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[20. Spieltag] 1. FC Kaiserslautern - SV Elversberg (Sa., 31.01.26 - 20:30 Uhr)

Wie geht's aus?

  • Remis - Punkteteilung

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Später Schock auf Schalke: Lautern verschenkt Auswärtssieg

Nach dem letztlich ernüchternden 2:2 im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 herrschte beim 1. FC Kaiserslautern zunächst herbe Enttäuschung. Nach zwei Treffern des eingewechselten Ivan Prtajin (61./84.) hatten die Pfälzer die Partie bis zur 87. Minute scheinbar sicher im Griff, ehe sie in der Schlussphase doch noch den späten Ausgleich hinnehmen mussten. Die Königsblauen schlugen durch zwei Tore von Edel-Joker Edin Džeko (87.) und S04-Kapitän Kenan Karaman (90.) spät zurück und stellten die Partie damit auf den Kopf – ein Spielverlauf, wie ihn die Lautrer von manchem Heimspiel auf dem Betzenberg nur allzu gut kennen. Entsprechend groß war der Frust bei den Roten Teufeln und auch unter den rund 6.500 mitgereisten Fans aus der Barbarossastadt. Es wäre erst der dritte Auswärtssieg der Saison für die Mannschaft von FCK-Trainer Torsten Lieberknecht gewesen.

Gleichermaßen deutlich fiel auch die Ansprache des pfälzischen Chefcoaches unmittelbar nach dem Abpfiff im Mittelkreis aus, als er seine Spieler noch einmal energisch zusammenstauchte. Gleichzeitig richtete Lieberknecht den Blick aber bereits wieder nach vorne und stellte im Anschluss vor laufenden TV-Kameras klar: „Wenn einer jetzt meint, eine Woche lang den Kopf in den Sand zu stecken und nur Trübsal zu blasen, dann hat er ein ganz großes Problem mit mir.“ Ungeachtet des verpassten Sieges zeigte sich der aktuelle Übungsleiter der Lautrer insgesamt allerdings sehr stolz und zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die beim Spiel "auf Schalke" – selbst aus neutraler Sicht – ihr bislang bestes Auswärtsspiel der Saison ablieferte und den Spitzenreiter lange Zeit selbst am Rande der erst zweiten Heimniederlage in der laufenden Spielzeit hatte.

Keine Zeit zum Durchatmen - Das nächste Topspiel wartet

Viel Zeit um mit sich oder dem Ergebnis des letzten Wochenendes zu hadern, bleibt den Pfälzern ohnehin nicht. Bereits am kommenden Samstagabend im Topspiel gegen den Landesnachbarn der SV Elversberg bietet sich für die Betzebuwe die Chance zur Wiedergutmachung. Im heimischen Wohnzimmer des Fritz-Walter-Stadions, wollen sich "wütende" Lautrer die verlorenen zwei-Punkte gegen ein weiteres Spitzenteam der 2. Liga wiederholen (Anstoß: 20:30 Uhr).

Auch die „Elven“ aus dem Saarland reisen mit einer Punkteteilung im Gepäck in die Fußballpfalz. Am vergangenen Sonntagnachmittag trennte man sich in der heimischen "Ursapharm-Arena" an der Kaiserlinde gegen den VfL Bochum mit einem 1:1 (0:1). Nach der Führung der Gäste durch Mittelfeldspieler Mats Pannewig (24.) gelang dem Team von SVE-Trainer Vincent Wagner (39) kurz nach Wiederanpfiff durch Flügelspieler Lukas Petkov der hoch verdiente Ausgleichstreffer (53.). Der reine Blick auf das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf jedoch nur unzureichend wider: Mit über 20 Torschüssen und einem xG-Wert von 1,76 (Bochum: 0,46) hätten die Saarländer die Partie durchaus auch zu ihren Gunsten entscheiden können. Bereits in der ersten Halbzeit scheiterten u.a. Lukas Poręba (34.) und Bambassé Conté (43.) am Aluminium bzw. am Querbalken des Bochumer-Gehäuses.

Tabellarisch empfängt am Samstagabend der Tabellensechste aus Kaiserslautern (31 Punkte) den Tabellenvierten aus Elversberg (35 Punkte). Mit einem weiteren Heimsieg in der Festung Betzenberg (sieben Siege, ein Remis, zwei Niederlagen; 24:12 Tore) könnten die Roten Teufel im Tableau bis auf einen Punkt an die Saarländer heranrücken. Nachdem das letzte Topspiel zur Samstagabend-Primetime gegen Hertha BSC am 12. Spieltag unglücklich mit 0:1 verloren ging, wäre das Duell gegen den Landesnachbarn nun die perfekte Gelegenheit, den zahlreichen FCK-Fans endlich wieder einen Heimsieg zur besten Sendezeit zu bescheren - zuletzt gelang den Lautrern dies beim 1:0 gegen Schalke 04 am 2. Spieltag.

Allerdings wird am kommenden Wochenende mit der SVE ein Gegner auf dem Platz stehen, der höchste Aufmerksamkeit erfordert und der die Lautrer über die vergangenen Jahre immer wieder erfolgreich ärgerte.

Denn entgegen aller Unkenrufe, die vor der laufenden Spielzeit der SV Elversberg einen tabellarischen Absturz oder gar einen Abstieg in die 3. Liga prognostizierten, lassen sich die Saarländer auch in dieser Saison weder vom Aderlass an wichtigen Leistungsträgern aus dem vergangenen Sommer noch vom durchgeführten Wechsel auf der Trainerbank – weg vom langjährigen Erfolgscoach u. Aufstiegstrainer Horst Steffen (56), hin zum noch relativ unbeschriebenen Blatt von Vincent Wagner (39) – aus dem Konzept bringen. Die SVE geht ihren eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter und macht es der restlichen Ligakonkurrenz damit Woche für Woche schwer.

Mit einer aktuellen Bilanz von zehn Siegen, bei fünf Unentschieden und nur vier Niederlagen (Torverhältnis 34:19) darf man aus Sicht der SVE jedenfalls durchaus mit einer breiten Brust die kurze Anreise ins benachbarte Kaiserslautern antreten. Fünf Auswärtssiege, eine Punkteteilung und vier Niederlagen (Torverhältnis 18:13) sind auch in der Auswärtstabelle (Platz 4) durchaus respektabel.

Auch wenn der Start ins neue Fußballjahr für die Saarländer mit einer ärgerlichen 2:3-Niederlage in Nürnberg – nach einem verschossenen Elfmeter beim Stande von 2:2 in der 85. Minute und dem entscheidenden Gegentor in der 90.+3 – sowie einem 1:1 im nachfolgenden Heimspiel gegen den VfL Bochum nicht unbedingt nach Plan verlief, besteht im Saarland kein Grund zur Panik.

Mit viel Spielfreude, attraktivem Offensivfußball und hohem Tempo behauptet sich der kleine Aufsteiger seit mittlerweile drei Jahren schon in der 2. Liga und liegt augenblicklich lediglich vier Punkte hinter dem gegenwärtigen Tabellenführer des FC Schalke 04, der zuletzt allerdings ebenfalls nicht mehr die Stabilität und Souveränität der Hinrunde zeigte.

Es ist also weiterhin alles möglich: Bei noch insgesamt 45 zu vergebenden Punkten wird die Mannschaft von SVE-Trainer Wagner auch am kommenden Samstag auf dem Betzenberg alles daran setzen, etwas Zählbares mitzunehmen – genauso wie im Hinspiel, als man die Lautrer zu Hause mit einem 2:1-Sieg unmittelbar mit der letzten Szene des Spiels bezwingen konnte.

Tore satt? Offensive bei beiden Teams im Fokus

Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass bei den kommenden FCK-Gästen trotz zahlreicher Abgänge in der Sommerpause fußballerisch weitgehend alles beim Alten geblieben und man sich fußballerisch treu geblieben ist. Besonders stark zeigt sich die Mannschaft in der Offensive: Mit 298 abgegebenen Torschüssen liegt man ligaweit auf Rang drei, auch bei der Passquote (84,2 % - Platz drei), dem Ballbesitz (54 % - Platz vier) und den gewonnenen Zweikämpfen (2.049 - Platz fünf) zählt die Wagner-Elf zu den Spitzenteams aus Liga zwei.

Wo die Saarländer jedoch anfällig sind, sind hohe Bälle: Mit nur 284 gewonnenen Kopfballduellen belegt die Mannschaft in dieser Kategorie den letzten Rang der Liga. Das könnte ein Vorteil für den 1. FCK sein, der sich in dieser Statistik mit 443 gewonnenen Duellen aktuell auf Rang zwei niederlässt. Auch im Flankenspiel (238 - Platz zwei) haben die Lautrer deutliche Vorteile gegenüber den Elversbergern (184 - Platz neun). Bei den physischen Werten liegen beide Teams dagegen nahezu gleichauf.

Toreschießen können sowohl die Pfälzer wie auch die Saarländer - Durch das 2:2 auf Schalke und das 1:1 im Heimspiel gegen den VFL Bochum, haben sowohl der 1. FCK wie auch die SVE bislang starke 34 Saisontreffer erzielt - mit dem dritten im Bunde, dem SV Darmstadt 98 (2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg am 19. Spieltag) stellt man somit gegenwärtig den unangefochtenen Top-Wert der treffsichersten Angriffsreihen im Unterhaus da. Ist ein Tore-Spektakel am kommenden Samstagabend auf dem Betzenberg damit schon vorprogrammiert?

Kader und Transfers: Die Mannschaft als Schlüssel

Aus personeller Sicht gilt in Elversberg weiterhin: Der Star ist die Mannschaft. Mit einem überschaubaren Kaderwert von rund 26 Millionen Euro liegt man im Liga-Mittelfeld auf Rang zwölf, deutlich hinter Spitzenclubs wie Hertha BSC (62,33 Mio.), Hannover 96 (46,88 Mio.) und auch dem 1. FC Kaiserslautern (32,73 Mio.). SVE-Sportchef Nils-Ole Book (39) leistet hierbei beeindruckende Arbeit, indem er jungen Talenten im Saarland ein optimales Umfeld bietet, um sich bestmöglich weiterzuentwickeln und dabei wirtschaftlich keine unverhältnismäißg hohe Summen für vermeintliche "Stars" in die bestehende Kaderstruktur investiert - so wie es an anderen Fußball-Standorten der Republik seit Jahren gang und gäbe ist.

Echte Leistungsträger zu halten ist jedoch schwierig – finanziell lässt man sich diese allerdings mittlerweile gut bezahlen. So wechselte bspw. Hinrunden-Top-Torschütze Younes Ebnoutalib (22) im Winter für kolportierte 8 Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt, nachdem er erst im vergangenen Sommer für 50.000 Euro vom FC Gießen aus der Hessenliga (vergleichbar mit der rheinland-/pfälzischen Oberliga) verpflichtet worden war. Ein wahrer Königstransfer, der den Saarländern spätestens jetzt auch über die Landesgrenzen hinaus viel Aufmerksamkeit und Interesse einbrachte.

Im Winter reagierte man gezielt auf den Abgang des 12-Tore-Manns der Hinrunde: Für eine Rekordablöse von 1,5 Millionen Euro schnappte man sich Stoßstürmer David Mokwa von der TSG 1899 Hoffenheim. Der 21-Jährige Franzose kennt Trainer Vincent Wagner bereits aus gemeinsamen Zeiten bei der Hoffenheimer U23, wo Mokwa in 63 Regionalliga-Spielen unter Wagner beeindruckende 26 Tore erzielte und sieben Assists beisteuerte. Ergänzt wird das Offensivpotenzial durch Rechtsaußen Raif Adam (20) vom Hamburger SV II, der im Laufe der Hinrunde für die kleinen Rothosen in der Regionalliga Nord in 21 Einsätzen sieben Tore erzielte und sechs weitere vorbereitete - seinen Zugang ließ man sich im Saarland offenbar eine Summe von ca. 400.000 Euro kosten.

Ballbesitz und Offensivpower - Die SVE im Systemcheck

Trainer Vincent Wagner bevorzugt in seiner taktischen Ausrichtung ein 4-2-3-1-System, das durch einen ballbesitzorientierten Spielstil geprägt ist und auf einen kreativen Offensivfußball setzt.

Für die Lautrer wird es am kommenden Samstagabend entscheidend sein, die Leistungsträger der Elversberger genau im Auge zu behalten. Besonders hervorzuheben sind dabei Torhüter Nikolas Kristof (26), der mit seinen sicheren und unaufgeregten Paraden eine tragende Rolle im Team spielt, sowie die zentrale Mittelfeldachse, die von Lukasz Poręba (25) und Bambassé Conté (22) geführt wird. Beide sind für das Spielverständnis und die Bindung zwischen Abwehr und Angriff verantwortlich.

Im Fokus der Lautrer Verteidigung sollten die Flügelspieler Tom Zimmerschied (27) und Lukas Petkov (25) stehen, der am vergangenen Sonntag als Torschütze zum 1:1 gegen den VFL Bochum erfolgreich war. In der Abwehr sorgen SVE-Mannschaftskapitän Lukas Pinckert (26) und Maximilian Rohr (30) für die notwendige Stabilität und Kompromisslosigkeit in der Zweikampfführung.

Aktuell fraglich ist lediglich Linksverteidiger Lasse Günther, der das letzte Spiel gegen Bochum kurzfristig aus unbekannten Gründen verpasste. Sollte er im Spiel gegen den 1. FCK weiterhin ausfallen bzw. nicht zur Verfügung stehen, könnte Nicholas Mickelson (26) einspringen - auch Rechtsverteidiger Felix Keidel (22) wäre eine mögliche Option für die Position des vakanten Linksverteidigers.
 
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FCK vor Elversberg-Duell: Lieberknecht fordert volle Konzentration bis zum Schluss

Flutlichtspiele und Kaiserslautern - das gehört zusammen wie Fritz Walter und der WM-Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus dem Jahre 1954.

Am kommenden Samstagabend ist es endlich wieder soweit und der pfälzische Traditionsverein empfängt mit der SV Elversberg zum fünften Abendspiel der aktuellen Saison, nicht nur einen (fast) unmittelbaren Tabellennachbarn, sondern auch einen direkten Mitanwärter auf einen möglichen Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs zum dritten Sechs-Punkte-Spiel in Folge, nachdem man zuvor bereits gegen Hannover 96 (3:1) und dem FC Schalke 04 (2:2) zwei tabellarische Schwergewichte vor der pfälzischen Brust hatte.

Die Lautrer werden sich wohl nicht nur aufgrund der Videovoranalyse noch gut an das vergangene Auswärtsspiel gegen den kleinen Emporkömmling aus dem angrenzenden Bundesland zurückerinnern, wo sich die Betzebuwe mit einem 1:2 geschlagen geben mussten. Der eingewechselte Richmond Tachie (26) hatte nach der 1:0-Führung durch SVE-Stürmer Luca Schnellbacher (43.) vom Elfmeterpunkt für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt (79.), bevor Elversberg doch zum späten Siegtreffer kam und Frederik Schmahl (23) den Ball im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz über die Linie drückte (90+2.)

Was dem 1. FCK vor der Neuauflage des kommenden Duells gegen die Saarländer allerdings den notwendigen Aufwind geben dürfte, ist der erfrischende Auftritt gegen den aktuellen Tabellenführer des FC Schalke 04 vom vergangenen Sonntagnachmittag. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht war im Spiel gegen den Spitzenreiter aus dem Ruhrpott so hervorragend eingestellt, dass sie die Leistung der Knappen fast über die gesamten neunzig Spielminuten in den Schatten stellte und in weiten Teilen des Spiels die Oberhand hatte.

Dass es am Ende beim Spiel in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen dennoch nicht für drei Punkte reichte, lag vor allem an der individuellen Klasse von Edin Džeko und S04-Kapitän Kenan Karaman, die aus den wenigen Fehlern der Lautrer-Hintermannschaft spätes Kapital schlugen. Die Effektivität der Lautrer hätte hier vielleicht noch besser sein können – ein Lerneffekt, der sich bei den Pfälzern im Idealfall nun aber positiv auf die kommenden Spiele auswirken sollte. Besonders am kommenden Samstag, wenn die Lautrer zu Hause gegen die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner antreten, wäre es von eminenter Bedeutung, die Konzentration bis zum Schluss hoch zu halten und das Spiel erst dann zu „killen“, wenn der Schlusspfiff auch tatsächlich erst ertönt ist.

Nach dem späten Unentschieden gegen Schalke äußerte sich FCK-Trainer Torsten Lieberknecht dahingehend bekanntermaßen kritisch über das Verhalten seiner Mannschaft nach der zwischenzeitlichen 2:0-Führung in der 84. Spielminute. In der Pressekonferenz erklärte er, dass sich die Lautrer nach dem zweiten Tor möglicherweise zu sehr von ihrer eigenen Euphorie mitreißen ließen. Der Jubel über die scheinbar komfortable zwei-Tore-Führung hätte womöglich den letzten Rest an notwendigem Fokus gekostet, was schließlich dazu führte, dass Schalke selbst noch zwei Treffer erzielen durfte bzw. in der Nachspielzeit den späten Ausgleich markieren konnte.

Dieser Fehler hätte insbesondere den Lautrern, die in der Vergangenheit regelmäßig selbst schon zahlreiche u. glückliche Last-Minute-Siege in der heimischen Festung Betzenberg eingefahren hatten, eigentlich nicht passieren dürfen. Denn bei Spielen im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern weiß jeder: Ein Spiel dauert oft mehr als die regulären 90 Minuten.

Chernev überzeugt bei FCK-Debüt – Transfergerüchte sorgen für Spannung

Ein positiver Aspekt, der aus dem Spiel in Gelsenkirchen hervorzuheben ist, war die Leistung von Neuzugang Atanas Chernev. Der 23-jährige Bulgare, der Leon Robinson (24) in der Innenverteidigung ersetzte – der im defensiven Mittelfeld eine Position weiter vorne neben Fabi Kunze (27) gebraucht wurde, zeigte eine beeindruckende Leistung in seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Verein aus der Fußballpfalz. Chernev überzeugte durch eine starke und energische Zweikampfführung, kommandierte seine Mitspieler über den Rasen als laufe er schon das zehnte Jahr im FCK-Trikot auf und nahm zusätzlich den kleinen, wuseligen Spielmacher von S04, Amin Younes (32) komplett aus der Partie. Hinter Doppel-Torschütze Prtajin holte sich die Leihgabe vom portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora die Bestnote für seinen Auftritt in der Veltins-Arena ab. Der starke Auftritt des neuen großgewachsenen Innenverteidigers lässt darauf hoffen, dass er in den kommenden Spielen eine noch wichtigere Rolle im Defensivverbund der Roten Teufel spielen könnte.

Ob sich der Kader der Pfälzer bis zum kommenden Samstag personell noch weiter verändern wird, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Rund um den Betzenberg brodelt die Gerüchteküche weiterhin kräftig. Augenblicklich ist von möglichen Abgängen die Rede – unter anderem von Afeez Aremu (26), der mit dem schottischen Erstligisten FC Aberdeen in Verbindung gebracht wird, sowie von Jan Elvedi (29), für den ein Wechsel zur SpVgg Greuther Fürth im Raum steht. Gleichzeitig kursieren auch Namen potenzieller Neuzugänge. So wurden zuletzt der algerische Flügelspieler Billal Brahimi (25) vom FC Santos und der dänische Innenverteidiger Rasmus Lauritsen (29) von Brøndby IF als mögliche Verstärkungen gehandelt. Die letzten Tage der Transferperiode, die am kommenden Montag um 20:00 Uhr ihr Ende nimmt, versprechen somit noch einmal reichlich Spannung und Bewegung auf dem Betzenberg.

Personalentscheidungen beim FCK: Lieberknecht vor schwierigen Kaderfragen

Am kommenden Samstagabend steht FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht vor kniffligen Personalentscheidungen. Ivan Prtajin (29), der mit seinem Doppelpack beim 2:2 auf Schalke eindrucksvoll auf sich aufmerksam machte, hat sich mit seiner starken Jokerleistung klar für einen Platz in der Startelf empfohlen. Der belgische Winterneuzugang Norman Bassette (21), der Prtajin in den vergangenen beiden Partien als erste Option im Sturmzentrum ersetzte, dürfte dadurch zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen – eine Entscheidung, die Lieberknecht alles andere als leichtfallen dürfte.

Ein weiteres spannendes Fragezeichen im Kader des 1. FC Kaiserslautern betrifft die künftige Rolle von Leon Robinson (24). Der Defensivspieler wusste zuletzt sowohl als linker Innenverteidiger als auch im zentralen defensiven Mittelfeld zu überzeugen, wo er gemeinsam mit Fabian Kunze (27) eine stabile und zweikampfstarke Achse bildete. Robinsons ausgeprägte Vielseitigkeit verschafft dem Trainer zusätzliche taktische Optionen – erschwert zugleich aber auch die Entscheidung über Formation und Rollenverteilung in der Defensive.

Die Rückkehr von Rechtsverteidiger Simon Asta sorgt im Lautrer Umfeld für zusätzliche Aufmerksamkeit, zumal der 25-Jährige ausgerechnet gegen den SV Elversberg wieder ins Spielgeschehen eingreifen könnte – jenem Verein, bei dem sich Asta am 3. Spieltag eine schwere Knieverletzung zuzog und den Lautrern damit fast ein halbes Jahr verletzt fehlte.

Doch nicht nur Asta könnte bald wieder im offiziellen Spieltagskader der Roten Teufel stehen. Auch Mahir Emreli (28), der nach einer überstandenen Adduktorenverletzung über die letzten Wochen immer mehr ins Mannschaftstraining zurückkehrte, weckt Hoffnungen auf ein baldiges Comeback.

Nicht zuletzt dürfte auch Spielmacher Semih Sahin (24), der in den letzten Spielen meist nur noch von der Bank kam, in der Partie gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem Saarland am kommenden Samstagabend besonders motiviert sein, seine Qualitäten erneut unter Beweis zu stellen. Eine Extra-Portion Antrieb dürfte dem kreativen Mittelfeldspieler am kommenden Spieltag also gewiss sein.

Betzenberg, Flutlicht, Topspiel - Lautern vor richtungsweisendem Heimspiel

Mit reichlich Wut im Bauch werden die Roten Teufel am kommenden Samstagabend im heimischen Fritz-Walter-Stadion gegen die SV Elversberg auflaufen. Der bittere Zwei-Punkte-Verlust beim 2:2 in Schalke sitzt dem viermaligen deutschen Meister noch spürbar in den Knochen – auch wenn die Verantwortlichen nach außen hin bemüht sind, die Lage gelassener darzustellen. Der Druck, den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht zu verlieren, ist in der Fußballpfalz jedenfalls nach wie vor spürbar.

Auch wenn die Lautrer in der noch jungen Historie der Aufeinandertreffen beider Vereine bislang alle drei Auswärtsspiele im Saarland verloren haben, bietet das Heimspiel gegen die SVE am kommenden Samstag eine große Chance zur direkten Wiedergutmachung gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn der im Tableau aktuell noch mit einem geringfügigen Abstand vor den Roten Teufeln rangiert.

Dabei sollten sich die Pfälzer allerdings weniger an der 1:1-Punkteteilung aus der vergangenen Saison orientieren, die am kommenden Wochenende tendentiell eher der Auswärtsmannschaft weiterhelfen würde. Vielmehr sollten sich die Männer in Rot noch einmal die Wiederholung des ersten Duells aus der Spielzeit 2023/2024 anschauen, welches auf spektakuläre Art und Weise in einem umkämpften 3:2-Heimsieg für die Roten Teufel endete.

Unabhängig vom sportlichen Ausgang dürfen sich Mannschaft und Fans erneut auf eine prall gefüllte Kulisse auf dem Betzenberg verlassen, die zusätzliche Kräfte freisetzen dürfte. Kurz gesagt: Alles ist angerichtet für ein weiteres stimmungsvolles und (hoffentlich) rot-weiß-rotes Fußballfest auf Deutschlands höchsten Fußballberg.

So könnten sie spielen:

1. FC Kaiserslautern: Krahl – Sirch, Gyamfi, Chernev, – Joly, Haas, Robinson (Şahin) Kunze, Ritter (C), Skyttä, – Bassette (Prtajin)

SV Elversberg: Kristof – Rohr, Pinckert (C), Günther (Mickelson), Keidel, – Poreba, Schmahl (Condé), Zimmerschied, Petkov, Conté - Mokwa (Stange)

Sperren / Ausfälle:

1. FC Kaiserslautern: Ji-soo Kim (IV - Reha nach muskulären Problemen), Simon Asta (RV - nach Kreuzbandriss zurück im Teamtraining, kurzfristige Kadernominierung möglich), Mahir Emreli (MS - Sehnenverletzung im Adduktorenbereich, absolviert Reha auf dem Platz, kurzfristige Kadernominierung möglich)

SV Elversberg: Lasse Günther (LV - angeschlagen, kurzfristige Kadernominierung möglich)
 
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Prtajin mit Bassette Doppelspitze. Kunze und Sahin auf der Bank.

Da haut Lieberknecht aber mal einen raus
 
Seh ich auch so... Elversberg hat immer zu viel Platz. Wir lassen sie zu viel Spielen und sind selbst sehr fahrig im Spielaufbau.
 
Das Thema rote Karte+Elfer hatten wir ja schon einmal. Diese Regel MUSS dringend überdacht werden, weil in den allermeisten Fälle du doppelt bestraft wirst.

Aber was ist mit dem Handspiel? Wenn unmittelbar vor dem Tor ein Handspiel stattfindet, wird das Tor aberkannt. Es liegt also ein "Foulspiel" vor, was aber jetzt überhaupt nicht relevant wird? Diese Regeln machen den Fußball kaputt, weil der FCK hier quasi 3-fach bestraft wurde...

Immerhin antworten wir gleich! Aber 45 MInuten in Unterzahl wird hart...
 
Das Thema rote Karte+Elfer hatten wir ja schon einmal. Diese Regel MUSS dringend überdacht werden, weil in den allermeisten Fälle du doppelt bestraft wirst.

Aber was ist mit dem Handspiel? Wenn unmittelbar vor dem Tor ein Handspiel stattfindet, wird das Tor aberkannt. Es liegt also ein "Foulspiel" vor, was aber jetzt überhaupt nicht relevant wird? Diese Regeln machen den Fußball kaputt, weil der FCK hier quasi 3-fach bestraft wurde...

Immerhin antworten wir gleich! Aber 45 MInuten in Unterzahl wird hart...

Irgendwie wurde das Handspiel dem Schiri garnicht gezeigt , wurde ja viel zu schnell abgespielt, da ging’s nur um das Trikot ziehen.
 
Möchte gar nicht wissen, was IP9 sich da verletzt hat. Was tut mir der Junge leid, endlich wieder von Anfang an und dann das.

Unglaublich....
 
Deckel zu...

Ich glaube, dass viel mehr nicht schief gehen kann in einem Spiel... Pfosten, Top-Torjäger verletzt, lächerliche rote Karte+Elfer, dämliches Kontertor, wo der Ball auf den cm genau durch Sirchs Beine geht, der IV muss als ST ran, weil kein anderer "Riese" da ist und eben noch die obligatorische Einladung durch einen individuellen Fehler... Habe ich etwas vergessen?

Will heute gar nicht über die Leistung sprechen. Das DIng heute musste so laufen. Zwei sehr harte Schläge in den Magen - gerade wo man ja jetzt recht offen vom Ziel Aufstieg gesprochen hat. Das Ding letzte Woche war zwar unglücklich, aber eben auch dem Kopf geschuldet, weil man sich zu sicher fühlte. Heute wäre unter "normalen" Bedingungn mehr drin gewesen. 4 von 9 Punkte sind für oben zu wenig. Mal sehen, ob wir es gegen Darmstadt besser machen. Vorne muss sich dringend noch etwas tun.
 
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