G. E. Z.

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Private Verfassungsklage gegen Rundfunkgebühren für Computer



31. März 2006 Es gibt eine Verfassungsbeschwerde in Rundfunkfragen, die ausnahmsweise nicht ARD und ZDF eingereicht haben. Im Gegenteil wird mit dieser Beschwerde das Gebührenmonopol der öffentlich-rechtlichen Sender angegriffen: Die in Frankfurt ansässige "Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler" klagt gegen die von den Bundesländern zum 1. Januar 2007 beschlossene Verpflichtung, für Computer, die Rundfunk empfangen können, also ans Internet angeschlossen sind, Rundfunkgebühren zu bezahlen. Die Beschwerde wurde gestern eingereicht und richtet sich formal gegen den achten Rundfunkänderungsstaatsvertrag, der die zum 1. Januar 2007 in Kraft tretende Gebührenpflicht für Internet-PC festlegt.



Beschwerdeführer sind drei Personen, die als Freiberufler und Gewerbetreibende von der Neuregelung direkt betroffen sind. Die Frankfurter Rechtsanwältin Petra Marwitz, die den Schriftsatz der Beschwerde formuliert hat, erkennt in der Ausweitung der Rundfunkgebühr auf Internet-PC einen "Paradigmenwechsel", wie sie der F.A.Z. sagte: "Durch die Erweiterung der Rundfunkgebührenpflicht auf sogenannte neuartige Rundfunkempfangsgeräte werden unverzichtbare Gebrauchsgeräte zu gebührenpflichtigen Rundfunkempfangsgeräten."



Wie der PC zum Rundfunkempfänger gemacht wird



Bislang konnte jeder, so Petra Marwitz, durch die Bereithaltung eines Fernsehers oder eines Radios, also eines Gerätes, das einzig den Zweck hat, Rundfunk zu empfangen, selbst entscheiden, ob er die Rundfunkgebührenpflicht begründet. Im Fall der Computer aber sei es umgekehrt so, daß die Rundfunkanstalten durch die Wahl ihrer Verbreitungswege den PC erst zum Rundfunkempfangsgerät machen. Diese neue Regelung treffe insbesondere die Selbständigen, Handwerker und Gewerbetreibenden mit Internet-PC, die kein Radio- und Fernsehgerät zum Empfang bereithalten. Betroffen seien aber auch zahlreiche Personen, die in ihren Privaträumen ihren Internet-PC nicht ausschließlich für private Zwecke nutzen, wie etwa Lehrer, Richter, Studenten oder Internet-Powerseller.



Auf sie alle komme zum 1.Januar 2007 die monatliche Gebühr von 17,03 Euro für ihre Internet-PCs zu, auch wenn sie mit ihrem PC ausschließlich arbeiten und nicht fernsehen. Und schließlich werde die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) auch für multimediafähige Mobiltelefone zum 1. Januar 2007 zur Kasse bitten. Die Verfassungsbeschwerde wird, wie die Anwältin mitteilte, finanziell durch Spenden von Einzelpersonen sowie durch die Bundesarchitektenkammer unterstützt. Am 18. März hat sich in Frankfurt die Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) gebildet, um die Interessen der Betroffenen zu vertreten (www.vrgz.org).
 
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solange mann als privatperson gez bezahlt muß nicht zusätzlich fürn pc bezahlt werden
 
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ich denk so ne klage hat durchaus aussicht auf erfolg. Aber wahrscheinlich wird unser "toller" ministerpräsident die gez noch verteidigen.
 
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Die sollen die GEZ fürs TV abschaffen und die öffentlich Rechtlichen Sender verschlüsseln. Was die für Geld wollen, dafür das da nur Schrott läuft!!
 

stiller

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na die angestellten der öffentlich rechtlichen müssen doch irgendwie günstig tanken und in hotels übernachten können.
 
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Sollen sie sich nen anständigen Beruf suchen, dann können sie es selber bezahlen
 

Jonny

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PC-Gebühren bringen GEZ 163 Millionen Euro



Von Christian Stöcker



Die für kommendes Jahr anstehenden Änderungen in der Gebührenordnung für Rundfunkempfänger werden für viele teuer: Freiberufler etwa müssen für den Büro-PC zahlen, fernsehfreie Haushalte womöglich fürs Handy. Der GEZ bringt der neue Geschäftzweig Abermillionen Euro ein.



Sehr schön hat es im September 2004 der Regierungssprecher von Rheinland-Pfalz gesagt. Auf Anfrage des epd-Mediendienstes erklärte er, die Rundfunkgebühren, die ab Anfang 2007 für internetfähige PCs fällig werden, seien "für die Wirtschaft ein Betrag, der deutlich unter der Peanutsgrenze liegt". Damit wollte er illustrieren, dass ja nicht für jeden von unter Umständen Tausenden Rechnern eines Großunternehmens an die Gebühreneinzugszentrale GEZ gezahlt werden muss - sondern nur für einen einzigen. Nach aktuellem Gebührenstand wären das 17,03 Euro im Monat.



Peanuts in der Tat - für ein Großunternehmen. Anders sieht die Sache für Freiberufler aus. Etwa 800.000 davon gibt es in Deutschland derzeit, sie alle müssen künftig nicht nur für den Fernseher zu Hause, sondern auch für den überlebensnotwendigen Rechner im Büro Gebühren zahlen - weil man damit ja heimlich Fernsehen könnte. Oder vielleicht auch, weil sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kostspielige und ausgedehnte Internetangebote leisten, wer weiß.



160 Millionen Euro allein von Freiberuflern



800.000 mal 17,03 Euro macht 13.624.000 Euro pro Monat oder gut 163 Millionen Euro im Jahr - eine Summe, die für die GEZ deutlich jenseits der Peanutsgrenze liegen dürfte. Und den einen oder anderen Anwalt, Steuerberater, Architekten oder freien Webdesigner dürften gut 200 Euro Zusatzkosten im Jahr ohne jeden Gegenwert auch hart ankommen.



Selbst für die wenigen, die es sich erlauben können, mit ihrem Arbeitsplatzrechner nicht am Netz zu hängen - eine Spezies, die sich ohnehin dem Aussterben nähern dürfte - gibt es kein Entkommen. Denn ein Mobiltelefon braucht heutzutage nun wirklich jeder Selbständige. Und schon bald werden Handys - zumindest, wenn es nach Herstellern und Netzbetreibern geht - mobile Mini-Fernseher sein.



Zwar gibt es im Moment noch Streit darüber, welcher Standard denn nun für die Fernsehübertragung aufs Telefon genutzt werden soll. Das Format DVB-H konkurriert mit dem sogenannten DMB-Standard. Große Hersteller wie Nokia und Motorola haben sich aber auf DVB-H festgelegt, und außerdem kann dieser Standard 20 Kanäle übertragen, verglichen mit nur drei bei DMB. Die südlichen Bundesländer sperren sich noch gegen den DVB-H-Standard, aber dies wird wohl nicht mehr lange zu halten sein.



Anfragen bei Deutschlands großen Mobilfunkbetreibern erbrachten ein einheitliches "mal sehen, was da wirklich passiert". Bis Formatfragen und Kanal-Vergabe geklärt sind, sieht man keinen großen Bedarf, sich mit der Frage nach den GEZ-Gebühren zu beschäftigen. Wäre ja auch paradox, wenn man den eigenen Kunden künftig technisch rückständige Geräte empfehlen müsste, um Gebühren zu sparen.



Rundfunkgebühren für Hörgeräte?



Denn wenn die Handy-Technologie sich so weiterentwickelt wie bisher - alles, was technisch machbar ist, wird gemacht, siehe Kamera-Einbau - dann werden bald alle Mobiltelefonierer in Deutschland mit einem kleinen TV-Gerät in der Jackentasche herumlaufen. Und das kostet dann GEZ-Gebühren - falls nicht schon zu Hause ein angemeldeter Fernseher steht. Oder, bei Unternehmen und Freiberuflern: Falls nicht ein angemeldeter PC im Büro steht. Kurz: Niemand entkommt der GEZ, außer er zieht in eine einsame Waldhütte und verständigt sich künftig nur von Angesicht zu Angesicht, durch lautes Rufen oder per Briefpost und Festnetztelefon.



Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE sprach Eckhard Ohliger von der GEZ von einem "sehr kleinen Kreis von Haushalten", die "zum Beispiel aus religiösen Gründen" keinen Fernseher haben, die von den Änderungen im Rundfunkgebührenstaatsvertrag betroffen seien. Dieser "sehr kleine Kreis" jedoch besteht aus Menschen, die Medien sehr bewusst und gezielt nutzen - und die werden langsam sauer.



Michael Hatscher zum Beispiel arbeitet in der IT-Branche, er hat keinen Fernseher und kein Radio zu Hause - er informiert sich lieber über das Internet. Er fühlt sich von der Neuregelung zu Unrecht zur Kasse gebeten: "Das Angebot und die Auswahl an Informationen, die ich über die 'klassischen' elektronischen Massenmedien beziehen kann, erfüllt nicht meine Qualitätsansprüche. Und das staatlich per Gebührenzwang subventionierte Unterhaltungsangebot entspricht weder dem Informationsauftrag, noch stellt es eine Bereicherung dar. Meine Zeit ist mir zu kostbar dafür." Dafür künftig bezahlen zu sollen, ärgert ihn gewaltig: "Ich habe auch in Zukunft keine Lust, für ein Angebot zu bezahlen, das ich nicht nutzen werde, bloß weil ich einen Computer und ein Handy benutze."



Das finden übrigens auch viele Leser von SPIEGEL ONLINE. Die Reaktionen reichten von "Wenn ARD und ZDF so gegen Gratisnutzung sind, warum nehmen sie dann nicht ihre Sendeinhalte aus Handy- und Computernetz heraus?" über "Erheben sie doch auch gleich Gebühren für jeden Telefonanschluss: Man könnte ja auf die Idee kommen, bei der ARD anzurufen!" bis hin zu "Es verwundert doch immer wieder, dass nicht auch schon lange Hörgeräte GEZ-Gebühren-abzock-fähig sind."



In regelmäßigen Abständen ermahnt die GEZ Deutschlands Bürger, ihre Zahlungsmoral zu verbessern, immer brav alles anzumelden und sich doch bitteschön solidarisch zu verhalten. Es könnte sein, dass die Änderungen im Rundfunkgebührenstaatsvertrag genau diese Zahlungsmoral noch weiter untergraben - wer sich ungerecht behandelt fühlt, entwickelt kein Unrechtsbewusstsein für das eigene Handeln.



http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,399510,00.htmlhttp://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,399510,00.html



 

Mathias

Active Member
Boah, Deutschland. Ich könnte kotzen!



Ich habe mal Deutschland als ein freies Land empfunden. Hier darf man nix mehr. Hier MUSS man nur noch.

Am meisten muss man zahlen.



Wie immer. Typisch Deutsch
 
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Ach ja, alle sollen sich schön selbständig machen, Ich-AGs gründen, Arbeitsplätze schaffen, blablabla. Und dann kommt die GEZ und verlangt Gebühren von Freiberuflern, na klar. Jeder weiß doch, wie dicke die es in der Brieftasche haben!

Sowas gibts doch auch nur in Deutschland!
 

Dr.BETZE

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habt ihr mal akte in sat1 gesehn, da brachten die mal ne zeitlang berichte von denen bzw. wie die das geld eintreiben. selbst bei toten schrecken die davor nicht zurück, weiter geld einzutreiben..

ich kann nur jedem raten, keinen von denen ins haus zu lassen.

lasst euch alles schriftlich zuschicken, dann können sie euch auch nicht überumpeln.
 

Ramser Wildsau

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Wie lang is Atmen noch umsonst?

Mir gefällt da doch das Modell mit Decoder für alle Programme. Ich brauch den Müll nämlich net, bin sogar froh wenn ich beim Zappen net über RTL stolpern kann. Wenn ich mir die Preise hier beim DVD Verleih anseh, wär ich ja blöd da noch zu fernsehn und mir tonnenweise Werbung aufs Auge drücken zu lassen. Kann sich irgendjemand vorstellen was die anstellen wollen mit dem Geld????
 

schnokes

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Teammitglied
Die bauen damit neue Verwaltungsgebäude. Das ist dann auch nötig - man kann die "Kohle" ja nicht unverwaltet auf dem Konto lassen
 
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Uns Privatleute die brav ihr gez bezahlen trifft das doch nicht. da ist das mit drin bei der gebühr.
 

uppsala

Well-Known Member
Uns Privatleute die brav ihr gez bezahlen trifft das doch nicht. da ist das mit drin bei der gebühr.
ich hab ja das radio (u.a. wegen pkw) schon angemeldet bei der gez => das nutze ich ja auch. dass ich nun aber wegen eines rechners, mit dem ich internet-tv empfangen koennte (was ich aber waehrend der arbeitszeit nicht tue), die volle gebuehr (also inkl.. fernsehen) bezahlen soll, das macht mich schon etwas kirre ...
 
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denke mal dass da einige klagen werden. Schließlich liegt das Problem nicht am internetfähigen PC sondern daran, dass man neben anderen Sachen aus dem Internet zusätzlich das Programm von den privaten Fernsehsendern beziehen kann.

Daher sollen die halt gucken, dass das nicht möglich ist. Wie sie das auch immer machen können ist ihr Problem! Hab ich ein Radio oder Fernseher, dann ist ja klar, dass das dafür genutzt wird. Aber bei einem geschäftlich genutzten PC???

Kann mir nicht vorstellen, dass die GEZ damit durchkommt!
 

Palatinator

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Die Wohnung ist Tabu-Zone

Obwohl Pflicht auf Rundfunkgebührenzahlung besteht, müssen GEZ-Fahnder nicht in die Wohnung gelassen werden



Von Anja Schuster





Sommerferien, draußen ist Mistwetter, drinnen flimmert schon am frühen Nachmittag der Fernseher. Die Balkontür steht offen. Beim Blick aus dem Fenster, fällt ein Mann auf, der scheinbar ums Haus schleicht, wohl sehr neugierig ist. Er späht immer wieder durch die Glasscheiben. Eine Minute später klingelt es an der Haustür. Es ist der junge Mann. Er stellt sich vor, sagt, dass er im Auftrag der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) von ARD und ZDF unterwegs ist, und dass er gern sehen würde, ob im Haushalt ein Radio (auch Autoradio) oder TV-Gerät vorhanden ist. So sind die Methoden der „Schwarzseher"-Fahnder.





Doch in dem Moment, in dem der Gebühreneintreiber an der Wohnungstür steht, kann der Bürger Stopp sagen. Denn, nach Paragraf 2, Absatz 2 des Rundfunkgebührenstaatsvertrages (RGebSTV) hat zwar jeder Bürger die Pflicht, die GEZ-Gebühren zu bezahlen - die Kontrolleure müssen jedoch nicht in die Wohnung gelassen werden. Die ist Tabuzone, weil die Unverletzlichkeit der Wohnung im Grundgesetz verankert ist und Vorrang gegenüber dem Gebührenanspruch der öffentlich-rechtlichen Sender genießt. Und auch wenn der GEZ-Mitarbeiter das Fernsehgerät von draußen sogar gesehen oder gehört hat, „eine Wohnung oder einen Betrieb dürfen die Gebührenbeauftragten ohne vorherige Zustimmung nicht betreten", bestätigt Jürgen Gruhler, Abteilungsleiter Rundfunkgebühren beim SWR.





Die Beweispflicht liegt letzten Endes bei den Gebührenfahndern. Deshalb, so Gruhler, versuchen die Fahnder die Schwarzseher und -hörer auch zunächst zur Anmeldung zu überreden - mittels Gesetzestext. Durch Werbung wird einem schon seit Jahren suggeriert, „Schwarzsehen" sei fast schlimmer als ein „echtes" Verbrechen.





In Rheinland-Pfalz sind im Auftrag von ARD und ZDF rund 60 Rundfunkgebühreneintreiber unterwegs. Sie sind nicht fest angestellt, sondern arbeiten auf Honorarbasis, erhalten für jeden neuen GEZ-Kunden Geld. Und die meisten Bürger würden Eintritt gewähren, „will sie nichts zu verbergen haben", so Gruhler. Wenn dann allerdings ein Radio oder Fernseher vorhanden ist, darf der Besitzer zur Kasse gebeten werden. Da hilft auch die Ausrede nicht mehr, das Gerät sei kaputt, oder man schaue nur private Sender.





„Entscheidend ist allein, ob ein Gerät vorhanden ist oder nicht", sagt Gruhler. Oft werden die Fahnder genau damit konfrontiert. Treffen sie niemanden in den aufgesuchten Wohnungen oder Betrieben an, flattert ein Kärtchen mit Anmeldeaufforderung in den Briefkasten. Das verpflichtet jedoch noch zu nichts. Ihre Informationen, ob jemand bei der Rundfunkgebühren bezahlt, der ein potenzieller Schwarzseher ist, erhält die GEZ von den Einwohnermeldeämtern. Die Liste der neuen Bürger wird mit den neu angemeldeten Gebührenzahlern abgeglichen.





Wer jedoch länger als sechs Monate schwarz sieht (oder hört) und erwischt wird, dem droht eine Geldstrafe. Bis zu 1000 Euro können in so einem Fall fällig werden.





Fällig werden soll ab dem 1. Januar 2007 wohl auch die Gebühr auf internetfähige Computer und Mobiltelefone. Im Internet gibt es dafür schon jetzt Aufrufe zu Massenklagen und Boykott. Die Kritiker schimpfen, dass „unverzichtbare Gebrauchsgeräte zu gebührenpflichtigen Rundfunkempfangsgeräten werden". Geht es nach dem ZDF, soll der PC zusätzlich 17,03 Euro pro Monat kosten, die ARD will lediglich 5,52 Euro in Rechnung stellen. Eine Einigung und die Entscheidung der Karlsruher Richter lassen auf sich warten. Jürgen Gruhler sagt, zumindest wer schon vorbildlich für TV oder Radio bezahlt, solle nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden.





Einen Antrag auf Gebührenbefreiung könne stellen: Studenten, die BaföG erhalten und nicht mehr bei den Eltern wohnen, Hartz-IV-Empfänger und Ein-Euro-Jobber.







PETERR / PETERR

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Pfälzer Tageblatt

Datum: Nr.188

Datum: Dienstag, den 15. August 2006

Seite: Nr.11

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G

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Bin dafür, dass jeder die GEZ boykottiert und keiner mehr GEZ bezahlt. Mal sehen was sie dann machen.
 

Benhancer

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Bald kann man das ja dann auch am Pc in ausreichender Quali schauen.


Je gieriger die GEZ wird und je mehr Geld die Öffentlich-Rechtlichen scheinbar sinnlos rausschmeißen, desto mehr Leute werden auch schwarz schauen. Und deren Werbung bringt ja auch kaum was, ebensowenig wie die Werbung der Musikindustrie.
 

Teufelsanbeterin

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Aus dem Satire-Magazin "Zyn":



Populäre Mythen über die GEZ widerlegt:

Wenn die GEZtapo drei mal klingelt.



Ich bin vor Jahren aus der Fernsehsekte ausgetreten. Ich habe persönlich nichts gegen kreuzbigotte Fernsehpastoren, Quiz-Sendungen für mental Ausgebombte, Serienstars mit Fressen von der Resterampe oder Wiederholungen von Bergdoktorensendungen der Mittachtziger. Mich stört es auch nicht, dass in der Kiste jeden Tag ein Programm ausgestrahlt wird, das gegen die EU-Richtlinien zur humanen Zuschauerhaltung verstößt.



Ich finde es sogar OK, dass abgehalfterte Fleischruinen ohne erkennbare zerebrale Restaktivitäten eine letzte gut dotierte Heimat in meinem flimmernden Wohnzimmermöbel finden. Was mich aber definitiv stört, ist dass mein unter Blut und Tränen verdientes Geld von diesen Menschen aufs breit Grinsensde verbrannt wird.



So wie mir geht es - grob geschätzt - 80% der bundesdeutschen Bevölkerung. Leute, die bei der Gustation öffentlich rechtlicher Sender harte Nieren und weichen Schanker bekommen. Leute, die aber trotzdem jeden Monat treudämlich ihre GEZ-Gebühren abdrücken, weil sie sich nicht trauen, aus der Gemeinschaft der Gebührenzahler auszutreten. Irgendwie ist es ja nicht so schlimm und für einen guten Zweck und außerdem: Was ist, wenn man beim Schwarzschauen erwischt wird?



Um diesen Menschen, die Schwellenangst vor dem Schritt in die Gebührenfreiheit zu nehmen, hier mein kleines FAQ. Es soll die wichtigsten Mythen über die GEZ widerlegen und einfach für mehr innere Ruhe und Erbauung beim wohlverdienten Schwarzsehen sorgen.



So schlimm ist es nicht, Gebühren zu zahlen. Mein Geld wird ja sinnvoll verwendet. Oder?



Ihr hart erarbeitetes Geld wird so hart verbrannt, Ihnen würde salziges Pipi in den Augen stehen, wenn Sie wüssten, was damit passiert. Die GEZ gönnt sich für das Einsammeln des Geldes allein schon über 100 Mio. Euro Verwaltungskosten pro Jahr. Wissenschaftler rätseln, wohin das Geld geht. Selbst wenn sich jedes Mitglied des zehnköpfigen Verwaltungsrats der GEZ fünf sturzteure Koksnutten à 20.000 Euro pro Monat hält, erklärt das gerade mal die Verwendung von 15% des Geldes. Eine Theorie geht dahin, dass die GEZ in ihren Kölner Bunkern mit Hilfe von Aliens ein münzbetriebenes Zwangsfernsehgerät entwickelt, das vom Besitzer mit Geld gefüttert werden muss und ihn zwingen kann zuzusehen.



Aber das Geld, das dann an die Sendern geht, wird für fundierte Information und gehobene Unterhaltung ausgegeben?



Sie werden doch nicht im Ernst annehmen, dass die Masse des Geldes in irgendwelche hintergründigen Polit- und Satiressendungen geht, die von Harald Schmidt und den anderen öffentlich-rechtlichen Schlaubischlümpfen moderiert werden? Etwa die Hälfte Ihrer Gebühren fließt nach Hollywood, in den Fußball und in Serien. Das schaffen die privaten Sender auch ohne Gebühren. Die andere Hälfte wird von Zigtausenden unkündbaren Rundfunksachbearbeiter verbrannt, die seit Jahrzehnten in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor sich hinfermentieren, ohne irgendeinen flimmernden Output zu produzieren. Es gibt also absolut keinen Grund, Gebühren zu erheben.



Das Programm der Privaten ist doch noch viel trashiger.



Natürlich. Danken Sie täglich Ihrem Schöpfer, dass noch kein Politiker auf die Idee gekommen ist, Sie zu zwingen, für RTL Gebühren zu zahlen, täglich bei 9Live anzurufen oder Zwangsshopping auf HSE zu betreiben.



Ich kann mich doch nicht einfach abmelden, wenn ich meinen Fernseher noch nutzen will.



Doch. Die Tagesschau am Abend nach der Abmeldung sorgt für ein besonders wohliges, reuedurchflutetes Gefühl. Kenner vergleichen es mit einer Klöppelstunde bei der Ex.





Die GEZ hatte mich eine Zeit lang vergessen. Aber neulich habe ich einen Brief ihr bekommen: Ich muss mich anmelden, sonst drohen sie mir mit "weiteren Schritten". Zumindest muss ich ihnen antworten, dass ich kein Rundfunkteilnehmer bin.

Nope. Dieser Brief möchte von Ihnen in den Mülleimer eingeführt werden. Was soll die GEZ denn machen? Sie kidnappen, nach Köln transportieren, in siedendem Wasser das Fett aus Ihnen rauskochen und für die ölbetriebene Studiobeleuchtung von Radio Bremen verwenden? Die GEZ kann gar nichts machen und hat nach den Drohbriefen nur noch eine eklige Eskalationsstufe: Einen ihrer Schergen vorbeizuschicken.



Wenn der GEZ-Beamte kommt, darf er meine Wohnung kontrollieren, um festzustellen, ob ich Radios oder Fernsehgeräte besitze.



Nein. Der GEZ-Scherge ist ein freiberuflicher Provisionsjäger, der in den Kellern der GEZ-Zentrale aus Elektroschrott, Altöl und Tierhäuten zusammengebastelt wurde. Er besitzt keinerlei irgendwie gearteten amtlichen Befugnisse. Rechtlich steht der Scherge auf der selben Ebene wie ein Zeuge Jehovas oder eine Zeitschriftendrückerkolonne und muss natürlich nicht in die Wohnung gelassen werden. Biologisch residiert er auf der nach unten offenen Evolutionsskala irgendwo zwischen Schuppe und Fell. Wenn es noch ein Primat der Primaten in Deutschland gäbe, hätte er vielleicht das Recht, vor der Tür stehende Mülltüten leer zu fressen, aber keinesfalls dürfte er das Wort an den Hausherrn richten.



Wenn ich lüge, werde ich mit modernster Technik überführt. Mit Hilfe von Peilwagen läßt sich feststellen, ob ich fernsehe.



Hihi. Der graue Peilwagen. Der gehört der Telekom und spürt magnetische Störfelder auf. Der GEZ-Scherge kann von außen nicht mal feststellen, ob Sie einen Fusionsreaktor im Keller betreiben. Der Scherge ist allein mit schlechtsitzender Kleidung und einem stark heruntergetakteten Hirn bestückt. Das ausgefeilteste Stück Technik, das bei sich hat, ist sein Kugelschreiber. Seine einzige Waffe ist der Mundgeruch und die Angst des Deutschen vor Autoritäten. Also: Wenn er was vom Peilwagen erzählt, breit grinsend die Tür zuschlagen und versuchen, unvorsichtigerweise in die Wohnung hereinragende Tentakel des Schergen abzutrennen. Das Zeug sollte nicht in den normalen Müll, sondern muss bei hoher Hitze verbrannt werden.



Wenn ich die Tür geöffnet habe und es läuft der Fernseher, muss ich mich für ca. zwei Generationen rückwirkend anmelden und den Freunden von der GEZ so in etwa den Gegenwert einer Vierzimmerwohnung überschreiben.



Njet. Grundsätzlich: Falls man sie doch überführt, weil ein kreuzdämlicher Mitbewohner, überforderter Ehepartner oder geistig schwächelnder Nachwuchs zugegeben hat, dass die drei unangemeldeten Geräte in der Wohnung meist bis zum Anschlag durchglühen: Immer erst seit gestern. Ich wiederhole: Das Zeug läuft immer erst seit gestern. Yes.



Also?

Tja, was gibt es noch zu sagen? Ich schaue erfolgreich seit Jahren schwarz. Meistens glüht mein Fernseher privat, weil ich mir sage: Wenn schon pervers, dann richtig, umsonst und draußen: Also, Kriegsfilme und Western auf Kabel1. Wenn es bisschen mehr Blut sein soll, dann Giga-TV. SpongeBob auf SuperRTL und einmal im Jahr einen guten Amischinken auf Pro7. Ach ja, und nachts, wenn mein Bettlaken vor Einsamkeit seufzt, leisten mir die nackten Fitnessmäuschen auf DSF manchmal Einschlafhilfe.



P.S.: Gut, ich habe jetzt wahrscheinlich wieder etwas übertrieben. Manchmal schaue ich doch ganz gerne Staatsfernsehen. Was ich wirklich super-knorke an den Öffentlich-Rechtlichen finde, ist die kleine Hampelfrau für Hörbehinderte, die auf Phönix die Sendungen in Gebärdensprache übersetzt. Manchmal, wenn sie eine Schreckensmeldung aus Nahost gebärdenverspracht, denke ich bei mir: Das mit den Anschlägen ist ein hartes Brot, aber Deine Gestik, kleine Maus, die macht mich rollig. Also, Baby, wenn Du das zufällig liest, ich hab Dich lang schon nicht mehr gesehen, schreib mir doch mal eine Mail!
 
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Der Artikel ist wirklich klasse.

Mich haben sie auch mal Angeschrieben, dass ich Gebühren zahlen soll, obwohl ich schon seit Jahren zahle. Habe insgesamt 3 Briefe bekommen, auf die ich nicht reagiert habe. Dann hat meine Frau dort abgerufen und ihnen das erklärt
Natürlich auf unsere Telefonkosten. Hab nur ziemlich angesäuert gemeint, dass ich gerne so Hampelmann von denen vor der Tür gehabt hätte, um ihm dann zu sagen, wie hohl die GEZ doch ist.
 
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ARD verteidigt Exklusivverträge



Jan Ullrich kassierte sechsstellige Beträge von der ARD, heute nahm der Sender Stellung zu dem Exklusivvertrag. Offizieller Grund für die satten Ullrich-Honorare: eine "besondere Berichterstattung".



Hamburg - ARD-Programmdirektor Günter Struve bestätigte den Vertrag mit dem Tour-de-France-Sieger von 1997. In seiner Stellungnahme nannte er die Eckdaten des Kontraktes: "Im Jahr 1999 wurde vom Saarländischen Rundfunk für die ARD ein Honorarvertrag mit Jan Ullrich abgeschlossen. Das Ziel bestand darin, besondere Berichterstattungsmöglichkeiten über einen der prominentesten Sportler Deutschlands zu erhalten." Im Jahr 2002 ruhte der Vertrag, wurde 2003 fortgesetzt und laut Struve zum Jahresende 2006 gekündigt.





Medien-Star Ullrich: "Besondere Berichterstattungs-Möglichkeiten"

Es sei nicht nur um Interviews gegangen, sagte ein Sprecher der ARD-Programmdirektion zu SPIEGEL ONLINE. Der Sportler habe darüber hinaus auch für TV-Auftritte, Portäts und das "Tagebuch der Tour de France" zur Verfügung gestanden. Der Vertrag habe Ullrich jedoch nicht exklusiv an die ARD gebunden.



Die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatten Einzelheiten aus dem Vertrag mit dem Olympiasieger veröffentlicht, der jährlich von der gebührenfinanzierten ARD eine sechsstellige Summe kassiert haben soll. Den Zeitungsberichten zufolge waren die Zuwendungen an den früheren Telekom-Star und T-Mobile-Kapitän erfolgsabhängig und gestaffelt.



Neben den medialen Exklusivleistungen ist Ullrich zusätzlich für sportliche Erfolge belohnt worden. Für einen Etappensieg bei der Tour de France erhielt er einen Bonus von 20.000 Euro, für seinen Olympiasieg 2000 in Sydney gab es 30.000 Euro und für den Gewinn der Deutschland-Rundfahrt 40.000 Euro. Zuletzt haben die Zahlungen 195.000 Euro im Jahr betragen, so die "Süddeutsche Zeitung". Zu der genauen Höhe wollte die ARD-Programmdirektion keine Stellung beziehen.



nkl/dpa/ddp
 
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Von mir aus können se den ganzen Kram liberalisieren: was wäre die Folge:



Alle Free Tv-Seder hätten Werbung !! ( Kann man reglementieren, bzw. ist schon reglementiert, ein Übel, aber für mich hinnehmbar)



Es würde Pay-TV geben, dort dann werbefrei, wie im Moment eben auch.





Man müsste nur aufpassen, dass sowas nicht wie in Italien durch Politik etc. mißbraucht wird ( sprich nen Grmeium oder sowas).



Aber ganz im Ernst ich könnte kotzen, wie die ARD, ZDF mit den Gebühren umgeht und was bietet sie dafür: Gute Nachrichten, Bundesliga... den Rest kucke ich mir auf den freien Kanälen an. Und ein Ullrich wird da dick von meinem Geld bezahlt, ebenso ein Harald Schmidt, der zwar genial ist, aber ich hasse es, wenn einer für was bezahlen muss, was er gar nicht will...
 

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