Teufelsanbeterin
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Rummenigge attackiert Bierhoff
FUSSBALL: Streit um Nationaltorhüter Lehmann - Klose gestern operiert
MÜNCHEN (sid). Ein Streit zwischen Bayern München und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht kurz vor dem Start des Confederations Cup zu eskalieren.
Nachdem Teammanager Oliver Bierhoff wegen der Angriffe gegen Nationaltorwart Jens Lehmann heftige Kritik am Double-Gewinner und seinen Fans geübt hatte, schlug Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nun zurück und wies Bierhoff in die Schranken. „Ich muss offen und ehrlich sagen: Das geht mir langsam auf die Nerven. Der soll sich um seinen eigenen Mist kümmern", polterte Rummenigge gegen Bierhoff im Kicker und der Münchner „AZ". Zuvor hatte sich bereits Manager Uli Hoeneß in der Wohnort-Debatte den Unmut von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zugezogen.
Damit geriet auch die Vorbereitung der DFB-Auswahl auf das Länderspiel am Samstag (20.30 Uhr/live in der ARD) in Belfast gegen Nordirland in den Hintergrund. Dabei ereilte Klinsmann vor dem Abflug heute Morgen in München die nächste schlechte Nachricht. Nach Philipp Lahm und Dietmar Hamann musste gestern auch Angreifer Miroslav Klose seine Teilnahme am „Confed-Cup" (15. bis 29. Juni) absagen. Der Stürmer von Werder Bremen wurde noch gestern in Augsburg an einer entzündeten Schleimhautfalte im rechten Knie operiert und fällt vier Wochen aus. Für den 26-Jährigen nominierte Klinsmann den Wolfsburger Angreifer Thomas Brdaric nach. In Belfast ebenfalls ausfallen wird Abwehrspieler Christian Schulz. Der Bremer musste das Training wegen einer schmerzhaften Knieprellung abbrechen.
Beherrschendes Thema aber war der Streit zwischen Bayern und der DFB-Auswahl. Rummenigge attackierte Bierhoff: „Zum wiederholten Male mischt er sich nun schon in die Belange des FC Bayern ein, ich erinnere an seine Äußerungen über Sebastian Deisler, und ich kann ihn nur warnen, sich in Zukunft nicht mehr zu Dingen zu äußern, die ihn absolut nichts angehen, sonst passiert hier bald mal etwas." Bierhoff selbst reagierte gestern auf die Drohung gelassen, nahm aber von seiner Kritik („Eine Riesensauerei") nach der 2:4-Pleite der DFB-Auswahl gegen den FC Bayern kein Wort zurück. „Das ist eine Meinungsverschiedenheit, wie sie öfter vorkommt. Jeder hat im Stadion gesehen, wie die Fans Lehmann und auch Hanke beschimpft haben. Das fand ich einfach unpassend in einem solchen Rahmen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Aufforderung vom Stadionsprecher oder von den Bayern an die Zuschauer gekommen wäre, fair zu bleiben."
Das Verhältnis zu den Bayern-Bossen sah Bierhoff dennoch nicht getrübt. „Wir stehen in ständigem und gutem Kontakt. Deshalb gibt es auch keinen Grund, jetzt dort gleich anzurufen." Auch Jürgen Klinsmann bemühte sich, die Wogen zu glätten: „Für uns ist das kein Problem. Der FC Bayern hat seine Meinung, aber verantwortlich für die Nationalmannschaft sind wir." Rummenigge hatte auch Lehmann eine Mitschuld an der gereizten Stimmung in der Arena gegeben. „Bierhoff sollte sich bei Herrn Lehmann beschweren. Bei so einem Spiel kann ich auch mal etwas relaxter im Tor stehen und nicht noch die Leute reizen, indem ich einen Schweinsteiger in die Bande reinschubse. Und wenn der Herr Lehmann sich daneben benimmt, sollte Bierhoff das nicht auf den FC Bayern schieben, sondern auf Lehmann", sagte der Münchner AG-Chef, der ebenfalls ein klärendes Gespräch mit Bierhoff ausschloss: „Dazu besteht kein Anlass. Etwas Gelassenheit täte Oliver Bierhoff gut."
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau
FUSSBALL: Streit um Nationaltorhüter Lehmann - Klose gestern operiert
MÜNCHEN (sid). Ein Streit zwischen Bayern München und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht kurz vor dem Start des Confederations Cup zu eskalieren.
Nachdem Teammanager Oliver Bierhoff wegen der Angriffe gegen Nationaltorwart Jens Lehmann heftige Kritik am Double-Gewinner und seinen Fans geübt hatte, schlug Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nun zurück und wies Bierhoff in die Schranken. „Ich muss offen und ehrlich sagen: Das geht mir langsam auf die Nerven. Der soll sich um seinen eigenen Mist kümmern", polterte Rummenigge gegen Bierhoff im Kicker und der Münchner „AZ". Zuvor hatte sich bereits Manager Uli Hoeneß in der Wohnort-Debatte den Unmut von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zugezogen.
Damit geriet auch die Vorbereitung der DFB-Auswahl auf das Länderspiel am Samstag (20.30 Uhr/live in der ARD) in Belfast gegen Nordirland in den Hintergrund. Dabei ereilte Klinsmann vor dem Abflug heute Morgen in München die nächste schlechte Nachricht. Nach Philipp Lahm und Dietmar Hamann musste gestern auch Angreifer Miroslav Klose seine Teilnahme am „Confed-Cup" (15. bis 29. Juni) absagen. Der Stürmer von Werder Bremen wurde noch gestern in Augsburg an einer entzündeten Schleimhautfalte im rechten Knie operiert und fällt vier Wochen aus. Für den 26-Jährigen nominierte Klinsmann den Wolfsburger Angreifer Thomas Brdaric nach. In Belfast ebenfalls ausfallen wird Abwehrspieler Christian Schulz. Der Bremer musste das Training wegen einer schmerzhaften Knieprellung abbrechen.
Beherrschendes Thema aber war der Streit zwischen Bayern und der DFB-Auswahl. Rummenigge attackierte Bierhoff: „Zum wiederholten Male mischt er sich nun schon in die Belange des FC Bayern ein, ich erinnere an seine Äußerungen über Sebastian Deisler, und ich kann ihn nur warnen, sich in Zukunft nicht mehr zu Dingen zu äußern, die ihn absolut nichts angehen, sonst passiert hier bald mal etwas." Bierhoff selbst reagierte gestern auf die Drohung gelassen, nahm aber von seiner Kritik („Eine Riesensauerei") nach der 2:4-Pleite der DFB-Auswahl gegen den FC Bayern kein Wort zurück. „Das ist eine Meinungsverschiedenheit, wie sie öfter vorkommt. Jeder hat im Stadion gesehen, wie die Fans Lehmann und auch Hanke beschimpft haben. Das fand ich einfach unpassend in einem solchen Rahmen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Aufforderung vom Stadionsprecher oder von den Bayern an die Zuschauer gekommen wäre, fair zu bleiben."
Das Verhältnis zu den Bayern-Bossen sah Bierhoff dennoch nicht getrübt. „Wir stehen in ständigem und gutem Kontakt. Deshalb gibt es auch keinen Grund, jetzt dort gleich anzurufen." Auch Jürgen Klinsmann bemühte sich, die Wogen zu glätten: „Für uns ist das kein Problem. Der FC Bayern hat seine Meinung, aber verantwortlich für die Nationalmannschaft sind wir." Rummenigge hatte auch Lehmann eine Mitschuld an der gereizten Stimmung in der Arena gegeben. „Bierhoff sollte sich bei Herrn Lehmann beschweren. Bei so einem Spiel kann ich auch mal etwas relaxter im Tor stehen und nicht noch die Leute reizen, indem ich einen Schweinsteiger in die Bande reinschubse. Und wenn der Herr Lehmann sich daneben benimmt, sollte Bierhoff das nicht auf den FC Bayern schieben, sondern auf Lehmann", sagte der Münchner AG-Chef, der ebenfalls ein klärendes Gespräch mit Bierhoff ausschloss: „Dazu besteht kein Anlass. Etwas Gelassenheit täte Oliver Bierhoff gut."
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau