(FCK) Basketball

playerred

Well-Known Member
Nach dem ersten Auswärtssieg nachlegen

Herren des FCK vor einem richtungsweisenden Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TV Langen
Von Karsten Kalbheim

Die Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern stehen am Samstag (16.30 Uhr/Barbarossahalle) vor einem richtungsweisenden Heimspiel im Kampf um einen Platz im oberen Tabellendrittel der Ersten Regionalliga Südwest. Gegen ihren oberen Tabellennachbarn TV Langen gilt es nach dem ersten Auswärtssieg des Jahres in eigener Halle nachzulegen.

Der TV Langen hat als Tabellenvierter nur einen Sieg mehr auf dem Konto als die mit vier weiteren Mannschaften punktgleich auf Rang sieben geführten Kaiserslauterer. Im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga ProB hat sich nach sieben Spieltagen ein Trio herauskristallisiert. Die Tabelle wird von den noch ungeschlagenen Arvato College Wizards aus Karlsruhe (14 Punkte) angeführt. Knapp dahinter lauert der bärenstarke Aufsteiger TV Idstein (12), gefolgt von der Bundesliga-Reserve der Crailsheim Merlins (10).

Die Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern stehen am Samstag (16.30 Uhr/Barbarossahalle) vor einem richtungsweisenden Heimspiel im Kampf um einen Platz im oberen Tabellendrittel der Ersten Regionalliga Südwest. Gegen ihren oberen Tabellennachbarn TV Langen gilt es nach dem ersten Auswärtssieg des Jahres in eigener Halle nachzulegen.

TV Langen viele Jahre in Bundesligen

Wenn der ehemalige Zweitligist TV Langen (8) den Anschluss nicht frühzeitig verlieren will, muss er in der Westpfalz punkten. Die Hessen waren bis zu ihrem Abstieg in die Erste Regionalliga vor drei Jahren über viele Jahrzehnte Stammgast in den deutschen Bundesligen. Bis zum Jahr 2010 spielten die „Giraffen“ 18 Jahre in Folge in der Zweiten Bundesliga, wo sie es zwischenzeitlich auch mit den Roten Teufeln zu tun hatten. Die Realität heißt nun aber vierte Liga, und dort wollen beide Mannschaften am Ende der Saison so weit oben wie möglich stehen.

Die Position des US-Amerikaners ist bei beiden Teams hervorragend besetzt. Während Kaiserslauterns Aaron Reams nach ein paar wenigen Spielen für Ligarivale Saarlouis im letzten Jahr zu Saisonbeginn noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt war, hat sich TVL-Ass Christopher Edward in der abgelaufenen Runde bereits einen Namen gemacht. Bei seinem Debüt wurden für den Center 25 Punkte, 11 Rebounds und vier Blocks notiert. Der Gegner im September 2018 hieß damals übrigens Kaiserslautern. Der beste Korbjäger und Rebounder der Hessen entschied sich trotz zahlreicher Angebote für einen Verbleib bei den „Giraffen“, wo er mit 24,5 Punkten und 12,2 Rebounds im Schnitt bislang eine überragende Runde spielt. Den 2,03 Meter großen Modellathleten in den Griff zu bekommen, wird eine der Hauptaufgaben für die FCK-Verteidigung sein. Nach zwei Heimniederlagen in Folge will es die Mannschaft von Trainer Koray Karaman in der Westpfalz besser machen.

Ansteigende Formkurve von Aaron Ellis

Die Roten Teufel haben sich für die erste Heimniederlage des Jahres gegen Gießen eine Woche später mit dem ersten Auswärtssieg bei den Tigers Tübingen rehabilitiert.
Die ansteigende Formkurve von Aaron Ellis war mitausschlaggebend für den 82:76-Erfolg. Der FCK-Kapitän punktete und reboundete erstmals in dieser Saison in einem Spiel zweistellig und war damit ein wichtiger Faktor.

Treffsicherheit der beiden Topscorer gefragt

Dass Gergely Hosszu bislang die Saison seines Lebens spielt, nährt die Hoffnung, dass für die Westpfälzer am Ende der Saison der angepeilte Platz im oberen Tabellendrittel herausspringen könnte. Mit 20,7 Punkten im Schnitt führt der Ungar die vereinsinterne Korbjägerliste vor Reams (19,3) mit knappem Vorsprung an. Die Treffsicherheit der beiden Topscorer ist auch am Samstag gegen den TV Langen gefragt, wenn es mit dem vierten Saisonsieg klappen soll.

So spielen sie
1. FCK:
Hosszu, Reams, Ellis, Weihmann, Herzog, Croom, De Sousa, Erb, Koch, Middleton, Unterberg, Leis, Archinger

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 260 Samstag, den 9. November 2019
 

playerred

Well-Known Member
Giraffen nicht zu bändigen
1. FC Kaiserslautern verliert 83:99 gegen TV Langen
Von Karsten Kalbheim

Die Regionalliga-Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern haben am Samstag die Chance verpasst, mit einem Sieg gegen ihren oberen Tabellennachbarn TV Langen wichtigen Boden im Kampf um einen Platz im oberen Tabellendrittel gutzumachen. Beim 83:99 (44:56) brachen der Mannschaft vier schwache Minuten vor dem Seitenwechsel das Genick.

Dass der Sieg der Hessen mehr als verdient war, steht außer Frage. Die „Giraffen“ lagen über 36 Minuten in Führung und hatten das Spiel ab der 16. Minute fest im Griff. Der FCK tat sich gegen die aggressive und extrem bewegliche Verteidigung der Gäste zu Beginn der Partie extrem schwer und lag nach einem krachenden Dunking des bärenstarken Christopher Edward nach fünf Minuten mit 4:11 im Hintertreffen.

Beflügelt von Gergely Hosszu, der im ersten Viertel zehn Punkte erzielte, kämpften sich die Rot-Weißen ins Spiel (17:20/9.) und lieferten sich mit ihrem Rivalen fortan einen offenen Schlagabtausch. Als Max Middleton mit dem Erklingen der Viertelsirene zum 26:26 (10.) traf, schien das Momentum zu kippen. Dieser Eindruck verstärkte sich weiter, als Kevin Croom den zweiten Abschnitt mit einem sehenswerten Distanzwurf eröffnete und seine Farben damit erstmals in Front brachte.

Der viertelübergreifende 8:0-Lauf war die stärkste Phase der Roten Teufel, die beim Stand von 37:36 (15.) letztmals in Führung lagen. Von nun an spielte nur noch eine Mannschaft: Langen. Aaron Ellis, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte, kassierte wie schon bei der jüngsten Heimniederlage gegen Gießen früh sein drittes persönliches Foul und nahm sich quasi selbst aus dem Spiel. Ohne ihren reboundstarken Kapitän taten sich die Hausherren fortan noch schwerer damit, einfache Punkte am Brett zu verhindern. Mit 38 Punkten in der Drei-Sekunden-Zone legte der TV Langen die größte Schwachstelle in der FCK-Verteidigung schonungslos offen.

Die Vorentscheidung fiel noch vor dem Seitenwechsel, als die „Giraffen“ mit einem 10:0-Lauf auf 51:41 (19.) stellten. Selbst die verletzungsbedingte Auswechslung von Timothy Chabot, der sich kurz nach Wiederbeginn ohne gegnerische Einwirkung übel am Knie verletzte, konnte die Gäste nicht mehr stoppen. In US-Center Edward (26 Punkte), Ex-Erstligaprofi Ruben Spoden (24) und Niklas Pons (24) hatten sie ein extrem starkes Trio, das kaum zu bändigen war.

Die FCK-Verteidigung kam oft den entscheidenden Schritt zu spät und ließ sich von den aus ihrer Sicht kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern zusehends aus dem Konzept bringen. Zur Halbzeit hatten die Rot-Weißen bereits 19 Teamfouls auf ihrem Konto. Obwohl die Roten Teufel von außen hochprozentig trafen (16/38) und auch den Großteil ihrer Freiwürfe (15/19) versenkten, hatten sie nach der Pause nicht den Hauch einer Chance. Mit einem 11:2-Lauf zum 67:46 (22.) sorgten die Gäste früh für die Vorentscheidung und steuerten einem ungefährdeten Sieg entgegen.
Von nun an konnte es aus FCK-Sicht nur noch darum gehen, die sich abzeichnende Niederlage in Grenzen zu halten. Die Lauterer versenkten bis zum Ende der Partie zwar noch acht Distanzwürfe, näher als bis auf 16 Punkte (55:71/28.) kamen sie aber nicht mehr heran. Dass es dem Gegner trotz drückender Überlegenheit nicht gelang, die 100-Punkte-Marke zu knacken, war nur ein schwacher Trost. Die fünfte Niederlage im achten Spiel machte einmal mehr deutlich, dass der FCK dringend seine Abwehrschwäche in den Griff bekommen muss. Wer im Schnitt über 90 Punkte pro Spiel zulässt, darf sich nicht wundern, wenn er den Blick früher oder später nach unten richten muss.

So spielten sie
1. FCK:
Hosszu (24), Weihmann (16), Croom (15), Reams (11), Leis (6), De Sousa (4), Middleton (3), Ellis, Erb (je 2), Koch, Unterberg, Archinger
Spielfilm: 4:11 (5.), 17:20 (9.), 26:26 (10.), 37:36 (15.), 44:56 (20.), 46:67 (24.), 62:84 (30.), 72:89 (35.), 83:99 (40.)
Beste Spieler:
Hosszu - Edward - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Baumann/Eklektos.

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 262 Dienstag, den 12. November 2019
 

playerred

Well-Known Member
Herkulesaufgabe
FCK beim Tabellenzweiten TV Idstein
Von Karsten Kalbheim

Ein 25.000-Einwohner zählendes Städtchen, das eigentlich als Handball-Hochburg bekannt ist, schickt sich dieses Jahr an, die 1. Basketball-Regionalliga Südwest aufzumischen. Beim Tabellenzweiten TV Idstein steht der 1. FC Kaiserslautern am Samstag (18 Uhr) vor einer Herkulesaufgabe.

Mit dem Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse sind die Hessen in Sphären vorgestoßen, von denen sie vor ein paar Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätten. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Basketballabteilung des TVI von der Kreisliga B bis in die 1. Regionalliga hochgearbeitet. Und dort scheint das Basketball-Märchen nun weiterzugehen.

Mit einer Bilanz von sieben Siegen bei nur einer Niederlage sind die „Warlocks“ aktuell der erste Verfolger der noch unbesiegten Arvato College Wizards aus Karlsruhe. Die bislang einzige Niederlage setzte es ausgerechnet im Hessen-Derby bei den Gießen Pointers. Und die fiel mit 53:76 sogar recht heftig aus. Es folgten fünf Siege am Stück, die den TVI auf Rang zwei katapultierten.

Aufstiegs-Coach Igor Starcevic ist in der Basketballszene kein Unbekannter. Der Kroate kann auf eine langjährige Karriere als Profi zurückblicken. Unter anderem war er in der höchsten Spielklasse Belgiens und in der Zweiten Basketball-Bundesliga für den TV Langen am Ball. Als Trainer war er bereits in der deutschen ProB aktiv, wo er die Licher BasketBären coachte. Beim jüngsten 83:75-Erfolg nach Verlängerung in Stuttgart hatte sein Team das Glück das man braucht, wenn man oben mitspielen will.

„In der Overtime konnten wir das Spiel schon nach einer Minute für uns entscheiden. Als Aufsteiger gegen die erfahrene Mannschaft aus Stuttgart zu gewinnen, ist sehr stark“, konstatierte Starcevic, dessen Team kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich kassiert hatte.

Für die Roten Teufel läuft die Saison bislang weniger erfreulich. Die jüngste Heimniederlage gegen den TV Langen war die fünfte Pleite im achten Spiel. Damit belegt der FCK einen Mittelfeldplatz. Beim 83:99 offenbarte die Mannschaft von Trainer Mario Coursey einmal mehr eklatante Schwächen in der Abwehr, die es so schnell wie möglich zu beheben gilt. Dass der Matchplan des Trainers durch die hohe Foulbelastung einiger Akteure über den Haufen geworfen wurde, spielte bei der Niederlage mit Sicherheit eine Rolle. „Wir hatten Probleme, uns auf die Schiedsrichter einzustellen. Das hat uns ziemlich aus dem Konzept gebracht. Nichtsdestotrotz waren wir auch in Bestbesetzung zu inkonstant und nur teilweise in der Lage, dem Gegner unser Spiel aufzudrücken. Langen hat unsere Schwächen gekonnt ausgenutzt, und wir waren zu unflexibel, um unsere Stärken durchzusetzen“, analysierte der Trainer. Wohl wissend, dass sich seine Mannschaft vor allem in der Defensive steigern muss, wenn sie in Idstein bestehen will.

So spielen sie

1. FC Kaiserslautern:
Hosszu, Weihmann, Croom, Reams, Leis, De Sousa, Middleton, Ellis, Erb, Koch, Unterberg, Archinger

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 266 Samstag, den 16. November 2019
 

playerred

Well-Known Member
Eine starke Mannschaftsleistung
Der 1. FC Kaiserslautern holt in der Ersten Regionalliga beim MTV Stuttgart den dritten Sieg in Folge
Von Karsten Kalbheim

Der 1. FC Kaiserslautern hat am Samstag in der Ersten Basketball-Regionalliga den dritten Sieg in Folge geholt. Die mit nur acht einsatzfähigen Spielern angetretene Mannschaft von Trainer Mario Coursey setzte sich beim MTV Stuttgart mit 84:75 (47:41) durch und kletterte auf Rang sechs.

Stuttgart, das nach dem Derby-Sieg gegen den SV Fellbach mit breiter Brust in das Spiel gegen die Roten Teufel ging, lief über weite Strecken vergeblich einem Rückstand hinterher. Die höchste Führung der Schwaben betrug kurzzeitig drei Punkte. Der FCK dominierte die Partie und zog im ersten Viertel mit einem 11:0-Lauf auf 20:12 (8.) davon.

Von außen zeigten sich die Rot-Weißen treffsicher und setzten von der Dreierlinie Nadelstiche. Mit vier von acht verwandelten Distanzwürfen stach Lauterns Scharfschütze Ger-gely Hosszu einmal mehr hervor. Mit 25 Punkten setzte der Ungar seinen persönlichen Höhenflug fort und stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum er in dieser Saison zu den besten Werfern im Südwesten zählt. Mit 25 Punkten und elf Rebounds sicherte sich Reams ein Double-Double. Auch Ronny Weihmann, der über die komplette Spielzeit auf dem Parkett stand, punktete zweistellig. Am Ende standen 16 Punkte und sechs Korbvorlagen für den Routinier zu Buche.

Obwohl die Roten Teufel im Vergleich zum MTV Stuttgart deutlich weniger Wechselmöglichkeiten hatten, hielten sie das Tempo hoch und drückten der Partie ihren Stempel auf. Die Schwaben dominierten zwar die Bretter und entschieden das Rebound-Duell mit 51:43 für sich, ließen aber vor allem an der Dreierlinie (7/35) zu viele Punkte liegen. Mit einer Dreierquote von nur 20 Prozent war gegen den FCK kein Staat zu machen. Die Kaiserslauterer verteidigten geschickt und legten damit den Grundstein zum fünften Saisonsieg in der Abwehr.

„Es war eine starke Mannschaftsleistung, keine One-Man-Show“, betonte der FCK-Coach. „Die Defense ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Wie schon bei den jüngsten beiden Siegen gegen das Spitzenteam des TV Idstein und gegen die Sunkings Saarlouis, lag der FCK fast durchgängig in Führung. Ein starker Nick Molsey war aus Sicht der Stuttgarter zu wenig, um die Heimniederlage zu verhindern. Der US-Amerikaner war mit 20 Punkten und 16 Rebounds einmal mehr der effektivste MTV-Akteur. Auch Simion Habtemichael traf zweistellig. Seine 17 Punkte gingen jedoch zu Lasten einer schwachen Trefferquote. Vor allem von außen (2/13) glückte ihm so gut wie nichts. Die Barbarossastädter blieben auch nach dem Seitenwechsel die tonangebende Mannschaft, schafften es aber nicht, sich vorentscheidend abzusetzen (60:56/30.). Stuttgart blieb in Schlagdistanz, ohne den Sieg der Roten Teufel dabei noch einmal in Gefahr bringen zu können.

Für die formstarken Rot-Weißen stehen bis zum Jahreswechsel noch drei Spiele auf dem Programm. Dem anstehenden Gastspiel am kommenden Sonntag (17 Uhr) beim SV Fellbach folgt zum Abschluss der Hinrunde ein Heimspiel gegen Kellerkind MTV Kronberg. Nur drei Tage später, am Mittwoch, 18. Dezember, gibt dann der Tabellenzweite aus Koblenz seine Visitenkarte in der Westpfalz ab. Das letzte Spiel des Jahres beginnt um 19.30 Uhr.

So spielten Sie

1. FC Kaiserslautern:
Hosszu (25), Reams (24), Weihmann (16), Croom (9), Leis (6), Ellis (4), Erb, Archinger

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 280 Dienstag, den 3. Dezember 2019
 

playerred

Well-Known Member
Ein überragender Reams reicht nicht
1. FC Kaiserslautern verliert in Fellbach 83:84
Von Karsten Kalbheim

Der 1. FC Kaiserslautern hat am Sonntag den vierten Sieg in Folge und damit den möglichen Sprung auf Rang vier der Ersten Basketball-Regionalliga Südwest verpasst. Die Mannschaft von Trainer Mario Coursey musste sich bei Rewe Aupperle Fellbach nach großem Kampf mit 83:84 (36:47) knapp geschlagen geben.

„Das verlorene Rebound-Duell und die Freiwurfquote haben den Unterschied gemacht. Dennoch haben wir ein gutes Spiel abgeliefert“, analysierte der FCK-Coach. Die mit nur acht einsatzfähigen Spielern angetretenen Barbarossastädter waren im Kampf um den Ball klar unterlegen. Von 70 Rebounds sicherten sich die „Flashers“ 43. Dass die Roten Teufel kein Team sind, das die Bretter dominiert, ist kein Geheimnis. Das ist solange kein Problem, wie die Würfe von außen fallen und die Leistungsträger zünden.

Ein Aaron Reams in Topform war aus Sicht des FCK jedoch zu wenig, um bei seinem zuvor noch punktgleichen Tabellennachbarn einen Sieg zu entführen. Der US-Amerikaner war mit 36 Punkten und zehn Rebounds der mit Abstand effektivste Spieler auf dem Feld. Reams erzielte im Alleingang fast so viele Punkte wie die beiden Fellbacher Topscorer Lasse Steinort (21) und Andre Gillette (17) zusammen. Wahrscheinlich wäre der vierte Sieg in Folge reine Formsache gewesen, wenn es Gergely Hosszu geschafft hätte, der Partie seinen Stempel aufzudrücken. Dem in den vergangenen Wochen so formstarken Ungarn glückte diesmal so gut wie nichts. Obwohl seine Trefferquote aus dem Feld (2/13) ebenso schwach war wie seine Ausbeute an der Freiwurflinie (5/10) beließ ihn Coursey über die komplette Spielzeit auf dem Parkett. Ob es der Glaube daran war, dass der Knoten bei Hosszu irgendwann platzen würde, oder schlicht der Mangel an Alternativen, sei dahingestellt. Viele Wechselmöglichkeiten hatte Coursey jedenfalls nicht.

Von der Bank kam nur wenig Entlastung. Kevin Croom (3/13) versuchte viel, traf aber nur einen Bruchteil seiner Würfe. Unterm Strich standen neun Punkte und drei Korbvorlagen für ihn zu Buche. Nach seinem fünften persönlichen Foul schied er vorzeitig aus. Auch Kapitän Aaron Ellis musste vorzeitig runter. Besser machte es Ronny Weihmann, dem 14 Punkte, fünf Assists und drei Ballgewinne glückten.

Der FCK ging durchaus dahin, wo es weh tut, und verdiente sich zahlreiche Freiwürfe. Die Trefferquote von der Linie (15/25) war jedoch schwach. Dass die Roten Teufel zu viele vermeintlich einfache Punkte liegen ließen, sollte sich am Ende rächen. Fellbach warf bis zum Ende des ersten Viertels eine zweistellige Führung heraus (25:14, 10.) und blieb in der Folge am Drücker. Den Gästen gelang es nur phasenweise, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu verkürzen. Die Schwaben lagen zwischenzeitlich mit bis zu 16 Punkten in Front und nahmen eine 65:54-Führung mit in den Schlussabschnitt. Die Rot-Weißen hatten jetzt nichts mehr zu verlieren, warfen alles nach vorne und trafen aus allen Lagen. Fellbach sah sich mit einem von Minute zu Minute stärker und selbstbewusster werdenden Gegner konfrontiert, der mit einem 11:0-Lauf zum 71:76 zur Aufholjagd blies. Einmal ins Rollen gekommen, schien der FCK-Express um den groß auftrumpfenden Reams nicht mehr zu stoppen zu sein. Die große Aufholjagd blieb jedoch unbelohnt.

Zum Abschluss des Jahres stehen für die Rot-Weißen noch zwei Heimspiele auf dem Programm. Am Samstag (16.30 Uhr) gibt Schlusslicht MTV Kronberg seine Visitenkarte in der Barbarossahalle ab. Am Mittwoch (19.30 Uhr) steht dann schon das erste Rückrundenspiel gegen die SG Lützel-Post Koblenz an.

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern:
Reams (36), Weihmann (14), Hosszu (13), Croom (9), Ellis (7), Leis (4), De Sousa, Middleton

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 287 Mittwoch, den 11. Dezember 2019
 

playerred

Well-Known Member
Ein Spektakel oder ein Spiel zum Haareraufen?
1. FC Kaiserslautern verliert 96:114 gegen SG Lützel-Post Koblenz – 380 Zuschauer beim letzten Spiel vor der Pause

Von Karsten Kalbheim

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich am Mittwochabend mit der dritten Niederlage in Folge in die Winterpause der Basketball-Regionalliga verabschiedet. Die Roten Teufel liefen gegen die SG Lützel-Post Koblenz vor der Rekordkulisse von 380 Zuschauern von Beginn an einem Rückstand hinterher und zogen mit 96:114 (41:70) den Kürzeren.

Für den neutralen Beobachter war die Partie ein Spektakel, für Headcoach Mario Coursey hingegen eher zum Haareraufen. Seine Mannschaft fand in der Defensive überhaupt nicht statt und fiel in längst vergessen geglaubte Verhaltensmuster zurück. Nach drei Minuten deutete sich bereits an, wohin die Reise gehen würde. Zu diesem Zeitpunkt lag der FCK nämlich bereits mit 5:16 im Hintertreffen. Als Gergely Hosszu mit Ablauf der Schussuhr aus größter Bedrängnis heraus per Dreier zum 8:17 (5.) traf, ging ein Raunen durch die Barbarossahalle. Der erhoffte Wirkungstreffer war es jedoch nicht. Auch die Disqualifikation von Topspieler Edin Alispahic, der Mitte des ersten Viertels nach zwei technischen Fouls für den Rest der Partie zuschauen durfte, steckte das Team vom Deutschen Eck locker weg.

Das erste Glanzlicht der an offensiven Höhepunkten reichen Partie zündete FCK-Ass Aaron Reams, der per Dunking zum 21:30 (8.) traf. Dank einer guten Dreierquote konnten die Rot-Weißen verhindern, dass sich die Gäste bis zum Ende des ersten Viertels auf mehr als elf Punkte absetzen konnten (26:37/10.). Wer nach dem zehnminütigen Offensivfeuerwerk dachte, dass beide Teams ihren Fokus nun allmählich auf die Defensive legen würden, sah sich getäuscht. Koblenz gab weiter Vollgas, traf aus allen Lagen und zog bis zur Halbzeit von 45:28 über 63:33 auf 71:40 (20.) davon. Spätestens jetzt konnte es für die Hausherren nur noch darum gehen, die sich abzeichnende Blamage zu verhindern. Weiterhin an einen Überraschungscoup zu glauben, verbot sich angesichts der desaströsen Abwehrleistung quasi von selbst.

Gefährliches EigengewächsEiner, der zumindest offensiv dagegen hielt, war Fabian Leis. Das Lauterer Eigengewächs stellte einmal mehr seine Gefährlichkeit von der Dreierlinie (5/10) unter Beweis und stellte mit 19 Punkten eine neue persönliche Bestleistung auf. Besser als der Forward trafen beim FCK nur Hosszu und der alle überragende Reams. Beide erzielten jeweils 25 Punkte. Reams bestach durch eine hohe Trefferquote (11/16) und schnappte sich zwölf Rebounds. Für ähnliche Werte war in den vergangenen Jahren auch Aaron Ellis immer wieder mal gut, aber der Kapitän lief auch gegen Koblenz seiner Form hinterher. Bezeichnend für den glücklosen Auftritt des gebürtigen US-Amerikaners war, dass der einzige Wurf, den er während der gesamten Partie nahm, sein Ziel verfehlte.

Das mit 33:52 überdeutlich verlorene Rebound-Duell gegen Koblenz spiegelte die Kräfteverhältnisse unter den Körben eindeutig wider. Insgesamt 23 Zweitversuch-Punkte der Gäste sprachen Bände und machten einmal mehr deutlich, dass beim FCK auf den großen Positionen dringend Handlungsbedarf besteht.

Waldemar Nap auf der TribüneEiner, der das Anforderungsprofil erfüllen würde, ist Waldemar Nap. Der ehemalige Spieler der Roten Teufel hat sich mit den Verantwortlichen überworfen, im Nachgang aber mehrfach betont, dass er grundsätzlich zu einer Rückkehr bereits sei. Nach einem kurzen Engagement bei seinem unterklassigen Heimatverein TV Kirchheimbolanden schloss sich der 2,01-Meter große Forward Oberliga-Spitzenreiter der DJK Nieder-Olm an, wo er mit 22,9 Punkten im Schnitt Topscorer ist. Gegen Koblenz weilte Nap mit seinem Bruder unter den Zuschauern, nun liegt der Ball beim FCK. Dem gelang es dank einer kollektiven Leistungssteigerung, den zwischenzeitlichen 35-Punkte-Rückstand bis zum Ende der Partie zu halbieren.

Weiter geht es für die Barbarossastädter am Sonntag, 12. Januar, um 15 Uhr mit dem Südwest-Derby bei der SG Mannheim.

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern:
Hosszu (25), Reams (25), Leis (19), Croom (13), Erb, Weihmann (je 7), De Sousa, Middleton, Ellis
Spielfilm: 5:16 (3.), 26:36 (10.), 33:57 (15.), 41:70 (20.), 50:84 (26.), 67:91 (30.), 58:103 (34.), 96:114 (40.) -
Beste Spieler:
Hosszu, Reams, Leis - Sherrill Jr., Sutalo - Zuschauer: 380 - Schiedsrichter: Baumann/Berres.

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 295 Freitag, den 20. Dezember 2019
 

playerred

Well-Known Member
Auf Verteidigung konzentrieren
Basketball: 1. FC Kaiserslautern muss gegen SG Mannheim punkten

Von Karsten Kalbheim

Die Regionalliga-Basketballer des 1. FC Kaiserslautern starten am Sonntag (15 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei der SG Mannheim ins neue Jahr. Nach drei Niederlagen in Folge steht die Mannschaft von Trainer Mario Coursey beim Tabellenelften unter Zugzwang, wenn sie nicht mit in den Abstiegskampf hineingezogen werden will.

Der Blick auf die Tabelle ist trügerisch. Diese weist die Roten Teufel trotz der jüngsten Negativserie nach wie vor auf einem einstelligen Tabellenplatz aus. Obwohl der Rückstand auf den Tabellendritten TV Idstein, den man in der Hinrunde auswärts überraschend schlagen konnte, nur vier Punkte beträgt, müssen die Barbarossastädter auch nach unten schauen. Der Vorsprung auf den Stand heute einzigen Abstiegsplatz beträgt vier Punkte und ist somit alles andere als komfortabel.

Sämtliche Mannschaften ab Platz acht liegen so dicht beisammen, dass dem FCK bei einer Niederlage gegen Mannheim der Sturz auf Rang zwölf droht. „Jeder Sieg ist in unserer Situation wichtig, um als Mannschaft und als Organisation besser zu werden“, betont Coursey. „Der Schlüssel wird am Sonntag sein, uns in allererster Linie auf die Verteidigung zu konzentrieren und das Spieltempo zu bestimmen.“

Mannheim, das aufgrund seines geringen Etats neben Aufsteiger MTV Kronberg von vielen Experten vor Saisonbeginn als klarer Abstiegskandidat gehandelt wurde, hat aus den ersten 14 Spielen fünf Siege geholt und steht damit über dem Strich. Der klare 85:69-Sieg im Hinspiel sollte bei den Rot-Weißen niemanden dazu verleiten, das Leistungsvermögen der Kurpfälzer zu unterschätzen. Denn während der FCK mit voller Kapelle antrat, mussten bei der SG damals Leistungsträger passen. Unter anderem fehlte mit Benjamin Kaufhold (14,6) der zweitbeste Schütze nach Topscorer Alexander Kuhn (18,7).

Den sonst obligatorischen US-Amerikaner sucht man bei der Mannschaft von Trainer Markus Mosig vergeblich, das Kollektiv steht im Vordergrund. Im Kellerduell gegen den MTV Stuttgart konnten die mit nur acht Spielern angetretenen Neckarstädter das letzte Spiel vor der Winterpause lange offen halten, unterlagen am Ende jedoch mit 78:84.

Für den FCK nahm das letzte Jahr ebenfalls kein gutes Ende. Dem knappen 83:84 beim SV Fellbach folgten innerhalb von vier Tagen zwei Heimniederlagen gegen das Kellerkind MTV Kronberg (88:94) und gegen das Spitzenteam aus Koblenz (96:114), wo der FCK abwehrtechnisch in längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster zurückfiel. Nicht mehr zum Kader zählt Christopher Koch. Der ehemalige Zweitligaspieler hat in der Hinrunde acht Spiele absolviert, in denen er im Schnitt auf 1,9 Punkte kam. Über die Gründe der Trennung wurde nichts bekannt.

So spielen sie
1. FC Kaiserslautern:
Hosszu, Leis, Reams, Weihmann, Croom, Ellis, Erb, Middleton, De Sousa

Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 8 Freitag, den 10. Januar 2020
 

Oben