Shelter
Well-Known Member
FCK bleibt zu Hause ungeschlagen – Effizienz fehlt beim 1:1 gegen Nürnberg
Nein, so richtig glücklich war am gestrigen Fußballnachmittag in der Pfalz wohl niemand – weder die rund 48.000 Fans im Fritz-Walter-Stadion noch die Profimannschaft der Roten Teufel um Cheftrainer Torsten Lieberknecht selbst. Im Duell mit den fränkischen Gästen des 1. FC Nürnberg mussten sich die Betzebuwe am Ende mit einem 1:1-Unentschieden (1:0) begnügen. Damit verpassten die Pfälzer den dritten Sieg in Folge und den fünften Sieg vor heimischer Kulisse, blieben durch das Remis auf dem Betzenberg jedoch weiterhin zu Hause ungeschlagen.
Gegen die vom Ex-Lautrer Miroslav Klose (47) trainierten Franken – der ehemalige Weltklassestürmer trug zwischen 1999 und 2004 selbst das Trikot des 1. FCK und startete am Betzenberg seine nationale sowie internationale Profikarriere – war der Tabellenfünfte zu drei Veränderungen in der Startformation gezwungen. Innenverteidiger Ji-soo Kim (20) fehlte aufgrund einer Zerrung, Sechser Fabian Kunze (27) saß eine Gelbsperre ab, und Torjäger Ivan Pratjin (29) musste mit einem kleinen Muskelfaserriss pausieren.
Personell nahm Lieberknecht also gleich mehrere Änderungen in seiner Anfangsformation vor: Mit Leon Robinson (24), Afeez Aremu (26) und Marlon Ritter (31) rückten drei neue Spieler in die Rote-Teufel-Startelf. Zudem kehrte auch Maxwell Gyamfi (25) nach abgesessener Gelbsperre zurück und ersetzte in der Innenverteidigung seinen zweimaligen Stellvertreter Jan Elvedi (29). Im Sturmzentrum begann Daniel Hanslik (29) anstelle von Faride Alidou (24).
Glück für Lautern: Justvan scheitert vom Punkt, Hanslik trifft kurz vor der Pause
Beide Mannschaften starteten durchaus willig und motiviert in die Partie – wobei man den Gästen eine gewisse Verunsicherung nicht absprechen konnte – der Tabellenfünfzehnte (neun Punkte) tut sich mit seinem teils runderneuerten Kader in der neuen Spielzeit noch äußerst schwer – gerade das Toreschießen gehört offenbar bislang noch überhaupt nicht zu den Nürnberger-Stärken: Zum Zeitpunkt des Anstoßes der Partie im Fritz-Walter-Stadion, stellten die Glubberer (acht Saisontreffer) die zweitschlechteste Angriffsreihe hinter Tabellenschlusslicht Magdeburg (sieben Saisontore).
Der erste Aufreger der Partie fand entgegen dieser Statistik dann allerdings im Strafraum der Roten Teufel statt. FCK-Linksverteidiger Mika Haas (20) hatte den mitaufgerückten Drexler (20) im eigenen Strafraum für einen kurzen Moment aus den Augen verloren und ihn mit einem minimalen Kontakt zu Fall gebracht. Schiedsrichter Sören Storks (36) entschied zunächst auf Weiterspielen, ehe der Unparteiische nach einer langen Überprüfung vom Kölner-Keller bzw. dem VAR doch noch überstimmt wurde und nach nochmaliger Ansicht der Videobilder auf Strafstoß zu Gunsten der Gäste vom Valznerweiher entschied.
Dass der relativ marode Rasen des Fritz-Walter-Stadions, oft schon beginnend mit dem jährlichen Wechsel auf die kommenden Herbst-/Wintermonate immer mehr den berühmten "Grip" verliert und viele Spieler deshalb gut beraten sind, die berühmten „18er-Stollen“ aufzuziehen, musste auch FCN-Elfmeterschütze Julian Justvan im Anschluss registrieren – Der 27-jährige Edeltechniker der Glubberer rutschte bei der Ausführung des nachfolgenden Strafstoßes mit seinem Standbein weg und setze den Ball am Pfosten vorbei ins Toraus – Glück für die Pfälzer – weiterhin 0:0.
An der ersten etwas ernsthafteren Torgelegenheit auf Seiten der Hausherren war daraufhin Rechtsverteidiger Paul Joly (25) beteiligt, der FCN-Keeper Jan Reichert (24) mit einem satten Schuss aus dem Rückraum prüfte – sein strammer Versuch aus halbrechter Position brachte allerdings nur einen Eckball und nicht die 1:0-Führung für die Männer in Rot ein (21').
Diesen Moment hatten sich die Roten Teufel für die 41. Spielminute aufbewahrt – Nach einem hohen Ballgewinn von Aremu in der gegnerischen Hälfte und einer der überschaubaren Passstafetten der Lautrer an diesem Tag, landete der Ball zentral im Nürnberger Strafraum, wo ihn Drexler nur unzureichend klären bzw. Daniel Hanslik genau vor die Füße spitzeln konnte. Der erfahrene FCK-Angreifer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vollendete mit seinem starken linken Fuß trocken vom Elfmeterpunkt in die aus seiner Sicht rechte untere Torecke zum schmeichelhaften 1:0 (45‘) - so wirklich angedeutet hatte sich der erste Saisontreffer des pfälzischen Publikumslieblings nicht.
Als sich die Zuschauer bereits mit dieser beruhigenden Ein-Tore-Führung in Richtung der Imbissstände in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions aufmachen wollten, wurde es vor dem Lautrer-Gehäuse noch einmal gefährlich. FCK-Keeper Julian Krahl (25) konnte einen Schussversuch vom durchgestarteten FCN-Sturmtank Artem Stepanov (18) nur zentral vor das eigene Gehäuse abwehren, wo das Spielgerät FCN-Teamkollege Rafael Lubach förmlich vor die Füße fiel – der 20-jährige den Ball allerdings in leichter Rücklage nicht ins, sondern nur über das Tor bugsierte. Erneut hatten die Betzebuwe das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.
Technik-Ausfall im Kölner Keller – Lautern ärgert sich über späten Elfer
Nach dem Pausentee versuchten die Lautrer die Führung weiter auszubauen – in Person vom bereits in der 38. Spielminute für den leicht gelbrot-gefährdeten Haas eingewechselten Florian Kleinhansl (25), der bei seinem Schussversuch aus spitzem Winkel erneut die Flugqualitäten von Reichert im Tor der Gäste prüfte (51‘). Auf der Gegenseite war ein Abschlussversuch von Adam Markhiev (23) aus der Distanz nicht ungefährlich – sein satter Linksschuss am Rande des Strafraums zischte nur Zentimeter am rechten Pfosten von Julian Krahl vorbei.
Auch wenn die Betzebuwe im weiteren Spielverlauf der zweiten Halbzeit hin und wieder den Versuch starteten, das beruhigende 2:0 nachzulegen – die entscheidende Gier ging der Mannschaft von FCK-Coach Lieberknecht an diesem Spieltag hierfür offensichtlich zu sehr ab. Der 52-jährige haderte deshalb nach Abpfiff der Partie selbst damit, den vielleicht finalen Konter zum entscheidenden zweiten Treffer trotz "25 Balleroberungen" und „guter Positionierungen“ viel zu fahrig ausgespielt zu haben. Umgekehrt gelang es den Pfälzern dann auch nicht, das knappe Ergebnis zu halten.
In der 93. Minute kurz vor Spielende lief aus Lautrer-Sicht jedenfalls so gut wie alles schief was schieflaufen konnte – zunächst verloren sowohl Daniel Hanslik wie auch Luca Sirch das entscheidende Kopfballduell gegen den aufgerückten Gruber (23) im eigenen Strafraum nach einem Einwurf der Clubberer auf Höhe des eigenen Sechzehners. Der Innenverteidiger des FCN verlängerte die Pille mit dem Hinterkopf direkt zentral an die Grenze des Fünfmeterraums, wo sein georgischer Abwehrkollege Luka Lochoshvili (27) mit dem Rücken zum Tor zunächst von Leon Robinson geklammert und beim anschließenden Klärungsversuch von Jan Elvedi sogar noch zusätzlich am Fuß getroffen wurde – folglich der zweite Strafstoß des Tages für die fränkischen Gäste, der trotz einer möglichen Abseitsstellung von Gruber Bestand haben sollte. Aufgrund eines technischen Problems im Kölner Keller war eine VAR-Überprüfung der Szene nämlich nicht möglich – Der eingewechselte Robin Knoche (33) übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:1-Ausgleich (90.+3).
Die Partie fand ein unrühmliches Ende, als Schiedsrichter Storks und sein Gespann lediglich vier Minuten Nachspielzeit anzeigten – obwohl allein die (nicht mögliche) Überprüfung der zweiten Elfmeterszene fast fünf Minuten gedauert hatte. Ob der FCK in einer längeren Nachspielzeit noch einmal gefährlich geworden wäre, bleibt fraglich. Dennoch sorgte die Entscheidung bei den Lautern-Fans für Unmut, der sich in lautstarken Pfiffen und Buhrufen in Richtung der Unparteiischen entlud.
FCK-Trainer mahnt zur Effizienz – keine Zeit zum Durchatmen
"Wir müssen mal lernen, so ein Spiel mit 1:0 über die Runden zu bringen", resümierte FCK-Trainer Lieberknecht nach Ablauf der 90 Minuten - "auch wenn das eigentlich gar nicht unser Ziel ist. Wir wollen kein Ergebnis nur verwalten, sondern das 2:0 oder sogar das 3:0 nachlegen - was heute durchaus möglich gewesen wäre“, kritisierte der Lautrer-Übungsleiter bei der abschließenden Spieltagskonferenz vor den anwesenden Presse- u. Medienvertretern sowohl die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft, wie auch das schlafmützige Abwehrverhalten unmittelbar vor Spielende.
Auch wenn die Bastion Betzenberg an diesem Sonntag gegen den Glubb wankte, aber nicht fiel – große Zeit zum Durchatmen haben die Roten Teufel ohnehin nicht. Am kommenden Mittwoch erwartet die Pfälzer die zweite Pokal-Pflichtspielrunde gegen die SpVgg Greuther Fürth am fränkischen Ronhof (Anstoß Mi, 29.10.25 – 18:00 Uhr), vier Tage später kommt es zu einem Wiedersehen mit Ex-Coach Markus Anfang beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Anstoß So, 02.11.25 – 13:30 Uhr).
Der 1. FC Nürnberg hingegen schied bereits in der ersten Pokalrunde Mitte August gegen den bayerischen Regionalligisten des FV Illertissen (3:3 – 5:6 i.E) aus und hat nun in der zweiten Pokalrunde spielfrei – Für Miro Klose und seine Mannschaft geht es somit erst am kommenden Samstag mit dem Heimspiel des 11. Spieltages gegen Eintracht Braunschweig (Anstoß Sa, 01.11.25 – 13:00 Uhr) in Liga zwei weiter.
Nein, so richtig glücklich war am gestrigen Fußballnachmittag in der Pfalz wohl niemand – weder die rund 48.000 Fans im Fritz-Walter-Stadion noch die Profimannschaft der Roten Teufel um Cheftrainer Torsten Lieberknecht selbst. Im Duell mit den fränkischen Gästen des 1. FC Nürnberg mussten sich die Betzebuwe am Ende mit einem 1:1-Unentschieden (1:0) begnügen. Damit verpassten die Pfälzer den dritten Sieg in Folge und den fünften Sieg vor heimischer Kulisse, blieben durch das Remis auf dem Betzenberg jedoch weiterhin zu Hause ungeschlagen.
Gegen die vom Ex-Lautrer Miroslav Klose (47) trainierten Franken – der ehemalige Weltklassestürmer trug zwischen 1999 und 2004 selbst das Trikot des 1. FCK und startete am Betzenberg seine nationale sowie internationale Profikarriere – war der Tabellenfünfte zu drei Veränderungen in der Startformation gezwungen. Innenverteidiger Ji-soo Kim (20) fehlte aufgrund einer Zerrung, Sechser Fabian Kunze (27) saß eine Gelbsperre ab, und Torjäger Ivan Pratjin (29) musste mit einem kleinen Muskelfaserriss pausieren.
Personell nahm Lieberknecht also gleich mehrere Änderungen in seiner Anfangsformation vor: Mit Leon Robinson (24), Afeez Aremu (26) und Marlon Ritter (31) rückten drei neue Spieler in die Rote-Teufel-Startelf. Zudem kehrte auch Maxwell Gyamfi (25) nach abgesessener Gelbsperre zurück und ersetzte in der Innenverteidigung seinen zweimaligen Stellvertreter Jan Elvedi (29). Im Sturmzentrum begann Daniel Hanslik (29) anstelle von Faride Alidou (24).
Glück für Lautern: Justvan scheitert vom Punkt, Hanslik trifft kurz vor der Pause
Beide Mannschaften starteten durchaus willig und motiviert in die Partie – wobei man den Gästen eine gewisse Verunsicherung nicht absprechen konnte – der Tabellenfünfzehnte (neun Punkte) tut sich mit seinem teils runderneuerten Kader in der neuen Spielzeit noch äußerst schwer – gerade das Toreschießen gehört offenbar bislang noch überhaupt nicht zu den Nürnberger-Stärken: Zum Zeitpunkt des Anstoßes der Partie im Fritz-Walter-Stadion, stellten die Glubberer (acht Saisontreffer) die zweitschlechteste Angriffsreihe hinter Tabellenschlusslicht Magdeburg (sieben Saisontore).
Der erste Aufreger der Partie fand entgegen dieser Statistik dann allerdings im Strafraum der Roten Teufel statt. FCK-Linksverteidiger Mika Haas (20) hatte den mitaufgerückten Drexler (20) im eigenen Strafraum für einen kurzen Moment aus den Augen verloren und ihn mit einem minimalen Kontakt zu Fall gebracht. Schiedsrichter Sören Storks (36) entschied zunächst auf Weiterspielen, ehe der Unparteiische nach einer langen Überprüfung vom Kölner-Keller bzw. dem VAR doch noch überstimmt wurde und nach nochmaliger Ansicht der Videobilder auf Strafstoß zu Gunsten der Gäste vom Valznerweiher entschied.
Dass der relativ marode Rasen des Fritz-Walter-Stadions, oft schon beginnend mit dem jährlichen Wechsel auf die kommenden Herbst-/Wintermonate immer mehr den berühmten "Grip" verliert und viele Spieler deshalb gut beraten sind, die berühmten „18er-Stollen“ aufzuziehen, musste auch FCN-Elfmeterschütze Julian Justvan im Anschluss registrieren – Der 27-jährige Edeltechniker der Glubberer rutschte bei der Ausführung des nachfolgenden Strafstoßes mit seinem Standbein weg und setze den Ball am Pfosten vorbei ins Toraus – Glück für die Pfälzer – weiterhin 0:0.
An der ersten etwas ernsthafteren Torgelegenheit auf Seiten der Hausherren war daraufhin Rechtsverteidiger Paul Joly (25) beteiligt, der FCN-Keeper Jan Reichert (24) mit einem satten Schuss aus dem Rückraum prüfte – sein strammer Versuch aus halbrechter Position brachte allerdings nur einen Eckball und nicht die 1:0-Führung für die Männer in Rot ein (21').
Diesen Moment hatten sich die Roten Teufel für die 41. Spielminute aufbewahrt – Nach einem hohen Ballgewinn von Aremu in der gegnerischen Hälfte und einer der überschaubaren Passstafetten der Lautrer an diesem Tag, landete der Ball zentral im Nürnberger Strafraum, wo ihn Drexler nur unzureichend klären bzw. Daniel Hanslik genau vor die Füße spitzeln konnte. Der erfahrene FCK-Angreifer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vollendete mit seinem starken linken Fuß trocken vom Elfmeterpunkt in die aus seiner Sicht rechte untere Torecke zum schmeichelhaften 1:0 (45‘) - so wirklich angedeutet hatte sich der erste Saisontreffer des pfälzischen Publikumslieblings nicht.
Als sich die Zuschauer bereits mit dieser beruhigenden Ein-Tore-Führung in Richtung der Imbissstände in den Katakomben des Fritz-Walter-Stadions aufmachen wollten, wurde es vor dem Lautrer-Gehäuse noch einmal gefährlich. FCK-Keeper Julian Krahl (25) konnte einen Schussversuch vom durchgestarteten FCN-Sturmtank Artem Stepanov (18) nur zentral vor das eigene Gehäuse abwehren, wo das Spielgerät FCN-Teamkollege Rafael Lubach förmlich vor die Füße fiel – der 20-jährige den Ball allerdings in leichter Rücklage nicht ins, sondern nur über das Tor bugsierte. Erneut hatten die Betzebuwe das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.
Technik-Ausfall im Kölner Keller – Lautern ärgert sich über späten Elfer
Nach dem Pausentee versuchten die Lautrer die Führung weiter auszubauen – in Person vom bereits in der 38. Spielminute für den leicht gelbrot-gefährdeten Haas eingewechselten Florian Kleinhansl (25), der bei seinem Schussversuch aus spitzem Winkel erneut die Flugqualitäten von Reichert im Tor der Gäste prüfte (51‘). Auf der Gegenseite war ein Abschlussversuch von Adam Markhiev (23) aus der Distanz nicht ungefährlich – sein satter Linksschuss am Rande des Strafraums zischte nur Zentimeter am rechten Pfosten von Julian Krahl vorbei.
Auch wenn die Betzebuwe im weiteren Spielverlauf der zweiten Halbzeit hin und wieder den Versuch starteten, das beruhigende 2:0 nachzulegen – die entscheidende Gier ging der Mannschaft von FCK-Coach Lieberknecht an diesem Spieltag hierfür offensichtlich zu sehr ab. Der 52-jährige haderte deshalb nach Abpfiff der Partie selbst damit, den vielleicht finalen Konter zum entscheidenden zweiten Treffer trotz "25 Balleroberungen" und „guter Positionierungen“ viel zu fahrig ausgespielt zu haben. Umgekehrt gelang es den Pfälzern dann auch nicht, das knappe Ergebnis zu halten.
In der 93. Minute kurz vor Spielende lief aus Lautrer-Sicht jedenfalls so gut wie alles schief was schieflaufen konnte – zunächst verloren sowohl Daniel Hanslik wie auch Luca Sirch das entscheidende Kopfballduell gegen den aufgerückten Gruber (23) im eigenen Strafraum nach einem Einwurf der Clubberer auf Höhe des eigenen Sechzehners. Der Innenverteidiger des FCN verlängerte die Pille mit dem Hinterkopf direkt zentral an die Grenze des Fünfmeterraums, wo sein georgischer Abwehrkollege Luka Lochoshvili (27) mit dem Rücken zum Tor zunächst von Leon Robinson geklammert und beim anschließenden Klärungsversuch von Jan Elvedi sogar noch zusätzlich am Fuß getroffen wurde – folglich der zweite Strafstoß des Tages für die fränkischen Gäste, der trotz einer möglichen Abseitsstellung von Gruber Bestand haben sollte. Aufgrund eines technischen Problems im Kölner Keller war eine VAR-Überprüfung der Szene nämlich nicht möglich – Der eingewechselte Robin Knoche (33) übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:1-Ausgleich (90.+3).
Die Partie fand ein unrühmliches Ende, als Schiedsrichter Storks und sein Gespann lediglich vier Minuten Nachspielzeit anzeigten – obwohl allein die (nicht mögliche) Überprüfung der zweiten Elfmeterszene fast fünf Minuten gedauert hatte. Ob der FCK in einer längeren Nachspielzeit noch einmal gefährlich geworden wäre, bleibt fraglich. Dennoch sorgte die Entscheidung bei den Lautern-Fans für Unmut, der sich in lautstarken Pfiffen und Buhrufen in Richtung der Unparteiischen entlud.
FCK-Trainer mahnt zur Effizienz – keine Zeit zum Durchatmen
"Wir müssen mal lernen, so ein Spiel mit 1:0 über die Runden zu bringen", resümierte FCK-Trainer Lieberknecht nach Ablauf der 90 Minuten - "auch wenn das eigentlich gar nicht unser Ziel ist. Wir wollen kein Ergebnis nur verwalten, sondern das 2:0 oder sogar das 3:0 nachlegen - was heute durchaus möglich gewesen wäre“, kritisierte der Lautrer-Übungsleiter bei der abschließenden Spieltagskonferenz vor den anwesenden Presse- u. Medienvertretern sowohl die mangelnde Chancenverwertung seiner Mannschaft, wie auch das schlafmützige Abwehrverhalten unmittelbar vor Spielende.
Auch wenn die Bastion Betzenberg an diesem Sonntag gegen den Glubb wankte, aber nicht fiel – große Zeit zum Durchatmen haben die Roten Teufel ohnehin nicht. Am kommenden Mittwoch erwartet die Pfälzer die zweite Pokal-Pflichtspielrunde gegen die SpVgg Greuther Fürth am fränkischen Ronhof (Anstoß Mi, 29.10.25 – 18:00 Uhr), vier Tage später kommt es zu einem Wiedersehen mit Ex-Coach Markus Anfang beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Anstoß So, 02.11.25 – 13:30 Uhr).
Der 1. FC Nürnberg hingegen schied bereits in der ersten Pokalrunde Mitte August gegen den bayerischen Regionalligisten des FV Illertissen (3:3 – 5:6 i.E) aus und hat nun in der zweiten Pokalrunde spielfrei – Für Miro Klose und seine Mannschaft geht es somit erst am kommenden Samstag mit dem Heimspiel des 11. Spieltages gegen Eintracht Braunschweig (Anstoß Sa, 01.11.25 – 13:00 Uhr) in Liga zwei weiter.