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Thema: [PRESSE] Die Rheinpfalz

  1. #1901
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    Zwei Kapitäne im Boot
    Fussball: Kurz setzt beim FCK auf Amedick und Lakic

    KAISERSLAUTERN (zkk). Trainer Marco Kurz hat die Kapitänsfrage beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern mit einer Doppellösung beantwortet: Martin Amedick (26) und Srdjan Lakic (25) sind gleichberechtigte Mannschaftskapitäne, die Spielführerbinde trägt Amedick.

    „Wir als Trainer-Team sehen Martin Amedick und Srdjan Lakic als absolute Leader. Sie haben klare Vorstellungen und sollen unsere verlängerten Arme sein. Sie sind unsere Ansprechpartner. Sie haben sich durch ihre Leistungen zu Aushängeschildern entwickelt", begründet Marco Kurz seine Entscheidung. „Ich finde es gut, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wurde. Ich freue mich, das mit ,Laki" zu machen", sagt Amedick stolz.

    „Es tut uns gut, wenn ein Lakic wieder auf dem Trainingsplatz ist. Und es wird uns gut tun, wenn er wieder in der Mannschaft stehen kann. Es sieht schon ganz ordentlich aus, aber er muss jetzt noch eine kleine Hemmschwelle nehmen", erklärt der Trainer. Seit Montag arbeitet Lakic wieder im Mannschaftstraining, begeistert durch seine Qualität und sein mitreißendes Wesen. „Es ist einfach schön, wieder dabei zu sein. Aber ich bin noch nicht ganz schmerzfrei", sagt Lakic, der morgen (20.30 Uhr) im DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig wohl noch nicht dabei sein wird. Im Kader ist - die Spielberechtigung vorausgesetzt - Adam Nemec. Der 23-jährige Neuzugang vom RC Genk nahm gestern das Training beim FCK auf. „Ich habe lange nicht gespielt, mir fehlt die Praxis", erklärt Nemec. Kommt er zum Einsatz, stürmt er wohl an der Seite eines alten Bekannten: Erik Jendrisek. „Erik und ich sind Freunde. Wir haben zusammen in der U21 gespielt, wir kennen uns aus der slowakischen Liga", erzählt Nemec.

    Erleichtert zeigte sich Trainer Kurz, dass die Verpflichtung des Wunschstürmers nun perfekt ist: „Er hat uns überzeugt, er ist noch jung, und wir konnten ihn drei Jahre an uns binden." „Er hat eine gewisse Fitness, er hat in einer speziellen Trainingsgruppe gearbeitet. Ihm fehlt nur etwas der Rhythmus", meinte der Coach. Der wuchtige Stürmer verkörpere quasi das bullige Kontrastprogramm zu Jendrisek oder Kai Hesse. Ein Brecher eben, der Bälle behauptet, der stark in der Luft ist.

    Offen lässt Kurz die Torwartfrage. Tobias Sippel ist für das Pokalspiel gesperrt, in Braunschweig spielt folglich Luis Robles oder Kevin Trapp. „Das Debüt im US-Team war schön, aber viel wichtiger war meine Hochzeit in Amerika", betont Robles. „Im Tor haben wir ein Luxusproblem. Wir haben drei sehr gute Torhüter", frohlockt Kurz. Die Qual der Wahl ...

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.174
    Datum: Donnerstag, den 30. Juli 2009
    Seite: Nr.9
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  2. #1902
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    Kapitän Amedick warnt vor dem Hexenkessel
    Fussball: FCK heute im DFB-Pokal zu Gast bei Eintracht Braunschweig - Nemec vor Debüt - Reghecampf-Vertrag aufgelöst

    KAISERSLAUTERN (zkk). Aufatmen vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison: „Die Spielgenehmigung für Adam Nemec liegt vor", erfuhr Trainer Marco Kurz vom 1. FC Kaiserslautern gestern im Mannschaftsbus auf der Fahrt zum DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig (Anpfiff: 20.30 Uhr).

    „Ich habe keine Scheu, Nemec gleich reinzuwerfen", sagt der FCK-Coach, dem der wuchtige Neuzugang ideal als Sturmpartner der eher typengleichen Kai Hesse oder Erik Jendrisek erscheint. Da Jendrisek noch Rückstände aufarbeiten muss, übernimmt er heute möglicherweise die Jokerrolle. „Erik ist mein Freund", verrät Nemec. In der U21 der Slowakei waren sie Sturmpartner.

    Gestern nach dem Training ließ der Trainer die Frage nach dem Torwart offen. „Ich werde erst in Braunschweig mit Luis Robles und Kevin Trapp sprechen", kündigt Kurz an. Er hatte den in der Vorbereitung überzeugenden Trapp fast schon nominiert, der vor Wochenfrist ins Training eingestiegene Luis Robles arbeitet nun aber ebenso überzeugend und imponierte im Testspiel gegen Eintracht Frankfurt. Der im Cup gesperrte Tobias Sippel bekommt am Samstag (14 Uhr) im Test der zweiten Mannschaft in Herxheim gegen Karlsruher SC II Spielpraxis. Marco Kurz: „Drei sehr gute Torhüter, alle sehr motiviert. Sehr gute Typen!"

    Der DFB-Pokal ist auch wirtschaftlich sehr wichtig für den FCK. 100.000 Euro Antrittsgebühr bringt die erste Runde, in der nächsten Runde winken 237.500 Euro. „Ich weiß, dass der Cup auch finanziell sehr wichtig für den Verein ist. Der Pokal ist überall in Europa aber auch sportlich sehr populär", sagt Neuzugang Adam Nemec vor seinem Debüt.

    „Wir sind der Zweitligist. Wir haben den Anspruch, oben mitzuspielen. Dann müssen wir - bei allem Respekt - mehr Qualität haben als der Drittligist. Entscheidend ist die Einstellung. Es darf nicht passieren, das wir wegen der Einstellung scheitern", fordert Kurz einen mutigen und entschlossenen Auftritt im Hexenkessel an der Hamburger Straße. Rund 1500 FCK-Fans werden seiner Mannschaft den Rücken stärken.

    19 Mann hat Kurz für die Dienstreise nominiert, ein Spieler muss heute noch aus dem Aufgebot gestrichen werden. Daheim bleiben musste auch Danny Fuchs, der auf der linken Außenbahn mit Sidney Sam und Dragan Paljic konkurriert. Mathias Abel ist noch im Aufbautraining. Für die daheimgebliebenen Profis ist Training in der zweiten Mannschaft angesagt. Das gilt auch für Moussa Ouattara und Anel Dzaka, mit denen der Cheftrainer nicht mehr plant. Mario Klinger und Christoph Buchner sollen in der Regionalliga-Mannschaft Spielpraxis erhalten, bestätigte deren Trainer Alois Schwartz. Seinen Vertrag beim FCK aufgelöst hat gestern der lange erkrankte Laurentiu Reghecampf (33).

    Was den FCK in Braunschweig erwartet, weiß Kapitän Martin Amedick mit am besten. „Ich habe zwei Jahre da gespielt, da haben wir Borussia Dortmund und Hertha BSC im Pokal weggehauen", erinnert der Abwehrchef, der in der Innenverteidigung mit der Berliner Morgengabe Rodnei spielen wird. Bemerkenswert und lange nicht gesehen: Diese Woche wurde auf dem Betzenberg auch am alt-ehrwürdigen Kopfballpendel gearbeitet. Auch von Kopfballspezialist Rodnei.

    So spielen sie

    Eintracht Braunschweig: Petkovic - Brinkmann, Washausen, Dogan, Theuerkauf - Kruppke, Danneberg, Vrancic, Boland - Calamita, Onuegbua

    1. FC Kaiserslautern: Robles (Trapp) - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Ilicevic, Mandjeck, Schulz, Sam - Hesse (Jendrisek), Nemec - Ersatz: Damjanovic, Pavlovic, Müller, Bilek, Paljic, Akcam - Es fehlen: Kotysch (Schienbeinbruch), Lakic (Trainingsrückstand), Sippel (Rot-Sperre)

    Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen).

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.175
    Datum: Freitag, den 31. Juli 2009
    Seite: Nr.8
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  3. #1903
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    Nemec schießt FCK zum Sieg
    Fussball: Gestern Abend 1:0-Erfolg im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig - Rot für Ilicevic

    BRAUNSCHWEIG (zkk). Der Einkauf von Adam Nemec trägt Zinsen: Gestern Abend im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten Eintracht Braunschweig sorgte er für das „goldene" Tor zum glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg des 1. FC Kaiserslautern.

    „Es war mein erstes Spiel, ich habe getroffen, wir sind eine Runde weiter. Ich bin glücklich", erklärt Adam Nemec nach seinem traumhaften Einstand. „Glücklich, aber nicht unverdient", wertet FCK-Trainer Marco Kurz den Erfolg. „In den ersten 20 Minuten hatten wir Glück, haben uns dann befreit. Die Mannschaft hat sich den Erfolg erarbeitet, weil sie in Unterzahl alles gegeben hat", betont Kurz mit Hinweis auf den berechtigten Platzverweis von Ilicevic (36.).

    Den früh von Nemec per Kopf verlängerten Ball zimmerte Kai Hesse an die Unterkante der Latte (16.). Es blieb die einzige Chance der Lauterer vor der Pause. Der Drittligist agierte in einem 4-1-4-1-System, gegen das der Zweitligist lange ein Mittel fand. Immer wieder rannten sich die Flügelspieler fest, immer wieder landeten Passversuche im Auffangnetz der imponierenden Eintracht. Gradlinig die Hausherren mit dem herausragenden Kingsley Onuegbu, der den Lauterer Abwehrriesen Amedick und Rodnei zunächst merklich zusetzte. In der 6. und 35. Minute schoss der wuchtige Stürmer die Kugel über Trapps Gehäuse. In der 41. Minute parierte Kevin Trapp erstklassig gegen Boland. „Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft weiterhelfen konnte und wir auch in Unterzahl weitergekommen sind", sagte Trapp.

    Der FCK war rasch dezimiert; denn Ivo Ilicevic hatte sich übermotiviert mit rüdem Foul an Marc Pfitzner die Rote Karte eingehandelt (36.). Die Disziplin seiner Elf muss der neue Trainer Marco Kurz rasch verbessern. Gestern handelte sich Sam früh Gelb ein, weil er im Hochsommer als Schwalbe unterwegs war. Der gute Mandjeck war nach 33 Minuten und einem Foul an Pfitzner mit Gelb angezählt, töricht die ermeckerte Verwarnung Bastian Schulz" (37.). Marco Kurz zum Platzverweis: „Ivo ist keiner der foul spielt. Beide gingen mit hohem Tempo zum Ball - wir akzeptieren die Rote Karte."

    Nach der Pause beruhigte Kurz das Spiel seiner fehlerhaften Zehn durch die Hereinnahme von Daniel Pavlovic anstelle Sams. Die im Ansatz guten Kontermöglichkeiten aber machte meist Hesse kopflos kaputt. Großchancen der Eintracht vergaben Boland (46.) und der starke Pfitzner (56.). Dann aber traf der lauf- und kampfstarke Debütant Nemec nach einem Freistoß, den der überzeugende Linksfuß Alexander Bugera von Halbrechts serviert hatte. In der 71. Minute brachte wieder Bugera fast vom gleichen Fleck die Kugel, Amedicks abgefälschter Kopfball aber landete an der Torlatte. Glück für den FCK, dass Joker Banser nur den Pfosten traf (87.). „Es wäre das i-Tüpfelchen auf unserer guten Leistung gewesen, die Sensation zu schaffen. Lautern aber war einfach cleverer", sagte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Pokal-Aus.

    Augenscheinlich die Kampfkraft des FCK, der sich nach der Pause an Amedick und Rodnei aufrichtete.

    So spielten sie

    Eintracht Braunschweig: Petkovic - Brinkmann, Schanda, Dogan, Theuerkauf - Danneberg - Pfitzner (76. Benjamin Fuchs), Calamita, Kruppke Boland - Onuegbu (56. Banser)

    1. FC Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Sam (46. Pavlovic), Schulz, Mandjeck, Ilicevic - Hesse (87. Bilek), Nemec

    Tor: 0:1 Nemec (62.) - Gelbe Karten: Brinkmann, Calamita - Mandjeck, Sam, Schulz - Rote Karte: Ilicevic (36.) - Beste Spieler: Pfitzner, Danneberg, Onuegbu - Trapp, Mandjeck, Bugera - Zuschauer: 19.415 - Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen).

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Pfälzische Volkszeitung
    Ausgabe: Nr.176
    Datum: Samstag, den 01. August 2009
    Seite: Nr.10





    Jendrisek und Damjanovic am Ball.

    Stürmer Erik Jendrisek (22) vom 1. FC Kaiserslautern wurde für das Länderspiel der Slowakei am 12. August in Reykjavik gegen Island eingeladen. Abwehrspieler Dario Damjanovic steht am gleichen Tag im Kader Bosnien-Herzegowinas für das Spiel in Sarajevo gegen Iran. (rhp)


    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Pfälzische Volkszeitung
    Ausgabe: Nr.176
    Datum: Samstag, den 01. August 2009
    Seite: Nr.11
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  4. #1904
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    Debütant Nemec macht sich schnell bezahlt
    FUSSBALL: Durch seinen Siegtreffer beim 1:0 im DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig trägt der neue Stürmer des 1. FC Kaiserslautern schon Zinsen. Kevin Trapp hat den Sieg festgehalten und mit seiner starken Leistung die Torwartfrage offen gehalten. Der 19-Jährige konkurriert mit Tobias Sippel um den Platz im Kasten.

    BRAUNSCHWEIG. Er spielte für seinen Freund Erik Jendrisek. Er schuftete für zwei. Und er traf: Debütant Adam Nemec, seit Dienstag erst im Sold des 1. FC Kaiserslautern, erlebte einen wunderbaren Einstand. Sein „goldenes" Tor, sein Treffer zum 1:0 (0:0) beim Drittligisten Eintracht Braunschweig, lässt sich versilbern. 100.000 Euro Pokal-Antrittsgebühr kassierte der FCK in Braunschweig, in der zweiten Runde gibt es 237.500 Euro - der auf 400.000 Euro Ablöse geschätzte slowakische Stürmer jedenfalls zahlte quasi seine erste Rate.

    „Es war wichtig zu gewinnen. Und es war nicht einfach. Wir haben lange mit nur zehn Mann gespielt", sagte Nemec nach dem Kraftakt. Er war abgekämpft, analysierte nüchtern. Zu großer Euphorie und verbalen Freudensprüngen sah der Slowake keinen Anlass. „Es war die erste Runde. Wir sind weiter, ich habe getroffen, schön", beschied der 23-Jährige. Er denkt weiter: Nächsten Samstag beginnt der Liga-Alltag mit der Hausaufgabe gegen Greuther Fürth.

    „Mir fehlt die Praxis", hatte der slowakische Angreifer nach seinem Autogramm unter den Arbeitsvertrag, der ihn drei Jahre an den FCK bindet, gesagt. 90 Minuten praktische Arbeit belegten, was Nemec schon beim Vorspielen in Mackenbach gegen den FC Schaffhausen im FCK-Trikot gezeigt hatte: Furchtlos tut der Hüne, der in Statur und Aussehen an das 1997 aus Bulgarien importierte Ass Marian Hristov erinnert, Dienst. Gewiss: Nemec ist keiner, der Steilpässe im Sprint erreicht. Aber er ist in allen Ebenen anspielbar, er ist präsent, er pendelt zwischen den Mannschaftsteilen. Der Neue geht keinem Zweikampf aus dem Weg, er ist bereit zum Rückwärtsgang und versucht auch verlorene Bälle wieder zu erobern. Sein Stil dürfte ankommen auf dem Berg der Berge, wo Arbeiter wie die Nummer 32 hoch geschätzt werden. „Ein guter Einstand. Er hat die richtigen Laufwege gefunden", lobte Martin Amedick, der Kapitän. Und macht eine Stärke aus, die beim FCK nun präzisiert und perfektioniert werden sollte: „Wir haben sehr gute Standards gebracht."

    Den feinen Freistoß, den Nemec zum Siegtreffer nutzte, servierte Alexander Bugera, der sich nach ordentlicher Vorbereitung und guter, beherzter Leistung links in der Vierer-Abwehrkette behauptet hat. „Der Freistoß war perfekt getreten", lobte auch Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht Bugeras Gefühl. Nach dem Platzverweis von Ivo Ilicevic hatte FCK-Trainer Marco Kurz die Pause zur Umstellung genutzt. Sidney Sam, ohne große Wirkung geblieben, verwarnt und mit zu vielen Ballverlusten unterwegs, wurde durch Daniel Pavlovic ersetzt, der sich gut einfand, Akzente setzte, fast sogar ein Tor geschossen hätte. „Wir haben auf ein Dreier-Mittelfeld und davor Kai Hesse umgestellt und dann eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt", beschrieb Kurz erleichtert den Stilwandel. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, ein Sieg gefeiert, an dem vor allem auch der erst 19 Jahre alte Torhüter Kevin Trapp großen Anteil hatte. „Er hat den Vorzug erhalten, weil er die komplette Vorbereitung mitgemacht hat und in den Vorbereitungsspielen eine unheimlich ruhige Ader gezeigt hatte", begründete Kurz, warum Trapp das Rennen vor Luis Robles gemacht hatte. Nun hat der Trainer die Qual der Wahl, wird die künftige Nummer 1 vor dem Zweitliga-Start gegen Fürth benennen. Trapp oder Tobias Sippel lautet die Frage. „Ich denke, dass ich einen guten Job gemacht habe. Und lass" mich jetzt einfach überraschen", sagte Trapp. (zkk)

    KAMMC

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.31
    Datum: Sonntag, den 02. August 2009
    Seite: Nr.9



    ANSTOSS
    Davids Prinzip

    Der FCK holt sich im DFB-Pokal neues Selbstvertrauen. Mainz 05 aber hat sich blamiert.
    VON HORST KONZOK

    Der Pokal hat seine eigenen Gesetze: Das ist Fußball-Banalität, Fußball-Floskel und Fußball-Weisheit in einem. Als erste große Größe erwischte es in der Auftaktrunde des DFB-Pokals 2009/2010 den FSV Mainz 05. Der ist erfahren, was das frühe Aus angeht, war letzte Saison aber bis ins Halbfinale gestürmt. Mit 1:2 nach 120 Minuten verabschiedeten sich die Nullfünfer beim viertklassigen VfB Lübeck aus dem Wettbewerb. Und das trotz Nico Bungerts Führungstor. Viele Verletzte, darunter der erste Sturm - es gibt Gründe für das peinliche Resultat. Gut, dass Trainer Jörn Andersen keine Ausreden hören mag. Vor dem Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen, das sich beim 1:0 in Babelsberg auch nicht mit Ruhm bekleckerte, sind Neubesinnung und Seelenmassage angesagt.

    Der VfB Lübeck, 2004 bis ins Halbfinale des Pokals gekommen und dann aus der Zweiten Liga abgestiegen, wirtschaftlich in der Regionalliga darbend und vom Pleitegeier verfolgt, erlebte beim Coup gegen die Mainzer endlich mal wieder eine Sternstunde. Die Hoffnung auf ein großes Los würde der Klub-Kasse nach langer Ebbe sehr, sehr gut tun.

    Der Pokal ist ein Wirtschaftsfaktor. So ist das Weiterkommen für den nach wie vor klammen 1. FC Kaiserslautern doppelt wichtig. Bedeutsam ist der 1:0-Zittersieg beim starken Drittligisten Eintracht Braunschweig auch für die Stimmung rund um den Betzenberg. Die wenig berauschende Vorbereitung löste alles andere als Euphorie aus. Der neue Trainer wurde erst spät gefunden, die Kaderzusammenstellung verlief schleppend. „Man kann das vielleicht mit der letzten Saison vergleichen. Da gab das 3:3 nach 0:3-Rückstand im ersten Saisonspiel in Mainz einen Schub. Jetzt hat sich die Mannschaft mit zehn Mann einen Sieg erarbeitet", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz nach dem Kraftakt bei der Eintracht. Der Meister von 1967 sitzt im Fahrstuhl zwischen Zweiter und Dritter Liga, ist aber gewohnt, als David gegen Goliath Pokalgeschichte zu schreiben. Genau so trat die junge, gute Mannschaft des angehenden Fußball-Lehrers Torsten Lieberknecht gegen den FCK auch auf. Nach der Roten Karte des übermotivierten Ivo Ilicevic aber bewiesen sich die Roten Teufel mit Kämpferherz und Moral. Das stärkt das Selbstvertrauen vor dem Liga-Start.

    KAMMC

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.31
    Datum: Sonntag, den 02. August 2009
    Seite: Nr.9
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  5. #1905
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    Kurz' Luxusproblem
    Fussball: Bei der Beantwortung der Torwartfrage beim 1. FC Kaiserslautern kann Marco Kurz keinen Fehler machen. Die Rivalen Tobias Sippel, Kevin Trapp und Luis Robles sind ausgezeichnete Torhüter. Vieles spricht für Tobi Sippel.

    Von Horst Konzok

    BRAUNSCHWEIG. Sippel, Robles oder Trapp? Trapp, Robles oder Sippel? Die Torwartfrage beim 1. FC Kaiserslautern wird vor dem Zweitliga-Start am Samstag (13 Uhr) gegen Greuther Fürth geklärt. Im DFB-Pokalspiel hatte Kevin Trapp den Vorzug vor Robles erhalten, hielt fehlerfrei und erntete großes Lob von seinem Trainer. Der Ausbildungsplan aber sieht Trapp als Nummer 1 in der Regionalliga-Mannschaft vor. So spricht vieles für den in 40 Zweitligaspielen erfahrenen Sippel. So schwärmte Marco Kurz letzte Woche mehrfach: „Tobi ist in einer super Verfassung!"

    Sippel ist 21. Er ist einer der Helden des 18. Mai 2008. Ohne seine Taten wäre der FCK damals abgestiegen. Nach einem Auf und Ab in der letzten Saison will sich der Torwart den durch einen Armbruch verlorenen Stammplatz nun zurückerobern. Nach der U21-EM, die der gelernte Bäcker als dritter Keeper erlebte, verzichtete er auf Urlaub und stieg beim FCK sofort ins Training ein. Das gefiel dem Trainer. „Super Einstellung", attestierte Kurz. Klare Signale ...

    Luis Robles, nach der Berufung ins US-Nationalteam erst spät in die Vorbereitung im Klub eingestiegen, dürfte das Nachsehen haben. Trotz der guten Form, die der 25-Jährige, der 20 Zweitligaspiele bestritten hat, im Test gegen Eintracht Frankfurt bewies. Ein „Luxusproblem" nennt der Coach die Lösung der Torwartfrage. Eine schöne Qual der Wahl.

    „Für den Moment und die spezielle Situation hier in Braunschweig schien uns das die richtige Entscheidung. Kevin hat die gesamte Vorbereitung mitgemacht und gut gespielt", argumentiert Kurz, der Trapp beim 1:0 (0:0)-Sieg „sehr abgeklärt" spielen sah. So ist er eben, der 19-Jährige, der seinen Vertrag beim FCK bis 2013 verlängert hat. 1,90 Meter groß ist der U19-Nationaltorwart, der größte der drei Lauterer Konkurrenten. Sippel misst 1,84 Meter, Robles ist einen Zentimeter größer.

    „Ich bin super glücklich, dass ich gut gehalten habe und wir weiter gekommen sind", sagte Kevin Trapp nach dem Erfolg in Braunschweig. Mit seiner Ausstrahlung und Klasse, tollen Reflexen und erstklassigem Erfassen der Situation war er der entscheidende Rückhalt.

    „Kevin ist sehr gut aufgetreten. Er war da, wo er sein musste. Er hatte sich die Chance durch seine gute Vorbereitung verdient", anerkannte Martin Amedick, der neue Kapitän.

    „Wir wussten ja, dass das ein heißer Tanz in Braunschweig wird. Nach der Roten Karte haben wir uns in der Halbzeit in der Kabine noch einmal eingeschworen, uns gesagt: Jetzt erst recht", erzählte Trapp nach dem Pokal-Krimi.

    Natürlich weiß Marco Kurz, dass seine Mannschaft am Samstag gegen Fürth anders als in Braunschweig agieren, das Spiel machen muss. Die Abwehrkette steht zunächst mit Florian Dick, Amedick, Rodnei, der Dario Damjanovic erst einmal verdrängt hat, und Alexander Bugera. In Braunschweig funktionierte die Doppel-Sechs mit Herz und Leidenschaft: Georges Mandjeck und Bastian Schulz waren stark in der Balleroberung und funktionierten nach der Pause auch als Schaltzentrale besser. Die Flügelzange aber hat trotz allen Eifers nicht gegriffen. Sidney Sam hatte ein Effektivitätsproblem, Ivo Ilicevic agierte verbessert, sah aber Rot. Neues Spiel, neues Glück?

    In der Spitze ist Adam Nemec, dessen Ablöse nach Insiderinformationen bei „nur" etwa 100.000 Euro lag, weiter erste Wahl. Um den Platz an seiner Seite konkurriert sein Landsmann Erik Jendrisek mit Kai Hesse. Nicht auszuschließen, dass Srdjan Lakic als Joker dabei sein kann.

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.177
    Datum: Montag, den 03. August 2009
    Seite: Nr.13
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  6. #1906
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    Das Wort zum Sport:
    „Wir haben eine sehr gute Nachwuchsarbeit. Der Verein ist quasi schuldenfrei. Eintracht Trier geht es besser als dem FCK."


    Fritz Fuchs, Sportlicher Leiter von Eintracht Trier.

    Rheinpfalz, 04.08.2009

  7. #1907
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    Premiere ohne Lakic
    Fussball: Der 1. FC Kaiserslautern startet am Samstag gegen Greuther Fürth ohne den noch verletzten Torjäger in die Zweitliga-Saison. 30 000 Karten hat der FCK für die Partie verkauft. Die heiße Vorbereitungsphase gestaltet Trainer Kurz mit einem 23er-Kader.

    KAISERSLAUTERN (osp/zkk). Der 1:0 (0:0)-Erfolg in der ersten DFB-Pokalrunde mit zehn Mann in den letzten 54 Minuten beim Drittligisten Eintracht Braunschweig gibt dem 1. FC Kaiserslautern Rückenwind für sein erstes Zweitliga-Saisonspiel am Samstag (13 Uhr) im Fritz-Walter-Stadion gegen Greuther Fürth.

    „Es ist noch klar Luft nach oben", sagt FCK-Trainer Marco Kurz allerdings mit Blick auf Samstag, „Rodnei und Adam Nemec sind noch nicht lange bei uns und haben noch nicht so viel Praxis." In punkto Ballsicherheit auf engem Raum, in den Zweikämpfen und beim schnellen Umschalten sieht der Coach Verbesserungsbedarf. Unter anderem daran lässt Kurz in den letzten Trainingseinheiten vor dem Ligastart verstärkt arbeiten, zumal die Roten Teufel zu Hause noch mehr gefordert sein werden, das Spiel in die Hand zu nehmen.

    Noch kein Thema für den Saisonstart am Samstag ist Srdjan Lakic. Noch bis Freitag absolviert der an der Leiste operierte Torjäger beim Münchner Fitness-Coach Oliver Schmidtlein ein Aufbautraining. „Ich habe im Training letzte Woche gesehen, dass ich noch nicht schmerzfrei bin. Wir versuchen das zu beheben, den Körper zu stabilisieren, so dass ich möglichst bald ins Mannschaftstraining einsteigen kann", sagte der 25-Jährige gestern. „Es ist schwer zu sagen, wann ich spielen kann. Ich tue aber alles dafür, um gesund zu werden", versichert der als sehr professionell geltende Stürmer.

    Die Berufung zum Kapitän, gleichberechtigt mit Martin Amedick, der die Spielführerbinde trägt, betrachtet der Kroate als Ehre: „Das ist auf jeden Fall eine verantwortliche Rolle und ich bin hundertprozentig bereit, der Aufgabe gerecht zu werden." Lakic trainiert bis Freitag in München.

    Moussa Ouattara, Anel Dzaka und Mario Klinger arbeiten nun bei Alois Schwartz. „Sie trainieren bei der Amateurmannschaft mit, das haben wir den Spielern gesagt, wir reden offen mit ihnen", betont Kurz, „das ist keine Schikane. Es ist für die Qualität unseres Trainings besser, mit einem kleineren Kader zu arbeiten und auch die drei Spieler bekommen bei der zweiten Mannschaft ein Qualitätstraining." Kurz ließ gestern mit 20 Feldspielern und den drei Torhütern Tobias Sippel, Luis Robles und Kevin Trapp trainieren. Eine Entscheidung, wer von ihnen am Samstag gegen Fürth spielt, hat Kurz den Keepern noch nicht mitgeteilt. „Diese Entscheidung treffen wir im Trainerteam mit Roger Lutz und Gerry Ehrmann", betont Kurz.

    Geärgert haben den Chefcoach die Rote Karte gegen Ivo Ilicevic - er wurde gestern wegen rohen Spiels vom DFB-Sportgericht für drei Pokalspiele gesperrt - und die Gelben Karten in Braunschweig: „Da müssen wir ruhiger, cleverer werden, so schwächen wir uns selbst."

    Ein Thema bleibt die Verpflichtung des wuchtigen Stürmers Marvin Pourie. Der 18-Jährige ist seit Wochen Trainingsgast. „Er hat in seiner jungen Karriere sicher nicht alles richtig gemacht", sagt FCK-Chef Stefan Kuntz, der aber sportlich und menschlich einen guten Eindruck gewonnen hat. Pourie „gehört" Schalke 04, ist an 1860 München ausgeliehen, wo er suspendiert wurde.

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Pfälzische Volkszeitung
    Ausgabe: Nr.179
    Datum: Mittwoch, den 05. August 2009
    Seite: Nr.7




    das wort zum sport

    „Dann muss Fritz Fuchs von der Situation ausgegangen sein, die herrschte, als er beim FCK noch mit verantwortlich war."

    FCK-Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz zur gestern publizierten Aussage von Fritz Fuchs, Sportlicher Leiter von Eintracht Trier, dem Regionaligisten gehe es wirtschaftlich besser als dem FCK. (zkk)
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  8. #1908
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    fussball in kürze

    Abel wird nochmals untersucht. Wegen Problemen im Oberschenkel wird Mathias Abel, Abwehrspieler des 1. FC Kaiserslautern, genauer untersucht. Abel (2 ist seit Jahren von großem Verletzungspech geplagt. Eine Trainingspause hat gestern vorsichtshalber Abwehrchef Martin Amedick (26) eingelegt. Er hatte beim 1:0-Sieg im DFB-Pokalspiel in Braunschweig einen Schlag abbekommen. Amedick wird aber den FCK am Samstag (13 Uhr) im Heimspiel zum Auftakt gegen Greuther Fürth als Kapitän aufs Feld führen können. (osp)

    Jendrisek und Nemec nominiert. Erik Jendrisek und Adam Nemec (auf Abruf) vom 1. FC Kaiserslautern wurden für das Freundschaftsspiel der Slowakei gegen Island (12. August) in Reykjavik nominiert. (rhp)

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.180
    Datum: Donnerstag, den 06. August 2009
    Seite: Nr.9



    Sommerträume
    Porträt: FCK-Torwart Robles mit USA erfolgreich

    VON OLIVER SPERK

    KAISERSLAUTERN. „Der Sommer war wunderschön für mich", sagt Luis Robles. Erst hat der Torhüter vom Fußball-Zweit-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern seine Freundin Cara geheiratet, dann mit dem Nationalteam der USA beim Confed Cup in Südafrika Silber gewonnen und später beim Gold Cup sein Debüt in der A-Nationalelf gefeiert.

    Im letzten Gruppenspiel des US-Teams beim Concacaf Gold Cup in Foxborough/Massachusetts gegen Haiti (2:2) hütete der 25-Jährige aus Sierra Vista, einer 42.000-Einwohner-Stadt in Arizona, erstmals den Kasten der Amerikaner. „Das war eine tolle Erfahrung", sagt der 1,85 Meter große Torwart, „und das alles hat mir großen Appetit auf mehr gemacht für meine Zukunft in der Nationalmannschaft und im Verein." Nächstes Jahr steigt die WM ...

    Der Finanzwirtschafts-Bachelor ist zwar zurückhaltend und tritt bescheiden auf. Aber der praktizierende Christ besitzt enormen Ehrgeiz und den starken Willen, schnell viel zu lernen. Stetige Verbesserung seiner Fähigkeiten ist für ihn das tägliche Ziel. Das gilt für Robles jetzt mehr denn je: „Während dieser Wochen mit dem Nationalteam bei den beiden Turnieren in Südafrika und in den USA habe ich gesehen, wie die amerikanischen Top-Torhüter arbeiten, vor allem Tim Howard", sagt Robles, „er arbeitet jeden Tag so hart an sich, macht auch so viele Kraft- und Koordinationsübungen, er ist jetzt mein Vorbild." Howard (30), zuvor in Diensten von Manchester United, spielt seit drei Jahren beim FC Everton in der Premier League.

    Mit Troy Perkins im Tor kassierte das US-Team im Gold-Cup-Finale am 26. Juli in New Jersey gegen Mexiko eine herbe 0:5-Niederlage. Vier Wochen zuvor verloren die Amerikaner auch ein Endspiel. Jenes Finale allerdings haben sie völlig überraschend erreicht: das Confed-Cup-Finale gegen Brasilien. In Johannesburg führten die Amerikaner zur Halbzeit sensationell mit 2:0, unterlagen schließlich aber noch mit 2:3. „Die Mannschaft hat in Südafrika ein super Turnier gespielt mit einem großen Sieg im Halbfinale gegen Spanien", sagt Robles euphorisch und seine Augen leuchten dabei. Mit 2:0 besiegte das US-Team in Bloemfontein überraschend den Europameister.

    Von den Wochen in Südafrika schwärmt der FCK-Torwart, auch wenn die Nationalspieler das WM-Gastgeberland 2010 aus einer eingeschränkten Sicht erlebt haben. „Unsere Hotels waren aus Sicherheitsgründen immer für andere Besucher gesperrt", erzählt der 25-Jährige, „und wie immer, wenn ein amerikanisches Team unterwegs ist, wurde der Bus von etwa 30 Polizisten abgeschirmt." Von den Transportproblemen in Südafrika haben Robles und Co. auch nichts mitbekommen. Zu den jeweiligen Spielorten sind sie immer mit dem Flugzeug gelangt.

    Robles" Position beim FCK allerdings hat die lange Reise mit dem Nationalteam aber wohl geschwächt: Er konnte unter dem neuen Coach Marco Kurz erst Mitte Juli ins Training einsteigen, viel später als seine Konkurrenten Tobias Sippel und Kevin Trapp. So könnte Robles seinen Stammplatz wieder an Sippel verlieren. Trotz seines Super-Sommers.

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.180
    Datum: Donnerstag, den 06. August 2009
    Seite: Nr.20
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  9. #1909
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    Eine Waffe für die Roten Teufel
    Fussball: FCK will gegen Fürth auch mit Standards gefährlich werden - Heute Antwort auf Torwartfrage

    KAISERSLAUTERN (osp). Alexander Bugera freut sich auf Samstag. Um 13 Uhr empfängt Fußball-Zweit-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern dann die SpVgg Greuther Fürth zum ersten Punktspiel der Saison. Und Bugera, Linksverteidiger beim FCK, feiert seinen 31. Geburtstag.

    „Das erste Spiel ist immer von besonderer Bedeutung. Es wäre wichtig, mit einem Sieg zu starten. Ich möchte mir damit auch selber ein Geburtstagsgeschenk machen", sagt Bugera, der Spezialist für Standards. „Die Standards müssen für uns zur Waffe werden, gerade, weil wir groß gewachsene, in der Luft gefährliche Spieler haben", meint der 30-Jährige. Seine Freistoßflanke hat Neuzugang Adam Nemec zum entscheidenden 1:0 im DFB-Pokal vor einer Woche in Braunschweig verwandelt.

    Nach Ansicht von FCK-Trainer Marco Kurz gibt die Art und Weise, wie der „Pflichtsieg, den wir von der Mannschaft gefordert haben", zustande gekommen ist, den Roten Teufeln das nötige Selbstbewusstsein für die morgige Heimpremiere. Wer gegen Fürth das Lauterer Tor hüten wird, will Kurz erst heute bekanntgeben - Tobias Sippel (21) oder Luis Robles (25).

    Der 19 Jahre alte Kevin Trapp, der eine prima Vorbereitung spielte und auch in Braunschweig toll hielt, bekommt in der U23-Elf beim FCK II Praxis. „Er hat gute Leistungen gebracht, aber für Kevin wäre der Sprung noch zu groß", meint Kurz.

    Im Vergleich zur Braunschweig-Partie erwartet der Chefcoach bei seiner Zweitliga-Premiere auf der FCK-Bank eine weitere Steigerung seines neuen, jungen Teams. „Wir wollen uns für eine intensive Trainingswoche belohnen und mit einem Sieg starten", sagt Kurz, „das wäre enorm wichtig, damit wir die nächsten Partien mit noch breiterer Brust angehen können." Ausfallen werden weiter die schon länger verletzten oder angeschlagenen Srdjan Lakic, Sascha Kotysch, Manuel Hornig und Mathias Abel. Trotz kleinerer „Wehwehchen" werden die Innenverteidiger Martin Amedick und Rodnei gegen Fürth auflaufen können. Den Premierengegner erwartet der FCK-Trainer schon traditionell „trotz vieler Abgänge wieder im vorderen Bereich der Liga". Kurz warnt vor der Offensive der Franken. Seine eigenen Offensivspieler wie Erik Jendrisek nach dessen Nasen-Nebenhöhlen-Operation und Neuzugang Nemec sieht der 40-Jährige stetig Fortschritte machen: „Jedes Spiel tut uns gut."

    Dass er erstmals seit zwei Jahren wieder eine komplette Saisonvorbereitung verletzungsfrei absolvieren konnte, ist Bugera anzumerken. Er ist nach Danny Fuchs (33) der Älteste im Team und zum Mitglied des Mannschaftsrates gewählt worden. Der erfahrene Linksverteidiger ist einer der Gewinner der Vorbereitung bei insgesamt schwachen Lauterer Mannschaftsleistungen in den Testspielen. „Alex Bugera ist ein Spieler, der uns mit seiner Erfahrung guttut. So viele gestandene Spieler haben wir ja nicht, die müssen wir erst entwickeln", urteilt Coach Kurz, „ich bin zufrieden mit ihm und seiner Entwicklung. Aber er muss die Leistung aus dem ersten Pflichtspiel in Braunschweig Woche für Woche bestätigen - wie jeder." Bugera fühlt sich wohl unter dem neuen Trainer: „Er gibt mir Vertrauen und wieder das Gefühl, dass ich gebraucht werde."

    KONZOKH


    Sippel in Adrions Aufgebot.
    Mit acht Europameistern starten die deutschen U21-Junioren in die Vorbereitung auf die EM-Qualifikation für 2011. Der neue Trainer Rainer Adrion nominierte für den Walerij-Lobanowski-Pokal am 11. und 12. August in der Ukraine unter anderem FCK-Torwart Tobias Sippel, Änis Ben-Hatira, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Marko Marin, Marcel Schmelzer und Daniel Schwaab in den 26-köpfigen Kader. Vom Karlsruher SC wurden Sebastian Langkamp und Lars Stindl berufen. Unter Horst Hrubesch gewann die U21 im Juni den EM-Titel. (sid)


    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.181
    Datum: Freitag, den 07. August 2009
    Seite: Nr.9
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

  10. #1910
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    Die Nummer 1 als Betriebsgeheimnis
    Fussball: FCK startet heute gegen SpVgg Greuther Fürth in die Zweitliga-Saison - Damjanovic fällt aus - Warten auf Lakic

    KAISERSLAUTERN (zkk). Heute, 13 Uhr, Fritz-Walter-Stadion: Der 1. FC Kaiserslautern startet gegen die SpVgg Greuther Fürth in sein viertes Zweitliga-Jahr in Folge. Über 24.000 Karten sind verkauft, 30.000 Zuschauer werden erwartet.

    „Die Zuschauer geben uns einen Push. Die Euphorie ist enorm", bemerkt Linksverteidiger Alexander Bugera, der seinen 31. Geburtstag heute mit einem Heimsieg feiern möchte. Möglich, dass Daniel Pavlovic - wie in der zweiten Halbzeit in Braunschweig - vor ihm auf der linken Bahn agiert. „Da er auch Verteidiger spielen kann, haben wir die Positionen auch mal gewechselt. Das hat schon ganz gut geklappt", beschrieb Bugera den Rollentausch.

    „Wer gegen Fürth aufläuft, der ist unsere Nummer 1", sagte FCK-Trainer Marco Kurz nach dem Abschlusstraining gestern Abend. Er hat drei Torhüter, die er bedenkenlos einsetzen kann. Der 19-jährige Kevin Trapp spielt nach herausragender Vorbereitung in der Regionalliga-Mannschaft, die heute bei Rot-Weiss Essen in die Saison startet. Erst gestern Abend im Mannschaftshotel am Gelterswoog wollte Kurz die Torwartfrage im Gespräch mit Tobias Sippel und Luis Robles klären. Zwei gute Freunde - zwei große Rivalen.

    Eineinhalb Jahre hat Ivo Ilicevic für Greuther Fürth gespielt. Auf Leihbasis war er vom VfL Bochum ins Play-Mobil-Stadion gekommen, sollte helfen, den Aufstieg zu schaffen. Das Ziel wurde zweimal verfehlt - trotz des in Aschaffenburg geborenen Tempo-Dribblers.

    „Im ersten Jahr in Fürth habe ich mich im zweiten Training verletzt, im letzten Jahr lief es ganz gut. Ich habe mich in den eineinhalb Jahren in Fürth wirklich wohlgefühlt', sagt der 22-Jährige, der eigentlich noch ein Jahr bleiben sollte und wollte. Die Vereine aber wurden sich nicht einig, Ilicevic wurde dann vom VfL Bochum für ein Jahr an den FCK ausgeliehen.

    „Ich will mich entwickeln. Ich will spielen.' Ivo Ilicevic kämpft um seine Einsatzzeiten, will den Durchbruch bei den Roten Teufeln schaffen. Vergangenen Freitag im DFB-Pokalspiel in Braunschweig sah er nach 36 Minuten Rot und durfte am Ende erleichtert aufatmen, dass seine Mannschaft auch in Unterzahl einen knappen Sieg heimfuhr.

    „Ich bin in dem Zweikampf wohl zu spät gekommen - und jetzt für drei Pokalspiele gesperrt', sagt Ilicevic, der sich in der Sommerpause nach „ein paar guten Gesprächen mit Stefan Kuntz" zum Wechsel entschlossen hat: „Lautern ist immer noch eine Top-Adresse. Ich will jetzt hier Fuß fassen.'

    An seinen (temperamentvollen) Ex-Trainer Benno Möhlmann hat Ilicevic recht gute Erinnerungen: „Menschlich ein guter Typ. Problematisch nur, wenn man auf der Seite spielen musste, wo seine Trainerbank stand ...' Möhlmann stellt Ilicevic ein gutes Zeugnis aus: „Ich hätte Ivo gerne behalten. Er hat unter mir in der Hinrunde hervorragend gespielt, war dann verletzt und danach nicht mehr so berauschend."

    Beim FCK fehlt weiterhin Srdjan Lakic, der diese Woche bei Fitnessspezialist Oliver Schmidtlein in München trainierte. „Laki hat sich oft für den Verein geopfert. Ich will ihn komplett fit haben. Er macht große Fortschritte", sagt Kurz, der auf Dario Damjanovic verzichten muss, der das Training gestern mit Adduktorenproblemen abgebrochen hat.

    So spielen sie

    1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Ilicevic, Mandjeck, Schulz, Pavlovic - Nemec, Jendrisek - Ersatz: Robles, Fabian Müller, Bilek, Paljic, Sam, Akcam, Hesse - Es fehlen: Abel (Trainingsrückstand), Damjanovic (Adduktorenprobleme), Lakic (Aufbautraining nach Leistenoperation), Hornig (Knochenödem), Kotysch (Aufbautraining nach Wadenbeinbruch)

    SpVgg Greuther Fürth: Loboué - Schröck, Biliskov, Mauersberger, Hrgovic - Falkenberg, Nehrig, Mokhtari, Nicolai Müller - Allagui, Sailer - Es fehlen: Fürstner (Zehenbruch), Haas (Knöcheloperation), Meichelbeck (Achillessehnenprobleme), Rahn (Knorpelschaden), Sararer (Muskelfaserriss), Wörle (Immunschwäche)

    Schiedsrichter: Metzen (Mechernich).

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.182
    Datum: Samstag, den 08. August 2009
    Seite: Nr.8


    zur sache

    Torhüter-Rivalen

    Tobias Sippel (21), 1,84 Meter groß, U21-Nationaltorhüter, 40 Zweitligaspiele. Erstklassige Reflexe, tolles Reaktions- und Sprungvermögen, sehr mutig. Er muss Hektik vermeiden, lernen, nicht zu ungestüm aus dem Tor zu stürzen. Ein Motivator.

    Luis Robles (25), 1,85 Meter groß, US-Nationaltorhüter, 20 Zweitligaspiele. Stark auf der Linie, sehr konzentriert, ruhig und nervenstark. Kann in der Strafraumbeherrschung noch zulegen. Hat sich toll entwickelt.

    Kevin Trapp (19), 1,90 Meter groß, U19-Nationaltorhüter, bekommt in der U23 des FCK Praxis. Starke Reflexe, mutig in Eins-zu-Eins-Situationen. Ein sehr sachlicher und erstaunlich abgeklärter Torwart mit tollem Sprungvermögen. Ihm fehlt nur Erfahrung. (zkk)

    KONZOKH

    Quelle:
    Verlag: DIE RHEINPFALZ
    Publikation: Ludwigshafener Rundschau
    Ausgabe: Nr.182
    Datum: Samstag, den 08. August 2009
    Seite: Nr.8
    "You can’t control what the ball do. It’s crazy, man. Y’all hilarious!" (Josh Howard, Dallas Mavericks)

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