Klingenstädter
Well-Known Member
In diesem Thread möchte ich gerne Infos sammeln über die von den USA seit dem ersten Golfkrieg eingesetzte "DU-Munition" (unranangereicherte Munition, panzerbrechende Munition, u.ä.).
Ich habe mich bemüht, seriöse Quellen zu finden. Falls jemand mit ausreichender Begründung die Objektivität und den Wahrheitsgehalt einer meiner Links in Frage stellt, lösche ich den entsprechenden Link!
Und hier auszugsweise der Liedtext von "Depleted Uranium is a warcrime" von Anti-Flag, in welches ein Interview mit einem US-Abgeordneten eingefügt wurde:
Ich schätze mal, die Meinungen hier dürften klar sein.
Es geht mir darum möglichst viele verschiedene Quellen zusammen zu tragen und evtl. auch seriöse Quellen zu finden, die die Wirkung von DU anzweifeln.
Ansonsten kann ich nicht nachvollziehen, warum angesichts dieser Anschuldigungen kein Aufschrei durch Medien und Politik geht.
Uranmunition besteht zu einem großen Teil aus Uran, in Legierung mit anderen Metallen wie Titan oder Molybdän. Da Uran korrosionsanfällig ist, sind die Geschosse mit einem dünnen Schutzmantel aus anderem Metall umgeben.
DU-Geschosse (depleted uranium - abgereichertes Uran) sind zumeist KE-Penetratoren, die durch hohen Impuls die Panzerung eines Hartziels durchschlagen. Uran eignet sich für diese Einsätze vor allen Dingen wegen seiner sehr hohen Dichte, aber auch wegen der Eigenschaft, sich beim Aufschlag so zu verformen, dass eine Spitze erhalten bleibt. Aus diesem Grund wird Uranmunition auch als „selbstschärfend“ bezeichnet. Ein zusätzlicher Effekt ist, dass sich beim Aufprall Uranstaub bilden kann, der sich bei Luftkontakt spontan entzündet. Allerdings ist dieser Effekt für die Zerstörung eines Hartziels nicht nötig, sondern stellt eher eine Art Overkill dar.
Urangeschosse werden vor allen Dingen als Munition für Panzer (meist in Form von Treibspiegelgeschossen) und Maschinenkanonen eingesetzt, aber auch in Marschflugkörpern.
Auszug von: http://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunitionhttp://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition
Belgrad - Auch drei Jahre nach den Nato-Luftangriffen auf Jugoslawien im Frühjahr 1999 befinden sich noch immer Partikel von Munition aus abgereichertem Uran (Depleted Uranium - DU) in der Luft auf dem Balkan. Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommt eine Ende März vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlichte [extern] Studie. Die Munition wird von Kritikern seit Jahren für Krebserkrankungen und andere rätselhafte Krankheitsbilder bei tausenden Soldaten und Zivilisten, die mit ihr in Berührung gekommen sind, verantwortlich gemacht.
Auszug von: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12222/1.htmlhttp://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12222/1.html
Mitte Mai 2003: Die britische „Royal Society“ warnt vor den Gefahren der im Irakkrieg benutzten Uranmunition. Sie fordert die Regierungen in London und Washington auf, mitzuteilen, wo und wie viel davon im Krieg 2003 eingesetzt wurde. Bereits im ersten Golfkrieg wurden mit dieser Munition in Kuwait und um Basra herum irakische Panzer beschossen. Brauner Staub verteilte sich nach den Einschlägen auf den Uniformen der überlebenden Soldaten.
Raymond Bristow, heute 44, war damals Feldsanitäter. Die meisten seiner Patienten waren damals irakische Soldaten. Kurz nach dem Krieg begannen die Beschwerden: Knochenschwund, ständige Schmerzen, Sprachprobleme, Allergien.
„Wir haben alle diesen Staub eingeatmet. Von den Freunden, mit denen ich damals gedient habe, kenne ich keinen einzigen, der nicht entweder krank oder tot ist.“
Auszug von: daserste.de
Langzeitschäden durch Uranmunition
Abgereichertes Uran führt zu Genschädigungen
Schon im Golfkrieg 1990/1991 haben die USA Uranmunition eingesetzt, hergestellt aus abgereichertem Uran, einem Abfallprodukt der Atomwirtschaft. Viele Soldaten leiden an Spätfolgen der so genannten DU-Munition. Offiziell werden ihre Krankheiten nicht als Kriegsfolge anerkannt. Doch nicht nur sie leiden: Auch viele ihrer Kinder, gezeugt nach dem Krieg, kommen mit Missbildungen auf die Welt.
[...]
Nach dem Krieg zeugte Kenneth drei Kinder: Kenneth, Andrew und Heather, scheinbar gesunde Kinder. Doch der neunjährige Kenneth wurde mit deformierten Zehen und Ohren geboren, hat eine Missbildung des Magens und der Galle. Bis jetzt wurde er acht mal operiert. Auch Andrew hat von Geburt an deformierte Zehen, leidet an Verdauungs- und Blasenproblemen. Heather wurde ebenfalls mit missgebildeten Zehen geboren, ist dazu nieren- und blasenkrank und auf einem Ohr teilweise taub. Von Arzt zu Arzt ging die Familie und wies jedes Mal darauf hin, dass Vater Kenneth 1991 am Golf kämpfte und Uran-Munition eine Ursache sein könnte.
Dem Krieg folgte die schriftliche Auseinandersetzung mit der Regierung, um als kriegsgeschädigt anerkannt zu werden. Fehlanzeige. Selbst vom staatlichen Medizin-Programm für Veteranen bekam Kenneth Duncan eine Absage: "Man kann kategorisch sagen, dass es kein 'Golfkriegssyndrom' oder eine durch den Golfkrieg verursachte Krankheit gibt."
Auszug von: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2040721,00.htmlhttp://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2040721,00.html
Nachdem die radioaktiven Stoffe über den Magen-Darm-Trakt oder die Lunge ins Blut gelangt sind, können sie sich in bestimmten Organen anreichern. Im Falle von Uran sind die Anreicherungsorgane, wie bei Plutonium, vor allem die Knochen (ca. 60 %), die Leber (ca. 15 %) und die Niere (ca. 10 %). Die dort freigesetzte radioaktive Strahlung kann in den Organen zu einer Strahlendosis führen, durch die eine Krebserkrankung ausgelöst werden kann. Außerdem und vor allem kann Lungenkrebs entstehen, da insbesondere größere Staubpartikel sich im Lungengewebe festsetzen können und dort dann über lange Zeit ihre radioaktive Strahlung freisetzen. Für all die genannten Krebserkrankungen gilt, dass sie typischerweise erst 20 bis 30 Jahre (Latenzzeit) nach der Strahlenbelastung auftreten.
Durch die Anreicherung in den Knochen kommt es zu einer langfristigen Bestrahlung des Knochenmarks, also des blutbildenden Systems. Dadurch kann Leukämie ausgelöst werden. Nach heutigem Kenntnisstand tritt eine solche Leukämie typischerweise 2 bis 10 Jahre (Latenzzeit) nach einer Strahlenbelastung auf. - Die "normale" Anzahl der pro Jahr auftretenden Leukämiefälle liegt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Gruppe der 20-45-jährigen Erwachsenen bei ca. 50 Fällen pro Million.
Schließlich kann durch die radioaktive Bestrahlung der körpereigenen Keimdrüsen ein Erbgutschaden ausgelöst werden, der sich in Missbildungen oder Erkrankungen in der Nachfolgegeneration äußern kann.
Auszug von: http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_Munition.htmlhttp://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/puma/radio/Uran_Munition.html
Ich habe mich bemüht, seriöse Quellen zu finden. Falls jemand mit ausreichender Begründung die Objektivität und den Wahrheitsgehalt einer meiner Links in Frage stellt, lösche ich den entsprechenden Link!
Und hier auszugsweise der Liedtext von "Depleted Uranium is a warcrime" von Anti-Flag, in welches ein Interview mit einem US-Abgeordneten eingefügt wurde:
[u.S. Representative, Jim McDermott:]
"Depleted Uranium is used on the ends of bullets
and on the ends of shells because it is so hard {that}
almost any armament is vulnerable to something that is tipped with Depleted Uranium." [...]
"They were throwing it away until they figured out they could use it for armament." [...]
"We went to a hospital in Southern Iraq,
and a woman was there with a very deformed child and
her husband had been in the Iraqi Army and had been
in the battles in Southern Iraq and
came home and they produced a baby with very severe
malformations... Both the Leukemia rates in children and
malformations at birth had increased by 600%
and it was clearly an epidemic where all this
DU had been dumped... It becomes a dust that can be
inhaled and infect the blood stream and the rest
of the body and it was the opinion of the
doctors there that this was caused by depleted uranium...
They simply saw this as being a direct result of the
war by United States." [...]
"The doctor said,
'Women {in Iraq} at the time of birth don't ask if
it's a boy or a girl, they ask: Is it normal?'
...The military denies first, and then after the evidence
builds to the point where they can no longer deny,
then they do the research. That's what happened in the
Vietnam era around Agent Orange and I suspect and
I'm worried that that's what will happen this time."
http://www.plyrics.com/lyrics/antiflag/depleteduraniumisawarcrime.htmlhttp://www.plyrics.com/lyrics/antiflag/depleteduraniumisawarcrime.html
Ich schätze mal, die Meinungen hier dürften klar sein.
Es geht mir darum möglichst viele verschiedene Quellen zusammen zu tragen und evtl. auch seriöse Quellen zu finden, die die Wirkung von DU anzweifeln.
Ansonsten kann ich nicht nachvollziehen, warum angesichts dieser Anschuldigungen kein Aufschrei durch Medien und Politik geht.