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Afrikanische Flüchtlinge - Wo das Meer die Söhne verschlingt

Jonny

Well-Known Member
Update siehe Beitrag 5





Es gibt einen Bodycount für die Opfer des Irakkrieges (www.iraqbodycount.org) und auch einen Zähler für die Kosten dieses Krieges (costofwar.com), doch für einen Krieg den Europa unsichtbar gegen die afrikanischen Flüchtlinge führt, gibt es keinen Zähler. Nahezu täglich sterben Menschen im Mittelmeer, nicht selten werden Leichen an die Badestränge der Kanaraninseln gespült, aber berichtet wird selten darüber. Warum? Dafür gibt es wohl keine klare Ursache. Vielleicht weil es kein Thema zum Stimmenfangen ist und sich auch an den Stammtischen der Rupublik Abgründe auftun würden?



Zum Thema siehe hier:

http://www.welt.de/politik/article1044814/Afrikanische_Fluechtlinge_vermutlich_tot.htmlhttp://www.welt.de/politik/article1044814/Afrikanische_Fluechtlinge_vermutlich_tot.html



Großer Friedhof auf dem Meeresgrund



IMMIGRATION Zahl der ertrunkenen Flüchtlinge aus Afrika nimmt dramatisch zu



ROM - Wie viele verzweifelte Flüchtlinge jedes Jahr im Mittelmeer ums Leben kommen, weiß niemand genau. Offiziellen Statistiken zufolge sollen es seit 1998 allein in der Straße von Sizilien rund 2200 gewesen sein, mehr als 1300 wurden von der aufgewühlten See verschluckt und tauchten nie wieder auf.



http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_politik_meinung_artikel.php?id=1383706http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_politik_meinung_artikel.php?id=1383706
 
Allein dieses Jahr sind schon die Überreste von rund 25 afrikanischen Migranten auf dem städtischen Friedhof in Teneriffas Inselhauptstadt Santa Cruz beigesetzt worden. In aller Stille. Ohne Familie, die nie erfahren wird, was aus ihrem verlorenen Sohn geworden ist.



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Die meisten Toten kommen freilich nicht einmal auf dem Friedhof an. Für Tausende Immigranten, schätzen Flüchtlingsorganisationen, wird jährlich das Meer zum Massengrab. Wie für jene rund 90 arme Seelen, die Mitte Juli ertranken, als die Rettung nah war. Der Fluchtkahn kenterte, als zwei spanische Rettungsschiffe schon in Sichtweite waren. Nur 48 überlebten die Tragödie. «Das war das Schlimmste, was ich bisher erlebt habe», sagt Rot-Kreuz-Koordinator Austin Taylor, der die geschockten, weinenden und zitternden Geretteten nach ihrer Ankunft auf Teneriffa betreute.



http://www.tagblatt.ch/index.php?ar...ontseite&jahr=2007&ressortcode=&ms=hauptseitehttp://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1382555&ressort=tagblattheute/frontseite&jahr=2007&ressortcode=&ms=hauptseite



Auf einem einzigen Friedhof...





Mehr als 30.000 afrikanische Flüchtlinge haben im vergangenen Jahr die Kanarischen Inseln erreicht. Jeder sechste soll auf dem Weg gestorben sein. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Immigranten aufgrund von verstärkten Kontrollen halbiert.



http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,500899,00.htmlhttp://www.spiegel.de/panorama/0,1518,500899,00.html
 
Vor der Festung Europa



Hohe Zäune, scharfe Kontrollen: Europa sperrt afrikanische Flüchtlinge erfolgreich aus. Der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour traf zwei von ihnen in Marokko. VON KATHARINA KOUFEN



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Falls sie überhaupt so weit kommen und nicht im Meer ertrinken. Im letzten Jahr sind nach Schätzungen von amnesty 7.000 Flüchtlinge in den Fluten umgekommen.



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Die sicheren Nachbarländer sind ihrerseits von sicheren Nachbarländern umgeben, und ganz außen steht ein Zaun. Er ist acht Meter hoch und mit mehreren Rollen Nato-Draht bestückt. Die EU hat für den Bau 20 Millionen Euro ausgegeben. Alle fünfzig Meter steht ein marokkanischer Soldat und passt auf. Die Grenze gilt als unüberwindbar. Auf der anderen Seite liegt die spanische Enklaven-Stadt Ceuta. Dort fängt das Eldorado an.



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Eine Maßnahme ist der Zaun, eine andere sind die verstärkten Seepatrouillen der Grenzschutzagentur Frontex. Nouripour kritisiert, dass diese "Abschottungspolitik" vor allem deshalb Einwanderung verhindert, weil mehr Leute ertrinken.



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In Malaga hat Nouripour sieben Stunden Aufenthalt. Er trägt jetzt endlich Jeans, keine Krawatte mehr. Er fährt zum Strand und setzt sich in ein Café. Auf den Liegestühlen dösen britische und deutsche Touristen in der Nachmittagssonne. Ein spanischer Papa ermahnt sein Kind, nicht zu weit raus ins Meer zu gehen. "Die Wellen sind stark, man kann ertrinken", ruft er.



http://www.taz.de/index.php?id=afrika&art=3874&id=afrika-artikel&cHash=46f4d5768chttp://www.taz.de/index.php?id=afrika&art=3874&id=afrika-artikel&cHash=46f4d5768c
 
EU plant Blue Cards für 20 Millionen Einwanderer



Wende in der europäischen Einwanderungspolitik: Die EU will 20 Millionen Arbeitskräfte aus Asien und Afrika holen - mit einer neuen Blue Card. Nur so könne man den Wettbewerb mit den USA gewinnen. Vor allem Deutschland soll mehr Migranten aufnehmen.



http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,505470,00.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,505470,00.html



Die Grenzen weiter dicht machen und den armen Ländern ihr Potenzial für die Zukunft rauben. Scheiß Westler!!!
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Die griechische Küstenwache misshandelt ankommende Flüchtlinge systematisch und drängt ihre Boote illegal in türkische Gewässer.



Die EU-Grenzschutzagentur Frontex operiert in Küstengewässern afrikanischer Staaten und im Mittelmeer unter Missachtung der Menschenrechte und des internationalen Flüchtlingsrechts. Stolz berichtet die Agentur von ihren "Erfolgen": Auf dem Fluchtweg nach Griechenland beispielsweise wurden im Jahr 2007 im Rahmen der Operation Poseidon 3405 Menschen "abgefangen", 422 wurden "abgedrängt". Was aus ihnen wurde, ist ungewiss.



Komplett:

http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1354357&http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1354357&
 
Einziger Überlebender einer Tragödie mit 55 Toten berichtet:



http://vimeo.com/45617472http://vimeo.com/45617472





Zeitungsartikel dazu:



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„Die große Menschenwanderung, Begleiterin der unaufhörlichen wirtschaftlichen Globalisierung“, meint die italienische Tageszeitung il Fatto Quotidiano, „erfordert, dass jeder in demjenigen, der ihm gegenübersteht – sei er politischer Flüchtling oder vom Hunger getrieben – seinen Blutsverwandten erkennt, seinen Nachbarn, mit dem er unauflöslich verbunden ist. Die ganze Welt sitzt heute in einem Boot. Eine Politik, die diese Toten und das Schicksal der Menschheit nicht ins Zentrum rückt, ist nicht nur unangemessen. Sie ist auch ekelhaft.“



http://www.fr-online.de/meinung/fluechtlinge-mittelmeer-alle-in-einem-boot,1472602,16609020.htmlhttp://www.fr-online.de/meinung/fluechtlinge-mittelmeer-alle-in-einem-boot,1472602,16609020.html



Es geht uns alle an!
 
zumindst nicht so viele wie das thema verdient hätte. da hast du übrigens ein tolles zitat rausgesucht!
 
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