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[07. Spieltag] SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern (Sa., 27.09.25 - 13:00 Uhr)

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Der „schreckliche Ivan“ dominiert den Betze – Prtajin schießt Lautern zum 4:1-Heimsieg gegen Münster

Ivan Prtajin war der Mann des Abends, als der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Preußen Münster triumphierte. Der kroatische Mittelstürmer erzielte nicht nur einen Hattrick, sondern legte auch das vierte Tor für seinen finnischen Mannschaftskollegen Naatan Skyttä (23) auf – ein glänzender Auftritt des Sommerneuzugangs von Union Berlin, der spätestens jetzt im Frühherbst der Saison vollkommen bei seinem neuen Club aus Kaiserslautern angekommen zu sein scheint.

Rekordkulisse und rot-weißer Fußballrausch in der Anfangsphase

Vor der beeindruckenden Kulisse von über 46.000 begeisterten Fans im Fritz-Walter-Stadion, darunter ca. 2.000 Fans aus Münster – ein neuer Rekord, denn erstmals strömten über 140.000 Zuschauer zu den ersten drei Heimspielen in der Bundesliga bzw. 2. Bundesliga an den Lautrer-Betzenberg – präsentierte sich die Elf von Cheftrainer Torsten Lieberknecht in den ersten 30 Minuten in absoluter Spiellaune. Und das, obwohl der Trainer der roten Teufel auf der Pressekonferenz vor der Partie noch ein mögliches „Geduldsspiel“ gegen das spielstarke Team von SCP-Coach Alexander Ende prognostiziert hatte. Was folgte, war jedoch eher ein taktisches Manöver als eine realistische Einschätzung des Lautrer-Chefcoachs: Seine Mannen fegten nahezu vom Anstoß an weg mit voller Wucht über die Gäste aus Münster hinweg.

Überragende erste Halbzeit des FCK

Bereits nach fünf Minuten Spielzeit prüfte Skyttä mit einem Schuss aus dem Rückraum erstmals das Aluminium bzw. den rechten Torpfosten des Münsteraner-Gehäuses – nach starker Vorarbeit von Faride Alidou, der Skyttä im Strafraum mit einem wohltemperierten Zuspiel in Szene gesetzt hatte. Kurz darauf zahlte sich das aggressive Pressing der Hausherren in der Frühphase der Partie dann bereits zum ersten Mal an diesem Abend aus: Alidou störte SCP-Keeper Johannes Schenk früh im Aufbauspiel im eigenen Strafraum, dessen misslungene Klärung landete nach einem gewonnenen Zweikampf von Fabian Kunze (27) direkt bei Semih Şahin (25), der mit einer präzisen Flanke vom rechten Strafraumrand wiederum Prtajin in Position brachte. Der Stürmer ließ sich die Chance am zweiten Pfosten nicht entgehen und köpfte zur frühen 1:0-Führung für den 1. FCK ein (8ʹ).

Keine zehn Minuten später erhöhten die Gastgeber sogar auf das 2:0: Nach starker Ballstaffette über Alidou und Sirch im Lautrer-Mittelfeld, fand der daraufhin eingesetzte Mika Haas mit einer präzisen Flanke von der gegenüberliegenden linken Spielfeldseite erneut Prtajin am langen Pfosten, der dieses Mal Skyttä per Kopf bediente – der finnische Sommerneuzugang des französichen Zweitligisten aus Dünkirchen musste aus unmittelbarer Torentfernung nur noch einschieben (18ʹ).

Die rot-weiße Euphorie auf den Rängen kannte keinerlei Grenzen mehr, als in der 24. Minute Prtajin sogar ein drittes Mal per Kopf zur Stelle war und auf 3:0 erhöhte – nach einer punktgenauen Flanke von Rechtsverteidiger Paul Joly (25), der von Sirch mit einem intelligeten Diagonalball auf dem rechten Offensivflügel der Betzebuwe in Szene gesetzt worden war. Prtajin hatte sich in dieser Szene der Lautrer-Leihgabe Jannis Heuer (26) in der Innenverteidigung der Preußen entledigt, den der 1,89m großgewachsene FCK-Stürmer bei seinem wuchtigen Abschluss aus der Luft nur noch zum Statisten machte.

Münster verkürzt - Lautern bleibt stabil

Einziger Wermutstropfen: Der Start in die zweite Halbzeit, als Lautern kurzzeitig die Kontrolle verlor und etwas zu unaufmerksam aus der Kabine kam. In der 50. Spielminute nutzte Ex-Lautrer Oliver Batista Meier (24) den freigewordenen Raum im Mittelfeld und passte mit einem präzisen Chipball über die letzte Abwehrreihe zu Oscar Vilhelmsson (21), der nach seiner Einwechslung zur Pause den Ball zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Gäste ins Netz setzte – auch, weil FCK-Torwart Julian Krahl beim Herauslaufen einen Moment zu spät reagierte. Der Schwede brachte frischen Wind ins Spiel der Preußen, nur wenige Minuten später ging ein weiterer Versuch des jungen Angreifers nur knapp am Tor vorbei, als der Ball haarscharf den rechten Pfosten verfehlte.

Doch an diesem Abend zeigte der 1. FCK auch, dass die Mannschaft unter Lieberknecht wichtige Fortschritte macht – auch in Sachen Stabilität nach der Pause. Statt wie in der Vergangenheit das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben, schlugen die Hausherren in der 64. Minute selbst erneut zu: Nach einem zunächst geklärten Eckball vom eingewechselten Mannschaftskapitän Marlon Ritter landete der Ball bei Paul Joly am zentralen Strafraumrand, der mit dem Kopf erneut Prtajin fand. Der kroatische Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und traf aus der Drehung wuchtig zum 4:1 direkt unter den Querbalken – sein dritter Treffer des Abends. Auch der VAR konnte das Tor nicht kippen: Keine Abseitsstellung, der Dreierpack war perfekt.

Tabellenspitze für eine Nacht – Ausblick auf das nächste Spiel

Die Stimmung auf dem Betzenberg war nach dem Schlusspfiff überragend – auch, weil der FCK für eine Nacht die Tabellenführung in Liga zwei übernehmen konnte. Zwar wurden die Pfälzer am gestrigen Sonntag wieder auf Rang vier zurückgestuft, mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist der Traditionsverein aber weiter voll im Rennen um die aktuellen Spitzenplätze. Die Top-Gruppe bleibt eng: Darmstadt (1), Elversberg (2) und Hannover (3) mit je 13 Punkten, gefolgt von Kaiserslautern und Schalke mit je 12 Zählern.

Am kommenden Samstag (27.09., Anstoß 13:00 Uhr) geht es für die roten Teufel zum Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellensechsten des SC Paderborn nach Ostwestfalen – ein weiterer echter Prüfstein für die Männer in Rot. Der SC Preußen Münster hingegen empfängt einen Tag später Eintracht Braunschweig im heimischen Preußenstadion (Anstoß Sonntag, 28.09., 13:30 Uhr).
 

Paderborn besiegt Hertha BSC und stellt sich als starker FCK-Gegner vor

Auch der kommende Gegner des 1. FC Kaiserslautern, der SC Paderborn, hat am vergangenen Spieltag seine Hausaufgaben im Fußball-Unterhaus erfolgreich erledigt. Im Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin setzten sich die Ostwestfalen am Ende mit 2:0 durch und verließen das Berliner Olympiastadion als nicht unverdienter Sieger, während die „alte Dame“ aus der Hauptstadt enttäuscht und unter den Pfiffen u. Buhrufen ihrer Heimfans den harten Gang zurück in die Kabinen antreten musste.

Der Mann des Spiels war Paderborns Stürmer Filip Bilbija (25), der mit einem Doppelpack in seiner Heimatstadt maßgeblich zu den drei Punkten beitrug – ähnlich wie FCK-Angreifer Ivan Prtajin, der beim Heimspiel gegen Münster mit vier Torbeteiligungen glänzte. Über die gesamte Spielzeit waren die Gäste die kreativere und gefährlichere Mannschaft. Mit einem xGoals-Wert von 2,38 (Hertha: 0,57) und insgesamt 17 Torschüssen (Hertha: 9) hatte der SCP klare Vorteile vor dem Tor von Hertha-Keeper Tjark Ernst. Auch defensiv überzeugte die Mannschaft mit aggressivem Gegenpressing und hochaufmerksamen Balleroberungen gegen den Hauptstadtclub– für die überschaubaren Angriffsversuche von Fabian Reese und Co. gab es am gut gestaffelten Defensiv-Bollwerk der Gäste am vergangenen Spieltag jedenfalls oftmals kein Vorbeikommen.

Der SCP auf Kurs – Spannung vor dem Duell mit Kaiserslautern

Nach den ersten sechs Spieltagen steht der SC Paderborn mit 11 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang – nur einen Punkt hinter den kommenden Gästen aus Kaiserslautern auf Rang vier. Sollte der SCP am Samstag zu Hause gegen die roten Teufel gewinnen, könnte er die Lautrer zumindest für ein Wochenende im gegenwärtigen Tableau überholen.

Der SCP, der in dieser Saison vom ehemaligen U19-Coach des Karlsruher SC, Ralf Kettemann (39) an der Seitenlinie übernommen wurde, weist bisher eine Bilanz von drei Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage auf. Die einzige Pleite setzte es am 3. Spieltag zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf (1:2).

In der heimischen „Home Deluxe Arena" hat Paderborn bislang in drei Spielen sechs Punkte geholt – bei einem Torverhältnis von 4:3 (2 Siege, 1 Niederlage).

Nachwuchsförderung – Die Philosophie bleibt trotz Trainerwechsel konstant

Nach dem Verlust des langjährigen Cheftrainers Lukas Kwasniok, der den vermeintlich „kleinen“ Verein in fünf Spielzeiten stets zu einstelligen Tabellenplätzen führte, hat sich die grundlegende Vereinsphilosophie in Ostwestfalen nicht geändert. Der Club verfolgt nach wie vor das Ziel, junge Talente zu fördern und ihnen an einem ruhigen Fußballstandort die Möglichkeit zu bieten, sich bestmöglich weiterzuentwickeln. Der nächste logische Schritt für diese Spieler soll dann der Aufstieg in größere Ligen oder zu höherklassigen Vereinen darstellen, was sich im Idealfall auch hinsichtlich von hohen Ablösesummen in der Kriegskasse des SCP niederschlagen soll.

Deshalb wurde Ralf Kettemann (39) als neuer Cheftrainer verpflichtet. Der gebürtige Crailsheimer aus Baden-Württemberg war zuvor vier Jahre lang für die U19 des Karlsruher SC verantwortlich und hat sich dort einen Ruf als talentierter Entwickler junger Spieler erarbeitet. Der Wechsel nach Paderborn ist somit keine Zäsur, sondern eine konsequente Fortsetzung des Vereinsansatzes, Talente zu fördern und sie auf den nächsten Karriereschritt vorzubereiten.

Diese Philosophie spiegelt sich auch in der aktuellen Kaderstruktur wider. Mit einem Altersdurchschnitt von nur 24 Jahren stellt Paderborn hinter dem 1. FC Nürnberg (23,8 Jahre) die zweitjüngste Mannschaft in der 2. Bundesliga. Zu den prägenden Akteuren gehören Torwart-Leihgabe Dennis Seimen (19) vom VfB Stuttgart, Innenverteidiger Mattes Hansen (21), Mittelfeldspieler Luis Engelns (19), Rechtsaußen Lucas Copado (21), Linksaußen Mika Bauer (21) sowie der US-amerikanische Defensivspieler Santiago Castañeda (20), die sich im bisherigen Saisonverlauf bereits zu wichtigen Stützen im Team entwickelt haben.

Besonders Castañeda sticht heraus: Der 20-jährige US-Amerikaner wechselte 2024 ablösefrei vom Drittligisten des MSV Duisburg nach Paderborn und konnte seinen Marktwert in nur einer Saison verzehnfachen – von rund 400.000 auf einen Betrag von heute ca. 4,0 Mio. Euro. Nicht überraschend, dass bereits mehrere Angebote aus dem In- und Ausland für den zweikampfstarken Mittelfeldspieler vorliegen. Wenn sich diese Spieler weiterentwickeln, könnten sie dem Verein in Zukunft wichtige Einnahmen in Millionenhöhe bringen.

Taktikanalyse und Kaderübersicht

Taktisch setzt Kettemann mit seiner neuen Mannschaft derzeit bevorzugt auf ein 3-4-2-1-System, auf das sich auch der 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstagmittag vermutlich einstellen muss.

Im Tor vertraut man gegenwärtig auf das talentierte Torwart-Talent Dennis Seimen (19), den man auf Leihbasis für ein Jahr vom VfB Stuttgart aus der Bundesliga verpflichten konnte.

In der Dreierkette wird voraussichtlich der 27-jährige Mannschaftskapitän des SCP, Felix Götze auflaufen. Götze, der in der Saison 21/22 ebenfalls schon für den 1. FCK in der 3. Liga spielte und dort in 36 Einsätzen (3 Tore, 3 Vorlagen) als Leihspieler vom FC Augsburg aktiv war, wird sich sicherlich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein aus der Pfalz freuen. Auf der linken Abwehrseite ist Calvin Brackelmann gesetzt, der das letzte Spiel in Berlin aufgrund eines grippalen Infekts kurzfristig verpasste. Der 26-jährige Innenverteidiger, der in der Sommerpause vom 1. FC Köln umworben wurde, entschied sich jedoch, beim SCP zu bleiben und dürfte somit am kommenden Samstag wieder zur Startelf gehören. Rechts in der Abwehr ist Mattes Hansen (21) als weiteres vielversprechendes Talent vorgesehen, auch Tjark Scheller (23) als Innenverteidiger Nr. 4 stünde für einen Einsatz gegen die roten Teufel bereit.

Auf den Außenpositionen dürften sich die Lauterer voraussichtlich auf den lauf-/u. zweikampfstarken Laurin Curda (23) auf der rechten Seite und Raphael Obermair (29) auf der linken Seite einstellen. Im zentral-defensiven Mittelfeld gehört Santiago Castañeda (20) zum Stammpersonal der Ostwestfalen. Gegen Berlin wurde er von dem erfahreneren Sebastian Klaas (27) unterstützt, der ebenfalls als zentraler Mittelfeldspieler auftritt.

In der Offensive setzt der SCP auf Unterschiedsspieler Filip Bilbija (25), der wie schon erwähnt in Berlin mit zwei Toren glänzte und im System seines Cheftrainers gerne als offensiver Spielmacher bzw. "freies Radikal" zwischen den Linien agiert, sowie auf den Sommerneuzugang Nick Bätzner (25), den man zur neuen Saison vom SV Wehen Wiesbaden verpflichtete. Bätzner wurde bei der Partie im Berliner-Olympiastadion jedoch durch Mika Baur (21) ersetzt, der sich ebenfalls auf den offensiven Außenbahnen am wohlsten fühlt.

Im Sturm hat Paderborn im Sommer Steffen Tigges (27) für etwa 400.000 Euro vom Kölner-Geißbockheim verpflichtet, was gegenwärtig auch den „Königstransfer“ der zurückliegenden Sommertransferperiode an der Pader darstellt. Allerdings hat der 1,94m großgewachsene Mittelstürmer bislang noch nicht als Torschütze überzeugt (null Saisontore), was für seine Position auf dieser wichtigen Stelle natürlich entscheidend ist, zumal Ex-Mannschaftskollege Adriano Grimaldo (34) kurz vor dem Ende des Transferfensters den SCP verließ und zum 1. FC Nürnberg wechselte.

Verletzungsbedingt muss Trainer Kettemann momentan auf Innenverteidiger David Kinsombi (29) verzichten, der mit einer Oberschenkelverletzung ausfällt. Auch der erfahrene Marcel Hoffmeier (26) wird dem SCP wegen eines Kreuzbandrisses längere Zeit fehlen. Sperren aufgrund von Karten gibt es für das bevorstehende Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht zu verzeichnen.
 

Der 1. FC Kaiserslautern

Das allgemeine Stimmungsbild rund um den traditionsreichen Verein aus der Fußballpfalz könnte derzeit kaum besser sein. Mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth am 5. Spieltag sowie einem noch deutlicheren 4:1-Heimsieg gegen den SC Preußen Münster am vergangenen Freitagabend hat die Mannschaft von FCK-Coach Lieberknecht sicherlich die Aufmerksamkeit der Konkurrenz in der Liga auf sich gezogen.

Zu Beginn der Saison, nach den Auftaktniederlagen gegen Hannover 96 (0:1) und die SV Elversberg (1:2), hinterließ der FCK dagegen noch einen etwas holprigen Eindruck. Besonders die offensive Ausrichtung des Teams wirkte in diesen Partrien noch äußerst unklar, und viele Fans stellten sich zurecht die Frage, wer und wie die notwendigen Tore für den Club erzielen sollte. Doch vor allem FCK-Stürmer Ivan Prtajin konnte in den letzten beiden Spielen mit herausragenden Leistungen glänzen. Nach einem schwierigen Jahr, das von Verletzungen und einer schwierigen Phase bei Union Berlin geprägt war, zeigte der kroatische Angreifer in Fürth und gegen Münster sein Potenzial – fünf Tore in zwei Spielen sind eine beachtliche Marke. Damit schwinden nun auch die anfänglichen Zweifel an der bis dato noch lahmenden Angriffsabteilung der Lautrer, bei denen sich die FCK-Fans nach dem Abgang von Ragnar Ache zum 1. FC Köln mehr und mehr Sorgen gemacht hatten.

Top-Verstärkungen und steigende Formkurven

Aber nicht nur Prtajin, auch andere Akteure wie der finnische Spielmacher und teuerste Neuzugang seit zehn Jahren, Nataan Skyttä (23), sowie der französische Rechtsverteidiger Paul Joly (25), haben sich in den letzten Wochen als Top-Verstärkungen erwiesen und sich schnell in die Herzen des Lautrer-Publikums gespielt. Skyttä erzielte in den letzten drei Spielen drei Tore, während Joly bereits vier Torvorlagen beisteuerte. Der Franzose steht damit aktuell sogar an der Spitze der Assist-Rangliste in der 2. Bundesliga – und das nach nur drei Spielen im Dress der rot-weißen Teufel.

Diese positiven Entwicklungen sind jedoch nur drei Beispiele für das insgesamt starke Mannschaftsgefüge unter Trainer Torsten Lieberknecht, der es offensichtlich geschafft hat, seine Spieler weiterzuentwickeln und sie auf ein höheres Level zu heben. Lieberknecht, der als gebürtiger Pfälzer seinen Verein gerne als „seinen FCK“ bezeichnet, trägt maßgeblich zum aktuellen Erfolg bei, und die Fans hoffen, dass dieser Trend auch über die verbleibenden 28 Saisonspiele unter dem bereits dreimaligen Aufstiegstrainer anhalten wird.

Personelle Ausfälle und Hoffnungen auf Rückkehrer

Personaltechnisch gibt es für das kommende Spiel in der Home Deluxe Arena zwei gesicherte Ausfälle zu verzeichnen: Simon Asta (Teilriss des hinteren Kreuzbandes) und Kenny Prince Redondo (Fußverletzung) werden weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Positiv hingegen ist, dass Daniel Hanslik nach überstandenen Achillessehnenproblemen bereits in der Vorwoche wieder teilintegriert ins offizielle Mannschaftstraining eingreifen konnte, was dem 28-jährigen Stürmer die Chance eröffnet, für das Auswärtsspiel in Paderborn in den Spieltagskader der Pfälzer zurückzukehren. Dies würde dem FCK im Angriff zusätzliche Qualität & Variabilität verleihen.

Auch die mögliche Rückkehr von Mahir Emreli (28) in den Kader könnte für den FCK von großer Bedeutung sein. Der erfahrene Angreifer wurde in den letzten beiden Spielen überraschenderweise nicht berücksichtigt, was laut Trainer Lieberknecht auf unzureichende Eindrücke im Training zurückzuführen war. Der aserbaidschanische Nationalspieler, der in der Vergangenheit bereits als „Anspruchsvoller Charakter“ bekannt wurde – eine Eigenschaft, die unter anderem eine Vertragsverlängerung bei seinem vorherigen Club aus Nürnberg verhinderte – äußerte im Anschluss über seine sozialen Medien seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation. Dabei griff er jedoch weder den Verein noch den Trainer direkt an, sondern ließ nur zwischen den Zeilen eine gewisse Unzufriedenheit mit seiner momentanen Rolle im Team durchblicken.

Bisherige Bilanz in Paderborn und Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen

Die Auswärtsfahrten des FCK nach Paderborn waren in den letzten Jahren für die roten Teufel insgesamt recht erfolgreich. Seit der Saison 2006/2007 traten die Roten Teufel bereits neunmal in der Home Deluxe Arena an. Nur zweimal konnte der SCP gewinnen, während es drei Unentschieden gab und die Lautrer viermal siegten (Torverhältnis: 8:12).

Dennoch sollte das vergangene Aufeinandertreffen im Vorjahr eine Warnung für Trainer Lieberknecht und seine Mannschaft sein. Am 26. Spieltag lagen die Lautrer nach nur 15 Minuten bereits mit 0:3 zurück, durch Tore von Aaron Zehnter (2‘), einen Strafstoß von Raphael Obermair (8‘) und einen Kopfballtreffer von Filip Bilbija (15‘). Doch der FCK zeigte große Moral und kämpfte sich zurück: Daniel Hanslik traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45+1‘), gefolgt von zwei weiteren Toren von Ragnar Ache (45+8 / 61), die den Ausgleich zum 3:3 brachten. Leider endete das Spiel dennoch mit einer 3:5-Niederlage für die Lautrer, da Adriano Grimaldi (72‘) und erneut Aaron Zehnter (90+5‘) den Unterschied machten. Zudem verletzte sich Torwart Julian Krahl kurz vor dem Ende der Partie am Innenband und fiel in den folgenden zwei Spielen aus.

So könnten Sie spielen:

SC Paderborn: Seimen – Götze (C), Brackelmann, Hansen (Scheller), Castañeda, Klaas, Curda, Obermair, – Baur (Bätzner), Bilbija, Tigges

1. FC Kaiserslautern: Krahl – Sirch, Gyamfi, Lee, – Joly, Haas, Kunze (C), Sahin, Skyttä, – Alidou, Prtajin

Sperren / Ausfälle:

SC Paderborn: Marcel Hoffmeier (IV – Reha nach Kreuzbandriss), David Kinsombi (IV – Oberschenkelverletzung)

1. FC Kaiserslautern: Simon Asta (RV – Teilabriss des hinteren Kreuzbands), Kenny Prince Redondo (LA – Fuß-/Zehenverletzung), Daniel Hanslik (MS – Trainingsrückstand nach Achillessehnenproblemen, Einsatz kurzfristig möglich)
 
Wird ne harte Nuss. Wenn man konzentriert zu Werke geht, wird man nicht als Verlierer vom Platz gehen. Defensiv stehen wir mal auf jeden Fall besser als letztes Jahr.
Würde auch nix an der Anfangsformation ändern.
Ein paar gelbe Karten weniger wäre gut.
 

Paderborn muss gegen Kaiserslautern auf Obermair verzichten​

Quelle: kicker

Muskelverletzung im Training ohne gegnerische Einwirkung. Tut mir Leid für ihn. Er ist ein Ausnahmespieler in Liga 2 und für Paderborn. Auf dem Papier eine enorme Schwächung.
 


"Never change a running system" – ich sehe derzeit eigentlich keinen Anlass für Änderungen in der Startaufstellung am morgigen Spieltag, es sei denn, sie ergeben sich aus taktischen Überlegungen oder personellen Notwendigkeiten.

Wichtig ist vor allem, dass Alidou und Şahin nach ihren Trainingsabbrüchen unter der Woche keine ernsthaften Verletzungen davongetragen haben und morgen wieder einsatzbereit sein sollten.

Auch die Aussagen von Lieberknecht auf der Spieltags-Pressekonferenz zu Emreli klangen gestern bereits deutlich versöhnlicher als noch vor zwei Wochen. Ich rechne daher mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass er morgen zumindest wieder im Spieltagskader stehen wird. In diesem Fall könnte Abiama möglicherweise auf die Tribüne rücken. Emrelis Qualitäten wären in Paderborn auf jeden Fall wertvoll – hoffentlich ist er heiß auf seinen Einsatz, ohne dabei zu überdrehen.

Der Ausfall von Obermair auf Seiten des SCP ist zweifellos eine Schwächung für die Gastgeber und könnte sich potenziell als Vorteil für uns erweisen.

Trotzdem erwarte ich ein enges Duell zweier Mannschaften, die sich aktuell beide in starker Form präsentieren. Mit einer Punkteteilung könnte ich persönlich gut leben.

Ein kleiner persönlicher Wunsch zum Schluss: Bitte morgen keine fünfte Gelbe Karte für Fabi Kunze!
 
Ein kleiner persönlicher Wunsch zum Schluss: Bitte morgen keine fünfte Gelbe Karte für Fabi Kunze!

Da sie bei Kunze früher oder später (eher früher) ohnehin anstehen wird, würde ich sogar sagen, dass er sie sich in Paderborn ruhig abholen kann.

Sein Fehlen könnte wohl in einem Heimspiel gegen Bochum eher aufgefangen werden als beim darauf folgenden Auswärtsspiel in Karlsruhe.
 
Damit hast du nicht Unrecht, ich möchte auf ihn einfach nur nicht verzichten wollen - er ist für mich so ein bisschen der "unsung Hero" unseres aktuellen Aufschwungs.

Ich muss auch immer noch ein bisschen lächeln, wenn ich mal die H96-Foren überfliege, die seinen Abschied "ja gar nicht so dramatisch oder verschmerzbar" gesehen haben, weil er in deren Augen fußballerisch zu limitiert gewesen ist.

Das mag vielleicht auch stimmen, aber in seiner aktuellen Form ist er für mich einer der besten Sechser der Liga und ein extem passender "Fit" in unserem Kader. Hoffentlich macht er so weiter.
 
The winning team wieder nicht gechanged. Inklusive der Personalie Emreli. Knackig.

Zumal die Kaderplätze nicht unbedingt freier werden, sobald Hanslik wieder fit ist.

Aber seis drum: Auf drei Punkte!
 
Felix Götze fehlt heute offenbar auch im Kader des SCP, das ist ebenfalls nicht das schlechteste für uns.

Emrelis erneute Nichtberücksichtigung wirft wirklich einige Fragen auf, aber da scheinen die Trainingseindrücke einfach nach wie vor noch nicht so zu stimmen wie sich TL das wünscht.

Egal - die Jungs die es gegen Münster so herausragend gemacht haben, verdienen sich sicherlich auch weiteres Vertrauen. Auf geht's!
 
Ja, sicher sind die Ausfälle von Götze und Obermair nicht das schlechteste was uns passieren konnte.
Auf dem Platz gilt es jetzt vor allem Bilbija in den Griff zu bekommen. Mit Abstand der gefährlichste Player der auf Krahl zuläuft.

Alles möglich... packen wir's an.
 
25 Min durch, die ersten 17 Minuten schwach. Minütlich quasi mehr gebettelt ums 1:0. Bilbija (und Baur) wie zu erwarten Dreh-und Angelpunkt.

Dann der gut ausgespielte Konter über Skyttä und Prtajin.
Seither deutlich besser im Spiel. Mehr Ballbesitz, stärker in den Zweikämpfen.
 
Sehr enges Spiel, in den letzten Minuten fehlt uns wieder etwas der Zugriff. Mit den schnellen Umschaltmomenten des SCP haben wir so unsere Probleme. Auf mich wirken wir auch zu statisch. Die Räume sind aber auch verdammt eng bzw. kaum vorhanden. Mika Baur spielt richtig stark.

Edit: Riesengrätsche von Gyamfi, ansonsten steht es 0:1.
 
Elfmeter und rot für Gyamfi, klasse.

Ist diese Doppelbestrafung überhaupt noch regeltechnisch konform, ich dachte das hätte man schon lange abgeschafft!?
 
Halbzeit... Sorry, das ist schwach bisher.
Ganz viel Glück vom Spielverlauf her, dass es überhaupt noch 0:0 steht.
Gyamfi Rot ist für mich aber ein mittelschwerer Skandal. Totaler Witz. Zumal es so eine Elfer und Rot Doppelbestrafung imho nicht mehr geben darf.
Aber so wird das hier nichts... da muss sich einiges ändern. Vor allem Haas auf außen bisher ganz schwach... und das mit 10 Mann jetzt
 
Die Übertragung auf Sky passt gerade zum Spiel… Warum spielen die jetzt schon Musik ein?

Krahl hält den Elfer zum Glück… Diese “Doppelbestrafung” ist der absolute Müll, weil du das Spiel eigentlich in doppelter Hinsicht zerstörst. Elfer ist meist ein Tor und dann noch das Spiel in Unterzahl… Bei einer brutalen Aktion ja, aber die Vereitelung einer Torchance wird ja i.d.R. durch den Elfer “ausgeglichen”.
Zudem wird der Spieler ja auch noch gesperrt, was dann eine Dreifachbestrafung ist…

Wenn wir heute etwas mitnehmen wollen, dann dürfen wir uns auch in Unterzahl nicht so hinten hineindrücken lassen wie die letzten Minuten.


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Was ist das heute für eine schlechte Übertragung seitens Sky? Bei mir hängt immer wieder das Bild, dann fällt manchmal der Ton weg und während des Spiels wird schon die HZ-Musik eingespielt. Das regt mich fast mehr auf, als unser Spiel heute…


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