Neue Heizung

diablo

Administrator
Teammitglied
Hi zusammen,

wir haben im Herbst eine neue Gasheizung bekommen und ich bin noch dabei die für uns optimale Einstellung zu finden.
Ich würde gerne mal aus dem Schwarmwissen profitieren :wink:

Nutzt ihr Nachtabsenkung um Energie zu sparen? Ich habe kürzlich gelesen, dass es sich bei Neubauten nicht lohnt, aber wir haben einen Altbau aus den 70ern, der nur etwas von innen gedämmt ist, da soll sich die Nachtabsenkung wohl lohnen. Ich stelle aber fest, dass das Haus morgens relativ ausgekühlt ist, so merke ich z.B. beim Arbeiten im Büro, dass der Schreibtisch bis Mittags sehr kühl ist. Wie würdet ihr das regeln?

Die zweite Frage bezieht sich auf das Warmwasser. Auf welche Temperatur erwärmt ihr das Wasser um Bakterien zu bekämpfen? Ich habe auch schon gehört das wären alles Ammenmärchen, weil das Wasser ja täglich abfließt, aber darauf allein möchte ich mich nicht verlassen.

Bin auf Antworten gespannt! :wink:
 

playerred

Well-Known Member
hi hat dir das dein Monteur nicht gesagt, unser Wartungsdienst erzählt immer, dass das Aufheizen am Morgen mehr Energie verbraucht
um das Haus wieder auf Normaltemperatur zu bekommen, als die Nachtabsenkung bringt, hatte früher immer auf 15 Grad abgesenkt,
bis unser jetziger Wartungs-Monteur erschien, seit dem hab ich höchstens 2 Grad unterschied zum Tag, so kühlt das Haus,
obwohl Aussendämmung wie du weißt, nicht so aus.
Mit unserem Ofen heiz ich ab und zu zu und dann merkst du den Unterschied schon ob das Haus ausgekühlt war oder nicht,
weil wir die Heizkörper runtergedreht haben.
Beim Wasser bin ich so bei 60-65 Grad, hab mir da aber noch keine Gedanken gemacht. Hast aber recht,
wenn dauernd Wasser fließt sollte nix keimen und wenn ich paar Tage weg bin, lass ichs erst mal laufen bevor ichs benutze,
die neuen Warmwasserbereiter stellen ja garnet mehr soviel Wasser bereit, das meiste läuft eh durch wie beim Durchlauferhitzer
oder hast du noch einen separaten Speicher.
 

diablo

Administrator
Teammitglied
klar hat der Monteur mir seine Meinung gesagt, aber das muss ja nicht das Ende der Weisheit bedeuten :wink: Was man so liest, heißt es man soll nicht unter 15 Grad absenken. Wir gehen auf 17 Grad runter und wenn ich morgens aufstehe haben die Räume bereits wieder zwischen 19,5 und 20Grad. Trotzdem merkt man die Kühle an Objekten, wie dem Schreibtisch.
Ich hatte Anfang Dezember mal einen Artikel gelesen, in dem es um Nachtabsenkung ging (ntv oder Focus). Leider finde ich ihn nicht mehr. Darin hieß es, dass es sich bei modern gedämmten Gebäuden nicht mehr lohnt abzusenken. Bei moderat gedämmten Altbauten dagegen schon, da dieser über Nacht viel mehr nicht benötigte Wärme verliert.
Im Endeffekt bleibt mir wohl nichts anderes übrig als beide Varianten zu testen und den Gaszähler dabei zu prüfen. :wink:

Richtig, in meinem Wasserspeicher sind auch keine 100 ltr. mehr drin. Trotzdem duscht man dank der Effizienz zu dritt hintereinander mit heißem Wasser. Ich glaube die größte Gefahr tritt auch nur bei längerer Abwesenheit auf.
 
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Heribert

Active Member
Zur Nachtabsenkung kann ich sagen, dass es sich bei guter Wärmedämmung nicht lohnt. Bei älteren Gebäuden kann es Sinn machen, natürlich sollte man nicht so tief absenken, dass das Haus auskühlt. Aber bereits 2-3°C weniger zahlen sich aus. Wenn es morgens zu kühl ist, dann hebe die Nachtabsenkung einfach früher wieder auf.
Zu Legionellen kann ich euch sagen, dass es eine breite Anzahl an Literatur zu dem Thema gibt. Da kann man sich mühelos Tagelang damit beschäftigen.
Fakt ist aber folgendes: Legionellen wachsen am besten bei Temperaturen zwischen 20°C bis ca.35°C - ab den 35°C wachsen viel langsamer und ab ca. 50°C vermeheren sie sich nicht mehr.
Sie sind dann aber noch nicht abgetötet. Wenn du dass willst, dann musst du deinen WW-Speicher regelmässig auf mehr als 70°C für länger als 10 Minuten aufheizen.
Bei modernen Heizungen wird allgemein weniger WW gespeichert als früher, dazu wird das Wasser im Speicher bei ca. 55°C aufbewahrt (geht auch höher, ist aber Energieaufwendig und man kann leicht Probleme mit dem Kalk bekommen), d.h. relativ wenig Wasser (das im Laufe des Tages wahrscheinlich komplett ausgetauscht wird) und relativ hohe Temperaturen. Ein Legionellenproblem im EFH durch den WW-Speicher ist sehr unwahrscheinlich.
Ich finde die toten Leitungen (vor allem Kaltwasser) viel gefährlicher in dieser Hinsicht. Wenn du eine Wasserleitung hast, die kaum oder gar nicht genutzt wird und diese sich auf die o.g. 20°C erwärmen kann, dann hast du eine ideale Brutstätte für die Legionellen. Dann kann es auch sein, dass sich ab dieser Stelle die Legionellen in dein Wassersystem ausbreiten.
Ich würde, wenn du wirklich Befürchtungen hast auf diese Leitungen achten.
 

diablo

Administrator
Teammitglied
Wenn du dass willst, dann musst du deinen WW-Speicher regelmässig auf mehr als 70°C für länger als 10 Minuten aufheizen.
Genau, dafür hat die Heizung ein Hygieneprogramm. Das werde ich wohl nach unserem Sommerurlaub mal testen.

Ich finde die toten Leitungen (vor allem Kaltwasser) viel gefährlicher in dieser Hinsicht. Wenn du eine Wasserleitung hast, die kaum oder gar nicht genutzt wird und diese sich auf die o.g. 20°C erwärmen kann, dann hast du eine ideale Brutstätte für die Legionellen. Dann kann es auch sein, dass sich ab dieser Stelle die Legionellen in dein Wassersystem ausbreiten.
Ich würde, wenn du wirklich Befürchtungen hast auf diese Leitungen achten.
Richtig, aber wie will man das noch kontrollieren? In einem Altbau kann überall mal ein längst stillgelegtes Rohr abzweigen in dem ein paar m oder auch nur cm stehendes Wasser ist. Ich denke in den meisten Fällen wird man das nie mehr entdecken, wenn nicht alles offen verlegt ist.
 

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