U23 des 1. FC Kaiserslautern muss vor Regionalliga-Saison Aderlass verkraften - Mannschaft vor erneutem Umbau
Die U23 2011/11: Hintere Reihe von links: Steven Zellner, Mathias Tillschneider, Andrew Wooten, Fait Florian Banser, Marcel Correia, Nico Hammann, Jonas Marz. Zweite Reihe von links: der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Frank Lelle, Trainer Alois Schwartz, Co-Trainer Marco Grimm, Torwarttrainer Tobias Lenk, Benjamin Himmel, Denis Linsmayer, Giuliano Modica, Fabian Herchenhan, Hendrik Zuck, Abteilungsleiter FCK II Peter Glöckner, Mannschaftsarzt Dr. Leonhard Haas, Physiotherapeut Norman Schild, Zeugwart Michael Wassner. Vordere Reihe von links: Michael Reith, Enis Saiti, Thomas Hartmann, Boris Becker, Emilio Fioranelli, Bastian Becker, Patrick Freyer, Philipp Klement, Marco Gietzen, Torsten Reuter.
Am Montag hat die Reserve des 1. FC Kaiserslautern im Sport- und Themenhotel Base in St. Gallenkirch (Österreich) ihr Quartier bezogen. „Wir haben hier optimale Bedingungen", so Trainer Alois Schwartz. Die U23 holt sich im Trainigslager dort bis Samstag den Feinschliff für die am 8. August mit dem Heimspiel gegen Eintracht Trier beginnende Regionalliga-Saison.
Nach großen Umbruch im letzten Sommer (17 Zu-, 18 Abgänge) ist die Fluktuation im Kader auch diesmal groß: Zwölf Neuverpflichtungen stehen ebenso vielen Abgänge gegenüber. Einen Aderlass gab es in der Offensive. Mit Mario Klinger und Alper Akcam haben die beiden erfolgreichsten Torjäger der letzten Saison den Betzenberg verlassen. Im Gegenzug wurde mit Fait Florian Banser (28, Eintracht Braunschweig) ein erfahrener Stürmer verpflichtet. Er lief 53 Mal für die Niedersachsen in der dritten Liga auf. Aber auch Andrew Wooten traut Schwartz die Rolle des Stoßstürmers im 4-2-3-1-System zu. Schon in der Rückrunde hatte Schwartz dem Ex-Wormser das Vertrauen geschenkt. „Wooten hat sich stets gesteigert", findet Schwartz.
Außerdem konnten auch junge Nachwuchskräfte aus der Region für den 1. FCK gewonnen werden - etwa die Talente Patrick Freyer (FK Pirmasens) und Hendrik Zuck (Borussia Neunkirchen), die Schwartz auf einem guten Weg sieht. „Hendrik Zuck hat seine Tore gemacht. Rechts haben wir mit Michael Reith und Patrick Freyer schnelle und technisch gute Leute dazubekommen." Der Konkurrenzkampf sei angelaufen. Mit Offensiv-Talent Philipp Klement gehört ein 17-Jähriger zum Kader.
Auch im Tor hat sich etwas getan. Für Marco Knaller (eigene Profis) kommt der Kuseler Bastian Becker (31, Jahn Regensburg). Chris Keilmann (U19) ist im Trainingslager für Emilio Fioranelli (Wadenbeinbruch) dabei. Fehlen beim Ligastart wird Steven Zellner. Der 19-jährige soll nach sechsmonatiger Verletzungspause (Luxation der Kniescheibe) langsam wieder herangeführt werden.
In den bisherigen Tests bestach die neu formierte Reserve der Lauterer trotz des hohen Trainingsumfangs mit einer starken Frühform. Gegen Drittligist VfB Stuttgart II gab es einen 2:1-Sieg (Tore: Wooten (2)). Südwest-Oberligist FK Pirmasens wurde 6:0 vom Platz gefegt (Tore: Zuck (2), Klement, Stumpf, Hartmann, Herchenhahn). Erst am vergangenen Samstag gab es nach einem 4:3-Sieg (Tore: Zuck (2), Banser (2)) gegen Hoffenheim II gegen den Karlsruher SC II mit 1:3 (Tor: Correia) die erste Niederlage.
„Das Team hat fast schon zu gut gespielt", war Trainer Alois Schwartz überrascht. Das 1:3 gegen die zweite Garnitur des KSC ändert daran nichts. „Da haben wir vorher hart gearbeitet", erklärt Schwartz.
Prunkstück der vergangenen Saison war die Abwehr. Hier gilt es die Abgänge von Christoph Buchner (1. FC Saarbrücken), Alan Stulin (eigene Profis) und Lukas Olbrich (SV Elversberg) zu verkraften. „Wir haben in den letzten zwei Tests sechs Tore bekommen. Zu viel", kritisiert Schwartz. Neu im Aufgebot ist Defensiv-Allrounder Mathias Tillschneider (SV Horchheim). „Wir haben bewusst viele Talente aus unserer Region verpflichtet", betont FCK-Nachwuchskoordinator Frank Lelle, der sich so eine höhere Identifikation mit dem Verein verspricht.
Als Favoriten für die neue Saison nennt Alois Schwartz die Sportfreunde Lotte, Preußen Münster, den Wuppertaler SV und auch den SV Elversberg: „Das sind fast durch die Bank Traditionsvereine mit erfahrenen gefestigten Mannschaften." Seiner Truppe traut er Ähnliches wie im Vorjahr zu: „Die junge Mannschaft muss sich erst finden und stabilisieren. Dann ist ein einstelliger Tabellenplatz möglich." Frank Lelle ist ebenso überzeugt, dass die FCK-U23 eine gute Rolle spielen wird.
Quelle: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung





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