[Presse] Die Rheinpfalz (U21)

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Oberligisten wollen spielen – aber nur bis 30. Juni

Maria Huber Marek Schwöbel Thomas Leimert Sebastian Stollhof

Mit einer 16:2-Mehrheit haben sich die Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Mittwochabend in einer Videokonferenz mit Vertretern des Regionalverbandes Südwest dafür ausgesprochen, die derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison vorzeitig zu beenden – sollte kein sportlicher Abschluss bis 30. Juni möglich sein.

„Mich hat es nicht überrascht“, gestand Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Fußball-Regionalverbands Südwest und des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Das große Thema bei der Videokonferenz: der Stichtag 30. Juni. „Die Vereine wollen Fußball spielen. Aber diese Entscheidung können wir nicht treffen“, sagte Drewitz und verwies auf die Vorgaben der Politik.

Und so sei das Meinungsbild, dass man lieber eine Saison abschließt und eine neue Saison startet – „egal, was aus dieser dann wird“. Heißt also: Sollte es wegen der staatlichen Verfügungen auf sportlichem Wege unmöglich werden, die Saison bis zum 30. Juni zum Abschluss zu bringen, wird deren Beendigung von Seiten der Vereine empfohlen. Aufsteiger soll es geben, Absteiger jedoch nicht. Hierfür soll das aktuelle Tabellenbild der Maßstab sein. „Wir müssen das nun auch juristisch prüfen“, sagte Drewitz.

FV Dudenhofen für sportliches Ende
„Wir haben eine sehr starke Oberligarunde gespielt und wollten eigentlich diese auch sportlich zu Ende führen“, erklärte Florian Kober am Mittwochabend, Spielleiter beim Aufsteiger FV Dudenhofen, der auf dem sechsten Tabellenplatz steht. „Das ist für uns eine rein sportliche Entscheidung, die wir im Vorstand gefällt haben.“ Aber der Verein sei auch bereit, einen breiten Konsens entgegen der eigenen Meinung mitzutragen. Neben Dudenhofen hat sich nur noch Eintracht Trier für eine Fortsetzung der Spielzeit nach dem 1. September ausgesprochen – was der Vorschlag des Präsidiums des Südwestdeutschen Fußballverbandes für die Spielklassen von der Verbandsliga an abwärts ist.
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Mechtersheim mit Ergebnis zufrieden
„Wir sind mit dem Ausgang der Videokonferenz soweit zufrieden“, erklärte Dieter Demmerle, Sportdirektor des TuS Mechtersheim. Da sich die klare Mehrheit der 18 Mannschaften für ein Ende der Saison mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger, ausgesprochen habe, sei ein breiter Konsens erzielt worden. „Wir hoffen, dass es zu einer Entscheidung kommt, die wir alle tragen können“, erklärt der Vertreter des Tabellendrittletzten.

Arminia: „Können uns auf neue Saison konzentrieren“
Der FC Arminia Ludwigshafen, aktuell Tabellen-14., hat ebenfalls für ein vorzeitiges Ende der Saison gestimmt. „Keiner weiß, wann wieder gespielt werden kann, und es herrscht große Unsicherheit“, sagte Spielleiter Thomas Lang. Da die Runde nicht zu lange herausgezogen werden sollte, haben sich die Ludwigshafener nach einem Vorstandsbeschluss für ein vorzeitiges Ende entschieden. „Jetzt können wir uns auf die neue Saison konzentrieren, egal wann die beginnt“, sagte Lang.

FCK für klaren Cut
Dirk Walter, organisatorischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des 1. FC Kaiserslautern, hat für die U21, Zweiter der Tabelle, an der Videokonferenz teilgenommen. Sowohl für Spieler, deren Zukunft aufgrund fehlender sportlicher Perspektive bei anderen Vereinen liegt, als auch für Spieler, die im Sommer zum FCK wechseln, dürfe sich die Saison nicht ewig in die Länge ziehen. Walter hält mehr davon, wenn es einen klaren Cut gibt. Wobei er auch betont: „Wenn irgendwas sportlich zu regeln wäre, wäre das natürlich toll, aber das darf sich nicht zu sehr in die Länge ziehen.“

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Amateurklubs wünschen sich Planungssicherheit

Sebastian Stollhof

Was wird aus der Fußball-Saison 2019/20 bei den Amateuren? Wird sie, wie vom Präsidium des Südwestdeutschen Fußballverbandes empfohlen, von der Verbandsliga an abwärts bis mindestens 31. August ausgesetzt oder abgebrochen? Bei den Vereinen in der Pfalz sind noch viele Fragen offen. Viele sind für einen Abbruch.

Der Südwestdeutsche Fußballverband hat seine Vereine um Rückmeldung bis 4. Mai gebeten. „Uns ist diese Meinungsbildung wichtig“, betont Präsident Hans-Dieter Drewitz. Für Rudi Brendel, Trainer des Landesligisten SV Geinsheim, ist die Idee einer Aussetzung „ein Unding“. „Sollen die Spieler, die uns nach der Runde 2019/2020 verlassen, für uns die Saison zu Ende spielen? Und die Spieler, die zu uns kommen, bleiben in ihren alten Vereinen?“, fragt er sich. Der Geinsheimer Coach plädiert dafür, „die Runde zu kappen, und es gibt pro Liga nur einen Aufsteiger und keine Absteiger“.

Kein Verständnis für die SWFV-Idee hat auch Marco Stoll, der für den gesamten Jugendbereich des TSV Königsbach als Sportlicher Leiter zuständig ist. „Wenn Spieler weiterhin in jüngeren Mannschaften spielen müssen, ist das für deren Entwicklung nicht förderlich“, schreibt er unter anderem.

„Jeder will etwas anderes“
Beim SV Südwest Ludwigshafen, Tabellenführer der Bezirksliga Vorderpfalz, spricht sich Trainer Frank Wieschalla für einen Abbruch der Runde aus. „Es gibt viele Meinungen, jeder will etwas anderes. Deshalb muss der Verband eine Entscheidung treffen, bei der es möglichst wenige Unzufriedene gibt“, fordert der Coach. „Bei uns im Verein glauben die meisten, dass in diesem Jahr nicht mehr gespielt werden kann“, sagt Toni Maric, Trainer des VfR Friesenheim (A-Klasse Rhein-Pfalz). Sein Vorschlag: Die ausstehenden zehn Spieltag könne man im Frühjahr 2021 abwickeln. Wobei er sich auch einen Abbruch vorstellen kann.

Der VfR Frankenthal steht in der Bezirksliga Vorderpfalz auf einem Abstiegsplatz und hat beim Verband für einen Abbruch gestimmt, wie der Vorsitzende Salvatore Mauro mitteilt: „Wir plädieren dafür, dass es dann zwar Aufsteiger, aber keine Absteiger gäbe.“ In der A-Klasse Rhein-Pfalz hat der ASV Heßheim als Tabellendritter noch Aufstiegschancen. „Wir wollen die Saison grundsätzlich sportlich zu Ende führen, haben aber noch keine abschließende Entscheidung getroffen“, sagt Spielleiter Thorsten Hick.

„Unzumutbare Hängepartie“
Auf wenig positive Resonanz stieß der Vorschlag des SWFV-Präsidiums bei den Vereinen in der Region Pirmasens. Michael Roos, Vorsitzender des SV Hochstellerhof (Titelkandidat in der B-Klasse), sprach gar von „absolutem Quatsch“, Bernd Metzmann, Spielleiter von C-Klasse-Tabellenführer SV Erlenbrunn, von einer „unzumutbaren Hängepartie“. Und der FK Pirmasens erntete für seinen offenen Brief an den DFB-Präsidenten Fritz Keller, in dem sich die in Regional- und Verbandsliga spielenden Südwestpfälzer klar für ein Saisonende am 30. Juni aussprechen, nach FKP-Angaben von über 30 Vereinen aus dem SWFV-Gebiet Zustimmung – nur ein Verein habe sich dem FKP gegenüber für eine Saison-Verlängerung ausgesprochen.
Im Raum Zweibrücken plädiert Daniel Preuß, der Sportvorstand des Verbandsligisten SG Rieschweiler, für einen Saisonabbruch. „Dann hätte man einen klaren Schnitt.“ Sein Vorschlag: Man könne die Hinrundentabelle als Abschlusstabelle hernehmen. Beim Bezirksligisten SG Knopp/Wiesbach hofft man ebenfalls auf einen Abbruch. „Alles andere ist nur sehr schwer umzusetzen“, meint Knopps Vorstand Steffen Mayer. Planungssicherheit habe man als Verein nur, wenn die Saison 2019/20 zum 30. Juni beendet würde. „Der jeweils Erste steigt auf, keiner steigt ab“, sagt Mayer. Der SVN Zweibrücken belegt in der A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken den zweiten Tabellenplatz. Vorstand Rainer Seibert spricht sich für eine Fortsetzung der eingefrorenen Saison aus. Die kommende Saison könne man dann verkürzt spielen lassen, damit sie terminlich nicht mit der EM kollidiere.

Wunsch: Kein Aufstieg am „grünen Tisch“
Im Donnersbergkreis sprechen die Vereinsverantwortlichen momentan von großen Unsicherheiten und Ungewissheiten. Viele finden es auch noch zu früh, um eine Entscheidung zu treffen. Sollte es zu einem Abbruch kommen, plädiert Alexander Raab vom Bezirksligisten SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg dafür, „die aktuelle Tabelle zu nehmen, für jede Mannschaft einen Punktequotienten zu ermitteln und diesen bis auf den letzten Spieltag hochzurechnen.“

In einem sind sich viele Coaches im Raum Kusel einig: Es gibt keine Lösung, mit der alle Vereine zufrieden sind. Die Ansichten derer, die sich für einen Abbruch aussprechen, decken das gesamte Spektrum ab: Für Eric Moosmann (SG Breitenbach/Dunzweiler, Elfter der A-Klasse KUS-KL) gehören zu einer kompletten Spielzeit auch Absteiger dazu, Marcel Fauß (SG Theisbergstegen/Etschberg, Dritter der C-Klasse KUS-KL Nord/Süd) spricht sich sogar gegen Aufsteiger aus: „Am grünen Tisch würde ich nicht aufsteigen wollen.“ Jens Kirchen, Trainer des VfB Waldmohr (A-Klasse KUS/KL), befasst sich – obgleich er die Saison gerne fortsetzen würde – mit einer ganz anderen Frage: Wie geht es eigentlich weiter, wenn in den kommenden zwölf Monaten überhaupt kein Fußball gespielt werden kann?

„Fußball nur Nebensache“
Fünf Vereine, fünf Meinungen: Die Region Kaiserslautern ist uneins. Während der A-Klassenvertreter SV Alsenborn für eine Fortsetzung der Saison plädiert, wünscht sich Landesligist TuS Hohenecken einen Abbruch mit zwei Aufsteigern, aber ohne Absteiger. Dagegen wirbt der SV Mölschbach (B-Klasse) für einen Abbruch, aber mit je einem Aufsteiger und einem Absteiger. In der A-Klasse am Start ist der SV Wiesenthalerhof, der sich für eine komplette Annullierung der Saison ohne Auf- und Absteiger ausspricht.
Im Raum Grünstadt ist Florian Schwertl, Trainer des Landesligisten TuS Altleiningen, für den Abbruch der Liga, obwohl seine Mannschaft als Tabellendritter theoretisch sogar noch aufsteigen könnte. Er befürchtet ein Mannschaftssterben und sagt: „Die Lebenssituation vieler hat sich geändert, da ist der Fußball momentan einfach nur Nebensache.“ Ähnlich sieht dies auch Christian Rutz, Trainer des Landesligakonkurrenten VfR Grünstadt: „Das Gesundheitsministerium empfiehlt aktuell ein Abstandsgebot von 1,5 Metern, da kann mir keiner erzählen, dass das nicht auch für den Fußball gilt.“ Sascha Gerber, Trainer der Damenmannschaft des SV Obersülzen, findet: „Ein Saisonabbruch ist das Einzige, was Sinn macht. Jede andere Entscheidung ist zu weit weg von der Basis.“

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Die Fragen der Amateure
Sebastian Stollhof

Abbruch der Fußball-Amateursaison oder aussetzen? Ein Thema, das im Südwesten diskutiert wird. Die Suche nach der Lösung ist schwierig.

Im Saarland und im Gebiet des Fußballverbandes Rheinland haben sich die Vereine jeweils mit einer deutlichen Mehrheit für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Es wäre keine große Überraschung, wenn die Meinungsumfrage des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) zu einem ähnlichen Bild kommen würde
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Was ist mit der Wechselfrist?
Die Vereine wollen Planungssicherheit. Viele können sich mit Blick auf das Wechselthema im Sommer nicht so recht vorstellen, wie eine Fortsetzung der Spielzeit nach dem 30. Juni aussehen soll. Das Präsidium des SWFV hat sich dagegen auch mit der Frage befasst: Was ist, wenn in diesem Jahr in den Amateurligen kein Fußball mehr gespielt werden kann? Dann ließe sich 2021 im März zumindest eine Saison 2019/21 zu Ende spielen. Im März 2021 neu zu starten, würde wiederum so einige Herausforderungen mit sich bringen.

Die vom Verband präsentierten acht verschiedenen Szenarien bei einem Abbruch der Spielzeit zeigen auch: Die Situation ist alles andere als einfach. Es gibt viele Fragen. Von daher ist es gut, sich ein Meinungsbild einzuholen. Auch wenn am Ende natürlich nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann.

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Getrennte Wege

Neuer U21-Trainer beim FCK in der Saison 2020/2021


Hans Werner Moser wird zur Saison 2020/21 die U21 des 1. FC Kaiserslautern nicht mehr als Cheftrainer verantworten. Nach vier Spielzeiten wird es im Sommer auf der Position des Trainers eine personelle Veränderung geben.

Der frühere FCK-Profi, der 115 Bundesligaspiele für die Roten Teufel bestritt, war 2016 in der Funktion des U21-Trainers an den Betzenberg zurückgekehrt – eine Rolle, die er auch bereits in den Jahren 2003 bis 2006 ausgefüllt hatte. Zudem war Hans Werner Moser von April 2005 bis Juni 2005 Cheftrainer der FCK-Bundesligamannschaft und übernahm 2018 die Rolle des Interimstrainers bei den Profis für den krankheitsbedingt ausgefallenen Jeff Strasser in der Zweiten Liga. In der aktuell unterbrochenen Spielzeit belegt der 54-Jährige mit seiner Mannschaft einen guten zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar.

„Unser großer Dank gilt Hans Werner Moser für die geleistete Arbeit in den letzten Jahren. Insbesondere unter den immer wieder schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen hat es die U21 geschafft, Spieler aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum auf ihrem Weg in den Senioren-Fußball bestmöglich vorzubereiten. Nach internen Gesprächen zu einer veränderten Rolle der U21 war es am Ende der Wunsch des Vereins, sich auf dieser Position personell neu aufzustellen“, so FCK-Sportdirektor Boris Notzon, der gleichzeitig betont, dass die U21 des 1. FC Kaiserslautern auch in Zukunft ein wichtiger Baustein in der Ausbildungsphilosophie der Roten Teufel bleiben soll.ps

SÜWE - Wochenblatt Kaiserslautern Süd - Nr. 70 Mittwoch, den 6. Mai 2020
 

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Amateure: Meister können aufsteigen, absteigen muss niemand
Oliver Wehner

Die im Südwesten abgebrochene Fußballsaison der Amateure, Frauen und Jugend soll auf Grundlage des Tabellenstandes nach dem letzten ausgetragenen Spieltag vom 8. März gewertet werden – allerdings soll es keine Absteiger geben. Das ist nach ausführlichen Beratungen der Vorschlag des Präsidiums des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV), über den nun abgestimmt wird.

Nach Ansicht des Präsidiums „trägt nur diese Regelung den erbrachten Leistungen angemessen Rechnung“, informierte SWFV-Geschäftsführer Michael Monath. Der Verband will die Vereine nun darüber schriftlich abstimmen lassen, denn der für 4. Juli geplante ordentliche Verbandstag soll aufs nächste Jahr (4. Juli 2021) verlegt werden. Würde der Vorschlag keine Zustimmung finden, hätte dies laut SWFV zur Folge, dass das Spieljahr 2019/20 nach der geltenden Spiel- und Jugendordnung ohne Wertung (keine Meister, keine Auf- und Absteiger) bleibt, weil es quasi sportlich unvollständig endet. Die Abstimmung soll im beschleunigten und schriftlichen Verfahren stattfinden – um für alle Planungssicherheit zu gewährleisten.

Die Eckpunkte des SWFV-Vorschlags im Überblick
Da nach dem zuletzt ausgetragenen Spieltag nicht alle Mannschaften dieselbe Anzahl an Partien absolviert hatten, werden die Platzierungen durch einen Quotienten ermittelt: Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele, mit drei Nachkommastellen – also wie in der Handball-Bundesliga.
Der jeweils Erstplatzierte ist Sieger in seiner Staffel und damit grundsätzlich aufstiegsberechtigt. Soweit der Zweitplatzierte einen Anspruch auf Relegation hat, die nicht stattfinden kann, darf auch dieser eine Klasse aufrücken. Aufstiegsrechte in übergeordnete Spielklassen anderer Verbände – also etwa von der Verbandsliga Südwest in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – richten sich nach deren Regelungen.

Es gibt keine Absteiger. Verzichtet ein Verein auf seine Klassenzugehörigkeit aus der Saison 2019/20, wird dieser für die Spielzeit 20/21 in die nächstniedrigere Spielklasse eingeteilt. Davon ausgenommen sind Mannschaften, die während der Saison 2019/2020 vom Spielbetrieb zurückgezogen wurden.

Verbandstag erst 2021
Die geplante Verlegungen des ordentlichen Verbandstags ins Jahr 2021 hat natürlich Gründe. Die aktuelle Verfügung des Landes Rheinland-Pfalz zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie erlaubt ab dem 24. Juni 150 Menschen in geschlossenen Räumen. Diese Personenzahl reiche nicht aus, um den für den 4. Juli 2020 geplanten Verbandstag durchzuführen, stellte der SWFV nun fest, denn: „Angesichts der umfassenden Tagesordnung eines ordentlichen Verbandstages ist eine Präsenzveranstaltung aus Sicht des Präsidiums geboten. “ Die Amtszeit für die nächste Legislaturperiode soll deshalb von vier auf drei Jahre verkürzt werden. Somit könne der übernächste ordentliche Verbandstag turnusmäßig wie vorgesehen im Jahr 2024 stattfinden.

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U21 und U19 trainieren in Kleingruppen
Die Kleingruppe von Trainer Daniel Paulus übt.

Die Kleingruppe von Trainer Daniel Paulus übt.Foto: VIEW
Maria Huber

Es tut sich wieder was auf dem Fröhnerhof. Am Montag ist eine Gruppe Fußballer der U21 und U19 des 1. FC Kaiserslautern ins Training gestartet. Ab sofort soll täglich in Kleingruppen trainiert werden. Rund 30 Fußballer aus dem Oberliga- und dem A-Jugend-Bundesligateam liefen über Platz 7 auf dem Fröhnerhof. Sie freuten sich, wieder Rasen unter den Füßen zu haben, die Kameraden zu sehen und mit dem Ball üben zu können.

Maximal Fünfergruppen
Ganz so wie früher war es nicht. Geübt wurde maximal in Fünfergruppen, und das Hygienekonzept musste genau eingehalten werden. Dazu gehört unter anderem, dass der Ball nicht in die Hand genommen werden darf, dass die Bälle desinfiziert werden, dass vor dem Training Fieber gemessen wird, dass sich die Spieler zuhause umziehen. Und noch was gehörte dazu und führte dazu, dass nicht alle kommen konnten: Der Fahrdienst fällt weg, wie Sportdirektor Boris Notzon, der kommissarische Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, auf RHEINPFALZ-Nachfrage erklärte. Heißt, wer keinen Führerschein hat, den müssen zum Beispiel die Eltern zum Training fahren.

Sechs Trainer auf dem Rasen
Um die Fußballer kümmerten sich Andreas Clauß, Marco Laping, Daniel Paulus, Stefan Meißner, Eric Ledwina und Wenzel Böhm, teilen den Gruppen ihre Aufgaben zu, geben Tipps. Hintergrund der Einheit ist außer dass „die Jungs“ und die Trainer schon lange wieder heiß auf Fußball sind, „den Unterbau zum Laufen zu kriegen“, wie Boris Notzon erklärt. Gerade in der schwierigen Lage, mit den anstehenden englischen Wochen, sei es wichtig, die Nachwuchsspieler als Backup zu haben. Talente wie Toni Jonjic zum Beispiel, der wie Christoph Hemlein weiter bei der zweiten Mannschaft des FCK trainiert. Das erste Mal wieder auf dem Platz standen Dylan Esmel, Kevin Schuller, Tom Handrich (alle nach Kreuzbandriss) sowie Justus Klein.

Das Organisatorische
Drei Tage lang war das Team laut Notzon mit der Frage beschäftigt, „wie wir das wieder zum Laufen bringen am NLZ“. Die Einheit sei ein Versuch, „alle, die trainingsfähig sind“, zusammenzubringen. Die Physiotherapeuten betreuen die Fußballer, messen Fieber, desinfizieren. Zeugwart Michael Wasner stattet alle mit Kleidung und Material aus. „Wir versuchen, das die nächsten Wochen zum Laufen zu kriegen“, sagt Notzon und meint damit zumindest den einigermaßen normalen Trainingsbetrieb. Was die Spiele betrifft, wisse keiner, wann die nächste Saison weitergeht. „Da ist es besser, sich zu bewegen, Fußball zu spielen, trainiert zu werden.“

Täglich bis 30. Juni
Die Einheiten sind künftig täglich von Montag bis Freitag geplant, voraussichtlich bis 30. Juni. Unter welchen Voraussetzungen und nach welchen Regeln, entscheide sich immer wieder neu: „Wir müssen Woche für Woche kucken, ob wir noch ein bisschen mehr dürfen“, sagt Notzon. Eins ist jedenfalls klar, den Status der Profis wird es im NLZ nicht geben. „Wir können nicht alle Spieler alle drei Tage auf Corona testen.“

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Neue Oberliga spielt in zwei Zwölfer-Staffeln

Die 24 Vereine der neuen Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar haben sich bei einer Videokonferenz des Regionalverbands am Montagabend nahezu einstimmig für einen Spielmodus mit zwei regionalen Zwölfer-Staffeln ausgesprochen. Aus den dort jeweils sechs Erst- und Letztplatzierten sollen dann wiederum zwei weitere Zwölfer-Staffeln als Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde gebildet werden. Zuvor hatte eine Taskforce aus Vereins- und Verbandsvertretern verschiedene Modelle erarbeitet. Die beteiligten Vertreter des Regionalverbandes signalisierten noch in der Konferenz, dieses Modell umgehend umzusetzen.

Anzahl der Oberligisten soll reduziert werden
Über das weitere Vorgehen wird am Mittwoch das Präsidium des Regionalverbands beraten. Ziel ist, die Liga in der übernächsten Saison auf 22 Klubs zu reduzieren. Daher wird es, je nach Zahl der Absteiger aus der Regionalliga, vier bis maximal acht Absteiger geben – bei dieser Zahl wird gedeckelt.

Die Staffeln

Süd: Wormatia Worms,....TSG Pfeddersheim,....Arminia Ludwigshafen,....FC Speyer,....FV Dudenhofen,....TuS Mechtersheim,
FSV Jägersburg,....SV Elversberg II,....Hertha Wiesbach,.....FV Eppelborn,....FV Diefflen,....Röchling Völklingen

Nord: 1. FC Kaiserslautern II,....Eintracht Trier,....FSV Salmrohr,....TuS Koblenz,....SG Mülheim-Kärlich,....Spfr. Eisbachtal,
FV Engers, ....TSV Emmelshausen....BW Karbach,....Alemannia Waldalgesheim,....Hassia Bingen,....SV Gonsenheim

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FCK das Zünglein an der Waage
Maria Huber

Mülheim-Kärlich, Eisbachtal und Engers statt Mechtersheim, Dudenhofen und Völklingen: Bei der Neueinteilung der Fußball-Oberliga zog die U21 des 1. FC Kaiserslautern die für sie aufwändigere Option und erntete Dank für dieses Zugeständnis.
Dirk Walter, der Organisatorische Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Roten Teufel, erläutert im Gespräch mit der RHEINPFALZ,
wie es zu der Entscheidung kam.


120 Kilometer im Schnitt statt knapp 70 – das Opfer, das der 1. FC Kaiserslautern II für die anderen Kollegen in der Oberliga bringt, ist kein kleines. Verständlich, dass es bei der Videokonferenz, bei der die Entscheidung fiel, jede Menge Lob für den Traditionsverein gab, der laut Dirk Walter, der den FCK vertrat, das „Zünglein an der Waage“ war.

Im Vorfeld hatte es diverse Videokonferenzen gegeben. Eine Task Force sollte Lösungsvorschläge erarbeiten, wie die neue Runde starten und organisiert werden könnte. Vertreten waren der Spielausschuss, die Regionalverbände – je ein Sprecher aus den drei Verbänden – und das Präsidium.

24 Teams, ein Spielplan
Hintergrund war, dass die Liga nach dem Abbruch der Saison und den Sonder-Aufstiegsregeln auf 24 Vereine angewachsen war. Alle Ligazweiten waren aufgestiegen, im Rheinland wegen Punktgleichheit auch der Dritte, sodass plötzlich sieben Mannschaften mehr im Spielplan unterzubringen waren.

Die Task Force suchte nach Lösungsmöglichkeiten und verschickte sie am Sonntag per E-Mail, wie Dirk Walter berichtet. „Plan A sah eine komplette Saison mit 46 Spieltagen vor. Das ist deutlich abgelehnt worden, aufgrund der ohnehin schwierigen Lage und weil bei vielen Oberligamannschaften nur Berufstätige am Ball sind.“

Laut Walter gab es dann zwei weitere große Modelle: vier Sechsergruppen (so genannte Regionalgruppen) und eine Einteilung in zwei Zwölfergruppen. Gegen die Regionalgruppen habe gesprochen, dass dann die ersten zehn Spiele der Saison eine „Riesenbedeutung“ gehabt hätten, weil die ersten drei Teams in die Auf- die letzten drei in die Abstiegsrunde gekommen wären. „Nach der langen Pause hatten viele Angst davor. Der Vorschlag ist deutlich abgelehnt worden“, so der Organisatorische Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Roten Teufel.

Die Sorgen der Rheinländer
Blieb der Vorschlag mit den zwei Zwölfergruppen. Da war zunächst eine Ost-West-Staffel im Gespräch. „Doch da gab es ein Problem im Rheinland. Das Rheinland wäre zerteilt worden, die Grenze wäre zwischen Karbach und Emmelshausen verlaufen“, erläutert Walter. Zehn Kilometer trennen die beiden Orte, und die Derbys dort haben eine besondere Bedeutung.

Der Vertreter aus Engers schlug eine Nord-Süd-Staffel vor. Die würde die Derbys im Rheinland erhalten und sei auch für die Südgruppe von Vorteil. Zum Beispiel blieben so auch die Teams aus der Vorderpfalz, die nahe beieinander liegen, in einer Gruppe.

Alles schaut auf den FCK
Jetzt hing laut Walter alles von Kaiserslautern ab. Der Verein gehört eigentlich zur Südstaffel, liegt südlicher als Worms und Pfeddersheim, die mit in die Südgruppe sollten und dieden Teams aus der Vorderpfalz „lukrative Spiele“ bieten würden.

Der FCK-Vertreter lenkte ein und warf ein, dass die Heimspiele der Roten Teufel nicht unbedingt zuschauerträchtig sind. „Wir leben nicht so von den Zuschauern wie andere Vereine.“

Mit 22 Ja-Stimmen fiel die Entscheidung für eine Nord- und Südgruppe mit Kaiserslautern im Norden. Dirk Walter erntete „tausend Dankeschöns und ein super FCK von den Rheinländern“.

Die Einschnitte sind aus seiner Sicht verkraftbar, und er wollte damit den anderen Vereinen helfen. „Wir sind ja fast eine Profimannschaft. Wir haben keinen, der berufstätig ist. Und wir haben seit vielen Jahren ein festes Busunternehmen mit guten Konditionen. Dann haben wir noch die Fahrdienstbusse ...“, erläuterte er.

Erst mal 22 Spieltage
Der jetzt abgesegnete Plan sieht 22 Spieltage in den Zwölfergruppen vor. Die sechs ersten Teams gehen in die Aufstiegs-, die sechs letzten in die Abstiegsrunde. Wie die genau abläuft, zum Beispiel, ob die Punkte mitgenommen werden, ob es Hin- und Rückspiel gibt, ist noch nicht klar. Und noch nicht endgültig sicher ist auch, wann es tatsächlich losgeht. Vorgesehen ist der 5. September, doch hinter dem stehen jede Menge Fragezeichen. „Bis 31. August ist nach der offiziellen Coronaverordnung kein Vorbereitungsspiel möglich“, so Walter. Demnach darf nur fünf gegen fünf gespielt werden. „Falls es zwischenzeitlich keine anderen Lösungen geben wird, gehe ich davon aus, dass die Oberliga wahrscheinlich erst im Oktober startet. Die Vereine haben es außerdem alle abgelehnt, ohne Zuschauer zu spielen. Geisterspiele wird es also nicht geben.“

Wann geht’s los?
Andy Clauß, Co-Trainer des Oberligateams des FCK, rechnet wegen der 5:5-Regel auch eher mit einem Start frühestens Ende September. Er versteht die anderen Vereine, bei denen Zuschauer immens wichtig sind und sieht die Entscheidung als „gute Tat“. Mit der Gruppe kann er leben: „Wir haben mit Koblenz und Trier zwei gute Vereine dabei, man darf aber auch die anderen nicht unterschätzen, die sich auf ihren Plätzen gegen den FCK ins Zeug legen werden. Wer weiterkommen will, muss eh gegen alle gewinnen und trifft spätestens in der Aufstiegsrunde auf die anderen.“

Die längere Anreise fällt für ihn nicht groß ins Gewicht: „Wir fahren höchstens zwei Stunden. Wenn Du Bundesliga oder Regionalliga spielst, musst Du noch weiter fahren, und die Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga sind es ohnehin gewohnt, weiter zu fahren.

Notzon: „Nicht kriegsentscheidend“
Für Boris Notzon, den kommissarischen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, ist die Entscheidung, ob die Liga ein- oder zweigleisig ausgetragen wird, „nicht kriegsentscheidend“. Für ihn zählen andere Dinge: „Wir brauchen eine gute Oberliga, egal, ob ein- oder zweigleisig, damit unsere Talente gefordert werden. Andere Vereine wie Frankfurt haben keine U21, da müssen die Spieler warten und dann irgendwann direkt bei den Profis ran. Bei uns bekommen die Spieler vorher Spielzeit. Die Entfernung ist machbar. Über die zeitliche Spielansetzung kann man noch entsprechend reagieren.“

Training läuft weiter
Trotz der abgebrochenen Oberligarunde 2019/20 trainiert die U21 im Moment noch auf dem Fröhnerhof. An die 20 Spieler sind im Training, darunter auch Christoph Hemlein und Toni Jonjic. Andy Clauß ist zufrieden mit dem Engagement der Truppe. „Wir haben kein Testspiel, keine Runde, trotzdem läuft es sehr ordentlich ab, und es ziehen alle mit. Vier, fünf Mann sind beim Spielersatztraining der Profis.“ Am Freitag ist die letzte Einheit in Mehlingen geplant, bevor erst mal Pause ist. Ob und wie es für Clauß weitergeht, soll sich in den nächsten Tagen entscheiden, und laut Notzon soll sich auch demnächst klären, wer neuer U21-Coach wird in einer Oberliga, von der noch keiner weiß, wann sie startet.

Zur Sache

Die Entfernungen der Spielorte von Kaiserslautern aus Nordgruppe, in der der 1. FCK II startet:

Trier 117 km von Kaiserslautern entfernt, Salmrohr 119, Koblenz 146, Mülheim-Kärlich 151, Eisbachtal 159, Engers 159,
Emmelshausen 119, Karbach 118, Waldalgesheim 84, Bingen 82, Gonsenheim 84.
Südgruppe:
Worms 60 km, Pfeddersheim 59, Ludwigshafen 65, Speyer 82, Dudenhofen 80, Mechtersheim 83, Jägersburg 36, Elversberg 54, Wiesbach 70, Eppelborn 70, Diefflen 88, Völklingen 80.

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Lok-Spiel in Verl abgesagt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Leipzig (dpa) - Inmitten der Spielvorbereitung vom 1. FC Lok Leipzig in der Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig-Abtnaundorf platzte das Spielverbot für das Relegations-Rückspiel beim SC Verl herein. Der westfälische Regionalligist darf der Heimspiel nicht wie geplant am 30. Juni in Verl austragen. Darüber wurde der Club bereits am Dienstagabend von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen informiert. Verls Club-Präsident Raimund Bertels bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Neuen Westfälischen".

"Wir haben alles versucht. Jetzt versuchen wir, eine gemeinsame Lösung zu finden", sagte Bertels, der auf eine schnelle Entscheidung des Deutschen Fußball-Bunds hofft, wie es nun weitergehen soll. Bertels stehe deswegen im engen Austausch mit dem DFB und Lok Leipzig.

Lok-Cheftrainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf hatte noch am Mittwochmorgen eine örtliche Verlegung der Partie gefordert. "Für mich gibt es keine andere Wahl, als dass Verl in ein anderes Stadion ausweichen muss", sagte Wolf in einem Interview bei "Sport im Osten" des MDR. "Es wäre hochfahrlässig, wenn der DFB da nicht schaltet und auch die Stadt Verl dem nicht Einhalt gebietet. Denn die Ansteckungsgefahr ist doppelt hoch - auch für die Fans", sagte Wolf.

Das Vereinsgelände des SC Verl liegt rund 15 Kilometer vom Gelände des Schlachthofes der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbruck entfernt. Dort war es zum Ausbruch des Coronavirus gekommen. Inzwischen wurden nach Angaben des Kreises Gütersloh nachweislich mehr als 1500 Tönnies-Beschäftigte infiziert.

Zuvor überraschte der 62-jährige Wolf jedoch mit der Ankündigung eines Ansturms der Lok-Fans in Richtung Nordrhein-Westfalen. "Ich meine, dass ein paar Hundert Fans von uns mitkommen. Die lassen sich nicht aufhalten", sagte Wolf und betonte: "Das ist ein Spektakel und eine einmalige Geschichte. Wir können in die 3. Liga aufsteigen, da wollen viele dabei sein."

Verls Präsident Bertels bezeichnete diese Aussage als "No Go", hatte aber auch Verständnis für Wolf. "Das gehört zum Fußball dazu. Unter normalen Umständen hätte man das zusammen mit der Polizei einfach abfangen müssen." Verl gehört zum Kreis Gütersloh, für den Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag wieder strenge Corona-Einschränkungen verhängt hatte.

Vor dem Hinspiel im Bruno-Plache-Stadion wurden die Spieler beider Teams noch einmal getestet. "Wenn wir morgen das Go bekommen, dann spielen wir wie geplant. Was in Verl los ist, tut uns natürlich allen leid", meinte Wolf und erteilt einer Verlegung über den 30. Juni hinaus eine Absage. "Ab 1. Juli haben fast alle Spieler keine Verträge mehr. Wir müssten dann erst die Verträge verlängern. Das kostet dem Verein Geld. Zumal gibt es ja keinen Heim- oder Auswärtsvorteil, wie lange will man das noch herauszögern?", sagte der Sportdirektor mit Blick auf die finanziellen Mehrkosten.
Sportlich sieht er sein Team, das unter seiner Führung noch nicht verloren hat, gewappnet. "Wenn im Abschlusstraining nichts mehr passiert, habe ich alle Mann an Bord", sagte Wolf. Er erwartet einen spielstarken Gegner "auf Augenhöhe" und appellierte an Lok: "Entscheidend wird sein, wie wir unsere Kräfte einteilen. Ich werde wahrscheinlich von vier, fünf Auswechselungen Gebrauch machen."

Seine Startelf habe er schon im Kopf und auch im Team verkündet. Er selbst sei aufgrund seiner Erfahrung tiefenentspannt. "Wir dürfen Verl nicht stärker reden als sie sind. Ich übertrage keine Nervosität auf meine Mannschaft. Ich bin ganz gelassen und ruhig, weiß, was meine Jungs können. Dennoch wird es am Schluss eine Nervensache."

https://www.sueddeutsche.de/sport/f....urn-newsml-dpa-com-20090101-200624-99-546159

Wolfgang Wolf und der Aufstiegskrimi: 2000 Plüsch-Schweinchen sind gespannt

Oliver Sperk

Das verspricht Spannung: Der 1. FC Lok Leipzig und der SC Verl ermitteln den vierten Aufsteiger in die Dritte Fußball-Liga. Das erste von zwei Aufstiegsspielen steigt an diesem Donnerstag um 17 Uhr (live, MDR und Magentasport) vor 2000 Plüsch-Schweinchen in Leipzig. An der Seitenlinie unter Volldampf: der Wahl-Dürkheimer Wolfgang Wolf.

„Ich mache das, weil das hier super Leute sind“, sagt der 62 Jahre alte ehemalige Bundesligaspieler und -trainer des 1. FC Kaiserslautern, bei Lok gerade Sportdirektor und Chefcoach in Personalunion. „Ich habe Lok zugesagt, weil mich der Klub an den FCK aus früheren Zeiten erinnert. Hier ziehen alle an einem Strang, und es herrscht eine gute Kameradschaft.“

Schon allein die Aufstiegspartien der Leipziger, die über die Quotientenregelung zum Meister der Regionalliga Nordost erklärt wurden, gegen Verl sieht Wolf als Belohnung für „meine Mannschaft, die einen sehr guten Charakter hat“. Der Zweite der Regionalliga West – Primus Rödinghausen hat verzichtet – darf das Rückspiel am Dienstag indes wegen des Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh nicht daheim in Verl austragen.

Wolfgang Wolf: „Uns steht etwas Großes bevor“
Unabhängig davon sagt Wolf: „Mit diesen zwei Spielen steht uns allen etwas Großes bevor. Die Chancen sind 50:50.“ Der Trainer betont: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, im Hinspiel zu viel zu wollen. Es wird sehr darauf angekommen, sich die Kraft gut einzuteilen.“ Denn beide Mannschaften haben ihre letzten Spiele Ende Februar absolviert. Dann kamen die coronabedingte Zwangspause, die quälenden Monate der Ungewissheit und der Saisonabbruch in den Spielklassen unterhalb der Dritten Liga.

Wolf sieht die Stärken seines Teams in der Kampfkraft, der enormen Laufbereitschaft, dem unbedingten Willen – auch hier lässt der FCK von früher grüßen. „Verl spielt anders, sie sind fußballerisch sehr gut, haben eine Top-Offensive und einige Talente, die sie von Profiklubs aus ihrer Region ausgeliehen haben.“ Verl firmiert als Pokalschreck, hat im August und Oktober 2019 Bundesligist Augsburg und Zweitligist Kiel ausgeschaltet. Im Achtelfinale scheiterte der SCV knapp an Erstligist Union Berlin.

Patrick Wolf ist stellvertretender Kapitän
Stellvertretender Kapitän der Leipziger ist Wolfs Sohn Patrick. Der 31 Jahre alte Defensivspieler wurde von der Mannschaft gewählt – natürlich. „Patrick und ich haben ein ausgezeichnetes Verhältnis. Er muss Leistung bringen wie jeder andere, sonst wird er nicht aufgestellt. Das war schon in unserer gemeinsamen Zeit bei Hansa Rostock so. Wir konnten den Fußball und das Private schon immer trennen“, sagt der 62-Jährige. „Und das macht mich stolz.“

Stolz ist Wolfgang Wolf auch auf das, „was unsere junge Marketingabteilung mit ihren tollen Ideen und unsere Fans leisten“. Sogar international machte Lok Schlagzeilen, als der Klub 182.612 Geistertickets für ein imaginäres Spiel im Mai verkaufte – Weltrekord. Die Spendenaktion sollte auch vergangene großen Zeiten erinnern, als der Vorgängerverein in der DDR Europapokalgeschichte schrieb: 1987 kamen 120.000 Fans. 1991 wurde aus Lok zunächst der VfB Leipzig bis zu dessen Insolvenz 2004.

Weltrekord und eine kultige Holztribüne
Und nun wieder so eine Idee: Plüsch-Schweinchen statt Leere im ersten Geisterspiel um den Drittliga-Aufstieg. Die Fans kauften die Schweinchen, die auf der Tribüne des Bruno-Plache-Stadions platziert werden, sofort. 15 Euro das Stück. Apropos Tribüne: „Lok hat die älteste Holztribüne Europas, die wird jetzt aufwendig saniert, das Holz abgestrahlt. Das sieht edel aus, wenn alles fertig ist“, sagt der Sportdirektor Wolf.

„Dritte Liga mit Lok wäre ein Traum“
Der Trainer Wolf bereitet seine Jungs, teils Vollprofis, teils Halbprofis mit anderen Teilzeitjobs, teils Schüler und Studenten, seit Sonntag in der Sportschule Egidius Braun in Leipzig-Abtnaundorf vor. Am Mittwochfrüh um sieben Uhr gab’s den vierten Corona-Test für alle. Der Aufstieg als Resultat der beiden Spiele gegen Verl würde Wolfgang Wolfs Karriere als Trainer abrunden. Mit dem 1. FC Nürnberg ist er 2004 in die Bundesliga aufgestiegen, mit den Stuttgarter Kickers 1996 in die Zweite Liga. Sind für den Wahl-Bad-Dürkheimer, der viele Ost-West-Autobahnkilometer auf sich nimmt, aller guten Dinge drei? „Dritte Liga mit Lok wäre ein Traum“, sagt der Fußballlehrer.

Und die FCK-Fans sind gespannt, wer in der kommenden Spielzeit neben den anderen Aufsteigern 1. FC Saarbrücken, Türkgücü München und VfB Lübeck ein weiterer Gegner der Roten Teufel sein wird – mit oder ohne Plüsch-Schweinchen.

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Alexander Bugera wird Trainer der U21 des FCK
Maria Huber / Sebastian Stollhof

Ein bekanntes Gesicht wird der neue Trainer der U21 des 1. FC Kaiserslautern: Alexander Bugera wird künftig die Zweite Mannschaft der Roten Teufel trainieren und zudem situativ in die Abläufe des Profi-Trainings integriert. Das hat der Verein am Montag mitgeteilt. Der 41-Jährige unterschreibt hierfür einen Zweijahresvertrag. Co-Trainer der U21 bleibt Andreas Clauß.

Bugera ist seit 13 Jahren Teil des 1. FC Kaiserslautern. Im Jahr 2007 wechselte der Linksverteidiger vom MSV Duisburg auf den Betzenberg und lief in den darauffolgenden sechs Spielzeiten in 32 Bundesligaspielen und 74 Zweitligapartien für die Roten Teufel auf. Nach zwei weiteren Spielzeiten als Führungsspieler der Zweiten Mannschaft beendete er im Jahr 2015 seine Karriere und begann seine Trainerlaufbahn beim FCK. In den vergangenen fünf Spielzeiten war er unter anderem als Trainer der Lautrer U17- und U19-Teams sowie als Co-Trainer der Profis tätig. Zuletzt feierte er mit der U16 die Meisterschaft in der B-Junioren-Verbandsliga.

U21 soll enger an den Profibereich angegliedert werden
„Im Rahmen der Neuausrichtung der U21 ist es unser gemeinsames Ziel, die U21-Spieler enger an den Profibereich anzugliedern. Alexander Bugera kennt Spieler, Trainer und Abläufe im Profi- und Nachwuchsbereich des FCK seit einigen Jahren und passt daher optimal in die veränderte Rolle des U21-Trainers. Alex soll nach Absprache mit Boris Schommers am Training der Profimannschaft teilnehmen und individuell mit unseren Spielern arbeiten. Es ist unser Ziel, die Abläufe und Trainingsinhalte der Profimannschaft und der U21 viel näher zusammenzubringen, um eine noch schnellere Integration unserer Talente zu ermöglichen. Hierzu wird auch die Erfahrung von Andreas Clauß wichtig sein, der als Co-Trainer der U21 weiterhin erhalten bleibt“, erläutert FCK-Sportdirektor Boris Notzon. Vor einigen Wochen hatte der Verein mitgeteilt, dass der Vertrag von U21-Trainer Hans Werner Moser nicht verlängert wird.

„Die U21 in dieser veränderten Rolle zu übernehmen, ist für mich eine sehr reizvolle Aufgabe und ein nächster Schritt in meiner Entwicklung. Viele der Jungs kenne ich noch aus meiner Zeit als U17- und U19-Trainer und ich freue mich darauf, sie weiter auf ihrem Weg zu begleiten und sie für kommende Aufgaben im Profibereich vorzubereiten. Zudem freue ich mich sehr darauf, gemeinsam mit Andi Clauß eng mit dem Profi-Trainerteam um Cheftrainer Boris Schommers arbeiten zu können“, sagt Alexander Bugera.

Philipp Wollscheid wird U19-Co-Trainer
Zudem wird ein bekannter Name den neuen U19-Trainer Oliver Schäfer unterstützen: der ehemalige Bundesliga-Profi und Nationalspieler Philipp Wollscheid wird Co-Trainer des Junioren-Bundesliga-Teams.

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Bugera von Konzept begeistert
„Ich freue mich, dass es geklappt hat, und freue mich riesig auf die Aufgabe“, sagt Bugera, der nie ganz weg war. In den vergangenen Wochen hatte er das Ersatztraining mit den Spielern gestaltet, die gerade nicht im Kader des Profiteams waren: „Da sind ganz viele Jungs von der U21 dabei, die auf dem Sprung waren. Das macht Riesenspaß.“ Die vergangenen Monate verbrachte Bugera als Jugendcheftrainer im Nachwuchsleistungszentrum. Seinen Co-Trainer Andreas Clauß kennt er von der langen Zeit, die Clauß für die U21 an der Seitenlinie stand. „Es war ein eingespieltes Team, er und Hans Werner Moser. Andy Clauß kennt die Liga, kennt die Vereine, kennt die Spieler, und das ist wichtig.“ Vom neuen Konzept mit der stärkeren Anbindung an die Profimannschaft ist Alexander Bugera begeistert.


Philipp Wollscheid wird U19-Co-Trainer
Zudem wird ein bekannter Name den neuen U19-Trainer Oliver Schäfer unterstützen: Der ehemalige Bundesliga-Profi und Nationalspieler Philipp Wollscheid wird Co-Trainer des Junioren-Bundesliga-Teams. Der 31-Jährige war unter anderem für den 1. FC Nürnberg, Bayer Leverkusen, Mainz 05, Stoke City und VfL Wolfsburg am Ball, bevor er 2019 seine Karriere beendete. Er will nun Erfahrungen im Trainerbereich sammeln.

Oliver Schäfer freut sich auf ihn, kennt den früheren Innenverteidiger aus der Zeit, in der er Nachwuchstrainer beim 1. FC Saarbrücken war. Da machte Wollscheid zweimal eine Woche Praktikum bei ihm. „Ich habe mit ihm jemanden, mit dem ich mich auf höherem Niveau austauschen, über Technik philosophieren, über Spieler sprechen kann“, erzählt Schäfer, der selbst Profi war. Auf die Zusammenarbeit mit Bugera freut er sich ebenfalls. „Wir kennen uns sehr lange, es sind jetzt sehr kurze Wege. Ich schätze ihn.“

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Betze-Geflüster

Heimspiel für Alexander Bugera

Maria Huber

Er kennt jede Ecke im Stadion. Die Trainerbank, die Arbeitsräume, jeden noch so versteckten Winkel und sogar die Gästekabine – „da habe ich schon mal einen Sieg mit Duisburg gefeiert“, gibt Alexander Bugera verschämt zu und wechselt dann schnell das Thema. Auf dem Fröhnerhof kennt der 41-Jährige jeden Grashalm und jeden Container. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Westkurve einen feiert, der Betze bebt. Und wie gespenstisch es sein kann, wenn das Stadion fast leer ist. Das kennt er aus seiner Zeit als Regionalligaspieler für die U23. Wenn Alexander Bugera als U21-Coach sein Trainerbüro auf dem Fröhnerhof bezieht, er für eine engere Verzahnung zwischen zweiter Mannschaft und Profis sorgen soll, schließt sich ein Kreis, der weit zurück in seiner Vergangenheit gestartet ist.

Bei den Bayern
Der Oberpfälzer als 16-Jähriger zum FC Bayern München. War mit 48 Länderspielen eines der wenigen Toptalente, die eines der begehrten acht Zimmer im Nachwuchsleistungszentrum der Bayern bekamen. David Jarolim und Christian Saba wohnten mit ihm im Internat. Viele Jahre später, nach erfolgreichen Zeiten als Fußballprofi, in denen er mit zwei Vereinen dreimal in die Bundesliga aufgestiegen ist, beendet er seine Karriere und startet als Trainer. Der anderen Trainern einiges voraus hat: Er weiß, wie es sich anfühlt, Profi zu sein und zu werden, wie es ist, von daheim wegzugehen, seinen eigenen Weg zu gehen.

Noch mal Erste Liga
Wie seiner aussieht, wusste „Bugi“. Er spürte, dass er mit 29 Jahren noch mal wechseln, von Duisburg nach Kaiserslautern gehen wollte. „Ich wollte wissen, wie es ist vor 30, 35.000 Zuschauern zu spielen, wollte mit dem Verein aufsteigen, noch mal Erste Liga spielen.“ Sechs Jahre lang schnürte er die Schuhe für die erste Mannschaft des FCK, wechselte dann in die zweite. 2015 beendete er seine Karriere, um als Trainer klein anzufangen. Die C-Lizenz hatte er in der Tasche, weil er sieben Jahre am Stück Profi war. Die B- und A-Lizenz erarbeitete er sich in seiner U23-Zeit. Dann coachte Bugera die U13. Es war „kein einfacher Schritt für einen Profi“, wie er zugibt. Aber er hörte auf Stefan Kuntz, der die Vision hatte, dass der FCK auch junge Trainer ausbilden könnte.

Jahrgang der Talente
„Es war ein sensationelles Jahr. Ich hatte einen super Jahrgang, unseren heutigen U17-/U19-Jahrgang. Ganz viele sind nach Leipzig, nach Stuttgart, Schalke. David Lelle und Luis Klein wurden U-Nationalspieler. Sieben acht Spieler davon sind jetzt noch in der U19 als junger Jahrgang von Oli Schäfer“, schwärmt er heute von einer Zeit, die ihn prägte.
Fünf Spieltage vor Saisonschluss 2015/16 musste „Bugi“ als Retter ran. Er übernahm die U17 in der Bundesliga, rettete Jungs wie Flavius Botiseriu, Torben Müsel, Toni Jonjic und Paul Will durch vier Siege vor dem Abstieg. Gewann unter anderem das Derby gegen die Spitzenmannschaft Mainz 05, wo Lennart Grill im Tor stand.

Herr Bugera
Er trainierte dann den 2000er-Jahrgang. Und nach der U17 übernahm er die U19 von Gunther Metz, den er sehr schätzt. „Weil Feuer in seinem Training war, Leidenschaft, weil er viele Talente rausgebracht hat.“ Bugi trainierte jetzt die Jahrgänge, die er schon von früher kannte. Und erlebte Geschichten, die er nicht vergessen wird. Wie die Fahrt mit der U19 im DFB-Pokal mit dem Linienbus nach Rostock. Seine Schützlinge, die ihn je nach Jahrgang „Alexander“, „Herr Bugera“ oder „Bugi“ nennen dürfen, spüren, dass er sie versteht.
„Mein Vorteil ist, dass ich das alles erlebt habe als Spieler. Ich weiß, wie das ist im Internat, mit Schule, Abholen mit Bussen. Ich hab’ eine Tochter, die auch in dem Alter ist.“

Keine Ambitionen
Als Jeff Strasser Trainer wurde, fragte der Verein an, ob Bugera nicht Co-Trainer bei den Profis werden will. Er wollte erst nicht. „Ich bin eigentlich nicht der, der Co-Trainer sein will. Ich bin Cheftrainer, bin als Person sehr stark, will der Mannschaft was mitgeben.“ Der ehemalige Profi dachte nach, setzte sich auf die Bank, erlebte die Euphorie im Stadion beim 3:0-Sieg gegen Greuther Fürth und unterschrieb als Co-Trainer. Er blieb bei Michael Frontzeck, machte es noch mal für Sascha Hildmann, „Lauterer, Herzblut“. Beim Wechsel auf Boris Schommers erklärte er noch mal, dass er lieber wieder zurück ans Nachwuchsleistungszentrum will, es gut findet, wenn Trainer und Co-Trainer als Team kommen.

Auf Erfahrungskurs
Bugera wurde Jugendcheftrainer, begleitete die Jugendteams und Trainer und gab ihnen Tipps. Drei, vier Wochen U13, 14, 15, 16. Dann übernahm er die U16, weil deren Trainer beruflich zu stark eingespannt war.

Das größte Talent
„Für mich ist es der größte Erfolg, wenn ich Spieler begleitet habe und die ihren Weg gemacht haben. Wenn ich jemanden wie Anas Bakat sehe, den ich in der U16, U17 trainiert habe, dann macht das Spaß.“ Das für ihn größte Talent, das er bisher begleitet hat, war Oliver Batista Meier, den er damals als 15-Jähriger in die U17 holte und der jetzt bei Bayern München spielt. Inzwischen wandern seine U13-Jungs von damals Richtung Profibereich. Mit den jungen Spielern, die nicht im Profikader waren, hat er die letzten Wochen gearbeitet. Am Samstag schaut er seinen Talenten zu. Coronabedingt im Fernsehen. Und freut sich darauf, sie bald wieder zu sehen und vorzubereiten auf die nächsten Schritte, die er selbst schon gegangen ist.

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Neuer Torwart für U21 der Roten Teufel

Der 19-jährige Carl Leonhard wechselt von Darmstadt 98 zum 1. FC Kaiserslautern
Sebastian Stollhof

Carl Leonhard wechselt vom SV Darmstadt 98 zur U21 des 1. FC Kaiserslautern. Das hat der 19-Jährige auf „Instagram“ veröffentlicht,
der FCK hat dies auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigt.
Leonhard kam in der Saison 2019/20 in der U19 der „Lilien“ zum Einsatz, durfte aber auch Teil des Zweitliga-Kaders sein.

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Profivertrag für Matheo Raab
Matheo Raab.


Matheo Raab. Foto: KUNZ

Oliver Sperk

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern und Nachwuchstorwart Matheo Raab (21) setzen ihre Zusammenarbeit längerfristig fort. Der FCK hat die entprechende Vertragsoption gezogen und den 1,86 Meter großen Raab mit einem bis 30. Juni 2022 gültigen Profivertrag ausgestattet. Der im hessischen Weilburg geborene Raab hat in der abgelaufenen Saison elf Spiele für das U21-Team des FCK in der Oberliga absolviert und saß am Ende der am 4. Juli beendeten Drittliga-Saison bei den Profis anstelle des per 1. Juli zu Bayer Leverkusen gewechselten Lennart Grill auf der Bank. Die Torwart-Rangfolge bei der ersten und der zweiten Mannschaft des FCK wird in der Vorbereitung auf die im September beginnende neue Spielzeit neu festgelegt. Die designierte Nummer 1 bei den Profis ist Avdo Spahic (23), der schon im Drittliga-Endspurt das FCK-Tor hütete. Zu den fünf Schlussmännern für die beiden FCK-Teams Profis und U21 gehören zudem Jonas Weyand (19), Lorenz Otto (19) und Carl Leonhard (19).

Raab war mit den Profis im Januar-Trainingslager
Zur Vertragsverlängerung Raabs teilte der FCK mit: Matheo Raab wechselte 2017 von Eintracht Trier an den Betzenberg, wo er in den vergangenen Spielzeiten für die U21 der Roten Teufel in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwischen den Pfosten stand. Kurz nach seinem Wechsel zu den
Roten Teufeln erlitt Raab im Oktober 2017 in einer Partie der FCK-U21 gegen Saar 05 Saarbrücken einen Schienbeinbruch und musste rund ein
Jahr pausieren. Während seiner Reha machte er sich auch neben dem Platz verdient, als er am Nachwuchsleistungszentrum der Roten Teufel auch
die eine oder andere Einheit als Torwarttrainer übernahm. Ende Oktober 2018 feierte er dann sein Comeback und zählt seitdem zum festen Aufgebot der U21 des FCK.

Aufgrund seiner Leistungen durfte der gebürtige Weilburger das Wintertrainingslager 2020 gemeinsam mit den Profis im türkischen Belek absolvieren. So zählte er auch in der zurückliegenden Saison bereits zum Kader der Profimannschaft.

„Ich bin stolz und dankbar, meine Zukunft beim FCK fortführen zu dürfen. Besonders in meiner ersten Saison im Trikot des FCK, habe ich während meiner langen Verletzungspause das Vertrauen von allen im Verein gespürt und will dieses in Zukunft mit Leistung zurückzahlen“, erklärt Matheo Raab seine Vertragsverlängerung.

FCK-Sportdirektor Boris Notzon sagt: „Matheo hat nach seiner langen Verletzung wieder zurück auf den Platz gefunden und ist aktuell in einem sehr guten Zustand. Er hat sein großes Entwicklungspotenzial in den letzten Trainingswochen nochmals gezeigt und daher freuen wir uns, den Vertrag mit Matheo verlängert zu haben.“

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Profivertrag für Jonas Weyand
Glanzparade: Jonas Weyand im Testspiel der FCK-Profis im November 2019 gegen Astoria Walldorf.


Glanzparade: Jonas Weyand im Testspiel der FCK-Profis im November 2019 gegen Astoria Walldorf.Foto: KUNZ

Oliver Sperk

Nach Matheo Raabs Kontrakt wird auch der Vertrag von dessen Torwartkollegen Jonas Weyand (19) beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern erneuert. Weyand erhält einen bis 30. Juni 2022 gültigen Kontrakt. Es ist sein erster Profivertrag. Der in einem Homburger Krankenhaus geborene, aber aus Erdesbach im Kreis Kusel stammende Weyand hat in der vorzeitig abgebrochenen Oberliga-Saison 2019/20 für die U21 des FCK acht Spiele absolviert. Für die Profis des FCK hütete Weyand im November 2019 im Testspiel gegen Astoria Walldorf das Tor. Neben Avdo Spahic (23), der designierten Nummer 1 der Profis, Raab und Weyand gehören Lorenz Otto (19) und Carl Leonhard (19) zu den fünf Torhütern für die beiden
FCK-Teams Profis und U21. Die Reihenfolge soll sich während der Vorbereitung auf die im September beginnende Saison ergeben.

Einst SG Blaubach-Diedelkopf, dann Profi-Camp
Der FCK teilt dazu mit: Das Torhütertalent Jonas Weyand wechselte im Sommer 2014 von der SG Blaubach-Diedelkopf, wo auch einst Miroslav Klose seine Fußballschuhe schnürte, auf den Betzenberg. Im Nachwuchsleistungszentrum des FCK durchlief er seit der U15 alle Nachwuchsmannschaften und rückte trotz seines jungen Alters bereits in den vergangenen Spielzeiten immer wieder in den U21-Kader der Roten Teufel. Im Januar diesen Jahres zählte Weyand zum Tross des Wintertrainingslagers der Profimannschaft im türkischen Belek.

„Ich bedanke mich für das durch den Verein entgegengebrachte Vertrauen und freue mich sehr, auch weiterhin das FCK-Trikot zu tragen. Ich werde alles geben, um meinen Teil dazu beizutragen, den FCK wieder dahin zu bringen, wo er hingehört. Des Weiteren bedanke ich mich bei allen, die mich auf diesem Weg hierhin unterstützt haben und hinter mir standen - insbesondere meine Familie“, sagte Jonas Weyand zur Vertragsverlängerung am Betzenberg.

FCK-Sportdirektor Boris Notzon ließ wissen: „Jonas ist bereits seit 2015 beim FCK und hat sich in dieser Zeit sehr gut entwickelt. Bei Jonas ist es das Gesamtpaket, was ihn auszeichnet. Er soll in den nächsten Jahren seine Entwicklung bei uns fortführen und daher haben wir seinen Vertrag nun um zwei weitere Jahre verlängert.“

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playerred

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So startet die U21 des FCK in die Oberligasaison
Maria Huber

20 Jahre Altersdurchschnitt, neun Aufrücker aus der eigenen U19, drei Neuzugänge, ein neuer Trainer:
Der Kader der U21 des 1. FC Kaiserslautern wurde kräftig durchgemischt und startet mit viel frischem Wind in die neue Saison.
Ein paar Fragezeichen gibt es noch. Beispielsweise, wer bei der zweiten und wer bei der ersten Mannschaft im Tor stehen wird.

Finn Kleeschätzki (19):
Der Innenverteidiger ist in der Winterpause von der U19 des VfB Wolfsburg zur Lauterer U19 gewechselt
und soll jetzt in die U21 aufrücken. Er ist ein guter Freund von Robin Kölle, der wie er einen Anschlussvertrag für die U21 hatte.

Robin Kölle (19): Der Defensivspieler ist wie Kleeschätzki in der Jugend des VfB Wolfsburg groß geworden, kam vergangene Saison zum FCK, spielte A-Jugend-Bundesliga, rückt jetzt in die U21 auf.

Lars Oeßwein (22): Der linke Verteidiger war der Wunschkandidat des neuen U21-Trainers Alexander Bugera, der ihn in der Jugend trainiert hat.
Er ist nach seiner Zeit bei der U17 und U19 des FCK über Stuttgart II beim FSV Mainz 05 II gelandet, spielte zuletzt beim FK Pirmasens in der Regionalliga. Oeßwein hat einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben mit Option für zwei weitere Jahre.

Andi Brahaj (18) kam 2019 von der U17 der TuS Koblenz zur FCK-U19, rückt jetzt auf in die U21. Notzon: „Er ist ein Mentalitätsspieler,
hatte leider Verletzungspech.“

Tom Fladung (18), Mittelfeld, rückt aus der U19 auf. Er war sieben Monate verletzt, hat einen Profivertrag unterschrieben,
spielt aber laut Notzon „erst mal U21“.

Maurice Neukirch (18), Abwehr, ist ebenfalls ein Eigengewächs, das viel in seinen Sport investiert. Er fährt jeden Tag 130 Kilometer,
um beim FCK zu trainieren, macht demnächst sein Abitur und rückt von der U19 auf.

Phinees Bonianga (18), Linksaußen, stieß 2018 von der U17 von Mainz 05 zum FCK, rückt jetzt von der U19 auf und hat einen Vertrag
für ein Jahr unterschrieben.

Jah'Moises Corona (19): Der kandische Angreifer kam vergangenen Saison von der TFC Academy zur U19.

Maximilian Fesser (18): Der Mittelfeldspieler war 2017 von der Jugend des SV Sandhausen in die Lauterer U17 gewechselt,
spielte vergangene Saison A-Jugend-Bundesliga, unterschrieb einen Ein-Jahres-Vertrag. Für den Sportdirektor ist er „ein 1:1-Spieler,
der Tempo macht. Er war in der U17 eines der Top-Talente“.

Tom Woiwod (19): Der Stürmer kam vergangene Saison von der Ingolstadter U19 zur FCK-U19. Sein Vertrag wurde um ein Jahr mit Option verlängert.

Philipp Herrmann (20): Der Stürmer war schon für die Jugend von FC Ingolstadt, SpVGG Unterhaching und
die U19 des FC Bayern München am Ball, hat in der vergangenen Saison für Ingolstadt II in der Bayernliga in 23 Spielen 16 mal getroffen.

Costa Fath (20): Der Mittelfeldspieler war fast zwei Jahre lang verletzt, will weiter hart arbeiten.

Dylan Esmel (22): Der linke Außenbahnspieler arbeitet nach seinem zweiten Kreuzbandriss weiter an seiner Rückkehr.

Toni Jonjic (20): Sein Vertrag läuft weiter. Der rechte Außenbahnspieler will weiter zeigen, was er drauf hat.

Wer geht
Julian Löschner (23): Der ehemalige Kapitän des Oberligateams verlässt den Verein schweren Herzens. Er konzentriert sich jetzt
auf sein Studium und kickt künftig bei einem Verein in seiner bayerischen Heimat.

Jonas Singer (22): Der Offensivspieler aus Pirmasens ist zum Regionalligameister 1. FC Saarbrücken gewechselt.

Dylan Kuete (20): Der Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers aus Luxemburg ist ausgelaufen.

Justin Kabuya (20): Der ehemalige U16-Nationalspieler ist zum Regionalligisten Bayern Alzenau gewechselt.

David Kajinic (20): Der Vertag des Innenverteidigers, der 2019 von der FCK-U19 in die U21 aufgerückt war, ist ausgelaufen.

Etienne Portmann (22): Der Mittelfeldspieler ist zum Oberligisten Schott Mainz gewechselt.

Justus Klein (22): Der Stürmer, der vergangene Saison verletzungsbedingt nur achtmal auf dem Platz stand, dabei viermal traf,
geht kommende Saison wieder für seinen alten Verein, den SC Idar-Oberstein, in der Verbandsliga auf Torejagd.

Jonas Scholz, Anil Gözütok und Mohamed Morabet gehören zum Profi-Kader.

Wer bleibt
Jannis Held (20): Sein Vertrag wäre ausgelaufen. Der rechte Außenverteidiger, der die Jugendteams beim FCK durchlaufen hat,
wurde in der vergangenen Saison durch eine schwere Verletzung ausgebremst. Mit Sehnenabriss im Oberschenkel fiel er monatelang aus,
kämpfte sich dann wieder ran. Er bekam einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option für zwei Jahre, wenn er sich so weiterentwickelt wie bisher.
Die Option greift, wenn er sich seinen Einsatz über Spiele erarbeitet oder der Verein die Karte zieht und ihn behalten will.

Leon Hotopp (20): Der Innenverteidiger hat einen Profivertrag, der bis 2022 läuft, ist weiter bei der U21 dabei.

Kevin Klein (20): Der Vertrag des Innenverteidigers wurde um ein weiteres Jahr verlängert. „Er hat sich gut entwickelt, sehr stabil gespielt,
ist ein verlässlicher, guter Typ“, urteilt Sportdirektor Boris Notzon über den 20-Jährigen, der als 14-Jähriger zum FCK kam.

Luca Jensen (22): Der defensive Mittelfeldspieler stand in 16 der 21 Oberligaspiele auf dem Rasen, ist beim FCK groß geworden.
Auch er bleibt ein weiteres Jahr.

Anil Aydin (20): Der dribbelstarke Angreifer, der 2017 von der U19 des 1. FC Kaiserslautern zum Oberligateam gestoßen ist,
bleibt ein weiteres Jahr bei der U21, mit Option.

Tim Buchheister (21): Der Mittelstürmer wechselte vergangene Saison vom Bahlinger SC zur U21 des FCK.
Der Vertrag mit ihm wurde um ein Jahr verlängert.

Kevin Schuller (19): Der talentierte Stürmer, 2019 von Viktoria Griesheim zum FCK gewechselt, hat nach seinem Kreuzbandriss lange gebraucht,
um sich wieder ranzukämpfen. Notzon: „Er ist auf einem guten Weg.“ Sein Vertrag läuft ein weiteres Jahr.

Sonderrolle Torhüter
Avdo Spahic (23): ist als Nummer eins bei den Profis gesetzt).
Lorenz Otto (19): sein Vertrag läuft weiter.
Jonas Weyand (19) und Matheo Raab (21): haben bis 2022 verlängert. Die drei Eigengewächse bleiben beim FCK.
Carl Leonhard (19): ist vom SV Darmstadt 98 in die Pfalz gewechselt. Er stand schon im Zweitligakader im Tor und hat
mit der U19 den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga geschafft. Wer von den vier Letztgenannten in welcher Mannschaft
zum Einsatz kommt, entscheidet sich laut Sportdirektor Boris Notzon in der Vorbereitung.

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Ein FCK-Team statt „oben“ und „unten“
Neues Konzept sieht stärkere Verzahnung von Oberliga- und Profiteam vor
Von Maria Huber

Die Kaderplanung steht. Am Mittwoch um 10 Uhr startet die U21 des 1. FC Kaiserslautern in die Vorbereitung auf die neue Oberligasaison. An der Seitenlinie steht Alexander Bugera, der einen neuen Leitfaden in der Tasche hat: Er soll dabei helfen, die Profis und den Nachwuchs besser zu verzahnen.

Bisher war immer die Rede von „oben“ und „unten“. Wer „oben“ bei den Profis war, hatte es geschafft. Und nicht jeder kam damit klar, wenn er „unten“ bei der U21 randurfte. „So mancher meint, er gehört nach oben, ist aber noch nicht so weit“, schildert Sportdirektor Boris Notzon die Beweggründe, die dazu führten, die Strukturen zu überdenken.

Das neue Konzept, das Alexander Bugera und sein Co-Trainer Andi Clauß umsetzen sollen, sieht eine deutlich engere Verzahnung zum Profibereich vor. „Mehr Einheitlichkeit von der Wertigkeit, von den Regeln, ein besserer Übergang, kein Gefälle im Training“, beschreibt Notzon, was hinter der Idee steckt.

Praktisch sieht das so aus, dass die U21 und die Profis schon mal auf nebeneinander liegenden Plätzen, zum Beispiel den beiden Trainingsplätzen am Stadion, ihre Einheiten abhalten und sich zum Abschlussspiel treffen, oder dass Videoanalysen und Leistungsdiagnostik zusammen abgehalten werden. „Das Zusammengehörigkeitsgefühl soll so gestärkt werden“, erklärt Notzon.

Alexander Bugera gefällt das Konzept. Er hat zum Ende der Saison schon mal ein bisschen Ahnung davon bekommen, in welche Richtung es gehen wird. Der ehemalige FCK-Profi, Trainer diverser Nachwuchsteams des FCK und Führungsspieler in der U23-Regionalligamannschaft ist laut Notzon der perfekte Kandidat für den Job. Er hat zuletzt die Nachwuchsspieler, die nicht im Profikader aber kurz davor waren, den Sprung zu schaffen, betreut. Er sieht es als seine Aufgabe an, ihnen das Rüstzeug mitzugeben, dass sie auf ihrem Weg zum Profi brauchen, will ihnen vorleben, was charakterlich und entwicklungstechnisch wichtig ist.

Bei um die 20 Jahre liegt der Alterdurchschnitt seiner jungen Truppe. Sieben Spieler rücken von der eigenen U19 auf, müssen lernen, dass es ein weiter und kein einfacher Weg ist von der A-Junioren-Bundesliga in den Herrenfußball. „Im ersten Herrenjahr spielt sich viel im Kopf ab. Man muss die Liga annehmen, den Herrenfußball annehmen und darf nicht denken, ich habe Jugend-Bundesliga gespielt und es geht jetzt so weiter“, weiß Ex-Profi Alexander Bugera.

Beispiele von Spielern, die vorausgegangen sind, gibt es viele beim FCK. Anas Bakhat zum Beispiel, der „es gleich gepackt hat“. Oder Sickinger, Kühlwetter und Pick. „Mohamed Morabet hat lange gebraucht, hat aber nie aufgegeben, hat auch in der Oberliga Gas gegeben. So ist der Weg.“

Bugera ist froh, dass er mit Andi Clauß einen Co-Trainer an seiner Seite hat, der die Liga und die Jungs kennt, mit viel Leidenschaft bei der Sache ist. U19-Trainer Oliver Schäfer kennt er ohnehin schon lange und er weiß, dass der Austausch auch da perfekt funktioniert.

Notzons Ziel ist, dass es künftig „kein oben und kein unten“ mehr gibt. „Mein Wunsch wäre, wenn man am Ende sagt, es gibt nur oben.“

Kader FCK II:

Tor:
Lorenz Otto, Matheo Raab, Jonas Weyand, Carl Leonhard (von SV Darmstadt 98)

Abwehr: Kevin Klein, Jannis Held, Fynn Kleeschätzky (eigene U19), Lars Oeßwein (FK Pirmasens)

Mittelfeld: Luca Jensen, Anil Aydin, aus FCK-U19 Robin Kölle, Andi Brahaj, Jah’Moises Corona, Maxi Fesser, Phinees Bonianga, Maurice Neukirch

Angriff: Kevin Schuller, Tim Buchheister, Tom Woiwod (FCK-U19), Philipp Herrmann (FC Ingolstadt II)

Abgänge: David Kajinic, Julian Löschner, Dylan Kuete (alle Ziel unbekannt), Mohamed Morabet (FCK-Profis), Etienne Portmann (Schott Mainz),
Jonas Singer (1. FC Saarbrücken), Justin Kabuya (Bayern Alzenau), Justus Klein (SC Idar-Oberstein).

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 171 Samstag, den 25. Juli 2020
 

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