter-Schiff repariert werden. Die Befreiten fliegen dann nach Hause, eine neue Besatzung wird später wieder auf Thunfischfang vor Ostafrika gehen.



Weiter:

http://fr-online.de/in_und_ausland/...=1325900&sid=d3363b35cca2463f930b44436e05f4b4http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1325900&sid=d3363b35cca2463f930b44436e05f4b4



Die Regierung zahlt das Lösegeld und die Fischereiindustrie macht schadlos weiter...da fällt mir nur ein Wort ein: Kapitalismus.
 
Das war schon clever von den Piraten. Damit, dass die irgendwo an Land gehn hat anscheins keiner gerechnet...
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Die Möglichkeiten, Geld zum Leben zu verdienen, sind in diesen Regionen halt sehr begrenzt.

Fischerei, Prostitution (in den Hafengebieten), Schmuggel - Fischerei fällt in den meisten Regionen Asiens, Afrikas und (Mittel-/Süd-)Amerikas flach, da die Fischtrawler aus Europa, USA, Japan oder China die großen Schwärme auffischen und die regionalen Kleinfischer höchstens ein paar Reste abgreifen können.

Ist halt ein Strukturproblem. Verdenken kann ich den Menschen die Piraterie nicht, in solch einer Situation würden wohl nicht wenige so handeln.
 
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