Jetzt spenden! Spendenziel für dieses Jahr: 500 EUR, bereits gespendet: 210 EUR (42%)
Bitcoin: 1MerAzmb85MVr9c9gPLDvuhGMg6GdeRkML
Litecoin: LKpaZ73LQR4C3GZdaqSy8N2WqobW2VtepP



Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Worms: Feuerwehrmann stirbt bei Silo-Explosion

  1. #1
    Registriert seit
    13.01.2006
    Alter
    30
    Beiträge
    217

    Worms: Feuerwehrmann stirbt bei Silo-Explosion

    Bei der Explosion eines Silos einer Wormser Malzfabrik ist ein 24-jähriger Feuerwehrwehrmann getötet worden, sieben weitere erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Die Feuerwehrleute waren zu dem 38 Meter hohen Bauwerk gerufen worden, weil es dort bereits eine Explosion gegeben hatte.

    Bei der Explosion eines Malz-Silos in Worms (Rheinland-Pfalz) ist am Sonntag ein 24 Jahre alter Feuerwehrmann getötet worden. Sieben seiner Kollegen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich, wie die Polizei mitteilte. Bis zum Sonntagabend waren zwei von ihnen aber außer Lebensgefahr.


    Die Feuerwehrleute waren mit Löscharbeiten an dem 38 Meter hohen Silo auf dem Gelände einer Mälzerei beschäftigt. Dort war zuvor ein Schwelbrand ausgebrochen. Bei den Opfern handelte es sich um Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren. Angaben zur Unglücksursache machte die Polizei zunächst nicht.

    Die Bergung des getöteten Feuerwehrmanns war bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht möglich und wurde auf Montag verschoben. Die Leiche ist in 35 Metern Höhe von Betontrümmern eingeklemmt und verschüttet.

    Die Feuerwehrleute waren am Morgen gegen sieben Uhr nach Ausbruch eines Brandes und einer ersten Explosion alarmiert worden. Zwei Stunden nach Einsatzbeginn in der Mälzerei kam es zu einer zweiten und größeren Explosion. Die metallene Außenhaut des Silos wurde auf mehreren Quadratmetern zerfetzt.


    In dem Silo seien Malz und Malzprodukte gelagert gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Für die Bevölkerung in der Umgebung habe keine Gefahr bestanden. An der Rettung und Bergung der Feuerwehrleute beteiligten sich rund 250 Helfer.

    Die direkt am Rhein gelegene Mälzerei gehört zur GlobalMalt GmbH & Co.KG mit Sitz in Osthofen, die in Deutschland sechs Werke betreibt.
    DPA/AP
    "Es scheint heutzutage, als könne man sich einen Fußball-Verein genauso leicht kaufen wie ein Fußball-Trikot", findet FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

    "Es muss etwas getan werden gegen diese Milliardäre", forderte der Schweizer daher.

  2. #2
    Registriert seit
    17.06.2005
    Beiträge
    6.815

    Standard

    ein klassenkamerad von mir ist bei der freiw. feuerwehr, er hat das unglück um 2 minuten verpasst, zu seinem glück... der tote, ein freund von ihm, ist bis gestern abend immer noch nicht geborgen worden... das ist wohl das schlimmste vor allem für die familie.
    warscheinlich kam es zu dieser explosion weil die verantwortlichen den brand viel zu spät gemeldet haben , es brannte schon seit freitag und sie haben gesagt es seien 800kg malz gelagert dabei waren es über 10t... so hat die feuerwehr mit wasser gelöscht und nicht mit CO2 was die Explosion verhindert hätte warscheinlich...
    traurig traurig...

  3. #3
    Registriert seit
    13.01.2006
    Alter
    30
    Beiträge
    217

    Standard

    Ein ganzer Stadtteil steht unter Schock
    Tragisches Unglück vom Sonntag ist beherrschendes Gesprächsthema/"Es fehlen die Worte"

    Update:

    Vom 03.12.2008

    Gestern Abend gegen 17 Uhr in Rheindürkheim: Am Schiffermast wehen die Fahnen im Wind, der Tannenbaum auf dem Kiesplatz verbreitet weihnachtliche Stimmung. Doch das Bild täuscht.


    Von

    Roland Keth

    Nach dem schweren Unglück im Malz-Silo, bei dem ein Rheindürkheimer Feuerwehrmann ums Leben kam, steht der Stadtteil unter Schock. "Es fehlen die Worte", hat jemand ins Kondolenzbuch geschrieben, das in der Simultankirche auf einem Stehtisch in Altarnähe liegt. "Meine Gedanken sind bei den Familien, denen ich viel Kraft und Stärke wünsche", hat eine andere Mitbürgerin zum Ausdruck gebracht, was viele Rheindürkheimer seit dem tragischen Ereignis vom Sonntagmorgen denken.

    Man ist es gewohnt, über die Medien Schreckensnachrichten aus aller Welt geliefert zu bekommen. Aber dieser tragische Fall, bei dem man die Betroffenen kennt, mit denen man womöglich erst vor kurzem noch Kontakt hatte - er geht den Menschen unter die Haut. Überall, ob beim Metzger, Bäcker oder Friseur - dieser Katastrophentag, an dem sieben weitere Feuerwehrleute, die meisten aus Rheindürkheim, zum Teil schwer verletzt wurden, er ist Ortsgespräch.

    "Dieser Unfall hat uns alle schwer getroffen", sagt Anne Langebacher. Sie gehört dem Kirchenvorstand an, den Tag über hat sie in der Kirche gesessen und darauf geachtet, dass niemand die Ruhe des abgedunkelten Raumes und die Trauer der Besucher stört. "Gib, dass er in Würde geborgen werden kann", hat ein Schreiber auf einem der bereit liegenden Zettel notiert und dann an die rechts vom Altar stehende Pinnwand geheftet.

    "Dass der Leichnam noch immer im Turm liegt, das ist besonders schlimm. Ich hoffe, dass es jetzt schnell geht", zeigte sich auch Ortsvorsteher Adolf Kessel zwei Tage nach der Schreckensmeldung immer noch tief bewegt. "Überall ist die Stimmung gedrückt."

    Seit dem Unglück treffen sich die Rheindürkheimer Wehrleute jeden Abend in der Feuerwache. Zum Reden, zum Schweigen, zum Verarbeiten. "Wir sind nicht alleine, man kümmert sich um uns", berichtet die Mutter eines jungen Wehrmannes, der mit schweren Verletzungen auf der Intensivstation im Klinikum liegt. Pfarrer, Psychologen, Kriseninterventionsdienst: "Nein, man hilft uns wirklich. Erfahrene Feuerwehr-Kameraden haben ihre Telefonnummern hinterlassen, wir können jederzeit anrufen."

    Ortspfarrer Wolfgang Schäfer kennt sie alle persönlich, hat sie getauft, konfirmiert oder gar getraut. "Ich habe natürlich versucht, gleich den Kontakt zur Familie des Verstorbenen zu suchen, aber natürlich auch zu allen anderen." Die meisten seien traumatisiert, "einige stehen neben sich". Andere seien gehemmt, wüssten nicht, was sie sagen dürften, weil die Ermittlungen über die Unfallursache noch laufen. "Am besten ist es, über die eigene Betroffenheit zu reden", glaubt der Seelsorger.

    Die psychologische Betreuung der Wehrleute habe jetzt, so Schäfer, zunächst einmal der Kriseninterventionsdienst übernommen. "Das ist auch gut so." Später will er sich dann wieder um die "Nachseelsorge" kümmern. Zusammen mit seinem katholischen Kollegen Heiko Heyer wird Pfarrer Schäfer am Freitagabend um 19 Uhr zu einer Andacht einladen. In der Hoffnung, dass bis dahin der tote 24-jährige Wehrmann geborgen ist.


    Quelle:wormser zeitung
    "Es scheint heutzutage, als könne man sich einen Fußball-Verein genauso leicht kaufen wie ein Fußball-Trikot", findet FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

    "Es muss etwas getan werden gegen diese Milliardäre", forderte der Schweizer daher.

  4. #4
    Registriert seit
    13.01.2006
    Alter
    30
    Beiträge
    217

    Standard

    Große Erleichterung nach dem Einsatz

    Höhenretter der Mannheimer Feuerwehr bergen ihren im Einsatz getöteten Kameraden


    Vom 05.12.2008

    Um 18.20 Uhr gestern Abend konnten die etwa 30 Mann, die bei der Aktion im Einsatz waren, aufatmen. Der 24-jährige Feuerwehrmann aus Rheindürkheim, der am Sonntag ums Leben gekommen war, konnte endlich aus dem Malz-Silo geborgen werden.


    Von

    Johannes Götzen

    Die Anspannung war allen anzumerken, je später es gestern wurde, umso stärker. Entsprechend groß war die Erleichterung nach dem Einsatz. "Es hat alles so geklappt, wie es geplant war", konnte am Abend Polizeisprecher Klaus Weinmann vermelden. Der 24-jährige Feuerwehrmann wurde nach fünf Tagen endlich geborgen. Neben der Höhenrettung der Feuerwehr Mannheim waren Feuerwehrmänner aus Ludwigshafen und Frankenthal im Einsatz, außerdem die Polizei. Polizeidirektor Wolfgang Schneider und OB Michael Kissel waren während des mehrstündigen Einsatzes mit vor Ort.

    Immer wieder hatten die Einsatzkräfte betont, sie wollten die Bergung auf jeden Fall so rasch wie möglich versuchen. Und so hob sich der Korb an dem riesigem Autokran gestern am Nachmittag das erste Mal nach oben, fünf Mann von der Höhenrettung der Mannheimer Feuerwehr sowie Baumaterial und Werkzeug waren darin. Über ein etwa zwei auf drei Meter großes Loch, das seit Dienstag in der Nordwest- Ecke des Silos auf etwa 31 Metern Höhe in die Wand gestemmt worden war, konnten Männer und Material nach innen gelangen. Bevor die Einsatzkräfte ihren toten Kameraden bergen konnten, mussten sie zunächst für sich selbst sorgen, vor allem ein sicherer Stand musste gewährleistet werden. Außerdem mussten die beiden jeweils zweieinhalb Tonnen schweren Betonteile gesichert werden, die bei der Explosion von der Decke des Silos herabgestürzt waren und zwischen denen der 24-jährige Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Rheindürkheim eingeklemmt worden war. Auch mit Einbruch der Dunkelheit und trotz des Regens brachen die Helfer ihre Arbeit nicht ab. Sie hatten für diesen Fall ganz oben im Silo Licht installiert, um weiter arbeiten zu können.

    Der 24-jährige Feuerwehrmann war bei einer Explosion in dem Silo der Firma Global Malt (früher Schill-Malz) am Sonntagmorgen getötet worden. Bei dem Unfall waren außerdem sieben Feuerwehrleute verletzt worden, vier von ihnen schwer. Ein Feuerwehrmann schwebt nach wie vor in Lebensgefahr. Dem Unglück war ein Schwelbrand vorausgegangen. Die Feuerwehrleute waren bereits knapp drei Stunden mit Löscharbeiten an dem 38 Meter hohen Silo beschäftigt, als es offensichtlich für die Mannschaft völlig überraschend zur Explosion kam. Durch die Wucht der Explosion war die metallene Außenhaut des Silos auf neun mal zwölf Metern regelrecht zerfetzt worden. Bei der Bergung des Leichnams mit dabei war der Erkennungsdienst der Kriminalpolizei. Wie immer bei solchen tragischen Unfällen sicherten sie die Spuren am Unglücksort für alle weiteren Ermittlungen.

    Quelle: wormser-Zeitung
    "Es scheint heutzutage, als könne man sich einen Fußball-Verein genauso leicht kaufen wie ein Fußball-Trikot", findet FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

    "Es muss etwas getan werden gegen diese Milliardäre", forderte der Schweizer daher.

  5. #5
    Registriert seit
    13.01.2006
    Alter
    30
    Beiträge
    217

    Standard

    Ein Tod, der noch immer unfassbar ist
    Rheindürkheimer Feuerwehrmann unter großer Anteilnahme beigesetzt


    Vom 12.12.2008

    Unter beeindruckend großer Anteilnahme wurde gestern der 24-jährige Feuerwehrmann Michél Helmerich, der am 30. November bei einem Einsatz im Malz-Silo in Rheindürkheim ums Leben gekommen war, beerdigt.


    Von

    Johannes Götzen

    Der Rheindürkheimer Friedhof reichte nicht aus, um all jene zu fassen, die mit der Familie um den jungen Feuerwehrmann trauern und ihm die letzte Ehre erweisen wollten. Noch draußen vor dem Friedhofseingang standen zahlreiche Trauergäste, die Ansprachen aus der kleinen Trauerhalle wurden per Lautsprecher weithin hörbar nach draußen übertragen. Insbesondere die Feuerwehren aus Worms, der Umgebung und dem ganzen Land sowie die Werkswehren von Röhm-Evonik und BASF und Vertreter der Hilfsorganisationen waren gekommen beziehungsweise hatten Abordnungen gesandt. Die Feuerwehrkameraden waren es auch, die für ihren im Einsatz ums Leben gekommenen Kameraden ein Ehrenspalier bildeten.

    Allen Rednern war deutlich anzumerken, wie tief sie betroffen sind. Immer wieder tauchte der Satz auf, dass es noch gar nicht richtig zu begreifen sei, was da geschehen ist. Die Pfarrerinnen Bettina Klünemann aus Westhofen und Eva Röger (Flörsheim-Dalsheim) machten in der Trauerfeier die besondere Tragik deutlich. Der Feuerwehrmann Michél Helmerich sei gestorben, weil er mit seinen Kameraden zusammen Schlimmeres verhindern wollte, weil er Leid von anderen Menschen abwenden wollte. Sie erinnerten zudem daran, dass auch fast zwei Wochen nach dem verheerenden Unglück weiter zum Teil schwer verletzte Feuerwehrleute in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden müssten.

    Für die Landesregierung sprach Innenminister Karl Peter Bruch. Auch er betonte, dass der 24-Jährige helfen wollte - und dass er in vielen Fällen zuvor bereits geholfen habe. Oberbürgermeister Michael Kissel sprach vom tragischen Unglück und einem unfassbaren Geschehen. Die Angehörigen, die Feuerwehrkameraden und die Angehörigen der Hilfsorganisationen seien zutiefst betroffen. Allen sei bewusst geworden, wie gefährlich der Einsatz der Feuerwehrleute sei. In den mehr als 150 Jahren der Wormser Feuerwehr habe es kein vergleichbares Unglück gegeben.

    Der Ort trauere mit der Familie, sagte Ortsvorsteher Adolf Kessel. Neben der Trauer um den beliebten und pflichtbewussten Michél Helmerich galten die besten Wünsche allen verletzten und ebenso allen seelisch verletzten Einsatzkräften. Kessel nutzte die Gelegenheit, allen Einsatzkräften und allen Helfern sowie den Betreuern herzlich für ihren Einsatz danken.

    Am bewegendsten waren die Worte von Dirk Paulus, Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Rheindürkheim, der für alle Feuerwehrleute sprach. Die Kameraden könnten noch nicht begreifen, dass Michél Helmerich nicht mehr unter ihnen ist: "Für uns alle hat sich mit einem Schlag die Welt verändert."
    "Es scheint heutzutage, als könne man sich einen Fußball-Verein genauso leicht kaufen wie ein Fußball-Trikot", findet FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

    "Es muss etwas getan werden gegen diese Milliardäre", forderte der Schweizer daher.

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •