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26. Spieltag - SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern (Sa, 15.03.25 - 13:00 Uhr)

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„Ich habe heute ein Spiel gesehen von meiner Mannschaft, auf das ich mächtig stolz bin. So wie wir den Gegner in der ersten Halbzeit attackiert haben, so haben wir auch ein bisschen das Spiel bestimmt“, ließ sich FCK-Coach Markus Anfang unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie gegen die SV Elversberg am vergangenen Freitagabend von den anwesenden Medienvertretern im Fritz-Walter-Stadion auf der abschließenden Spieltags-Pressekonferenz entlocken.

Dass es beim Spiel gegen einen der ärgsten FCK-Verfolger auf Tabellenrang sechs (39 Punkte) auf die vor dem 25. Spieltag auf Rang zwei platzierten Pfälzer (42 Punkte) am Ende „nur“ zu einer 1:1-Punkteteilung reichte, war erfreulicherweise jedoch nicht einer mageren, spielerischen Vorstellung der roten Teufel geschuldet, die sich gegen das Team von der saarländischen Kaiserlinde, das von rund 5.000 Auswärtsfans mit zum Spiel auf den Betzenberg begleitet wurde, offenbar besonders viel vorgenommen hatten.

Anfang schickte zu Spielbeginn die gleiche Startelf wie beim 3:0-Heimsieg gegen den SSV Jahn Regensburg eine Woche zuvor auf den Rasen des Fritz-Walter-Stadions – auch Stammtorhüter Julian Krahl, der im Laufe der vergangenen Trainingswoche aufgrund von Hüftproblemen noch leicht wackelte bzw. fraglich gewesen war, konnte im Spiel gegen die Mannschaft von SVE-Trainer Horst Steffen rechtzeitig zwischen die Pfosten des Lautrer-Gehäuses zurückkehren.

Die Gäste, die selbst mit einer starken Bilanz von zwölf Punkten und einer fast makellosen Bilanz von 12:3-Toren aus den letzten sechs Spielen die kurze Anreise nach Kaiserslautern auf sich genommen hatten, versteckten sich wie erwartet auch beim Auswärtsspiel gegen die Betzebuwe nicht – Die Mannschaft vom langjährigen Cheftrainer Steffen präsentiert sich über weite Strecken des bisherigen Saisonverlaufs ohnehin wie eine „well-oiled-machine“, die sich insbesondere in den physischen Statistiken wie den intensiven Läufen, den Sprints und der Gesamtlaufleistung z.T. deutlich vom Gros der restlichen Zweitligisten abhebt und sich somit zurecht berechtigte Hoffnungen auf einen möglichen Bundesligaaufstieg machen darf – wohlgemerkt im zweiten Zweitligajahr in Folge für die Saarländer überhaupt.

Aber die Lautrer waren auf ihren Gegner und die da kommende Wucht aus Elversberg offensichtlich ebenfalls sehr gut vorbereitet – in der ersten Halbzeit zeigten die roten Teufel eine der besten Spielhälften der bisherigen Saison. Konzentriert u. aufmerksam in den Zweikämpfen, eng an den Gegenspielern und auch vor dem gegnerischen Tor mit einigen guten Momenten, entwickelte sich in den ersten fünfundvierzig Minuten ein sehr gutes Fußballspiel beider Mannschaften, das den Zuschauern im restlos-ausverkauften Fritz-Walter-Stadion eigentlich nur Spaß machen konnte und die zahlreichen Fans auch hinsichtlich des gezahlten Eintrittsgeldes mehr als entschädigen sollte.

In der 19. Minute hatten die Lautrer dann auch zum ersten Mal den Torschrei auf den Lippen – Nach einem Steckpass von Jean Zimmer zog Marlon Ritter im gegnerischen Strafraum aus halbrechter Position einfach mal ansatzlos auf die lange Ecke ab, SVE-Keeper Nicolas Kristof konnte das Spielgerät nur auf die Seite direkt vor die Füße von Daniel Hanslik abwehren, der den Ball nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen – leider aber machte es der 28-jährige Topscorer der Pfälzer zu genau bzw. zu kraftvoll und knallte den Ball mit seinem starken, linken Fuß an den Querbalken – das hätte die Führung für den Betze sein können, nein sogar müssen.

Die Gäste meldeten sich rund fünf Minuten später durch Flügelstürmer Lukas Petkov zum ersten Mal etwas zwingender vor dem Tor der Hausherren an. Über die Stationen Baum und Damar, lauerte Petkov im Rückraum am Strafraumrand. Aus rund 17 Metern zog der ehemalige Fürther wuchtig ab, sein zentraler Schuss konnte von Krahl allerdings mit beiden Fäusten zur Ecke abgewehrt werden (23‘).

Auf der Gegenseite vergab Hanslik rund zehn Minuten später eine weitere, gute Gelegenheit – eingesetzt vom besten Lautrer an diesem Tag, Tim Breithaupt, der ein überragendes Spiel auf der Sechserposition für seine neue Mannschaft aus der Pfalz machte und die Elversberger-Angriffsversuche oftmals schon im Ansatz ein ums andere Mal bravourös entschärfen konnte, nahm Hanslik zentral von der gegnerischen Strafraumgrenze aus Maß – sein satter Linksschuss konnte in allerletzter Sekunde vom glänzend-reagierenden Kristof noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten gelenkt werden- erneutes Glück für die Gäste (33‘).

Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann allerdings doch noch soweit – ein langer Abschlag von Kristof in die gegnerische Hälfte entwickelte sich zum absoluten Boomerang. Zuerst entschied Abwehrmann Maxi Bauer das Kopfballduell für sich, Filip Kaloč verlängerte den Ball mit dem Rücken zum gegnerischen Tor direkt mit der Fußspitze in bester „No-Look“-Manier, ebenso wie der dahinter positionierte Daniel Hanslik, der in seinem Rücken wiederum den durchgelaufenen Ragnar Ache fand.

Was der beste Torjäger der Pfälzer dann mit dem Ball und seinem französischen Gegenspieler Florian le Joncour anstellte, war nicht ganz jugendfrei – am Strafraumrand drehte Ache seinen Kontrahenten mit einer Körpertäuschung blitzschnell auf dem falschen Fuß ein und hatte danach sogar noch die Übersicht, den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer über den etwas zu weit vor dem eigenen Tor positionierten Kristof halbhoch in die rechte Torecke zu heben – ein unnachahmliches Tor und zeitgleich bereits der 13. Saisontreffer für Ache im Dress der roten Teufel.

Beflügelt von der starken Vorstellung aus den ersten fünfundvierzig Minuten, kamen die Lautrer daraufhin auch stark aus der Kabine bzw. der Halbzeitpause. Insgesamt drei Ecken für die roten Teufel unmittelbar nach dem Wiederbeginn der Partie, erbrachten allerdings nicht den gewünschten, zweiten Torerfolg auf Seiten der Pfälzer.

In dieser Phase des Spiels entglitt dann Schiedsrichter Florian Lechner, der bereits in der ersten Halbzeit mit einigen fragwürdigen Entscheidungen nicht den allerbesten Eindruck vermittelte, die Partie immer mehr – eine griechisch-römische Ringeinlage von SVE-Außenverteidiger Maurice Neubauer gegen Marlon Ritter wurde (warum auch immer) gegen den Mittelfeldregisseur der Lautrer ausgelegt. Auch in den Folgeminuten wurde das Spiel ruppiger, insgesamt gleich drei FCK-Spieler holten sich in diesem Spielabschnitt Verwarnungen in Form einer gelben Karte ab (Bauer, Kaloč, Ritter). Besonders bitter - für Ritter war es die fünfte Gelbe in Folge – der 30-jährige Mittelfeldmotor der roten Teufel verpasst somit ausgerechnet das kommende Auswärtsspiel beim SC Paderborn an seiner alten, sportlichen Wirkungsstätte gesperrt.

Ab der 60. Spielminute zeigte sich dann immer mehr die physische Stärke der Saarländer, während die Hausherren aufgrund der bis dahin sehr intensiven Partie konditionell immer auffallender abbauten. Zunächst parierte Krahl einen Abschluss vom besten Torjäger der Gäste, Fisnik Asllani aus rechter Strafraumposition - sein Torschuss fiel allerdings zu zentral aus, um den Torwart des 1. FCK vor unlösbare Probleme zu stellen (62‘). Nach einer der besten Ballstafetten des Tages durch das gesamte SVE-Mittelfeld und einem Traumpass von Zimmerschied genau in die Schnittstelle, tauchte rund fünf Minuten später erneut Petkov vollkommen frei vor Krahl auf, konnte das Spielgerät allerdings erneut nicht im FCK-Tor unterbringen, da sich der herausstürmende Keeper der roten Teufel im 1:1-Duell mit dem gegnerischen Angreifer mächtig breit machte und den fast schon sicher geglaubten Treffer zum Ausgleich im letzten Moment noch vereiteln konnte (67‘) – die bis dato beste Möglichkeit der Gäste um zum Ausgleich zu kommen.

Aber auch der FCK blieb phasenweise weiter gefährlich, nach einer Umschaltsituation suchte Hanslik am oberen Rande des Strafraums mit einem zielgenauen Flachpass Ragnar Ache am zweiten Pfosten – Le Joncour war allerdings mit zurückgeeilt und spitzelte dem einschussbereiten Angreifer das Spielgerät im allerletzten Moment noch vom Fuß zur Ecke.

Der Ausgleich für die Gäste fiel dann nach einer Situation, die eigentlich so überhaupt nicht zur technisch-starken und spielerischen Grundphilosophie der Saarländer passt. Ein einfacher, weiter Schlag aus der eigenen Hälfte durch Le Joncour fand den durchgelaufenen Damar, der am linken Strafraumrand allerdings auch nur an die Kugel kam, weil man sich in der FCK-Hintermannschaft offensichtlich uneins über die genaue Zuordnung für den 20-jährigen Ausnahmefussballer aus Elversberg zeigte. Während Krahl beim Herauslaufen zögerte und direkt wieder den Rückwärtsgang in sein Tor einlegte, befand sich der nur halbherzig-miteingerückte Bauer ebenfalls schon zu weit weg, um Damar noch am Torabschluss zu hindern – mit einem cleveren u. gefühlvollen Heber über Krahl hinweg, vollendete die Leihgabe der TSG Hoffenheim den Angriff zum glücklichen und aus Sicht der Lautrer ärgerlichen Ausgleich bzw. dem zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr unverdienten Treffer zum 1:1 (75‘).

In der Schlussphase lagen die Vorteile dann ebenfalls eher auf Seiten der Gäste, die sich erneut durch Damar und den eingewechselten Schnellbacher in der 84. Minute noch einmal vor dem FCK-Tor annähern durften – Der auf Seiten der Pfälzer eingewechselte Jannis Heuer blockte den Schuss von Schnellbacher aus spitzen Winkel allerdings im allerletzten Moment und warf sich mit jedem seiner einzelnen 189 cm in den Abschluss des 30-jährigen Angreifers aus Elversberg.

Eine letzte Szene vom auf Seiten der Lautrer eingewechselten Redondo brachte ebenfalls keinen Torerfolg mehr – der schnelle Flügelflitzer wurde vom ebenfalls in die Partie gebrachten Leon Robinson mit einer Flanke vom unteren, rechten Strafraumrand im gegnerischen Sechzehner bedient, prallte bei seinem Kopfballversuch auf Höhe des Elfmeterpunkts allerdings nur schmerzhaft mit SVE-Mannschaftskapitän Robin Fellhauer zusammen - Beide konnten nach kurzer Behandlungspause die Partie aber zu Ende spielen.

Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden, da die Hausherren ihre äußerst starke Vorstellung aus den ersten sechzig Spielminuten nicht über die gesamte Spielzeit aufrechterhalten konnten, während die Gäste insbesondere in der letzten halben Stunde immer besser in die Partie zurückkamen.

Mit dem 1:1 übernachtete der 1. FC Kaiserslautern zwischenzeitlich für einen Tag bzw. eine Nacht auf Rang zwei der Tabelle, der sich nach den Ergebnissen der gestrigen Sonntagsspiele um nur einen Platz auf Rang drei verschlechtern sollte (43 Punkte). Die SV Elversberg rangiert nach dem Spiel auf Deutschlands höchstem Fußballberg auch weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz (40 Punkte), da der direkte Verfolger aus Hannover (39 Punkte) im Niedersachsenderby patzte und zu Hause gegen Eintracht Braunschweig ebenfalls nicht über ein 1:1 hinauskam.

Die Mannschaft von Horst Steffen empfängt am 26. Spieltag den SC Preußen Münster in der heimischen „Ursapharm-Arena“ (Anstoß Sa, 13:00 Uhr), die Lautrer treten zur gleichen Anstoßzeit auswärts beim aktuellen Tabellenfünften des SC Paderborn (42 Punkte) an.
 
Der kommende Gegner der roten Teufel aus Paderborn hätte am gestrigen Sonntagnachmittag ebenfalls Selbstvertrauen vor dem direkten Aufeinandertreffen mit der Mannschaft aus der Pfalz tanken können – am Ende ereilte allerdings auch den SCP beim Auswärtsspiel gegen den aktuellen Tabellenletzten des SSV Jahn Regensburg das gleiche Schicksal, welches auch schon den Pfälzern am 07. Spieltag beim Besuch im oberbayerischen Jahnstadion widerfahren war.

Nach den neunzig Minuten prangte beim Spiel an der Donau wie bei den Lautrern in der Hinrunde auch, ein 0:0 auf der Anzeigetafel und der aktuelle Tabellenfünfte, der sich gegenwärtig punktgleich (42) mit dem Tabellenvierten des 1. FC Magdeburg die direkte Verfolgerrolle auf den Traditionsverein aus der Pfalz teilt, verpasste im Auswärtsspiel beim Jahn den ersten, kleineren Satzball der Saison, um auf den zweiten Rang vorzustoßen und die Lautrer im Tableau zu überholen.

In einem chancenarmen Spiel schafften es weder die Hausherren aus Regensburg, noch die Mannschaft von SCP-Chefcoach Lukas Kwasniok entscheidende Akzente zu setzen oder die Partie durch einen späten Treffer auf ihre Seite zu ziehen – die besten Gelegenheiten hierfür vergaben auf Seiten des SSV der Ex-Lautrer Christan Kühlwetter, der in der 82. Spielminute aus rund 25 Metern mit einem satten Abschluss nur den Querbalken traf, sowie der eingewechselte Antonio Grimaldi auf Seiten der Gäste, der einen Kopfball nach einem TW-Fehler von Julian Pollersbeck in der Nachspielzeit ebenfalls nur auf die Latte und von dort aus ins Toraus setzte (90+2‘).

Mit diesem Remis konnte sich im Nachgang keine der beiden Mannschaften so richtig anfreunden. Während Regensburg mit bereits sieben Punkten Rückstand auf das rettende, tabellarische Ufer jeden Zähler dringend braucht, um zumindest weiterhin die theoretische Chance auf den Klassenerhalt in Liga zwei zu wahren, dürfte man in Paderborn sicherlich auch mit der nicht genutzten Möglichkeit hadern, sich beim Tabellenletzten mit dem zweiten Sieg in Folge zu belohnen, nach dem man eine Woche zuvor keinen Geringeren als den Hamburger SV an der heimischen Pader mit einem 2:0-Erfolg wieder ins heimische Volksparkstadion zurückschickte.

Unabhängig davon spielt die Mannschaft von Trainer Kwasniok, mit dem Paderborn bereits in die dritte Saison in Folge geht, auch in diesem Jahr wieder eine überdurchschnittliche Rolle in Liga zwei. In den ersten drei Jahren reichte es für den SCP stets zu einem einstelligen Tabellenplatz – die Spielzeiten 21/22 und 23/24 schloss man in der Endplatzierung auf Rang sieben ab, in der Saison 22/23 war man mit einem sechsten Tabellenplatz nach 34. Spielzeiten sogar noch etwas besser.

Für eine Platzierung ganz oben reichte es aber hingegen nie – was offenbar auch den langjährigen Cheftrainer und Ex-Übungsleiter der Karlsruher U17/U19, des FC Carl Zeiss Jena und Kwasnioks letzter Station, dem 1. FC Saarbrücken über den zurückliegenden Jahreswechsel ziemlich offensichtlich verstimmte. In einem öffentlichen Rundumschlag kurz vor dem Weihnachtsfest, kritisierte der polarisierende Chefcoach u.a. die Qualität des Paderborner Kaders, sowie auch insbesondere das mangelhafte Niveau der beiden Torhüter Pelle Boevink (27, mittlerweile FC Ingolstadt) und Markus Schubert (26), die sich in der Hinrunde den Stammplatz zwischen den Pfosten des SCP-Tores teilen durften, allerdings der Auffassung ihres Cheftrainers nach, seine Mannschaft bereits „6-8 Punkte in der Saison durch individuelle Fehler und grobe Patzer gekostet hätten“.

Zusätzlich dazu forderte Kwasniok „Kracher“ und schlichtweg mehr Rohqualität im SCP-Kader, um endgültig und vor allem nachhaltig in die tabellarische Spitzengruppe der zweiten Liga vorstoßen zu können und den ersten Bundesligaaufstieg seit der Saison 2018/2019 klarzumachen, den man damalig noch unter Ex-Coach Steffen Baumgart feiern durfte.

Ein weiteres Störfeuer legte der 43-jährige Deutschpole auf der Paderborner-Trainerbank nach dem Ende der Hinrunde dann auch noch selbst – u.a. wurde Kwasniok über den Jahreswechsel mit einem Wechsel zum Hamburger SV in Verbindung gebracht, wo ausgerechnet der ehemals so erfolgreiche SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart vor dem unmittelbaren Aus stand. Laut übereinstimmenden Medienberichten hätte HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz mit Kwasniok auch bereits eine grundsätzliche Einigung über einen Wechsel erzielt – die Ostwestfalen hingegen verweigerten ihrem Headcoach die vorzeitige Freigabe, weshalb sich der Cheftrainer des SCP dann unmittelbare Zeit später, nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC vom 17. Spieltag zur oben erwähnten Abrechnung mit dem Verein u. seinen Clubbossen hinreißen ließ – zum damaligen Zeitpunkt kurz vor dem Ende der Hinrunde war im eher ruhigen u. beschaulichen Paderborn also ganz schön Feuer unter dem berühmten Dach.

Nun, rund drei Monate später, konnte man sich allerdings offenbar zunächst auf eine Fortführung dieser beidseitigen Zweckgemeinschaft einigen, auch weil Kwasnioks Wunsch nach mehr Kaderqualität im Wintertransferfenster erfüllt wurde – u.a. verpflichtete der SCP mit Mittelfeldspieler Marvin Mehlem (Hull City), Torhüter Manuel Riemann (VFL Bochum) und dem finnischen Jungtalent Casper Terho (Union Saint-Gilloise) gleich drei Spieler, die die Güteklasse der aktuellen Personaldecke beim SCP in der Spitze erhöhen sollen. Alle drei Neuzugänge avancierten bereits kurz nach ihren Zugängen zu Stammspielern und sind i.d.R. gegenwärtig in der Startelf des SCP auch absolut gesetzt.

In der Rückrundentabelle rangiert der SCP mit einer Punkteausbeute von vierzehn Zählern aus den bisherigen acht Spielen auf Tabellenrang fünf (Torverhältnis 10:5). In der heimischen „Home Deluxe Arena“ konnte man vor dem Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag, bisher sechs Siege, zwei Unentschieden und vier Niederlagen verbuchen (Torverhältnis 20:14) – Das macht insgesamt 20 Punkte und Tabellenrang sieben in der Heimtabelle.

Darüber hinaus ist der SCP gegenwärtig seit fünf Spielen in Folge ungeschlagen, zu drei Siegen gegen den SSV 1846 Ulm (2:0), Preußen Münster (2:0) und den Hamburger SV (2:0) gesellen sich zwei weitere Remis gegen Hannover 96 (1:1) sowie den SSV Jahn Regensburg (0:0) vom vergangenen Sonntagnachmittag hinzu – In der Formtabelle der letzten fünf Spiele zwischen dem 21. – 25. Spieltag macht das für den SCP einen starken zweiten Platz, bei dem man sich nur hinter dem letzten FCK-Gegner, der SV Elversberg einreihen muss, da die Mannschaft von SVE-Coach Horst Steffen aktuell das leicht bessere Torverhältnis ihr Eigen nennen darf – SVE 10:1 / SCP 7:1.

Das Duell für die roten Teufel am kommenden Wochenende, direkt vor der anschließenden, 14-tägigen Länderspielpause, dürfte da vor dem Hintergrund des aktuellen Formhochs aus Paderborn sicherlich nicht zur Wunschzeit kommen und sich von der Schwere der sportlichen Aufgabe nicht in deutlichem Maße vom zurückliegenden Heimspiel gegen die SV Elversberg abheben. U.a. stellt der SCP aktuell auch die zweitbeste Abwehr der Liga – nur 29 Gegentore nach 25. Spieltagen machen hier gegenwärtig Rang zwei hinter der besten Defensive von Hannover 96 (25 Gegentore) aus.

Aus taktischer Hinsicht präsentiert sich die Mannschaft von Lukas Kwasniok mehrheitlich in einem (flachen) 3-4-1-2-System.

Vor Bochum-Neuzugang Manuel Riemann (36), der nach seinem Wechsel aus dem Ruhrpott während der Winterpause schnell zur neuen Nr. 1 in Paderborn avancierte, verteidigen i.d.R. der Ex-Lautrer Felix Götze (27) als zentraler Innenverteidiger, Marcel Hoffmeier (25) als rechter Abwehrspieler und Calvin Brackelmann (25) auf der linken Seite des Spielfelds. Brackelmann zog sich allerdings beim kürzlichen 2:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu – er fehlt dem SCP somit auf unbestimmte Zeit verletzungsbedingt.

Beim zurückliegenden Spiel in Regensburg wurde Brackelmann vom 23-jährigen Tjark Scheller in der letzten Abwehrreihe ersetzt. Scheller hatte allerdings offenbar große Probleme gegen den Tabellenletzten, er sah bereits nach 26. Spielminuten nach einem Foul eine Verwarnung in Form einer gelben Karte und wurde nur rund acht Minuten später, nach einem erneut zu harten Einsteigen stark gelbrot-gefährdet durch Mannschaftskollege Laurin Curda ersetzt. Auch für Scheller war es bereits die fünfte, gelbe Karte in Folge - er ist im Heimspiel gegen den 1. FCK zum Zuschauen verdammt.

Im zentral-defensiven Mittelfeld des SCP teilen sich aktuell das 20-jährige Jungtalent Santiago Castañeda und der erfahrene Winterneuzugang Marvin Mehlem (27) die Arbeit auf den beiden Sechserpositionen. Flankiert werden die beiden von Mannschaftskapitän Raphael Obermair (28) auf der rechten Spielfeldseite und Aaron Zehnter (20) auf dem gegenüberliegenden, linken Bereich des Rasens. Beide Schienenspieler aus Paderborn charakterisiert eine enorm hohe, läuferische Stärke sowie auch eine beträchtliche Gefahr vor dem gegnerischen Tor – so ist Zehnter mit acht Torvorlagen bspw. der aktuell beste Torvorbereiter aus Paderborn, der durch diese guten Leistungen zuletzt auch ein verstärktes Interesse aus der Bundesliga auf sich zog, u.a. vom SV Werder Bremen. SCP-Kapitän Obermair steht hingegen aktuell bei vier Saisontreffern und vier weiteren Assists – ebenfalls sehr gute Werte für einen Mittelfeldspieler.

Im offensiven Mittelfeld in der Rolle des Spielmachers ist hingegen Filip Bilbija (24) zu Hause – der Ex-Spieler des HSV steht gegenwärtig ebenfalls schon bei fünf Saisontoren und sechs Torvorlagen und stößt situativ sowohl über die Flügel- wie auch in die Sturmspitze vor, um dort Überzahlsituationen zu schaffen oder kreative Spielmomente zu initiieren. Auch aus der zweiten Reihe und bei eigenen Standards präsentiert sich Bilbija immer wieder brandgefährlich, aus Sicht der Lautrer sollte man sich um die Nr. 7 aus Paderborn am kommenden Samstag also in verstärkter Art und Weise „kümmern“.

In vorderster Front vertraut Kwasniok zur Zeit einer Doppelspitze in Person des Paderborner-Eigengewächses Ilyas Ansah (20), der normalerweise auf dem linken Offensivflügel zu Hause ist, es allerdings im Sturmzentrum bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch alles andere als schlecht macht - Der bullige, 1,94 m groß gewachsene Linksaußen steht aktuell bei vier Saisontoren und fünf weiteren Torvorlagen. Unterstützung erfährt Ansah im Angriff durch den finnischen Winterneuzugang Casper Terho (21), der in acht Pflichtspielen noch kein Tor für seinen neuen Arbeitgeber aus Ostwestfalen erzielen konnte, sich bisher allerdings auch schon einmal in die Liste der Vorlagengeber beim SCP eintragen durfte.

Verletzungsbedingt fehlen Cheftrainer Kwasniok wie bereits erwähnt gegenwärtig Innenverteidiger Calvin Brackelmann (Muskelbündelriss) und Mittelfeldspieler Luis Engelns (Kaspelriss Knie). Innenverteidiger Tjark Scheller muss hingegen wie Eingangs erwähnt ein Spiel mit einer Gelbsperre aussetzen.
 
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Vielleicht sollten die Lautrer vor dem anstehenden Duell bei den Ostwestfalen auch einmal bei ihrem ehemaligen Torhüter Julian Pollersbeck durchklingeln, der auf Seite der Regensburger am gestrigen Sonntag über neunzig Minuten die berühmte Null gegen die favorisierten Gäste von der Pader festhalten konnte. Kurz nach dem Abpfiff im Jahnstadion bestätigte der erfahrene Keeper im Interview, dass der Punktgewinn gegen den aktuellen Tabellenfünften aus seiner Sicht nicht gerade unglücklich ausfiel: „Ich bin megastolz auf die Mannschaft, weil das ist eine brutale Mannschaft – die haben letzte Woche den HSV in den Arsch… oder äh, also gezeigt wo’s langgeht und heute da so dagegenzuhalten – Chapeau!“, zeigte sich Pollersbeck nach dem Schlusspfiff offensichtlich alles andere als unzufrieden über die 0:0-Punkteteilung seines Teams.

Ein Punkt, der höchstwahrscheinlich auch bei FCK-Coach Markus Anfang für die aktuelle Trainingswoche verstärkt im fußballerischen Lastenheft seiner Mannschaft auftauchen dürfte, denn beim Spiel in Paderborn dürfte es wie schon erwähnt keine gravierenden Unterschiede zum vergangenen Kräftemessen gegen die SV Elversberg geben – Intensität, Wille sowie die notwendige Lauf- und Kampfbereitschaft werden höchstwahrscheinlich auch am kommenden Wochenende erneut die entscheidenden Faktoren sein, die am Ende in der „Home-Deluxe-Arena“ über die drei Punkte entscheiden werden - man darf gespannt sein, ob die Mannschaft aus der Pfalz diese unabdingbaren „Betze-Basics“ auch beim Spiel in Paderborn im Lautrer-Reisegepäck mit dabei haben wird.

Noch ein paar Zahlen für unsere Statistikfreunde:

Der SC Paderborn ist sowohl in der bisher zurückgelegten Laufdistanz mit 2.993 km und in der Statistik der intensiven Läufe (18.367) die aktuelle Benchmark der zweiten Liga. Eine Laufleistung von rund 119-120 km pro Spiel ist der Bestwert im gesamten Ligavergleich. Bei der zweitgenannten Kennzahl liegt das Team von Kwasniok sogar weit vor dem aktuellen Zweitplatzierten aus Magdeburg, die sich mit 17.822 Läufen hier deutlich hinter dem SCP einreihen.

Insbesondere gilt es aus Sicht der roten Teufel auch (erneut) die beiden Schienenpositionen im eigenen Spiel auf ein verstärktes Flügelspiel des Gegners einzustellen – keine Mannschaft aus Liga zwei schlägt so viele Flanken wie der SCP – insgesamt schon 331 Zuspiele suchten Zehnter, Obermair & Co. von den Außenpositionen – das sind im Schnitt mehr als 13 Flanken pro Spiel. Zum Vergleich: Der 1. FCK rangiert in dieser Statistik auf einem nach wie vor ausbaufähigen 15. Platz, mit nur 201 Flanken (Quelle: bundesliga.com)

Verletzungsbedingt wird FCK-Coach Anfang am kommenden Samstag ein weiteres Mal auf den langzeitverletzten Hendrick Zuck (Reha nach erneutem Kreuzbandriss) verzichten müssen. Auch Mittelfeldspieler Philipp Klement dürfte keine realistische Kaderoption für die roten Teufel darstellen – der 32-jährige plagt sich nun schon seit mehreren Wochen/Monaten mit mysteriösen Wadenproblemen herum und hat sein letztes Pflichtspiel am 07. Spieltag gegen den SSV Jahn Regensburg Ende September bestritten.

Flügelverteidiger Jan Gyamerah, der zuletzt mit einem grippalen Infekt und Oberschenkelproblemen ausfiel, dürfte hingegen wieder eine Rückkehr in den 20-Mann-Kader der Pfälzer in Aussicht gestellt werden – nähere Aufschlüsse über einen möglichen Einsatz dürfte man hier allerdings erst im Verlaufe der aktuellen Trainingswoche erwarten, genauso wie bei Tobias Raschl der zuletzt ebenfalls mit einem grippalen Infekt ausfiel. Eventuell könnte auch der japanische Wirbelwind Daisuke Yokota wieder eine verfügbare Option im Team der Betzebuwe darstellen – der 24-jährige Flügelangreifer zog sich beim Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV nach einem Zweikampf eine Risswunde am Fuß zu und stand Trainer Anfang in den vergangenen, beiden Wochen in den Partien gegen Regensburg und Elversberg nicht zur Verfügung.

Definitiv keine Option für das anstehende Duell in Ostwestfalen ist hingegen ausgerechnet Ex-Paderborner Marlon Ritter, der im Spiel gegen die SV Elversberg den fünften, gelben Karton in Folge sah – der 30-jährige Mannschaftskapitän des 1.FCK, der zwischen den Jahren 2017-2020 insgesamt drei Jahre selbst schon für den SCP kickte und dabei 65 Pflichtspieleinsätze für die Ostwestfalen sammelte, dürfte die Aussicht auf eine Nichtberücksichtigung am kommenden Samstag besonders schmerzen – Im Hinspiel beim 3:0-Erfolg im Fritz-Walter-Stadion am 09. Spieltag, war Ritter nach seiner Einwechslung in der 58. Minute der entscheidende Mann, der durch seine Vorlage zum 2:0 durch Teamkollege Luca Sirch in der 87. Minute und ein eigenes Ritter-Tor in der 90. Minute einen erheblichen Anteil am ersten Heimsieg der Saison aus Sicht der roten Teufel hatte. Wer den formstarken Lautrer-Kapitän beim wichtigen Spiel in Paderborn ersetzt, dürfte ebenfalls eine der spannendsten Fragen der aktuellen Trainingswoche auf Seiten der Pfälzer darstellen.

Die bisherige FCK-Bilanz bei den Spielen im Stadion in Paderborn fällt aus Sicht der roten Teufel optimistisch aus – Aus insgesamt acht Pflichtspielduellen, gingen die Lautrer nur ein einziges Mal als Verlierer hervor. Abseits dessen gab es drei Punkteteilungen, schon vier Mal siegte der FCK – so auch zuletzt am 04. Spieltag der Vorsaison, wo man sich mit einem 2:1 gegen den SCP durchsetzen konnte. Natürlich erzielte „Mr. Paderborn“ himself, Marlon Ritter in der 59. Minute selbst die 1:0-Führung für die roten Teufel, die Ragnar Ache nur sechs Zeigerumdrehungen später auf ein zwischenzeitliches 2:0 ausbauen durfte – der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Grimaldi (73‘) kam am Ende zu spät, um den Auswärtssieg der Lautrer noch entscheidend verhindern zu können.

Ein Endergebnis, gegen dessen Duplizität die zahlreichen FCK-Fans, die sich am kommenden Wochenende zusammen mit ihrer Mannschaft mit nach Paderborn aufmachen werden, sicherlich auch ein zweites Mal nichts grundlegendes einzuwenden hätten – auch wenn jedem Einzelnen die Schwere der sportlichen Aufgabe gegen einen weiteren, direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf durchaus bewusst sein dürfte.

So könnten Sie spielen:

SC Paderborn: Riemann, - Götze, Curda, Hoffmeier, - Mehlem, Castañeda, Zehnter, Obermair (C), Bilbija,- Ansah, Terho

1. FC Kaiserslautern: Krahl, – Sirch, Elvedi, Bauer, – Zimmer (Gyamerah), Kleinhansl, Breithaupt, Kaloč, Redondo (Yokota), – Hanslik (C), Ache

Sperren/Ausfälle:

SC Paderborn: Tjark Scheller (IV - Gelbsperre), Calvin Brackelmann (IV - Muskelbündelriss), Luis Engelns (ZM - Kapselriss im Knie)

1. FC Kaiserslautern: Marlon Ritter (OM - Gelbsperre), Hendrick Zuck (LV – Reha nach erneuter Kreuzbandverletzung), Philipp Klement (ZM – Wadenprobleme), Jan Gyamerah (RV - Oberschenkelprobleme, Einsatz fraglich), Tobias Raschl (ZM - grippaler Infekt, Einsatz fraglich), Daisuke Yokota (RA – Risswunde am Fuß, Einsatz fraglich)
 
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Der kicker hat die Frage gestellt, ob wir ein "Scheinriese" oder ein "Aufsteiger" sind. Fazit: So wirklich beantworten können die das auch nicht. Mit Einschätzung von Moritz Kreilinger.
 
Heuer fällt anscheinend auch aus. Dafür scheint Yokota wieder eine Option. Denke damit wird Sirch weiter hinten bleiben und Redondo/Yokota/Hanslik kämpfen um die Positionen von Ritter
 
Wenns bei Yokota für einen Starteinsatz reicht, wird er denke ich für Ritter spielen. Sonst gibts nicht viele Gründe etwas zu ändern zu letzter Woche.
 
Ich weiß, aber außer ihm sehe ich keinen Handlungsbedarf meinte ich. Hanslik wird spielen und Yokota auch wenn er fit ist.
 
Die Schiedsrichteransetzung für das morgige Auswärtsspiel in Paderborn:

SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern (Samstag, 15. März 2025, 13 Uhr)

SR:
Wolfgang Haslberger

SRA1: Cristian Ballweg

SRA2: Tobias Endriß

Vierter Offizieller: Eric Müller

VA: Guido Winkmann

VA-Assistent: Markus Wollenweber

Unter Haslberger sind wir in sechs FCK-Spielen nur einmal geschlagen (0:1-Niederlage aus dem Heimspiel gegen Köln in der Hinrunde)

Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass die restlichen Spiele unter seiner Leitung noch alle aus unserer Zeit in der 3. Liga resultieren und fast auf den Tag genau drei Jahre zurückliegen.

 
Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass die restlichen Spiele unter seiner Leitung noch alle aus unserer Zeit in der 3. Liga resultieren und fast auf den Tag genau drei Jahre zurückliegen.

Und damals sind wir ..... (bloß nicht aussprechen!)
 
Naja, das war nun kein guter .... Anfang! :sunglasses:

So, jetzt aber mal bisschen disziplinierter gegenhalten, so etwas muss ja nun auch nicht sein!
 
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