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Der „schreckliche Ivan“ dominiert den Betze – Prtajin schießt Lautern zum 4:1-Heimsieg gegen Münster
Ivan Prtajin war der Mann des Abends, als der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Preußen Münster triumphierte. Der kroatische Mittelstürmer erzielte nicht nur einen Hattrick, sondern legte auch das vierte Tor für seinen finnischen Mannschaftskollegen Naatan Skyttä (23) auf – ein glänzender Auftritt des Sommerneuzugangs von Union Berlin, der spätestens jetzt im Frühherbst der Saison vollkommen bei seinem neuen Club aus Kaiserslautern angekommen zu sein scheint.
Rekordkulisse und rot-weißer Fußballrausch in der Anfangsphase
Vor der beeindruckenden Kulisse von über 46.000 begeisterten Fans im Fritz-Walter-Stadion, darunter ca. 2.000 Fans aus Münster – ein neuer Rekord, denn erstmals strömten über 140.000 Zuschauer zu den ersten drei Heimspielen in der Bundesliga bzw. 2. Bundesliga an den Lautrer-Betzenberg – präsentierte sich die Elf von Cheftrainer Torsten Lieberknecht in den ersten 30 Minuten in absoluter Spiellaune. Und das, obwohl der Trainer der roten Teufel auf der Pressekonferenz vor der Partie noch ein mögliches „Geduldsspiel“ gegen das spielstarke Team von SCP-Coach Alexander Ende prognostiziert hatte. Was folgte, war jedoch eher ein taktisches Manöver als eine realistische Einschätzung des Lautrer-Chefcoachs: Seine Mannen fegten nahezu vom Anstoß an weg mit voller Wucht über die Gäste aus Münster hinweg.
Überragende erste Halbzeit des FCK
Bereits nach fünf Minuten Spielzeit prüfte Skyttä mit einem Schuss aus dem Rückraum erstmals das Aluminium bzw. den rechten Torpfosten des Münsteraner-Gehäuses – nach starker Vorarbeit von Faride Alidou, der Skyttä im Strafraum mit einem wohltemperierten Zuspiel in Szene gesetzt hatte. Kurz darauf zahlte sich das aggressive Pressing der Hausherren in der Frühphase der Partie dann bereits zum ersten Mal an diesem Abend aus: Alidou störte SCP-Keeper Johannes Schenk früh im Aufbauspiel im eigenen Strafraum, dessen misslungene Klärung landete nach einem gewonnenen Zweikampf von Fabian Kunze (27) direkt bei Semih Şahin (25), der mit einer präzisen Flanke vom rechten Strafraumrand wiederum Prtajin in Position brachte. Der Stürmer ließ sich die Chance am zweiten Pfosten nicht entgehen und köpfte zur frühen 1:0-Führung für den 1. FCK ein (8ʹ).
Keine zehn Minuten später erhöhten die Gastgeber sogar auf das 2:0: Nach starker Ballstaffette über Alidou und Sirch im Lautrer-Mittelfeld, fand der daraufhin eingesetzte Mika Haas mit einer präzisen Flanke von der gegenüberliegenden linken Spielfeldseite erneut Prtajin am langen Pfosten, der dieses Mal Skyttä per Kopf bediente – der finnische Sommerneuzugang des französichen Zweitligisten aus Dünkirchen musste aus unmittelbarer Torentfernung nur noch einschieben (18ʹ).
Die rot-weiße Euphorie auf den Rängen kannte keinerlei Grenzen mehr, als in der 24. Minute Prtajin sogar ein drittes Mal per Kopf zur Stelle war und auf 3:0 erhöhte – nach einer punktgenauen Flanke von Rechtsverteidiger Paul Joly (25), der von Sirch mit einem intelligeten Diagonalball auf dem rechten Offensivflügel der Betzebuwe in Szene gesetzt worden war. Prtajin hatte sich in dieser Szene der Lautrer-Leihgabe Jannis Heuer (26) in der Innenverteidigung der Preußen entledigt, den der 1,89m großgewachsene FCK-Stürmer bei seinem wuchtigen Abschluss aus der Luft nur noch zum Statisten machte.
Münster verkürzt - Lautern bleibt stabil
Einziger Wermutstropfen: Der Start in die zweite Halbzeit, als Lautern kurzzeitig die Kontrolle verlor und etwas zu unaufmerksam aus der Kabine kam. In der 50. Spielminute nutzte Ex-Lautrer Oliver Batista Meier (24) den freigewordenen Raum im Mittelfeld und passte mit einem präzisen Chipball über die letzte Abwehrreihe zu Oscar Vilhelmsson (21), der nach seiner Einwechslung zur Pause den Ball zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Gäste ins Netz setzte – auch, weil FCK-Torwart Julian Krahl beim Herauslaufen einen Moment zu spät reagierte. Der Schwede brachte frischen Wind ins Spiel der Preußen, nur wenige Minuten später ging ein weiterer Versuch des jungen Angreifers nur knapp am Tor vorbei, als der Ball haarscharf den rechten Pfosten verfehlte.
Doch an diesem Abend zeigte der 1. FCK auch, dass die Mannschaft unter Lieberknecht wichtige Fortschritte macht – auch in Sachen Stabilität nach der Pause. Statt wie in der Vergangenheit das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben, schlugen die Hausherren in der 64. Minute selbst erneut zu: Nach einem zunächst geklärten Eckball vom eingewechselten Mannschaftskapitän Marlon Ritter landete der Ball bei Paul Joly am zentralen Strafraumrand, der mit dem Kopf erneut Prtajin fand. Der kroatische Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und traf aus der Drehung wuchtig zum 4:1 direkt unter den Querbalken – sein dritter Treffer des Abends. Auch der VAR konnte das Tor nicht kippen: Keine Abseitsstellung, der Dreierpack war perfekt.
Tabellenspitze für eine Nacht – Ausblick auf das nächste Spiel
Die Stimmung auf dem Betzenberg war nach dem Schlusspfiff überragend – auch, weil der FCK für eine Nacht die Tabellenführung in Liga zwei übernehmen konnte. Zwar wurden die Pfälzer am gestrigen Sonntag wieder auf Rang vier zurückgestuft, mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist der Traditionsverein aber weiter voll im Rennen um die aktuellen Spitzenplätze. Die Top-Gruppe bleibt eng: Darmstadt (1), Elversberg (2) und Hannover (3) mit je 13 Punkten, gefolgt von Kaiserslautern und Schalke mit je 12 Zählern.
Am kommenden Samstag (27.09., Anstoß 13:00 Uhr) geht es für die roten Teufel zum Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellensechsten des SC Paderborn nach Ostwestfalen – ein weiterer echter Prüfstein für die Männer in Rot. Der SC Preußen Münster hingegen empfängt einen Tag später Eintracht Braunschweig im heimischen Preußenstadion (Anstoß Sonntag, 28.09., 13:30 Uhr).
Ivan Prtajin war der Mann des Abends, als der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend mit einem souveränen 4:1-Heimsieg gegen Preußen Münster triumphierte. Der kroatische Mittelstürmer erzielte nicht nur einen Hattrick, sondern legte auch das vierte Tor für seinen finnischen Mannschaftskollegen Naatan Skyttä (23) auf – ein glänzender Auftritt des Sommerneuzugangs von Union Berlin, der spätestens jetzt im Frühherbst der Saison vollkommen bei seinem neuen Club aus Kaiserslautern angekommen zu sein scheint.
Rekordkulisse und rot-weißer Fußballrausch in der Anfangsphase
Vor der beeindruckenden Kulisse von über 46.000 begeisterten Fans im Fritz-Walter-Stadion, darunter ca. 2.000 Fans aus Münster – ein neuer Rekord, denn erstmals strömten über 140.000 Zuschauer zu den ersten drei Heimspielen in der Bundesliga bzw. 2. Bundesliga an den Lautrer-Betzenberg – präsentierte sich die Elf von Cheftrainer Torsten Lieberknecht in den ersten 30 Minuten in absoluter Spiellaune. Und das, obwohl der Trainer der roten Teufel auf der Pressekonferenz vor der Partie noch ein mögliches „Geduldsspiel“ gegen das spielstarke Team von SCP-Coach Alexander Ende prognostiziert hatte. Was folgte, war jedoch eher ein taktisches Manöver als eine realistische Einschätzung des Lautrer-Chefcoachs: Seine Mannen fegten nahezu vom Anstoß an weg mit voller Wucht über die Gäste aus Münster hinweg.
Überragende erste Halbzeit des FCK
Bereits nach fünf Minuten Spielzeit prüfte Skyttä mit einem Schuss aus dem Rückraum erstmals das Aluminium bzw. den rechten Torpfosten des Münsteraner-Gehäuses – nach starker Vorarbeit von Faride Alidou, der Skyttä im Strafraum mit einem wohltemperierten Zuspiel in Szene gesetzt hatte. Kurz darauf zahlte sich das aggressive Pressing der Hausherren in der Frühphase der Partie dann bereits zum ersten Mal an diesem Abend aus: Alidou störte SCP-Keeper Johannes Schenk früh im Aufbauspiel im eigenen Strafraum, dessen misslungene Klärung landete nach einem gewonnenen Zweikampf von Fabian Kunze (27) direkt bei Semih Şahin (25), der mit einer präzisen Flanke vom rechten Strafraumrand wiederum Prtajin in Position brachte. Der Stürmer ließ sich die Chance am zweiten Pfosten nicht entgehen und köpfte zur frühen 1:0-Führung für den 1. FCK ein (8ʹ).
Keine zehn Minuten später erhöhten die Gastgeber sogar auf das 2:0: Nach starker Ballstaffette über Alidou und Sirch im Lautrer-Mittelfeld, fand der daraufhin eingesetzte Mika Haas mit einer präzisen Flanke von der gegenüberliegenden linken Spielfeldseite erneut Prtajin am langen Pfosten, der dieses Mal Skyttä per Kopf bediente – der finnische Sommerneuzugang des französichen Zweitligisten aus Dünkirchen musste aus unmittelbarer Torentfernung nur noch einschieben (18ʹ).
Die rot-weiße Euphorie auf den Rängen kannte keinerlei Grenzen mehr, als in der 24. Minute Prtajin sogar ein drittes Mal per Kopf zur Stelle war und auf 3:0 erhöhte – nach einer punktgenauen Flanke von Rechtsverteidiger Paul Joly (25), der von Sirch mit einem intelligeten Diagonalball auf dem rechten Offensivflügel der Betzebuwe in Szene gesetzt worden war. Prtajin hatte sich in dieser Szene der Lautrer-Leihgabe Jannis Heuer (26) in der Innenverteidigung der Preußen entledigt, den der 1,89m großgewachsene FCK-Stürmer bei seinem wuchtigen Abschluss aus der Luft nur noch zum Statisten machte.
Münster verkürzt - Lautern bleibt stabil
Einziger Wermutstropfen: Der Start in die zweite Halbzeit, als Lautern kurzzeitig die Kontrolle verlor und etwas zu unaufmerksam aus der Kabine kam. In der 50. Spielminute nutzte Ex-Lautrer Oliver Batista Meier (24) den freigewordenen Raum im Mittelfeld und passte mit einem präzisen Chipball über die letzte Abwehrreihe zu Oscar Vilhelmsson (21), der nach seiner Einwechslung zur Pause den Ball zum zwischenzeitlichen 1:3 für die Gäste ins Netz setzte – auch, weil FCK-Torwart Julian Krahl beim Herauslaufen einen Moment zu spät reagierte. Der Schwede brachte frischen Wind ins Spiel der Preußen, nur wenige Minuten später ging ein weiterer Versuch des jungen Angreifers nur knapp am Tor vorbei, als der Ball haarscharf den rechten Pfosten verfehlte.
Doch an diesem Abend zeigte der 1. FCK auch, dass die Mannschaft unter Lieberknecht wichtige Fortschritte macht – auch in Sachen Stabilität nach der Pause. Statt wie in der Vergangenheit das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben, schlugen die Hausherren in der 64. Minute selbst erneut zu: Nach einem zunächst geklärten Eckball vom eingewechselten Mannschaftskapitän Marlon Ritter landete der Ball bei Paul Joly am zentralen Strafraumrand, der mit dem Kopf erneut Prtajin fand. Der kroatische Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und traf aus der Drehung wuchtig zum 4:1 direkt unter den Querbalken – sein dritter Treffer des Abends. Auch der VAR konnte das Tor nicht kippen: Keine Abseitsstellung, der Dreierpack war perfekt.
Tabellenspitze für eine Nacht – Ausblick auf das nächste Spiel
Die Stimmung auf dem Betzenberg war nach dem Schlusspfiff überragend – auch, weil der FCK für eine Nacht die Tabellenführung in Liga zwei übernehmen konnte. Zwar wurden die Pfälzer am gestrigen Sonntag wieder auf Rang vier zurückgestuft, mit 12 Punkten aus sechs Spielen ist der Traditionsverein aber weiter voll im Rennen um die aktuellen Spitzenplätze. Die Top-Gruppe bleibt eng: Darmstadt (1), Elversberg (2) und Hannover (3) mit je 13 Punkten, gefolgt von Kaiserslautern und Schalke mit je 12 Zählern.
Am kommenden Samstag (27.09., Anstoß 13:00 Uhr) geht es für die roten Teufel zum Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellensechsten des SC Paderborn nach Ostwestfalen – ein weiterer echter Prüfstein für die Männer in Rot. Der SC Preußen Münster hingegen empfängt einen Tag später Eintracht Braunschweig im heimischen Preußenstadion (Anstoß Sonntag, 28.09., 13:30 Uhr).