Das Ende von "Game of Thrones"

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  • Umfrageteilnehmer
    10

Lancelot

Well-Known Member
Dieser Post von @Lenfer brachte mich darauf, hierzu einmal einen eigenen Thread und eine Umfrage zu erstellen, für diejenigen, die es auch gesehen haben. Was genau stört euch am Ende von "Game of Thrones"? Warum stört euch das Ende doch nicht oder warum findet ihr, dass gerade das Ende die Serie einzigartig macht? Was ist für euch positiv und was ist negativ am Ende der Serie und fällt die letzte Staffel für euch ab oder ist sie ein würdiger Abschluss der Serie?

Falls ihr die Bücher lest: Welche Änderungen erwartet ihr für den Abschluss im Vergleich zur Serie?
 

Lenfer

Well-Known Member
Die Bücher habe ich nicht gelesen und werde es wahrscheinlich auch nicht tun. Von daher habe ich da keinen Vergleich, wobei die Serie ja soweit ich weiß wohl etwas von der Vorlage abweicht und Martin außerdem auch noch gar nicht fertiggeschrieben hat.

Am Serien-Ende stören mich hauptsächlich zwei Punkte:

Die letzte Staffel kommt mir sehr gehetzt vor. Als wäre dem Produktionsteam die Kohle ausgegangen und sie mussten auf Teufel komm raus, ganz schnell irgendwie noch was zusammenstoppeln, um die Handlungsstränge zum Abschluß zu bringen. Keine Ahnung, ob das wirklich ein finanzielles Problem war, oder ob andere Gründe eine Rolle gespielt haben (z.B. die eben dann fehlende Martin-Vorlage oder terminliche Gründe), aber im Vergleich zu den frühen Staffeln, in denen sich die Macher viel Zeit für die Charakterentwicklung genommen haben (sehr löblich!), wirkt das Ende wie nur noch flott hingerotzt.

Der zweite Punkt hat mit dem ersten zu tun: Die Entwicklung von Daenerys ist für mich an den Haaren herbeigezogen und sehr unglaubwürdig. Als eine der Hauptfiguren (und dazu noch Sympathieträgerin) legt sie in gefühlt 20 Filmminuten einen Absturz von durchaus mitfühlend (oder zumindest bereit, unschuldiges Leben zu schonen) zu "Ich-brenn-Euch-alle-nieder-und-tanz-auf-der-Asche" hin. Hab mich beim Schauen richtig geärgert, weil sich das dermaßen "falsch" angefühlt hat. Der beschleunigte Handlungsablauf ist für so eine Entwicklung natürlich Gift! Das hätte man vielleicht (nur vielleicht!) über 2-3 komplette Staffeln aufbauen können.

Neben diesen beiden Punkten fand ich auch noch die Auflösung (gab's die überhaupt? kann mich tatsächlich kaum erinnern) bzgl "Weiße Wanderer" diskussionswürdig. Über alle Staffeln als ultimative Bedrohung und "das Böse" aufgebaut - und dann fast mit einem Fingerschnipsen weg.

PS: Nachdem ich das Obige zusammengeschrieben hatte, hab ich mal im Netz rumgesucht, weil ich mir schon dachte, daß es bestimmt einiges an Kritik zur 8. Staffel gibt. Offenbar haben das viele Leute so ähnlich empfunden wie ich, v.a. was die Geschwindigkeit angeht, mit der die Handlung abgespult wird (+ alle negativen Begleiterscheinungen, die das halt nun mal mit sich bringt). - Es gibt auch einige Erklärungen, die man wegen mir annähernd logisch finden kann, aber ich will mich da gar nicht zu sehr in Details verlieren. Für mich war es jedenfalls ein enttäuschender, unbefriedigender Abschluß der Serie, die vorher über Jahre die Qualität hervorragend hoch gehalten hatte.
 

Ramser Wildsau

Well-Known Member
Ich hab die Bücher 2004 angefangen zu lesen. Ich hab die Serie zu Beginn sehr gemocht. Aber das hat sich geändert und ich konnte in der 2. Staffel irgendwann nicht mehr.
Dumbed down and sexed up..... :worried:
 

Pfobbel

Well-Known Member
Also die Entwicklung von Daenerys war abzusehen, bedenke die Sklavenhalter. Und es wurde immer angedeutet, dass bei der Geburt eines Tagaryen eine Münze geworfen wird. Anspielungen gab es einige, auch in ihrem Verhalten. Also überrascht war ich nicht.

Dass die Handlung allerdings zu schnell durchgedrückt wurde, in Staffel 7 und 8, das stimmt allerdings.

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Lancelot

Well-Known Member
@Pfobbel
Tatsächlich habe ich GoT 8 Mal gesehen (englisch) und 6-7 Mal (englisch, deutsch, spanisch, französisch, portugiesisch, spanisch) gelesen und würde Dir daher zustimmen, zudem fallen mir auch noch andere Argumente ein. Sowohl was Daenerys angeht, als auch was die Verkürzung der Handlung angeht.

@Lenfer
Ich kann sogar das mit dem Night King verstehen und auch mit den White Walkers (entschuldigung, ich finde die deutsche Übersetzung grottig). Dennoch bin ich persönlich eher bei @Pfobbel. Letztendlich kann ich jedoch unterschiedliche Interpretationen akzeptieren und denke, dass sich "A Song of Ice and Fire" in einem Punkt grundlegend von "A Game of Thrones" unterscheidet.

Was sind für euch denn die männlichen und was sind für euch die weiblichen Helden ("pure" Charaktere), in "A Song of Ice and Fire" und "Game of Thrones")? Ich denke, gerade hier gibt es wirkliche Unterschiede - und dass, obwohl ich beide sehr gelungen finde! Was sind die Antagonisten? Welches Bild (vermeintlich) starker Männer und starker Frauen wird jeweils bejaht und welches wird negiert? Welche Charakter sind "middleground"? Jeweils auf die Geschlechter bezogen?
 
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Pattelinho

Well-Known Member
Ich bin da ziemlich klar bei @Lenfer
Für mich ist die Entwicklung von Daenerys (noch vor der Sinnlosigkeit des Night King) der größte „downer“ beim Ende von GoT. Ja… sie hatte immer mit den „inneren Dämonen“ (so nenne ich es mal) der Tagaryen zu kämpfen und sie hat auch teilweise ihre „Grausamkeit“ gezeigt. Allerdings war das imho nie in Situationen in denen sich keinerlei Rechtfertigung für ihre Handlungen hätte finde können und in den allermeisten Fällen hat sie gezeigt das sie sich deutlich von ihrer „Familientradition“ was das regieren angeht differenziert und differenzieren will.

In Staffel 8 gibt es dann nahezu überhaupt keinen innerlich erkennbaren Konflikt mehr bei ihr zu erkennen. Das ist inkonsequent und ihrer Person gegenüber nicht gerechtfertigt. Sie wurde am Ende als viiiel Diabolischer dargestellt als es in 6,5-7 Staffeln davor angedeutet worden war und das noch nahezu ohne sinnvoll erkennbaren Grund. In einigen Staffeln war sie sogar DER Lichtblick überhaupt und die größte Hoffnung auf ein gutes Ende. Diese Hoffnung wurde komplett beerdigt ohne auch nur einen Zweifel an ihrer Gesinnung zu lassen… damit fühl(t)e ich mich für dumm verkauft.

Aber ich merke schon… ich rege mich nur schon wieder auf #TeamDaenerysForever :smile:
 
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Pfobbel

Well-Known Member
Meine Lieblingscharaktere sind Kleinfinger und Varys. Ich liebe die Intrigen

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wueterich

Well-Known Member
Also ich finde Bran als König optimal, da er ja über sehende Fähigkeiten verfügt und genug Demut für einen König gezeigt hat

Daenerys Entwicklung war abzusehen, das sie ja durchgehend ziemlich harte Entscheidungen getroffen hat wo wenig Mitgefühl zu spüren war und sie musste sterben, damit für Bran der Platz des Herrschers frei war

Ich fand die Bedrohung durch den Nachtkönig auch gut weil so Daenerys nachvollziehbar das Bündnis eingegangen ist welches ja entscheidend war um die Lenesters vom Thron zu stoßen

Das Problem für mich war auch, dass die TV-Staffeln wegen der Zuschauerqouten vor den Büchern geschireben wurden und somit ab dem Zeitpunkt die Tiefe verloren ging und es deshalb irgendwie wie durchgehetzt erschien.

Martin hat ja ähnlich wie Tolkien eine komplette Welt mit deren Vergangenheit erfunden und hatte sehr viele verschiedene Handlungsstränge, die dann eben wegen fehlender Zeit nicht mehr wirklich ausgeschückt wurden wie es zu Beginn der Serie war.

Martin hätte darauf bestehen müssen mehr Zeit zu bekommen um erst die Bücher zu schreiben, ich bin überzeugt. der Hype wäre auch geblieben, wenn alle 18 Monate eine Staffel rausgekommen wäre, wenn es zischen jeder Staffel 1-3 Folgen zur besseren Erklärung der gesamten Welt mit Geschehnissen aus der Vergangenheit gegeben hätte, wären die Fans sicher auch dabei geblieben wenn nur alle 2 Jahre ne Staffel rausgekommen wäre.


Vielleicht wäre dann das Ende auch anders gewesen, irgendwie hätte es auch gepaßt wenn es kein Happy End gegeben hätte, sondern ein offenes Ende, wo der Nachtkönig noch Lebt, die Mauer aber intakt ist und es deshalb eine/n König/in des Nordens und eine/n König/in der 6 Lande gegeben hätte
 

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