Am kommenden Samstagmittag richtet sich der pfälzische Blick wieder ins Max-Morlock-Stadion nach Franken. Dort empfängt der 1. FC Nürnberg im Traditionsduell zweier Gründungsmitglieder der Bundesliga den 1. FC Kaiserslautern (Anstoß Sa. 21.03.26 – 13:00 Uhr) zum 27. Spieltag der aktuellen Zweitligasaison.
Im Aufeinandertreffen der beiden Traditionsklubs geht es sowohl für die Glubberer unter der aktuellen Leitung von Ex-FCK-Torjäger Miroslav Klose (47) wie auch für den 1. FCK mit Cheftrainer Torsten Lieberknecht (52) an der Seitenlinie um wichtige drei Punkte. Nach dem vergangenen Spieltag dürften allerdings beide Mannschaften mit reichlich Rückenwind antreten: Die Franken kehrten von ihrer Auswärtsreise an die Ostsee mit einem knappen 3:2-Erfolg im Gepäck gegen Holstein Kiel zurück und auch die Pfälzer dürften mit stolz geschwellter Brust in die Partie gehen, nachdem sie den Karlsruher SC im heimischen Südwestderby klar mit 3:0 besiegen konnten.
Im Tableau trennen beide Mannschaften aktuell sieben Zähler. Lautern knackte dank des Derbysiegs gegen den KSC endlich die wichtige 40-Punkte-Marke und liegt nun tabellarisch nur noch einen Zähler hinter der Berliner Hertha auf dem siebten Rang, die im Heimspiel gegen den Vfl Bochum selbst nicht über ein 1:1 hinauskamen. Die Glubberer hingegen folgen mit 34 Zählern auf dem zehnten Platz deutlich dahinter.
Im bisherigen Saisonverlauf holte der 1. FCN neun Siege, sechs Unentschieden und elf Niederlagen (Torverhältnis 34:37). Zwar verschafft ein aktuelles Polster von sieben Punkten den Franken vorerst etwas Luft im Abstiegskampf bzw. auf den Relegationsrang, dennoch bleibt ein Abrutschen in die unteren Tabellenregionen weiterhin möglich – insbesondere weil formstarke Teams wie Dynamo Dresden (29 Pkt) oder auch der fränkische Erzrivale der SpVgg Greuther Fürth (29 Pkt) über die letzten Wochen sehr formstark unterwegs waren und sich zuletzt sukzessive aus dem Tabellenkeller herauskämpfen konnten.
Beim zurückliegenden Spiel gegen die neue – bzw. alte – Mannschaft von KSV-Trainer Tim Walter (50) überzeugte die Mannschaft vom Valznerweiher vor allem durch ihre Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Julian Justvan (27) brachte sein Team mit einem Doppelschlag zwischen der 14. und 22. Minute zunächst mit einem komfortablen zwei-Tore-Vorsprung in Führung. Die Störche konnten jedoch noch vor der Pause durch Angreifer Adrián Kaprálik (23) nach rund einer halben Stunde Spielzeit (29.) und seinen dänischen Teamkollegen Kasper Davidsen (21) ausgleichen (45+8.).
In der zweiten Halbzeit entschied dann FCN-Angreifer Mohamed Alì Zoma (22) die Partie zugunsten der Gäste. Nach einem schnellen Konter steckte Teamkollege Finn Ole Becker (25) den Ball zu Zoma am oberen Strafraumrand durch. Dieser zog allerdings nicht direkt ab, sondern ging aus halblinker Position ins Dribbling und vollendete nach einem Solo im gegnerischen Strafraum schließlich flach ins rechte Eck zum 3:2-Endstand (72.).
FCN setzt auf Heimvorteil – auch gegen Lautern?
Für die Glubberer bedeutete der drei-Punkte-Erfolg an der Kieler-Förde erst den dritten Auswärtssieg der Saison. Generell tut sich die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose – dem ehemaligen Weltmeister von 2014 – in fremden Stadien bislang eher schwer. Mit lediglich elf Punkten aus dreizehn Auswärtsspielen bisher rangiert der 1. FC Nürnberg derzeit nur auf Platz 15 der Auswärtstabelle.
In den heimischen Gefilden hingegen, wo es am kommenden Samstag auch zum Duell mit den Roten Teufeln von FCK-Coach Torsten Lieberknecht kommen wird, stellt sich die Bilanz deutlich besser da. Sechs Siege bei vier Unentschieden und nur drei Niederlagen (Torverhältnis 20:15) und Platz sieben der Heimtabelle sprechen aus Sicht der Franken im eigenen Wohnzimmer des Max-Morlock-Stadions eine deutlich positivere Sprache. Damit es so bleibt, soll auch im Spiel gegen die Pfälzer ein weiterer Sieg her.
Taktische Ausgangslage / Statistikecke
- Grundformation: meist 4-2-3-1 oder 4-3-2-1 Hybrid
- Schnelles Umschaltspiel: Nach Ballgewinnen sucht das Team den direkten, vertikalen Weg in die Offensive
- Phasenstarke Leistungen: In guten Momenten kann Nürnberg auch gegen Top-Teams der 2. Liga Druck aufbauen und Torchancen herstellen.
- Strukturprobleme in schwächeren Phasen: Die Mannschaft kann in manchen Spielsituationen Ordnung und Stabilität verlieren, wodurch sich Lücken in der Defensive öffnen.
- Variabler Aufbau: Abhängig vom Gegner wechselt Nürnberg zwischen kontrolliertem Ballbesitzspiel und schnellen Kontern, wobei das Team versucht, Räume zu nutzen und den Gegner zu überraschen.
Wie zu erkennen ist, gibt es einen typischen Spielverlauf unter Klose nur selten. In starken Phasen kann die junge Mannschaft vom Valznerweiher selbst den Top-Clubs der 2. Liga Probleme bereiten, während sie in anderen Momenten ihre Ordnung und Struktur verliert. Nach Ballgewinnen nutzt das Team durch agile Spieler wie Zoma oder Yilmaz ihre schnellen Umschaltmomente und den direkten, vertikalen Weg in die Offensive. Gleichzeitig können Techniker wie Justvan oder Lubach gegen tiefstehende Mannschaften für ein feineres Passspiel oder ein verstärktes Ballbesitzspiel im Mittelfeld sorgen und daraus Torchancen kreieren. Genau diese Vielseitigkeit macht die Glubberer so gefährlich – der 1. FC Nürnberg ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man kriegt.
Eine hohe Passquote von 83,3 % (Platz 6) sowie ein solider Ballbesitzwert von 50 % (Platz 7) unterstreichen die Spielstärke der Klose-Elf im kollektiven Kombinationsspiel.
Mit einem Durchschnittsalter von 23,8 Jahren stellt der FCN auch in dieser Saison erneut die jüngste Mannschaft aller Zweitligisten und verweist Teams wie den SC Paderborn 07 (24,0) oder Holstein Kiel (24,4) auf die nachfolgenden Plätze.
Einen Top-Wert bei einem Blick auf die aktuellen Statistiken liefert man bei der Zweikampfquote – dort haben die Glubberer mit 2993 ligaweit bisher die häufigste Anzahl von Zweikämpfen bestritten.
Weniger überzeugend präsentiert sich der 1. FCN hingegen im Flügelspiel bzw. bei den Flanken (228 – Platz 13) sowie bei den abgegebenen Torschüssen (316 – Platz 15) und den daraus resultierenden Toren (34 – Platz 14).
Auch in den physischen Bereichen wie bspw. der zurückgelegten Laufdistanz (2.986 km – Platz 17) oder den intensiven Läufen (16.579 – Platz 13) rangiert man im Vergleich eher auf den hinteren Plätzen. In der Fairnesstabelle liegen beide Vereine nah beieinander: Der 1. FC Nürnberg erspielte bislang 73 Punkte, während der 1. FC Kaiserslautern mit 76 Punkten etwas weniger fair agierte – unter anderem durch zwei glatt rote Karten im bisherigen Saisonverlauf.
Schlüsselspieler
Luka Lochoshvili (27, IV) – robuster, linksfüßiger Innenverteidiger, der vor allem durch seine physischen Präsenz und Zweikampfstärke auffällt. Der georgische Nationalspieler bringt eine hohe Aggressivität im Defensivverhalten mit und scheut keine direkten Duelle – sowohl am Boden als auch in der Luft. Sein Pendant auf der rechten Innenverteidiger-Position, FCN-Kapitän Fabio Gruber (23), bringt nahezu die gleichen Stärken und ein vergleichbares Spielerprofil mit, sodass sich beide Spieler optimal ergänzen.
Berkay Yilmaz (21, LV) – ist ein dynamischer, offensiv ausgerichteter Außenverteidiger, der vor allem über seine Athletik und Vorwärtsbewegung kommt. Er interpretiert seine Rolle sehr modern: weniger als reiner Verteidiger, sondern eher als Schienenspieler mit starkem Offensivdrang. Der Nationalspieler der türkischen U21 bringt Stärken im Antritt und bei seinen Offensivläufen mit, ebenso beim Flankenspiel. Auch aggressives Nachsetzen im Gegenpressing zählt zu seinen Stärken – mit sechs Torvorlagen bester Assistgeber bei den Glubberern.
Julian Justvan (27, LA) – ist ein technisch starker Offensivspieler, der beim FCN als kreativer Spielmacher agiert. Justvan ist weniger klassischer Dribbler, sondern eher Taktgeber im letzten Drittel, der im System von Klose oft selbst als nomineller Linksaußen eingesetzt wird. Er bewegt sich jedoch meist zwischen den Linien ohne starre Position und ist der zentrale Verbindungsspieler im Nürnberger-Angriff. Seine Qualitäten im letzten Spielfelddrittel zeigen sich sowohl bei Standards als auch im eigenen Torabschluss: In der laufenden Saison sammelte er bereits sieben Saisontreffer und sechs Vorlagen. Im zurückliegenden Spiel gegen die Störche aus Kiel durfte sich der gefährliche Linksfuß sogar doppelt in die FCN-Torschützenliste eintragen.
Mohamed Alì Zoma (22, HS) – Zoma ist ein explosiver, vertikal denkender Stürmer, der bei den Franken vor allem als Umschaltspieler und Tiefenläufer überzeugt. Sein Spiel lebt von Tempo, direkten Wegen zum Tor und dem gezielten Ausnutzen von Räumen. Er ist weniger am Kombinationsspiel beteiligt, hat aber ein exzellentes Timing bei vertikalen Aktionen und lebt vom Raumgefühl, immer auf Höhe der Abseitslinie lauernd. Vor seiner Dynamik und Explosivität muss sich insbesondere die Hintermannschaft der Betzebuwe am kommenden Samstag in Acht nehmen.
Personalsituation
FCN-Kapitän Fabio Gruber (23) fehlte beim Spiel gegen Holstein Kiel aufgrund von muskulären Problemen, ebenso Youngster Justin von der Hitz (19), der auf der rechten Außenverteidigerposition aufgrund von Rückenproblemen ausfiel. Beide Spieler feierten allerdings heute ihr Trainingscomeback am Valznerweiher und dürften deshalb realistische Startelfoptionen für das kommende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern sein. Alternative Optionen in der Viererabwehrkette der Franken wären u.a. Bayern-Leihgabe Tarek Buchmann (21) und der vom FC Augsburg ausgeliehene Rechtsverteidiger Henri Koudossou (26).
Nicht im Trainingsbetrieb befindet sich derzeit Angreifer Mickael Biron (28), der mit muskulären Problemen im Oberschenkel zu kämpfen hat. Auch nicht mit der Klose-Elf auf dem Trainingsplatz stand Mittelfeldspieler Marko Soldic (17) und der Langzeitverletzte Eryk Grzywacz (19, DM – Reha nach Außenbandanriss)
Rote Teufel entfachen Feuerwerk gegen den KSC
Nach dem überaus überzeugenden Sieg gegen den Verein von der falschen Rheinseite dürften sich viele FCK-Fans im Nachgang leise gefragt haben, woran es eigentlich gelegen hat, dass ihr Team im Spiel gegen die Gelbfüssler emporstieg, wie der Phoenix aus der sprichwörtlichen Asche.
Auch wenn die Statistiken im Spiel gegen den KSC einen anderen Eindruck vermittelten – die Pfälzer lagen erneut in Ballbesitz, Passquote und gespielten Pässen zurück – zeichnete sich auf dem Rasen über die vollen 90 Minuten ein völlig anderes Bild. Gegen das Team aus der Fächerstadt traten die Lautrer mit einem unbändigem Willen und der klaren Marschrichtung an, dass von der ersten Minute an kein Zweifel daran bestand, dass an diesem Tag nur ein Sieger infrage kommen sollte – und der trug Rot-Weiß-Rot.
Sinnbildlich waren hierfür direkt die ersten fünf Spielminuten, in denen sich die Gäste offenbar ähnliches vorgenommen hatten und durch KSC-Kapitän Marvin Wanitzek (33) auch gleich eine erste Duftmarke auf das Gehäuse von Julian Krahl setzten (1.), allerdings schon im unmittelbar anschließenden Konter der Hausherren von der Wucht der Roten Teufel in Verbindung der Fans auf dem Betzenberg förmlich erdrückt wurden.
Es war der pure Wille und die eigene Überzeugung, der die Pfälzer durch den platzierten und kraftvollen Abschluss von Semih Şahins dritten Saisontreffer nach nicht einmal fünf Zeigerumdrehungen in Führung gehen ließ, während man den badischen Gästen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Spiels anmerken konnte, wie im Moment dieses frühen Gegentores der KSC-Stecker gezogen wurde, der bei der zweitschlechtesten Abwehr der gesamten zweiten Liga mit nun schon 50 Gegentoren ohnehin nur äußerst wackelig in der Dose steckte.
Die selbstkritische Frage „Warum nur nicht immer so?“ dürfte sich nach der Partie jedenfalls nicht nur den zahlreichen FCK-Fans gestellt haben, sondern ebenso den Spielern, dem Trainerteam und den Funktionären des Vereins. Besonders, weil die Mannschaft von Chefcoach Lieberknecht gegen den KSC einmal dem Motto „Flach spielen, hoch gewinnen“ gerecht geworden war – und nicht umgekehrt. Mit anderen Worten: Sie können es doch!
Nicht zu übersehen waren auch die herausragenden individuellen Leistungen mehrerer roter Teufel, die in der Partie gegen den KSC zur pfälzischen Benchmark avancierten. Die nahezu fehlerlosen Auftritte von Spielern wie Maxwell Gyamfi (26), Fabian Kunze (27) und Semih Şahin (26) setzten die Messlatte im Mannschaftskollektiv so hoch, dass sich die genannten Protagonisten an diesem „Perfect-Match“ auch an den verbleibenden acht Spieltagen werden messen lassen müssen.
Zwischen Highlights und fehlender Beständigkeit: Die Bilanz des FCK
Im kommenden Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg stellt sich damit vor allem die Frage, ob der Derbymodus aus der Partie gegen den KSC reproduzierbar ist. Den Auftritt am kommenden Samstagnachmittag „on Point“ auch gegen die Mannschaft von Miroslav Klose zu übertragen, wird die zentrale Aufgabe der Trainingswoche bei den Fußballpfälzern sein. Am Mittwochvormittag präsentierte sich das Team der roten Teufel auf Platz IV den zahlreichen FCK-Fans zur öffentlichen Trainingseinheit.
So ansehnlich und überzeugend die Partie gegen die Gelbfüßler aus Sicht der Betzebuwe auch verlief, steht die Gesamtentwicklung der Mannschaft – und damit des Vereins – im vierten Zweitligajahr in Folge weiterhin auf dem Prüfstand. Solche lawinenhafte Auftritte wie am vergangenen Sonntagnachmittag stellen für die Lautrer wahrlich keine Seltenheit da, der Verein hat auch in der Vergangenheit bereits viele Highlight-Spiele überzeugend und v.a. erfolgreich für sich entscheiden können. Wo es jedoch saison-, trainer- und spielerübergreifend immer wieder haperte, war der pfälzische Spagat, solche überzeugenden Vorstellungen auch auf die nachfolgenden sportlichen Aufgaben übertragen zu können.
Es scheint sich somit auch in dieser Saison erneut der Eindruck zu bestätigen, als dass der Verein mit etwas mehr Kontinuität, Durchschlagskraft und Effizienz in der eigentlichen Ergebnisgestaltung schon „weiter sein“ oder womöglich sogar zur aktuellen Spitzengruppe in Liga zwei gehören könnte.
Blickt man nämlich auf die Punktverluste der Konkurrenz – insbesondere der Teams aus den aktuellen Top-5 – und berücksichtigt vor allem den 26. Spieltag vom vergangenen Wochenende, fragen sich viele FCK-Fans nicht zu Unrecht, was in dieser Saison wohl möglich gewesen wäre, hätte man solch überzeugenden Leistungen wie am vergangenen Sonntagnachmittag nur etwas häufiger in die aktuelle Spielzeit einfließen lassen.
Deshalb bleibt auch vor der Partie im schönen Frankenland die zentrale, metaphorische Frage bestehen: „But, can they also do it on a cold, rainy afternoon in Nürnberg?“
Personalsituation
Abgesehen von angeschlagenen oder verletzten Spielern während der laufenden Trainingswoche die man jedoch nicht beschreien sollte, präsentiert sich die Personalsituation des FCK für das Spiel gegen die Glubberer grundlegend sehr entspannt.
Rechtsverteidiger Simon Asta (25), der das Spiel gegen den Karlsruher SC noch kurzfristig wegen eines grippalen Infekts verpasste, kehrte beim öffentlichen Training am heutigen Mittwoch wieder ins reguläre Mannschaftstraining der Roten Teufel zurück. Ebenso Ersatztorhüter Simon Simoni (21), der zuletzt ebenfalls krankheitsbedingt passen musste.
Nach seiner zweiwöchigen Gehirnerschütterung feierte Jacob Rasmussen (28) bereits in der Partie gegen den KSC wieder sein Comeback als Einwechselspieler und auch Leon Robinson (24) steht nach abgesessener Gelbsperre in der Partie gegen den 1. FCN wieder zur Verfügung – wodurch die defensiven Optionen der Roten Teufel deutlich erweitert werden.
Ansonsten kann Torsten Lieberknecht voraussichtlich auf den kompletten Kader seines Teams zurückgreifen und personell (bis auf den Langzeitverletzten Ivan Prtajin) somit wieder aus dem Vollen schöpfen.
Aufgrund der überzeugenden Eindrücke aus dem Derby dürfte der erfahrene Übungsleiter der Pfälzer jedoch kaum Veränderungen vornehmen: Die Startelf, die gegen den KSC überzeugte, erhält auch gegen Nürnberg voraussichtlich erneut die Chance, sich zu bewähren. Mit Spannung erwartet wird auch Mahir Emrelis Rückkehr ins Max-Morlock-Stadion, wo der erfahrene Angreifer noch in der vergangenen Saison unter Vertrag stand.
Bilanz gegen den 1. FC Nürnberg
Mit bislang 76 Pflichtspielbegegnungen und einer Historie, die bis ins Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft von 1948 und einer unglücklichen 1:2-Niederlage für den 1. FCK zurückreicht, zählt das fränkisch-pfälzische Duell unweigerlich zu den ältesten Traditionsbegegnungen im deutschen Profifußball.
Im alt-ehrwürdigen Max-Morlock-Stadion standen sich beide Clubs dabei bislang 37 Mal gegenüber: Die Glubberer siegten achtzehn Mal, zehn Partien endeten remis, und neunmal gingen die Lautrer als Sieger vom Platz. Der letzte pfälzische Erfolg am Valznerweiher liegt allerdings schon länger zurück: In der Bundesligasaison 2010/11 sicherte sich der 1. FCK durch drei Tore der damaligen „Croatia-Connection“ – Stiven Rivic (4.), Ivo Iličević (12.) und Srđan Lakić (33.) – letztmals drei Punkte bei den Franken.
Beim Aufeinandertreffen des Vorjahres trennte man sich schiedlich-friedlich mit einem 0:0. Ohnehin ein Ergebnis, mit dem sich beide Teams angefreundet zu haben scheinen – die beiden vorherigen Duelle im Frankenstadion endeten jeweils ebenso mit einem Unentschieden (1:1 / 3:3).
Auch beim letzten Aufeinandertreffen auf Deutschlands höchstem Fußballberg am 10. Spieltag Ende Oktober der vergangenen Saison stand nach 90 Minuten im Fritz-Walter-Stadion ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Es war das erste nicht gewonnene Heimspiel unter Torsten Lieberknecht. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit gelang den Glubberern durch Robin Knoche (33, inzwischen bei Arminia Bielefeld) der schmeichelhafte Ausgleich per Strafstoß, nachdem er von Jan Elvedi (29, mittlerweile bei der SpVgg Greuther Fürth) im Strafraum der Pfälzer gefoult worden war.
Aus Sicht des Betze bleibt gegen den 1. FC Nürnberg also noch eine offene Rechnung zu begleichen – warum also nicht schon am kommenden Samstagnachmittag?
So könnten sie spielen:
1. FC Nürnberg: Reichert – Gruber (C) (Buchmann), Lochoshvilli, von der Hitz (Koudossou), Yilmaz, – Markhiev, Nzingoula, Baack, – Lubach (Maboulou), Justvan – Zoma
1. FC Kaiserslautern: Krahl – Kim, Gyamfi, Sirch,- Joly, Haas, Sahin, Kunze, Ritter (C), Skyttä, – Berisha (Bassette)
Sperren / Ausfälle:
1. FC Nürnberg: Mickaël Biron (MS – muskuläre Probleme), Marko Soldic (ZM – Nicht berücksichtigt), Eryk Grzywacz (DM – Reha nach Außenbandanriss)
1. FC Kaiserslautern: Ivan Prtajin (MS – Reha nach Achillessehnenriss)







