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„Ich habe heute ein Spiel gesehen von meiner Mannschaft, auf das ich mächtig stolz bin. So wie wir den Gegner in der ersten Halbzeit attackiert haben, so haben wir auch ein bisschen das Spiel bestimmt“, ließ sich FCK-Coach Markus Anfang unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie gegen die SV Elversberg am vergangenen Freitagabend von den anwesenden Medienvertretern im Fritz-Walter-Stadion auf der abschließenden Spieltags-Pressekonferenz entlocken.
Dass es beim Spiel gegen einen der ärgsten FCK-Verfolger auf Tabellenrang sechs (39 Punkte) auf die vor dem 25. Spieltag auf Rang zwei platzierten Pfälzer (42 Punkte) am Ende „nur“ zu einer 1:1-Punkteteilung reichte, war erfreulicherweise jedoch nicht einer mageren, spielerischen Vorstellung der roten Teufel geschuldet, die sich gegen das Team von der saarländischen Kaiserlinde, das von rund 5.000 Auswärtsfans mit zum Spiel auf den Betzenberg begleitet wurde, offenbar besonders viel vorgenommen hatten.
Anfang schickte zu Spielbeginn die gleiche Startelf wie beim 3:0-Heimsieg gegen den SSV Jahn Regensburg eine Woche zuvor auf den Rasen des Fritz-Walter-Stadions – auch Stammtorhüter Julian Krahl, der im Laufe der vergangenen Trainingswoche aufgrund von Hüftproblemen noch leicht wackelte bzw. fraglich gewesen war, konnte im Spiel gegen die Mannschaft von SVE-Trainer Horst Steffen rechtzeitig zwischen die Pfosten des Lautrer-Gehäuses zurückkehren.
Die Gäste, die selbst mit einer starken Bilanz von zwölf Punkten und einer fast makellosen Bilanz von 12:3-Toren aus den letzten sechs Spielen die kurze Anreise nach Kaiserslautern auf sich genommen hatten, versteckten sich wie erwartet auch beim Auswärtsspiel gegen die Betzebuwe nicht – Die Mannschaft vom langjährigen Cheftrainer Steffen präsentiert sich über weite Strecken des bisherigen Saisonverlaufs ohnehin wie eine „well-oiled-machine“, die sich insbesondere in den physischen Statistiken wie den intensiven Läufen, den Sprints und der Gesamtlaufleistung z.T. deutlich vom Gros der restlichen Zweitligisten abhebt und sich somit zurecht berechtigte Hoffnungen auf einen möglichen Bundesligaaufstieg machen darf – wohlgemerkt im zweiten Zweitligajahr in Folge für die Saarländer überhaupt.
Aber die Lautrer waren auf ihren Gegner und die da kommende Wucht aus Elversberg offensichtlich ebenfalls sehr gut vorbereitet – in der ersten Halbzeit zeigten die roten Teufel eine der besten Spielhälften der bisherigen Saison. Konzentriert u. aufmerksam in den Zweikämpfen, eng an den Gegenspielern und auch vor dem gegnerischen Tor mit einigen guten Momenten, entwickelte sich in den ersten fünfundvierzig Minuten ein sehr gutes Fußballspiel beider Mannschaften, das den Zuschauern im restlos-ausverkauften Fritz-Walter-Stadion eigentlich nur Spaß machen konnte und die zahlreichen Fans auch hinsichtlich des gezahlten Eintrittsgeldes mehr als entschädigen sollte.
In der 19. Minute hatten die Lautrer dann auch zum ersten Mal den Torschrei auf den Lippen – Nach einem Steckpass von Jean Zimmer zog Marlon Ritter im gegnerischen Strafraum aus halbrechter Position einfach mal ansatzlos auf die lange Ecke ab, SVE-Keeper Nicolas Kristof konnte das Spielgerät nur auf die Seite direkt vor die Füße von Daniel Hanslik abwehren, der den Ball nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen – leider aber machte es der 28-jährige Topscorer der Pfälzer zu genau bzw. zu kraftvoll und knallte den Ball mit seinem starken, linken Fuß an den Querbalken – das hätte die Führung für den Betze sein können, nein sogar müssen.
Die Gäste meldeten sich rund fünf Minuten später durch Flügelstürmer Lukas Petkov zum ersten Mal etwas zwingender vor dem Tor der Hausherren an. Über die Stationen Baum und Damar, lauerte Petkov im Rückraum am Strafraumrand. Aus rund 17 Metern zog der ehemalige Fürther wuchtig ab, sein zentraler Schuss konnte von Krahl allerdings mit beiden Fäusten zur Ecke abgewehrt werden (23‘).
Auf der Gegenseite vergab Hanslik rund zehn Minuten später eine weitere, gute Gelegenheit – eingesetzt vom besten Lautrer an diesem Tag, Tim Breithaupt, der ein überragendes Spiel auf der Sechserposition für seine neue Mannschaft aus der Pfalz machte und die Elversberger-Angriffsversuche oftmals schon im Ansatz ein ums andere Mal bravourös entschärfen konnte, nahm Hanslik zentral von der gegnerischen Strafraumgrenze aus Maß – sein satter Linksschuss konnte in allerletzter Sekunde vom glänzend-reagierenden Kristof noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten gelenkt werden- erneutes Glück für die Gäste (33‘).
Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann allerdings doch noch soweit – ein langer Abschlag von Kristof in die gegnerische Hälfte entwickelte sich zum absoluten Boomerang. Zuerst entschied Abwehrmann Maxi Bauer das Kopfballduell für sich, Filip Kaloč verlängerte den Ball mit dem Rücken zum gegnerischen Tor direkt mit der Fußspitze in bester „No-Look“-Manier, ebenso wie der dahinter positionierte Daniel Hanslik, der in seinem Rücken wiederum den durchgelaufenen Ragnar Ache fand.
Was der beste Torjäger der Pfälzer dann mit dem Ball und seinem französischen Gegenspieler Florian le Joncour anstellte, war nicht ganz jugendfrei – am Strafraumrand drehte Ache seinen Kontrahenten mit einer Körpertäuschung blitzschnell auf dem falschen Fuß ein und hatte danach sogar noch die Übersicht, den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer über den etwas zu weit vor dem eigenen Tor positionierten Kristof halbhoch in die rechte Torecke zu heben – ein unnachahmliches Tor und zeitgleich bereits der 13. Saisontreffer für Ache im Dress der roten Teufel.
Beflügelt von der starken Vorstellung aus den ersten fünfundvierzig Minuten, kamen die Lautrer daraufhin auch stark aus der Kabine bzw. der Halbzeitpause. Insgesamt drei Ecken für die roten Teufel unmittelbar nach dem Wiederbeginn der Partie, erbrachten allerdings nicht den gewünschten, zweiten Torerfolg auf Seiten der Pfälzer.
In dieser Phase des Spiels entglitt dann Schiedsrichter Florian Lechner, der bereits in der ersten Halbzeit mit einigen fragwürdigen Entscheidungen nicht den allerbesten Eindruck vermittelte, die Partie immer mehr – eine griechisch-römische Ringeinlage von SVE-Außenverteidiger Maurice Neubauer gegen Marlon Ritter wurde (warum auch immer) gegen den Mittelfeldregisseur der Lautrer ausgelegt. Auch in den Folgeminuten wurde das Spiel ruppiger, insgesamt gleich drei FCK-Spieler holten sich in diesem Spielabschnitt Verwarnungen in Form einer gelben Karte ab (Bauer, Kaloč, Ritter). Besonders bitter - für Ritter war es die fünfte Gelbe in Folge – der 30-jährige Mittelfeldmotor der roten Teufel verpasst somit ausgerechnet das kommende Auswärtsspiel beim SC Paderborn an seiner alten, sportlichen Wirkungsstätte gesperrt.
Ab der 60. Spielminute zeigte sich dann immer mehr die physische Stärke der Saarländer, während die Hausherren aufgrund der bis dahin sehr intensiven Partie konditionell immer auffallender abbauten. Zunächst parierte Krahl einen Abschluss vom besten Torjäger der Gäste, Fisnik Asllani aus rechter Strafraumposition - sein Torschuss fiel allerdings zu zentral aus, um den Torwart des 1. FCK vor unlösbare Probleme zu stellen (62‘). Nach einer der besten Ballstafetten des Tages durch das gesamte SVE-Mittelfeld und einem Traumpass von Zimmerschied genau in die Schnittstelle, tauchte rund fünf Minuten später erneut Petkov vollkommen frei vor Krahl auf, konnte das Spielgerät allerdings erneut nicht im FCK-Tor unterbringen, da sich der herausstürmende Keeper der roten Teufel im 1:1-Duell mit dem gegnerischen Angreifer mächtig breit machte und den fast schon sicher geglaubten Treffer zum Ausgleich im letzten Moment noch vereiteln konnte (67‘) – die bis dato beste Möglichkeit der Gäste um zum Ausgleich zu kommen.
Aber auch der FCK blieb phasenweise weiter gefährlich, nach einer Umschaltsituation suchte Hanslik am oberen Rande des Strafraums mit einem zielgenauen Flachpass Ragnar Ache am zweiten Pfosten – Le Joncour war allerdings mit zurückgeeilt und spitzelte dem einschussbereiten Angreifer das Spielgerät im allerletzten Moment noch vom Fuß zur Ecke.
Der Ausgleich für die Gäste fiel dann nach einer Situation, die eigentlich so überhaupt nicht zur technisch-starken und spielerischen Grundphilosophie der Saarländer passt. Ein einfacher, weiter Schlag aus der eigenen Hälfte durch Le Joncour fand den durchgelaufenen Damar, der am linken Strafraumrand allerdings auch nur an die Kugel kam, weil man sich in der FCK-Hintermannschaft offensichtlich uneins über die genaue Zuordnung für den 20-jährigen Ausnahmefussballer aus Elversberg zeigte. Während Krahl beim Herauslaufen zögerte und direkt wieder den Rückwärtsgang in sein Tor einlegte, befand sich der nur halbherzig-miteingerückte Bauer ebenfalls schon zu weit weg, um Damar noch am Torabschluss zu hindern – mit einem cleveren u. gefühlvollen Heber über Krahl hinweg, vollendete die Leihgabe der TSG Hoffenheim den Angriff zum glücklichen und aus Sicht der Lautrer ärgerlichen Ausgleich bzw. dem zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr unverdienten Treffer zum 1:1 (75‘).
In der Schlussphase lagen die Vorteile dann ebenfalls eher auf Seiten der Gäste, die sich erneut durch Damar und den eingewechselten Schnellbacher in der 84. Minute noch einmal vor dem FCK-Tor annähern durften – Der auf Seiten der Pfälzer eingewechselte Jannis Heuer blockte den Schuss von Schnellbacher aus spitzen Winkel allerdings im allerletzten Moment und warf sich mit jedem seiner einzelnen 189 cm in den Abschluss des 30-jährigen Angreifers aus Elversberg.
Eine letzte Szene vom auf Seiten der Lautrer eingewechselten Redondo brachte ebenfalls keinen Torerfolg mehr – der schnelle Flügelflitzer wurde vom ebenfalls in die Partie gebrachten Leon Robinson mit einer Flanke vom unteren, rechten Strafraumrand im gegnerischen Sechzehner bedient, prallte bei seinem Kopfballversuch auf Höhe des Elfmeterpunkts allerdings nur schmerzhaft mit SVE-Mannschaftskapitän Robin Fellhauer zusammen - Beide konnten nach kurzer Behandlungspause die Partie aber zu Ende spielen.
Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden, da die Hausherren ihre äußerst starke Vorstellung aus den ersten sechzig Spielminuten nicht über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten konnten, während die Gäste insbesondere in der letzten halben Stunde immer besser in die Partie zurückkamen.
Mit dem 1:1 übernachtete der 1. FC Kaiserslautern zwischenzeitlich für einen Tag bzw. eine Nacht auf Rang zwei der Tabelle, der sich nach den Ergebnissen der gestrigen Sonntagsspiele um nur einen Platz auf Rang drei verschlechtern sollte (43 Punkte). Die SV Elversberg rangiert nach dem Spiel auf Deutschlands höchstem Fußballberg auch weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz (40 Punkte), da der direkte Verfolger aus Hannover (39 Punkte) im Niedersachsenderby patzte und zu Hause gegen Eintracht Braunschweig ebenfalls nicht über ein 1:1 hinauskam.
Die Mannschaft von Horst Steffen empfängt am 26. Spieltag den SC Preußen Münster in der heimischen „Ursapharm-Arena“ (Anstoß Sa, 13:00 Uhr), die Lautrer treten zur gleichen Anstoßzeit auswärts beim aktuellen Tabellenfünften des SC Paderborn (42 Punkte) an.
Dass es beim Spiel gegen einen der ärgsten FCK-Verfolger auf Tabellenrang sechs (39 Punkte) auf die vor dem 25. Spieltag auf Rang zwei platzierten Pfälzer (42 Punkte) am Ende „nur“ zu einer 1:1-Punkteteilung reichte, war erfreulicherweise jedoch nicht einer mageren, spielerischen Vorstellung der roten Teufel geschuldet, die sich gegen das Team von der saarländischen Kaiserlinde, das von rund 5.000 Auswärtsfans mit zum Spiel auf den Betzenberg begleitet wurde, offenbar besonders viel vorgenommen hatten.
Anfang schickte zu Spielbeginn die gleiche Startelf wie beim 3:0-Heimsieg gegen den SSV Jahn Regensburg eine Woche zuvor auf den Rasen des Fritz-Walter-Stadions – auch Stammtorhüter Julian Krahl, der im Laufe der vergangenen Trainingswoche aufgrund von Hüftproblemen noch leicht wackelte bzw. fraglich gewesen war, konnte im Spiel gegen die Mannschaft von SVE-Trainer Horst Steffen rechtzeitig zwischen die Pfosten des Lautrer-Gehäuses zurückkehren.
Die Gäste, die selbst mit einer starken Bilanz von zwölf Punkten und einer fast makellosen Bilanz von 12:3-Toren aus den letzten sechs Spielen die kurze Anreise nach Kaiserslautern auf sich genommen hatten, versteckten sich wie erwartet auch beim Auswärtsspiel gegen die Betzebuwe nicht – Die Mannschaft vom langjährigen Cheftrainer Steffen präsentiert sich über weite Strecken des bisherigen Saisonverlaufs ohnehin wie eine „well-oiled-machine“, die sich insbesondere in den physischen Statistiken wie den intensiven Läufen, den Sprints und der Gesamtlaufleistung z.T. deutlich vom Gros der restlichen Zweitligisten abhebt und sich somit zurecht berechtigte Hoffnungen auf einen möglichen Bundesligaaufstieg machen darf – wohlgemerkt im zweiten Zweitligajahr in Folge für die Saarländer überhaupt.
Aber die Lautrer waren auf ihren Gegner und die da kommende Wucht aus Elversberg offensichtlich ebenfalls sehr gut vorbereitet – in der ersten Halbzeit zeigten die roten Teufel eine der besten Spielhälften der bisherigen Saison. Konzentriert u. aufmerksam in den Zweikämpfen, eng an den Gegenspielern und auch vor dem gegnerischen Tor mit einigen guten Momenten, entwickelte sich in den ersten fünfundvierzig Minuten ein sehr gutes Fußballspiel beider Mannschaften, das den Zuschauern im restlos-ausverkauften Fritz-Walter-Stadion eigentlich nur Spaß machen konnte und die zahlreichen Fans auch hinsichtlich des gezahlten Eintrittsgeldes mehr als entschädigen sollte.
In der 19. Minute hatten die Lautrer dann auch zum ersten Mal den Torschrei auf den Lippen – Nach einem Steckpass von Jean Zimmer zog Marlon Ritter im gegnerischen Strafraum aus halbrechter Position einfach mal ansatzlos auf die lange Ecke ab, SVE-Keeper Nicolas Kristof konnte das Spielgerät nur auf die Seite direkt vor die Füße von Daniel Hanslik abwehren, der den Ball nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen – leider aber machte es der 28-jährige Topscorer der Pfälzer zu genau bzw. zu kraftvoll und knallte den Ball mit seinem starken, linken Fuß an den Querbalken – das hätte die Führung für den Betze sein können, nein sogar müssen.
Die Gäste meldeten sich rund fünf Minuten später durch Flügelstürmer Lukas Petkov zum ersten Mal etwas zwingender vor dem Tor der Hausherren an. Über die Stationen Baum und Damar, lauerte Petkov im Rückraum am Strafraumrand. Aus rund 17 Metern zog der ehemalige Fürther wuchtig ab, sein zentraler Schuss konnte von Krahl allerdings mit beiden Fäusten zur Ecke abgewehrt werden (23‘).
Auf der Gegenseite vergab Hanslik rund zehn Minuten später eine weitere, gute Gelegenheit – eingesetzt vom besten Lautrer an diesem Tag, Tim Breithaupt, der ein überragendes Spiel auf der Sechserposition für seine neue Mannschaft aus der Pfalz machte und die Elversberger-Angriffsversuche oftmals schon im Ansatz ein ums andere Mal bravourös entschärfen konnte, nahm Hanslik zentral von der gegnerischen Strafraumgrenze aus Maß – sein satter Linksschuss konnte in allerletzter Sekunde vom glänzend-reagierenden Kristof noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten gelenkt werden- erneutes Glück für die Gäste (33‘).
Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann allerdings doch noch soweit – ein langer Abschlag von Kristof in die gegnerische Hälfte entwickelte sich zum absoluten Boomerang. Zuerst entschied Abwehrmann Maxi Bauer das Kopfballduell für sich, Filip Kaloč verlängerte den Ball mit dem Rücken zum gegnerischen Tor direkt mit der Fußspitze in bester „No-Look“-Manier, ebenso wie der dahinter positionierte Daniel Hanslik, der in seinem Rücken wiederum den durchgelaufenen Ragnar Ache fand.
Was der beste Torjäger der Pfälzer dann mit dem Ball und seinem französischen Gegenspieler Florian le Joncour anstellte, war nicht ganz jugendfrei – am Strafraumrand drehte Ache seinen Kontrahenten mit einer Körpertäuschung blitzschnell auf dem falschen Fuß ein und hatte danach sogar noch die Übersicht, den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer über den etwas zu weit vor dem eigenen Tor positionierten Kristof halbhoch in die rechte Torecke zu heben – ein unnachahmliches Tor und zeitgleich bereits der 13. Saisontreffer für Ache im Dress der roten Teufel.
Beflügelt von der starken Vorstellung aus den ersten fünfundvierzig Minuten, kamen die Lautrer daraufhin auch stark aus der Kabine bzw. der Halbzeitpause. Insgesamt drei Ecken für die roten Teufel unmittelbar nach dem Wiederbeginn der Partie, erbrachten allerdings nicht den gewünschten, zweiten Torerfolg auf Seiten der Pfälzer.
In dieser Phase des Spiels entglitt dann Schiedsrichter Florian Lechner, der bereits in der ersten Halbzeit mit einigen fragwürdigen Entscheidungen nicht den allerbesten Eindruck vermittelte, die Partie immer mehr – eine griechisch-römische Ringeinlage von SVE-Außenverteidiger Maurice Neubauer gegen Marlon Ritter wurde (warum auch immer) gegen den Mittelfeldregisseur der Lautrer ausgelegt. Auch in den Folgeminuten wurde das Spiel ruppiger, insgesamt gleich drei FCK-Spieler holten sich in diesem Spielabschnitt Verwarnungen in Form einer gelben Karte ab (Bauer, Kaloč, Ritter). Besonders bitter - für Ritter war es die fünfte Gelbe in Folge – der 30-jährige Mittelfeldmotor der roten Teufel verpasst somit ausgerechnet das kommende Auswärtsspiel beim SC Paderborn an seiner alten, sportlichen Wirkungsstätte gesperrt.
Ab der 60. Spielminute zeigte sich dann immer mehr die physische Stärke der Saarländer, während die Hausherren aufgrund der bis dahin sehr intensiven Partie konditionell immer auffallender abbauten. Zunächst parierte Krahl einen Abschluss vom besten Torjäger der Gäste, Fisnik Asllani aus rechter Strafraumposition - sein Torschuss fiel allerdings zu zentral aus, um den Torwart des 1. FCK vor unlösbare Probleme zu stellen (62‘). Nach einer der besten Ballstafetten des Tages durch das gesamte SVE-Mittelfeld und einem Traumpass von Zimmerschied genau in die Schnittstelle, tauchte rund fünf Minuten später erneut Petkov vollkommen frei vor Krahl auf, konnte das Spielgerät allerdings erneut nicht im FCK-Tor unterbringen, da sich der herausstürmende Keeper der roten Teufel im 1:1-Duell mit dem gegnerischen Angreifer mächtig breit machte und den fast schon sicher geglaubten Treffer zum Ausgleich im letzten Moment noch vereiteln konnte (67‘) – die bis dato beste Möglichkeit der Gäste um zum Ausgleich zu kommen.
Aber auch der FCK blieb phasenweise weiter gefährlich, nach einer Umschaltsituation suchte Hanslik am oberen Rande des Strafraums mit einem zielgenauen Flachpass Ragnar Ache am zweiten Pfosten – Le Joncour war allerdings mit zurückgeeilt und spitzelte dem einschussbereiten Angreifer das Spielgerät im allerletzten Moment noch vom Fuß zur Ecke.
Der Ausgleich für die Gäste fiel dann nach einer Situation, die eigentlich so überhaupt nicht zur technisch-starken und spielerischen Grundphilosophie der Saarländer passt. Ein einfacher, weiter Schlag aus der eigenen Hälfte durch Le Joncour fand den durchgelaufenen Damar, der am linken Strafraumrand allerdings auch nur an die Kugel kam, weil man sich in der FCK-Hintermannschaft offensichtlich uneins über die genaue Zuordnung für den 20-jährigen Ausnahmefussballer aus Elversberg zeigte. Während Krahl beim Herauslaufen zögerte und direkt wieder den Rückwärtsgang in sein Tor einlegte, befand sich der nur halbherzig-miteingerückte Bauer ebenfalls schon zu weit weg, um Damar noch am Torabschluss zu hindern – mit einem cleveren u. gefühlvollen Heber über Krahl hinweg, vollendete die Leihgabe der TSG Hoffenheim den Angriff zum glücklichen und aus Sicht der Lautrer ärgerlichen Ausgleich bzw. dem zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr unverdienten Treffer zum 1:1 (75‘).
In der Schlussphase lagen die Vorteile dann ebenfalls eher auf Seiten der Gäste, die sich erneut durch Damar und den eingewechselten Schnellbacher in der 84. Minute noch einmal vor dem FCK-Tor annähern durften – Der auf Seiten der Pfälzer eingewechselte Jannis Heuer blockte den Schuss von Schnellbacher aus spitzen Winkel allerdings im allerletzten Moment und warf sich mit jedem seiner einzelnen 189 cm in den Abschluss des 30-jährigen Angreifers aus Elversberg.
Eine letzte Szene vom auf Seiten der Lautrer eingewechselten Redondo brachte ebenfalls keinen Torerfolg mehr – der schnelle Flügelflitzer wurde vom ebenfalls in die Partie gebrachten Leon Robinson mit einer Flanke vom unteren, rechten Strafraumrand im gegnerischen Sechzehner bedient, prallte bei seinem Kopfballversuch auf Höhe des Elfmeterpunkts allerdings nur schmerzhaft mit SVE-Mannschaftskapitän Robin Fellhauer zusammen - Beide konnten nach kurzer Behandlungspause die Partie aber zu Ende spielen.
Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden, da die Hausherren ihre äußerst starke Vorstellung aus den ersten sechzig Spielminuten nicht über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten konnten, während die Gäste insbesondere in der letzten halben Stunde immer besser in die Partie zurückkamen.
Mit dem 1:1 übernachtete der 1. FC Kaiserslautern zwischenzeitlich für einen Tag bzw. eine Nacht auf Rang zwei der Tabelle, der sich nach den Ergebnissen der gestrigen Sonntagsspiele um nur einen Platz auf Rang drei verschlechtern sollte (43 Punkte). Die SV Elversberg rangiert nach dem Spiel auf Deutschlands höchstem Fußballberg auch weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz (40 Punkte), da der direkte Verfolger aus Hannover (39 Punkte) im Niedersachsenderby patzte und zu Hause gegen Eintracht Braunschweig ebenfalls nicht über ein 1:1 hinauskam.
Die Mannschaft von Horst Steffen empfängt am 26. Spieltag den SC Preußen Münster in der heimischen „Ursapharm-Arena“ (Anstoß Sa, 13:00 Uhr), die Lautrer treten zur gleichen Anstoßzeit auswärts beim aktuellen Tabellenfünften des SC Paderborn (42 Punkte) an.