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Thema: [PRESSE] Die Rheinpfalz

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  1. #1
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    Standard [PRESSE] Die Rheinpfalz

    Modedit: Die ist der Fred für die News aus der "Rheinpfalz".
    Hier bitte nur die Berichte posten, DRÜBER BABBELN KÖNNT IHR HIER


    Lauterer Spielfilm nicht mehr als Stummfilm

    FUSSBALL: FCK im Trainingslager - Hilfe für Timo Wenzel - 9:2-Sieg beim VfB Marburg


    Von unserem Redakteur



    Horst Konzok



    MARBURG. JungeSchwung beim 1. FC Kaiserslautern: Fabian Schönheim (18 ) hat gute Chancen, am Samstag gegen Eintracht Frankfurt in die Lauterer Start-Elf zu rücken, Daniel Halfar (17) steht als Joker vor seinem Bundesliga-Debüt.



    „Ich bin noch in der Findungsphase", beschreibt der neue FCK -Trainer Wolfgang Wolf Sinn und Zweck des Trainingslagers in Marburg. Mit einem 25-köpfigen Kader logiert der FCK im Fünf-Sterne-Hotel „Vila Vita Hotel Rosenpark" des Hauptsponsors Deutsche Vermögensberatung (DVAG). Wolfs Marburger Einzelgespräche dienen dem besseren Kennenlernen. Es ist ein verbales Ertasten der (meist wunden) Spieler-Seelen. „Wir haben absolut kein Selbstvertrauen mehr", verdeutlicht Kapitän Marco Engelhardt den Schrei nach einem Erfolgserlebnis. Elf Bundesligaspiele ohne Sieg haben tiefe Spuren hinterlassen. Berkant Göktan, der nach seiner Innenbanddehnung wieder mit der Mannschaft trainiert: „Irgendetwas bei uns stimmt nicht, der Trainer muss es lösen ..." So versucht der Coach unter vier Augen zu ergründen, wie der einzelne Spieler denkt, wie er seine Leistung einstuft, seine Position sieht. Probleme sollen geortet, möglichst auch gelöst werden.



    Termin beim Trainer hatte auch Timo Wenzel, der gestern seinen 28. Geburtstag feierte. Seit vier Spielen zählte er nicht mal mehr zum Kader, spielte letzten Sonntag in der Regionalliga. Frust im Frost. „Wenn er da hin kommt, wo er beim VfB Stuttgart leistungsmäßig war, dann wird er auch bei mir spielen", verspricht der Trainer: „Ich sehe ja, dass Timo will. Ich sehe, der Spieler ist bereit, verkauft sich aber unter Wert. Ich will ihm helfen, werde ihn aber nicht den Fans zum Fraß vorwerfen. Da habe ich auch eine Verantwortung dem Spieler gegenüber, der eine gewisse Stabilität braucht." Des Trainers Lob erntet Fabian Schönheim. „Er ist ein Kandidat, er gefällt mir sehr gut", anerkenntWolf: „Er ist sehr abgeklärt, ich weiß nicht, ob er zu abgeklärt ist ... Er hat einen guten linken Fuß, ein gutes Aufbauspiel." Also ist er eine Alternative in der Viererkette, innen links oder ganz links. Seinen Stammplatz als linkes Glied der Abwehrkette ist Stefan Blank schon unter Michael Henke los geworden und muss sich nun neu empfehlen. „Wenn ich einen jungen und einen älteren Spieler gleich stark einschätze und die Routine spricht nicht für den Älteren, dann wird der Junge spielen", klassifiziert Wolf.



    „Ich versuche, eine Mannschaft aufzustellen, die griffig ist, die eine gewisse Schnelligkeit mitbringt. Namen sind austauschbar. Alle, durch die Bank, haben einen Anteil daran, dass wir da stehen, wo wir stehen. Deshalb sind alle austauschbar", präzisiert der neue Trainer. Seine Forderung ist klar: „Ich erwarte von einem Spieler wie Blank, dass er mehr einbringt und eine Schippe drauf legt. Das gilt aber auch für alle anderen. Wir müssen alle mehr tun!" Gesprächsbedarf sieht der neue Trainer auch im Fall Lucien Mettomo, der im Herbst 2003 nach Kaiserslautern kam und noch immer kaum Deutsch spricht, in Französisch oder Englisch kommuniziert. Wenn er überhaupt spricht. Stumme Spieler - für Wolf ein großes Manko seiner neuen Mannschaft. Engelhardt, Ervin Skela und Torwart Macho sollen sie führen. Auch verbal. Der Lauterer Spielfilm soll nicht länger als Stummfilm ablaufen. „Wenn er eine Perspektive haben will, dann muss Mettomo in der Winterpause Deutsch lernen. Ich kann nicht verstehen, dass das nicht passiert ist. Wo ich mein Brot verdiene, da muss ich mich auch mit der Sprache einbringen", betont Wolf und will durchsetzen, was seinen Vorgängern Gerets, Jara und Henke nicht gelungen ist.



    Keine sprachlichen Probleme sieht Wolf bei Hervé Lembi und Boubacar Sanogo: „Bouba spricht ja fast schon besser Deutsch als ich."



    Gestern Abend gewann der FCK gegen Landesligist VfB Marburg 9:2 (4:0). „So ein Spiel muss ich einfach auch mal zu Null gewinnen", haderte Trainer Wolf mit den Gegentreffern durch Taucher (87.) nach Pletsch-Fehler und Dreschers Konter (89.). Für die FCK -Tore sorgten Seitz, Lembi, Blank, Zandi, Altintop, Kasseckart (Eigentor), Engelhardt, Skela und Sanogo. Beste Lauterer: Skela, Halfar und Engelhardt.



    WEHNERO / WEHNERO

    Quelle:
    Publikation: DIE RHEINPFALZ
    Geändert von ItsEvolution (13.08.2008 um 09:54 Uhr)
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  2. #2
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    Erneut entstehen Mehrkosten beim Stadionausbau

    KAISERSLAUTERN: Geschäftsführer Erwin Saile rechnet mit drei Millionen Euro - Auf Forderungen der Fifa zurückzuführen


    Das Fritz-Walter-Stadion wird wie geplant Ende des Jahres weitgehend fertig sein. Allerdings fallen weitere Mehrkosten an. Erwin Saile, Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, rechnet mit einer Größenordnung von einer bis zu drei Millionen Euro; wobei sämtliche Mehrkosten auf Forderungen des Weltfußballverbandes FIFA zurückzuführen seien.



    Das Stadion wird von der Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen Hochtief Construction und Heberger Bau ausgebaut, ihr Angebot für den Restausbau lag 17,2 Millionen Euro über den 29,4 Millionen Euro, die ursprünglich aus Zuschüssen von Land und Stadt bereitstanden. Bereits im Mai wurden dann 7,4 Millionen Euro Mehrkosten für den Restausbau angeführt . Sie resultieren aus Nachforderungen der Baufirmen und Forderungen der FIFA. Hinzu kommen jetzt voraussichtlich weitere Kosten für die neuen Forderungen der FIFA, die laut Saile Maßnahmen betreffen, die nur während der WM nötig sind.



    Nach den Worten des Geschäftsführers hat die FIFA ganze Ordner mit „Forderungen nach temporären Maßnahmen im Bereich der Medientechnik" der Stadiongesellschaft angedient. „Wir prüfen, was wir machen müssen", sagte Saile. Die Forderungen seien mit überschaubaren Kosten verbunden, allerdings wolle er sich mit Kollegen aus anderen WM-Städten beraten, was wirklich umgesetzt werden müsse. Über die Nachforderungen der Baufirmen, die im Raum stehen, werde man sich voraussichtlich nach Beendigung des Stadionausbaus unterhalten, erklärte Saile.



    Die FIFA möchte laut Saile auch, dass der Logenturm zwischen Ost- und Nordtribüne komplett fertiggestellt wird. Die Stadiongesellschaft wollte den Turm nur im Rohbau erstellen und die oberen Stockwerke leer stehen lassen. Jetzt denke man doch über einen kompletten Innenausbau und die anschließende Vermietung als Logen- oder Büroturm nach, sagte Saile.



    Die FIFA hat auch darauf bestanden, dass die alten Klappsitze ohne Rückenlehne im Stadion komplett ausgetauscht werden. Nach den Worten von Horst Gabelmann, der für die Stadiongesellschaft den Ausbau des Fritz-Walter-Stadions beaufsichtigt, schlägt dies mit etwa einer halben Million Euro zu Buche. Der Austausch verursache allerdings keine Mehrkosten, denn bei anderen Arbeiten im Stadion habe Geld eingespart werden können, weil Baukosten teilweise unter den Kalkulationen lagen. 7200 alte Klappsitze müssten weg, die FIFA habe wegen fehlender Rückenlehnen und scharfkantiger Sitzflächen Sicherheitsaspekte geltend gemacht. Die Schalen werden laut Gabelmann aber erst im Mai nach Ende der Bundesligasaison ausgetauscht; parallel zur Verlegung des neuen Rasens. Die Aufträge für Rasen und Unterbau seien bereits vergeben.



    Laut Gabelmann sind die Arbeiten im Stadion voll im Zeitplan, beim Pokalspiel des FCK gegen Mainz 05 am 20. Dezember seien der Oberrang West- und die Südtribüne komplett fertig. Auf dem neuen Teil der Westtribüne würden derzeit die letzten Sitzschalen installiert. Auch der Medien- und der Logenturm seien im Rohbau fast fertig. Im Logenturm entstehe ein Übergang von der Nord- auf die Osttribüne, in die Osttribüne komme ein Pressezentrum mit Arbeitsplätzen für Journalisten. In der Westtribüne werde die neue Geschäftsstelle des FCK bis Ende Dezember fertig, daneben entstünden weitere Büros für die FIFA, die rund 60 Arbeitsplätze im Stadion benötige.



    Gearbeitet wird derzeit auch an den Außenanlagen rund ums Stadion: auf dem Parkplatz hinter der Westtribüne, auf dem während der WM Übertragungswagen der Medienanstalten stehen werden, und am Eingang zur Osttribüne. Dort werden gerade Überdachungen für die Zutrittskontrollen errichtet. Das Gelände des früheren Reiterhofes wird für die Zeltstadt des künftigen Hospitality-Bereichs vorbereitet. Und neben der Fritz-Walter-Straße wird der sechs Meter breite Gehweg angelegt. (dür)



    DUERNBG / DUERNBG

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    Publikation: DIE RHEINPFALZ
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  3. #3
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    „Dem Verein weiterhin eng verbunden"

    Wilfried de Buhr zu seinem Verzicht auf eine weitere Kandidatur für den FCK -Aufsichtsrat


    Die Frist für die Bewerbung um ein Mandat im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern ist um Mitternacht zu Ende gegangen. 19 Bewerbungen sind nach Auskunft von FCK -Vorstandsmitglied Erwin Göbel bis zum Abend eingegangen. Sie werden am Montag von Ehrenrat und Vereinsrat geprüft. Das sieht die Satzung des Vereins vor. Wilfried de Buhr (52), früherer Geschäftsführer auf dem Betzenberg, später im Management des Karlsruher SC, des 1. FC Nürnberg und von Rot-Weiß Erfurt, zuletzt nachgerückt in den Aufsichtsrat des FCK , hat auf eine weitere Kandidatur für das Kontrollgremium verzichtet, das in der Jahreshauptversammlung am 14. Dezember gewählt werden soll. Unser Redakteur Hans-Joachim Redzimski unterhielt sich gestern mit ihm darüber.



    Herr de Buhr, was hat Sie zu dem Schritt bewogen?



    Es gibt wohl genug Bewerber. Man muss, um dem FCK helfen zu wollen, nicht unbedingt ein Amt bekleiden, denn ich stehe dem Verein auch weiterhin jederzeit zur Verfügung.



    Haben Sie befürchtet, dass Sie in der Jahreshauptversammlung für eine Kandidatur nicht den erforderlichen Rückhalt haben und haben Sie aus diesem Kalkül heraus auf eine weitere Bewerbung verzichtet?



    Nein, keineswegs. Mich haben viele Anrufe erreicht, die mich aufgefordert haben zu kandidieren. Zumal ich im Aufsichtsrat derjenige war, der auch eine andere Meinung vertreten hat, und das ist den Mitgliedern sehr wohl bekannt.



    Was glauben Sie, wie wird die Neuwahl des Aufsichtsrats ausgehen?



    Kann ich erst beantworten, wenn ich alle Bewerber kenne.



    Was bedeutet der Verzicht auf die Kandidatur für den Aufsichtsrat für Ihr persönliches Engagement für den FCK ?



    Es wird keinen Unterschied geben. Ich werde dem Verein weiterhin sehr eng verbunden bleiben.



    Wer sollte Ihrer Meinung nach künftig als Vorstandsvorsitzender die Geschicke des Vereins leiten?



    Ich halte Herrn Schössler (Lotto-Chef in Rheinland-Pfalz, d. Red.) für eine sehr gute Besetzung, glaube aber, dass Klaus Fuchs (Manager beim VfL Wolfsburg, d. Red.) noch neutraler wirken könnte. Nur mit dem Vorstandsvorsitz ist es für mich jedoch nicht getan. Ich sehe Verbesserungsnotwendigkeit in der gesamten Struktur.



    Wie lautet Ihr persönlicher Wunsch für die Jahreshauptversammlung des Vereins?



    Gerade in der jetzigen sportlichen Situation ist ein Zusammenstehen nach dem damals erfolgreichen Motto „Jetzt erst recht" mehr denn je wichtig. Und der Startschuss könnte auf der Mitgliederversammlung erfolgen.



    Sport, Einwurf



    GIESM / GIESM

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  4. #4
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    Der Weg ist das Ziel

    Von Hans-Joachim Redzimski


    19 Bewerber gab es bis gestern Abend für ein Mandat im FCK -Aufsichtsrat. Vier der fünf bisherigen Aufsichtsratsmitglieder kandidieren wieder; nur Wilfried de Buhr gab keine Bewerbung ab. Seine Begründung dafür, es gebe genügend Bewerber, ist nicht besonders einfallsreich.



    Es ist keine leichte Wahl, die auf die Mitglieder am 14. Dezember zukommt. Der Weg ist das Ziel. Gute Aussichten werden die Kandidaten besitzen, die einen seriösen personellen Weg für die Zukunft des Vereins vorzeichnen können. Stichwort: Vorstandschef. Inwieweit das realistisch ist, bleibt abzuwarten.



    Die Tatsache, dass der Noch- FCK -Vorstandschef René C. Jäggi auf der Liste der Bewerber für den Aufsichtsrat nicht erscheint, heißt nicht, dass das Kapitel FCK für ihn beendet ist. Beispielsweise kann der neue Aufsichtsrat Jäggi in das Gremium berufen. Vorausgesetzt, wechselseitig stimmt die Chemie...



    MUELLEH / MUELLEH

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  5. #5
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    Wolfs Notruf als Weckruf

    FUSSBALL: Regisseur Skela spielt Häuptling - FCK -Kapitän zwischen Traum und Trauma


    Von unserem Redakteur



    Horst Konzok



    MARBURG. Wolfgang Wolf, das ist das Trainer gewordene Synonym für Kampf, Herz und Leidenschaft. Der neue Trainer des Fußball-Bundesliga-Schlusslichts 1. FC Kaiserslautern wird auch im Marburger Trainingslager nicht müde, in den Krisentagen den Schulterschluss von Mannschaft und Fans zu beschwören.



    „Die Fans müssen sehen, dass wir zu Hause sind, dass kein anderer als wir das Spiel gewinnen kann. Die Fans müssen sehen: Die Spieler sind sofort hellwach. Ich appelliere an die Fans: Es geht nur gemeinsam." Wolfs Notruf - am Samstag, ab 15.30 Uhr, zeigt sich, ob er ein Echo findet.



    „Es geht um die Region, wir dürfen doch nicht absteigen! Das wird ein Kampf bis zur letzten Patrone", verkündet Torwart-Trainer „Gerry" Ehrmann mit Pathos. Der Teufels-Schwur soll die Mannschaft wach rütteln. „Vor wem und was haben die Angst? Die haben alle viel Geld auf dem Konto. Angst haben kann ich vor Krebs. Oder dem Tod", stachelt Ehrmann an. Und stärkt auch dem wie besessen arbeitenden Torwart den Rücken: „Jürgen Macho trainiert sehr gut. Ihm fehlt das Selbstvertrauen, auch weil er in den Medien so massiv in Frage gestellt worden ist. Er hat in Hannover gepatzt, aber das ist ein wirklich guter Torwart."



    „Findungsphase" nennt Wolf die Tage in Marburg. Heute Mittag geht"s Richtung Heimat, um 15.30 Uhr ist Abschlusstraining auf dem Betzenberg. Im Seehotel Gelterswoog folgt die Einstimmung auf das Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Über 33.000 Karten für das Match sind verkauft, rund 40.000 Tickets stehen derzeit zur Verfügung.



    „Ich habe viele Gespräche geführt, bin noch gar nicht durch. Die Zeit ist zu knapp", reflektiert der Trainer die Tage von Marburg. Er war nicht an Monologen interessiert, suchte den Meinungsaustausch und ist mit dem Echo seiner Spieler zufrieden.



    Geärgert hat den Trainer, dass die Mannschaft beim Testspiel gegen Landesligist VfB Marburg nach 9:0-Führung noch zwei Gegentreffer kassierte: „Da muss ich zu Null spielen!"



    „Ich sehe Ervin Skela als eine der Figuren, die bei uns das Heft in die Hand nehmen müssen. Egal, ob als Libero oder im Mittelfeld", hat der neue Trainer eine Hauptrolle schon vergeben. Skela stellt sich der Verantwortung: „Es ehrt mich, wenn der Trainer Vertrauen in mich setzt."



    Das tut er auch bei Marco Engelhardt. „Marco ist und bleibt Kapitän. Er verkauft sich unter Wert. Er muss einfacher spielen, weniger Fehlpässe. In dem Testspiel hat er das gut gemacht", attestiert Wolf.



    Er lernt den 24-Jährigen als willigen Profi in zentraler Rolle kennen, sieht in ihm einen der Häuptlinge auf dem Weg aus der Krise. „Ich bin mit meiner Leistung absolut nicht im Reinen. Das Thema Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft, das ist für mich ganz, ganz weit weg ", bekundet Engelhardt, der nach drei Länderspieleinsätzen von der WM träumen durfte, nun eine Albtraum-Saison erlebt. „Keiner kann sagen, dass wir uns nicht bemühen. Wir gehen auf den Platz, nehmen uns unheimlich viel vor, nach kurzer Zeit liegen wir in Rückstand, bekommen total verhinderbare Tore durch individuelle Fehler oder durch Standards, obwohl eine klare Zuteilung da ist", beschreibt Engelhardt die Problemberge. Der für ein Comeback schuftende Berkant Göktan hat das 1:5 von Hannover daheim am Fernseher erlebt: „Ein Horrorfilm."



    „Die Kritik des Trainers nach dem 1:5 war notwendig. Es bringt uns nichts, uns zu beweihräuchern und alles schön zu reden. Das war eine gute Analyse, da ist keiner in Tränen ausgebrochen. Aber in der Situation muss man kritischer miteinander umgehen", sagt der Kapitän.



    „Ich setze da auch auf einen Selbstreinigungsprozess der Mannschaft", betont Wolfgang Wolf, der einen Stern aufgehen sieht: Daniel Halfar, 17 Jahre jung, ein unbeschwerter Dribbelkünstler mit Zug zum Tor. „Es läuft gut, ich bin zufrieden", sagt der Angreifer, der im Test das Führungstor Seitz" mit tollem Hackentrick vorbereitete. „Der Junge gefällt mir", lobt Wolf, der das Spielfeld in drei Zonen eingeteilt hat: „30 Meter vor dem Tor ist alles erlaubt, im Mittelfeld einfach spielen, in der Abwehr kein Risiko."



    KONZOKH / KONZOKH

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  6. #6
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    Betze-geflüster Bruderkampf


    Heimpremiere für Trainer Wolfgang Wolf: Morgen (15.30 Uhr) im richtungsweisenden Derby-Klassiker gegen Eintracht Frankfurt kehrt Wolf in sein Revier auf dem „Betze" zurück. Hier grätschte, hier ackerte, hier arbeitete „Wolle" bis 1988 zehn Jahre Fußball. Drei Jahre lang, von 1980 bis 1983, war Friedhelm Funkel, jetzt Trainer in Frankfurt, Wolfs Mannschaftskamerad. Aus Kollegen sind Freunde geworden - trotz aller Rivalität im Bundesliga-Klassenkampf. „Wir sind seit 25 Jahren Freunde", erzählt der Eintracht-Trainer am RHEINPFALZ-Telefon.



    „Es ist doch schön, dass es in dem harten Bundesligageschäft noch solche Freundschaften gibt, dass man die hegt und pflegt. In den 90 Minuten ist man Gegner, danach nimmt man sich in den Arm", beschreibt der Lauterer Coach die Beziehung.



    Pikant: Wolfgang Funkel, der 47 Jahre alte Bruder Friedhelms, wirkt seit gut einer Woche als Co-Trainer Wolfs beim FCK . „Schön für Wolfgang, dass das geklappt hat, er hat sich mit seiner Familie als Spieler ja auch sehr wohl in Kaiserslautern gefühlt", weiß der fünf Jahre ältere Eintracht-Trainer. Just an dem Tag, an dem sich Wolf für seinen „Co" entschied, waren die beiden Funkels gemeinsam frühstücken, von Reportern erfuhr Friedhelm vom neuen Vertrag des Bruders. Die Empörung, vom „Langen" nicht direkt informiert worden zu sein, sei nur gespielt gewesen, versichert der „große" Bruder: „Das ging über Nacht, meine Reaktion war nur Spaß."



    „Den Druck hat Wolfgang Funkel, er muss das Spiel gegen seinen Bruder gewinnen, normal hätte er nur einen Vertrag auf Probe bekommen dürfen", witzelt Wolfgang Wolf mit Blick auf den Bruderkampf im Fritz-Walter-Stadion. „Für uns ist das keine ganz neue Situation. Ich habe mit dem FCK gegen Uerdingen gespielt, als Friedhelm da Trainer war", erinnert sich Wolfgang Funkel. „Als ich in Köln Trainer war, war Wolfgang Co-Trainer in Rostock, aber während des Spiels denk" ich gar nicht daran", schildert Friedhelm Funkel. „Wir haben vereinbart, dass wir diese Woche gar nicht miteinander telefonieren", verrät der Lauterer Funkel - doch heute Abend schon treffen sich beide als Live-Gäste der Sendung „Treffpunkt Betze" auf dem „Betze", wo auch Friedhelm Funkel noch viele Freunde weiß: „Es ist schon 22 Jahre her, seit ich hier weg bin. Aber es ist schön zu spüren, dass sich noch viele an einen erinnern. Das zeigt mir, dass es richtig ist, wie ich den Leuten überall begegne."



    Friedhelm Funkels Orakel, Freund „Wolle" werde wohl mit einer Heimniederlage starten, beantwortet Wolf schmunzelnd: „Ich hab" ihn gleich angerufen. Er hat da wohl was verwechselt, mein alter Freund Friedhelm. Ich bin mit einer Niederlage gestartet, am Samstag wird das anders aussehen ..."



    Das Erfolgserlebnis sehnt Marco Engelhardt nach elf Bundesligaspielen ohne Sieg herbei. Ein Erfolg gegen die Eintracht würde auch die Selbstzweifel besiegen helfen. „Der Druck ist in der Bundesliga immer da. In Kaiserslautern ist das nur noch extremer. Dass wir nach solchen Leistungen kritisiert werden, das gehört zu unserem Job. Wenn es positiv läuft, ist es ja auch umgekehrt und angenehm. Aber ich fühle mich nicht wohl, wenn ich in die Stadt gehe und werde mit Sätzen angemacht wie: ,Was, Du traust Dich auch noch auf die Straße!" Ich bin doch auch nur ein Mensch, aber das soll ganz bestimmt keine Ausrede sein" , erzählt der Kapitän vom Spießrutenlauf. Imponiert hat ihm die Aktion des Fan-Clubs Fair-Play Landstuhl-Wittlich, der die Fans aufruft, der Mannschaft entschlossen-geschlossen den Rücken zu stärken. „Engel": „Das finde ich prima. Zum FCK gehört mehr als die Mannschaft, da sind Tradition, der Verein, die Fans. Dafür kämpfen wir!"


    Horst Konzok


    REDZIMH / REDZIMH

    Quelle:
    Publikation: DIE RHEINPFALZ
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  7. #7
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    Pfusch am Bau

    Über dem Fritz-Walter-Stadion scheint seit der WM-Bewerbung und dem Zuschlag für fünf Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ein Fluch zu lasten: Die Finanzkrise des 1. FC Kaiserslautern hatte den WM-Standort mehrfach in Frage gestellt. Dass sich Fast-Bankrotteur FCK mit der Philipp Holzmann AG auch noch einen Ganz-Pleitier als Generalunternehmer ins Boot holte und im Fluss die Pferde wechselte, sprich einen neuen Bauunternehmer auf den Berg holte, bescherte massive Verzögerungen beim Ausbau der für den FCK viel zu großen Arena. In der Bundesliga rangiert der FCK auf Platz 18. Zwölf WM-Stadien wurden neu-, aus- oder umgebaut. Kaiserslautern wird als Letzter fertig ...

    Halb Deutschland lacht sich seit gestern schlapp und lästert: die Lauterer Mannschaft Schrott, das Stadion Schrott. Die Bundesliga-Partie des 1. FC Kaiserslautern gegen Eintracht Frankfurt ist wegen Sicherheitsbedenken auf der Osttribüne abgesagt worden. Fraglos: Wenn Gefahr für Leib und Leben der Besucher nicht ausgeschlossen werden kann, ist es verantwortungsbewusst, so zu entscheiden, wie entschieden worden ist. Nach der Schilderung der Experten liegt die Vermutung nahe, dass beim Verzinken der Stahlträger gepfuscht, unsauber gearbeitet wurde. So wurde möglicherweise ein Pfeiler angeknackst - es hätte, wenn man das Horror-Szenario zu Ende denkt, zu einer tödlichen Gefahr werden können!

    Gestern die Notbremse gezogen zu haben - richtig. Nach Feststellung von Fehlern auf der Westtribüne auch die Osttribüne noch einmal untersucht zu haben - pflichtbewusst und vertrauensbildend. Das Image der WM-Stadt Kaiserslautern aber leidet weiter Not. Am 12. Februar 2005 gab"s fast eine Tragödie: In der Pause des FCK -Spieles gegen Hansa Rostock wurde der Ordner Johann Wolf durch ein herabstürzendes Teil der Dachkonstruktion verletzt. Das Unglück hätte tödlich enden können. Ein Spielausfall, weil ein Strahlträger in einem nagelneuen Stadion Risse aufweist - ein Skandal!

    Der Fritz-Walter-Bonus neigte die Waage für Kaiserslautern als WM-Spielort. Der 1. FC Kaiserslautern aber war - aus heutiger Sicht - mit seiner Bewerbung finanziell überfordert. Hätte der Verein - wie mit Stadt und Land vereinbart - die Mehrkosten des Ausbaus stemmen müssen, wäre er schon pleite. So haben Land und Stadt mit einem Kraftakt - den der Steuerzahler bezahlen darf - den WM-Standort gerettet und den Verein saniert.

    Folge des Chaos waren Zweifel am WM-Standort in der Pfalz und böse zeitliche Verzögerungen beim Ausbau. Überraschend, dass der Welt-Fußballverband den Dilettantismus nicht mit der roten Karte sühnte!

    Für Mannschaft und Trainer des 1. FC Kaiserslautern kommt die Absage einem Tiefschlag gleich. Eine Woche wurde der Kader auf das Spiel ausgerichtet, Spannung aufgebaut - und anstatt heute die Wende zu zwingen, wird trainiert. Da verpufft Energie, der Abstand zum rettenden Ufer dürfte wachsen. Nicht gut für den Kopf, nicht hilfreich für die wunde Seele!

    Skandalös, dass wegen Pfusch am Bau im Fritz-Walter-Stadion heute nicht gespielt werden kann



    Quelle:RON
    Geändert von ranzekuh (03.12.2005 um 10:14 Uhr)
    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)

  8. #8
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    Fritz-Walter-Stadion hat einen Dachschaden
    FUSSBALL: Spiel gegen Eintracht auf 14. Dezember vertagt - Mitgliederversammlung verschoben

    KAISERSLAUTERN. „Kaiserslautern ist und bleibt WM-Standort." Dies verkündete Oberbürgermeister Bernhard Deubig gestern Nachmittag nach der sicherheitsbedingten Absage des Fußball-Bundesligaspieles zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt.

    In einem Strahlträger an einem Knotenpunkt der zwei Jahre alten Osttribüne des Fritz-Walter-Stadions waren Risse festgestellt worden. Das Spiel wurde am Vormittag aus Sicherheitsgründen abgesagt. Deubig wertete dies als Präventivmaßnahme: „Wir wissen nicht, ob es wirklich eine Gefahr gibt. Aber es könnte eine sein und das wollen wir ausschließen."

    Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) reagierte postwendend, setzte die Partie für Mittwoch, 14. Dezember (18 Uhr), neu an. Und bescherte dem Verein ein neues Problem. Just für diesen Abend war die Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Aufsichtsrates terminiert. Sie muss nun vertagt werden. „Die DFL hat den Termin angeordnet, wir müssen die Versammlung verschieben", bestätigte FCK -Vorstandsvorsitzender René C. Jäggi.

    „Wir mussten das Spiel absagen, weil Gesundheit und Leben von Menschen nicht gefährdet werden dürfen", erklärte Oberbürgermeiser Deubig. Er schilderte, wie der Fall ins Rollen kam: Auf der Westtribüne, deren Bau kurz vor der Vollendung steht, wurden in einem Stahlträger Risse festgestellt. Deshalb sahen sich die Verantwortlichen um FCK -Sicherheitschef Harald Heidermann veranlasst, die Trägerkonstruktion auf der Osttribüne zu untersuchen. Dabei wurde der Schaden entdeckt. „Es sind H-Risse, wie wenn Porzellan gesprungen ist", beschrieb Professor Dr. Wieland Ramm, der Prüfingenieur für Baustatik, ehemals an der Universität Kaiserslautern lehrend, die Schäden. Beim Verzinken von Stahl passiere das immer mal wieder, erläuterte Ramm. Es werde Monate dauern, ehe eine Exakt-Analyse Aufschluss über die Ursachen der Baumängel ergebe.

    Die Firma Donges Stahlbau (Darmstadt) hatte die Stahlträger-Arbeiten auf der Osttribüne als Sub-Unternehmer der inzwischen insolventen Philipp Holzmann AG ausgeführt. Bauherr der Osttribüne war der FCK . Die Stadiongesellschaft, die das Stadion inzwischen für 57,5 Millionen Euro kaufte und den Verein vor dem Konkurs rettete, „wird keinen Cent der Kosten tragen", versicherte Deubig. FCK -Chef Jäggi sieht die ausführende Baufirma in der Pflicht. Bereits gestern habe das Unternehmen - eines der Führenden dieser Branche in Deutschland, bestätigte Professor Ramm - Ersatzstützen auf den Weg nach Kaiserslautern gebracht, die den „angefressenen" Strahlträger entlasten, das Stadion wieder sicher machen sollen.

    „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, weil es eine Gefahr hätte sein können", beantwortete Deubig die Frage, ob die Zuschauer auf der Osttribüne bei den letzten Spielen - unbewusst - gefährdet gewesen seien. Sicherheits-Ingenieur Ramm versicherte, dass das Stadion termingerecht fertig gestellt sei. Der entsprechende Sicherheitsstandard werde lange vor der WM erreicht, versprach Ramm.

    „Die fünf WM-Spiele sind gesichert", erklärte der Kaiserslauterer Oberbürgermeister. So bedauerlich die Absage des Spieles auch sei, beim Abwägen aller Argumente habe es zur Sicherheit der Menschen keine Alternative gegeben.

    „Wir vertrauen den Verantwortlichen in Kaiserslautern, der WM-Standort ist nicht gefährdet", sagte Jens Grittner, Pressesprecher des WM-Organisationskomitees in Frankfurt.

    In der Nacht zum Freitag hatte Club-Boss Jäggi Trainer Wolfgang Wolf im Trainingslager über die Absage informiert. Gestern Morgen überbrachte der Trainer der Mannschaft, die sich seit Dienstag in Marburg aufhielt, auf das Spiel hin gearbeitet hatte, die Hiobsbotschaft. „Das passt zum Bild, das wir momentan abgeben, uns bleibt nichts erspart. Du bereitest Dich eine Woche auf ein Spiel vor, gehst ins Trainingslager und alles war irgendwie umsonst. Wieder fragen alle: Was ist jetzt schon wieder bei euch los? Hier ist jeden Tag was anderes los, wir bekommen keine Ruhe", klagte Marco Engelhardt, der Kapitän.

    „Wir haben uns top-vorbereitet. Als mich Herr Jäggi angerufen hat, wollte ich das gar nicht glauben", sagte Trainer Wolfgang Wolf, dem die Absage nicht passte. „Für die Mannschaft war das ein kleiner Schock", weiß Wolf: „Jetzt haben wir eine Woche Zeit, uns auf das leichte Spiel gegen Bayern München vorzubereiten ..."

    Quelle:RON
    Geändert von ranzekuh (03.12.2005 um 10:15 Uhr)
    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)

  9. #9
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    stadtgespräch

    Sprünge in der Schüssel

    Eine Baugeschichte mit skandalösen Zügen

    Es lebe die WM. Sie sollte Kaiserslautern und seinem Fritz-Walter-Stadion Ruhm und Ehre bescheren, bislang gab es in Sachen Stadion hauptsächlich Pleiten, Pech und Pannen. Die neueste Katastrophenmeldung: Es gibt einen Sprung in der Schüssel, sprich Risse in der Dachkonstruktion der Osttribüne. Welch eine Hiobsbotschaft, welch eine Blamage. Höhepunkt einer Baugeschichte, die skandalöse Züge angenommen hat. Da wird der Ausbau der Osttribüne an ein insolventes Unternehmen vergeben, das später von einer Bietergemeinschaft abgelöst wird, dann übersteigen die Kosten für den Restausbau das Budget von Stadt und Land, dann gibt es Mehrkosten, noch mehr Geld ist für die neuesten FIFA-Wünsche nötig, und dann kommt die allerneueste Nachricht von Bauschäden. Gut 18 Millionen hat die Osttribüne gekostet, 53 Millionen soll der Restausbau kosten, mit Sonderwünschen der FIFA macht das weit über 70 Millionen. Für ein Stadion wohlgemerkt, das eine neue Südtribüne und eine fast neue Nordtribüne hatte und im Osten und Westen aufgestockt wurde. Und das jetzt wegen eines Dachschadens vorläufig dicht gemacht wird. Da kann man sich nur noch an den Kopf greifen.

    Ein Schaden mit

    ungeklärter Haftungsfrage

    Was das Ausmaß der Risse unter dem Dach der Osttribüne angeht, ist eine Einschätzung derzeit schwierig. Erst genaue Untersuchungen werden zeigen, wie hoch die Schäden sind. Selbst wenn es glimpflich abgeht: Dann steht immer noch die Frage im Raum, wer die Reparaturen bezahlt. Diejenigen, die die Schäden verursacht haben, sollte man meinen. Sprich Bilfinger und Berger von der Bietergemeinschaft oder die Stahlbaufirma Donges, die die Dachkonstruktion geliefert hat. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht die Firma, die Donges mit Stahl beliefert hat? Oder vielleicht eine Firma, die den Stahl verzinkt hat? Denn so läuft es oft im Baugeschäft. Über Schäden wird gestritten und gestritten, am Ende steht dann ein Gerichtsverfahren, das seine Zeit dauert. Das kann auch im Fall der Osttribüne passieren. Aber dort müssen die Schäden sofort repariert werden - auch wenn sich keine Firma dazu bekennt. Sollte es so kommen, müssen sich FCK , Stadt und Land über die Kosten einigen. Wobei der Verein den Schwarzen Peter hat. Der FCK hat die Osttribüne bauen lassen. Aber hat er auch Geld?

    Ein Wunschkonzert

    mit grotesken Weisen

    Als wäre der Sprung in der Lauterer Fußballschüssel nicht schlimm genug, haben sich die Züricher WM-Hüter mal wieder zu Wort gemeldet. Mit Sonderwünschen für das Fritz-Walter-Stadion, die nur für die Dauer der WM Bestand haben. Mit „temporären" Maßnahmen, die die Stadiongesellschaft auf eine bis drei Millionen Euro taxiert. Wieder einmal neue Wünsche. Einmal mehr ein Wunschkonzert der FIFA. Der Weltfußballverband dirigiert, in den zwölf WM-Städten wird aufgespielt, auch die Lauterer Stadiongesellschaft muss dem Taktstock folgen. Wobei die Misstöne immer lauter werden. Der Rhythmus, den die FIFA vorgibt, ist völlig überzogen. Als Steuerzahler, der die WM letztendlich finanziert, mag man die grotesken Weisen nicht mehr mitsingen. Da dröhnt einem der Kopf. Da droht der nächste Sprung in der Schüssel.

    Ein Klappsitzensemble

    mit scharfen Kanten

    Was der FIFA so alles im Kopf herumspukt, zeigt sich am Beispiel der alten Sitzschalen im Stadion, die ausgetauscht werden müssen. Die alten Schüsseln haben zwar keine Sprünge, sind nach Auffassung der Schweizer aber gefährlich, weil man sich an einer scharfen Kante stoßen könnte. Dabei wurde das Ensemble auf der Westtribüne extra installiert, um bei Bundesligaspielen Stehplätze zu haben, die es auch noch nach der WM geben soll. Aber wie wird das bewerkstelligt? Werden die alten Klappsitze eingelagert und im Juli wieder aufgebaut? Oder bleiben die neuen Sitzschalen, auch wenn der harte Kern der Fans dann zetert, weil es keine Stehplätze mehr gibt? Und wer ist für die Bestückung der Westtribüne dann zuständig? Der FCK oder die Stadiongesellschaft? Das steht alles noch nicht fest. Fest steht nur eines: Die Aktion kostet einen Haufen Geld. Da geht eine halbe Million für Sitzschalen drauf, die nur bei fünf Spielen gebraucht werden - und die außer der FIFA keiner will. Es lebe die WM.



    Quelle:RON
    Geändert von ranzekuh (03.12.2005 um 10:17 Uhr)
    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)

  10. #10
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    Industriekletterer finden haarförmige Risse im Stahl

    Dachkonstruktion der Osttribüne wird jetzt überprüft

    Gestern Morgen verbreiteten sich die Gerüchte wie ein Lauffeuer, gegen Mittag wurden sie zur Gewissheit, um 14 Uhr gab es im Fritz-Walter-Stadion die offizielle Bestätigung: In der Dachkonstruktion der Osttribüne gibt es Risse im Stahl, das heutige Spiel des FCK gegen Eintracht Frankfurt ist verlegt, Abstütz- und Ausbesserungsarbeiten in der Arena folgen. Welch eine Hiobsbotschaft für die WM-Stadt Kaiserslautern.

    Die Stimmung auf dem Podium bei der Pressekonferenz in der Nordtribüne war dennoch seltsam entspannt. Keine Panik bei Bernhard Deubig, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadiongesellschaft, keine Unruhe bei FCK -Boss René C. Jäggi. Pokerface und Schauspielkunst? Wie auch immer. Der Oberbürgermeister ergriff als erster das Wort und betonte: „Kaiserslautern ist und bleibt WM-Standort. Die fünf Spiele im Fritz-Walter-Stadion sind gesichert." Deubig sieht allerdings auch die Gefahr, dass der Ruf von Kaiserslautern als WM-Stadt jetzt leidet.

    Was genau am Dach der Osttribüne nicht stimmt, erläuterte Wieland Ramm, Prüfingenieur für Baustatik und früherer Professor an der Technischen Universität. Bei der Anlieferung von Stahlteilen für das Dach der Westtribüne seien Schadstellen entdeckt worden, die durch den Verzinkungsprozess entstanden seien. Die Teile seien repariert und eingebaut worden. Da das Dach der Osttribüne in vielen Teilen zeichnungsgleich mit dem der Westtribüne ist, habe man aus Sorgfaltsgründen untersucht, ob dort „ähnliche Erscheinungen" zu finden sind. Industriekletterer seien auf das Osttribünendach gestiegen und hätten am Obergurt des großen Fachwerkträgers „Risse ganz anderer Art gefunden als die, nach denen wir gesucht haben". Es gebe haarförmige Risse unterschiedlicher Ausdehnung. Manche gingen durch den Stahl, manche seien nur auf einer Seite. Alles was entdeckt wurde, werde repariert, die gesamte Dachkonstruktion werde überprüft.

    Bis Montag wird das Dach der Südtribüne mit zwei Stützpfeilern abgesichert. Die Dachkonstruktionen von Süd- und Osttribüne seien miteinander verbunden, durch die Abstützung werde das Dach der Osttribüne entlastet, erläuterte Ramm, der betonte, die Risse seien nicht auf die Anhebung des Daches der Südtribüne zurückzuführen.

    Die Osttribüne wurde unter der Regie des FCK für gut 18 Millionen Euro ausgebaut. Im Mai 2002 hatte die alte FCK -Führung einen Vertrag mit der in Insolvenz geratenen Baufirma Holzmann abgeschlossen, der später von der neuen FCK -Führung gekündigt wurde. Im August 2003 wurden die Arbeiten neu vergeben: an die Bietergemeinschaft Walter Bau AG/Bilfinger Berger AG. Die Stahlkonstruktion für die Dachkonstruktion wurde von der Stahlbaufirma Donges in Darmstadt gemacht. Wie Ramm gestern erklärte, hatte ursprünglich Holzmann die Lieferung der Stahlkonstruktion an den Subunternehmer Donges vergeben, die neue Arbeitsgemeinschaft habe dann die Subunternehmer übernommen. FCK -Chef René C. Jäggi erklärte gegenüber der RHEINPFALZ, die Bietergemeinschaft sei in den Vertrag von Holzmann mit den Subunternehmern eingestiegen. Walter Bau sei inzwischen insolvent. Zu der Frage, wer für Reparaturkosten aufkommt, sagte Jäggi, in den Verträgen habe der FCK eine funktionsfähige Tribüne bestellt und bezahlt.

    Die Stadiongesellschaft wird nach den Worten Deubigs „mit keinem Cent etwas mit Kosten für Reparaturen zu tun haben". In der Pflicht seien die Leute, die das Dach gebaut haben. Die Stadiongesellschaft habe die Osttribüne wegen anderer Mängel bis heute noch nicht abgenommen.

    Quelle:RON
    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)

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